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Forderungen von "Fridays for Future": Langstreckenflüge würden bis zu 2000 Euro teure
Nicolas Economou / NurPhoto via Getty Images

Fernreisen, Benzin, Fleisch: Die von den "Fridays for Future" geforderte CO2-Steuer würde klimaschädliche Güter drastisch verteuern. Was würde das für Verbraucher bedeuten?

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ralf_maennchen 10.04.2019, 01:10
390.

Zitat von Das Pferd
jetzt ändert es sich. Zumindest wird der Besuch bei Verwandten in Australien wieder zu etwas, worauf man halt 10 Jahre spart. Sein Sie nicht böse, aber wir wissen seit 40 Jahren, daß wir so nicht weiter machen können. Auch als Laien. Bei allem Respekt für die persönliche Härte: wer in den letzten 40 Jahren seinen Lebensmittelpunkt 2000 km von den Eltern weg wählte, wusste, daß die Billigflüge irgendwann enden müssen. Dann ist der Besuch eben eine große Sache, nichts was man sich 3* im Jahr leistet.
Dann fliegt man ebend über AMS,WAS,HEL und wenn es EU weit kommen sollte via ZUR , LHR , IST oder MOV. Von dort geht es dann mit einem zweiten Ticket ohne Oekoabgabe weiter. Fliege die letzten Jahre eh immer via LHR. Dann wird zukünftig aus einem Ticket 2 . Eins mit Oekosteuer HAJ-LHR und ein zweites im nicht EU-Ausland gekauft für LHR-HND/SIN. Kostet 5 Minuten Zeit um das 2 Ticket in Asien direkt bei der Fluggesellschaft zu kaufen und einmal zusätzliches Gepäckumlanden in LHR. Sparrt aber die Oekoabgabe und die MWST für die Strecke ab LHR.

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pferdesalami 10.04.2019, 01:14
391. Die Rettung der Zukunft wird immer etwas kosten

Ich finde es einen guten Ansatz und bin dafür. Das eingenomme Geld muss aber für den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und Speicherung eingesetzt werden. Wasserstoff ist der einzige Energieträger, der CO2 neutral verbrannt und erzeugt werden kann. Der Anreiz wäre bei einer solchen CO2 Steuer auf jeden Fall gegeben. In den 70ern hat man auch immer gesagt, dieser Umweltschutz wird uns ruinieren, heute sind wir froh, dass wir saubere Flüsse und Landschaften haben.

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jaques_de_molay 10.04.2019, 01:14
392. Mehrkosten

Vielleicht können wir das ganze ja kostenneutral gestalten, indem wir einfach mehr Druck auf die produzierenden Länder ausüben und die Löhne drücken, respektive die dortigen Arbeitszeiten verlängern, so können dann hier die Endpreise möglicherweise gehalten werden. Benzin...naja, da kann man ja den arabischen Ländern "erklären", dass die Preise zu sinken haben, sonst kommen wir es halt holen. Wobei ich vermute, dass diese Maßnahmen dann ganz automatisch von der Wirtschaft dann initiiert werden.

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chris_123ich 10.04.2019, 01:20
393. Diese Kinder kämpfen um ihre Welt

Auf den Straßen demonstriert höchstwahrscheinlich die erste Generation, die die volle Härte der klimatischen Veränderungen erleben wird. Mich wundert nicht, dass die Jugendliche das Thema sehr ernst nehmen. Die Erwachsenen in De versagen bis jetzt...
Aber keine Sorge, die Chinesen bringen irgendwann die Welt in Ordnung...

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plazer 10.04.2019, 01:32
394. nicht verstanden

es geht darum dass wir uns das ein oder andere Steak nicht mehr kaufen, oder den einen Urlaub in der Südsee doch nicht machen. Das soll die Steuer bewirken. Was nützt die Steuer wenn wir trotzdem so weiter machen. Die Steuer ist als Strafe zu verstehen für falsches Verhalten. Ich glaube das haben einige hier nicht kapiert.

