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Forscher zu CCS-Technologie: "Wir brauchen CO2-Speicher in Deutschland"
Trish Badger/ REUTERS

Um die Klimaziele zu schaffen, wollen Kanzlerin und Umweltministerin Treibhausgase unterirdisch speichern. Die erneute Debatte um die CCS-Technologie dürfte Verteilungskämpfe befeuern und neue Ängste schüren.

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einerkeiner 23.05.2019, 16:44
2. Super Idee

Au ja. Lass uns in den Braunkohlekraftwerken das CO2 einfangen und wieder zu Kohle machen. Dann könnten wir ja auch die synthetische Kohle direkt wieder verbrennen, und müssen sie nicht mehr ausbuddeln. Dann natürlich wieder verkohlen. Klingt nach einem Perpetuum mobile. Soweit ich weiß gibt es aber kein Perpetuum mobiles, also ist es vermutlich dann doch eher Energieverschwendung. Das ist eigentlich symptomatisch für die ganze Debatte: anstatt zu überlegen wie man _jetzt_ realistisch CO2 einsparen kann, werden Luftschlösser gebaut wie toll doch in 50 Jahren alles sein wird, und man setzt jetzt schon auf unsinnige Maßnahmen wie Elektromobilität, die das Gegenteil von dem bewirken was sie sollen (nämlich unsere CO2 Bilanz zu reduzieren). Ich fürchte, so wird das nix, und wir können uns schon mal auf höhere Temperaturen einstellen. Man kann es aber auch positiv sehen: Aachen, wo ich wohne, wird dann, wenn die Niederlande überschwemmt sind, vielleicht am Meer liegen...

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koepkeo 23.05.2019, 16:46
3. Satire?

Ist das Satire? Das kann doch nicht unser Ernst sein. Erst verfeuern wir natürliche Ressourcen aus der Erde, diese setzen CO2 frei und dann speichern wir dieses CO2 unter der Erde. Mensch, sind wir wirklich so verblödet!

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slartibartfass2 23.05.2019, 16:47
4. Quatsch...

Um die CO2-Abgase von zwei herkömmlichen Kohlekraftwerken unterirdisch zu speichern, benötigt man die gesamte Energie eines dritten gleichgroßen Kohlekraftwerks. Man benötigt also sehr viel zusätzliche Energie, um CCS durchführen zu können. Bis heute weiß niemand, wie lange unterirdisch gelagertes CO2 auch dort verbleibt. Meiner Meinung nach dient CCS nur dazu, um (was ja gerade überall schwer in Mode ist) die "Klimaneutralität" auf dem Papier darzustellen. Sie taugt aber überhaupt nicht für den Versuch die CO2-Emmissionen wirklich zu reduzieren. Sinnvoller ist da schon die Idee (war neulich ein Artikel auf SpOn), aus CO2 und elektrischer Energie reinen Kohlenstoff herzustellen und diesen einfach (wie hier im Ruhrgebiet) zu verbuddeln. Da wäre zumindest sicher gestellt, dass der Kohlenstoff nicht so einfach wieder als Treibhausgas in die Biosphäre zurück kommt.

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neutron76 23.05.2019, 16:47
5. CO2-Speicher sind ein Schildbürgerstreich

Der Aufwand, der betrieben wird, kommt ja noch dazu beim CO2-Ausstoß.
Besser man steckt alle Kapazitäten in die Vermeidung von CO2, bzw in erneuerbare Energien und natürliche CO2-Senken. Besser ein Windkraftwerk mehr als ein paar Pelletsheizungen.

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ardbeg17 23.05.2019, 16:51
6.

warum wird nicht eine Methanisierung des überschüssigen Windstroms angedacht? Elektrolyse plus CO2 gleich "Erdgas". Braucht keine gigantischen Speicher und keine ungeliebten Stromtrassen für zig Milliarden. Nur eine Förderung von gasbasierter KWK in den Häusern und der nötigen "Fabriken" z.B. an der Nordsee. Da könnte man mit ein paar Milliarden viel erreichen.

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hardy_knorrig 23.05.2019, 16:51
7. ClimeWorks? Kennt der die nicht?

Ähm. Seltsamer Experte.
"Wir brauchen jetzt mehr Forschung und erste Pilotanlagen, was übrigens für jede CO2-Speichertechnologie gilt."
Dann soll er mal nach Island gucken. Da versteinert Climeworks schon Co2 zu Calcit. Was übrigens auch die viel solidere Lösung ist, als dem Untergrund der Bundesrepublik Deutschland Co2 Flatulanzen anzupumpen.
Climeworks steht auch bald dem Privatmarkt zu Verfügung. Wer richtig quengelt, wird jetzt schon bedient.
Und ja, es ist teuer. Das sind halt die reellen Kosten der Emissionen.

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karl-felix 23.05.2019, 16:53
8. Ich

halte das für Unsinn. Einfach weniger C02 emittieren und natürliche C02 Senken nutzen .
Es gibt keinen vernünftigen Grund mehr erdölbasierte Verbrenner durch unsere Städte fahren zu lassen , Braunkohle zu verstromen oder Ölheizungen in Neubauten zu betreiben .
Speichern kostet eine Unmenge Geld und löst kein Problem sondern schafft neue. Das Problem wird nur auf unsere Nachkommen verlagert .
Ein Schritt in die richtige Richtung : Kein Neubau in Deutschland mehr ohne Solarenergie. Jeder Neubau hat so selbstverständlich wie eine Doppelverglasung Solaranlagen an Fassade und auf dem Dach .

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aggro_aggro 23.05.2019, 16:57
9. Nicht nur Technik

Die kolossalen Anlagen und die Speicherung des Damoklesgases in der Erde gefällt mir nicht besonders. Natürliche Wege Kohlenstoff für Jahrhunderte zu lagern sind viel sympathischer. Bauen mit Holz, und zwar in Formen, die 500 Jahre halten, Pflanzen als Zuschlagstoffe für Beton und Kunststoffe, Umwandlung von Brachflächen in Wälder, oder Biomasse aus Algen, die man auf den Meeresgrund sinken lässt sind irgendwie die direkteren Ansätze. Pflanzen können CO2 aus der Atmosphäre holen und in feste, flüssige und gasförmige Kohlenstoffträger umwandeln. Zum Lagern, Verbrennen, Bauen. Das ist kein Hexenwerk.

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