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kte 10.04.2019, 01:33
395. Co2-Zertifikate...

... sollte es auch für Privatpersonen geben. So kann jeder seine Zertifikate nutzen - oder im aktuellen Jahr mal auf den Skiurlaub verichten und die Zertifikate stattdessen verkaufen. Für Fernflüge muss man Zertifikate sammeln oder zukaufen ;)
Dass FFF nun konkrete Forderungen veröffentlicht, war längst überfällig.
Wenn 16-18jährige mit Greta demonstrierten: "Ihr habt bisher nichts auf die Kette gebracht. Macht doch endlich was für unser Klima. Aber verlangt von uns keine Vorschläge für Eure Probleme, denn wir sind Kinder. Und selbst KÖNNEN wir außer Demo nichts fürs Klima tun" klingt das wie ein Trick und zeugt gerade NICHT von gesellschaftlicher Verantwortung in einer Demokratie. Klingt wie: "Wir hoffen, dass der Beitrag der anderen ausreicht und wir drum herumkommen, selbst etwas beizutragen."
Maßgeblich für den CO2-Ausstoß ist letztlich immer der Konsum und die Demonstranten bestimmen als Konsumenten maßgeblich mit, was geschieht.

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mihai_ 10.04.2019, 01:51
396. klingt vernünftig

Ohne Ironie, das hatte ich mir schmerzhafter vorgestellt - es klingt wirklich schaffbar. Die Einkünfte müssten natürlich in den Wandel der Energiegewinnung gesteckt werden. Und vielleicht müsste sozial abgefedert werden, da Geringverdiener anteilig nun mal mehr konsumieren. CO2-Steuer auf Kapitalerträge basierend auf dem Fußabdruck der Geldanlage?

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apollo9 10.04.2019, 02:00
397. Respektabel, aber zu kurz gesprungen

Im Ansatz sind die Ideen OK, denn über den Geldbeutel kann man das Verhalten der Menschen am ehesten steuern. Aber es ist bei weitem noch nicht zuende gedacht:
- es trifft einerseits wieder nur die "unteren" 90% der Menschen in Deutschland, denn den Reichen geht es am A..... vorbei
- es trifft die Menschen die reisen/fahren müssen (z.B. um Geld zu verdienen)
- es trifft Menschen in der 3. Welt, die darauf angewiesen sind, dass wir deren Waren kaufen
Und:
Wenn nur Deutschland das macht und die anderen Länder nicht (besonders die großen CO2-Emissionäre), wird das nahezu wirkungslos sein bzw. den deutschen Firmen einen großen Wettbeswerbsnachteil gegenüber den ausländischen Anbietern bescheren. Die Leute werden z.B. Flugtickets nicht mehr in Deutschland kaufen, sondern über das Internet im Ausland (bei Quantas, Emirates, etc.)

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andil 10.04.2019, 02:32
398. Die einzige Idee die funktioniert

Genau richtig so. Schäden an der Ökosphäre zu verursachen muss Schäden im Geldbeutel nach sich ziehen. Das gefällt natürlich den meisten nicht, denn man muss sich ja selbst hinterfragen. Bevor man das tut ist es ja auch viel einfacher auf Kosten der Nachkommen zu leben. Schuld sind natürlich wie immer die Anderen und die Wissenschaft die das belegt ist eine Lüge.

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Daffner 10.04.2019, 02:56
399. Etwas reißerisch....

Die Überschrift ist natürlich sehr reißerisch. Wenn man sich genauer über die Berechnung informiert, erkennt man, dass sich die genannten Emissionen auf den Flug beziehen und nicht pro Passagier! Mit einfachem Kopfrechnen ergibt sich bei den angegebenen Werten unrealistische Emissionen (400-500 Passagiere pro Flug...). Ich bin kein Freund von Flugreisen, aber Emissionen in anderen Bereichen (Landwirtschaft, Industrie, Straßenverkehr etc.) sind um ein Vielfaches höher als im Luftverkehr (2% der CO2 Emissionen fallen auf den Flugverkehr...).

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