Forum: Wissenschaft
Forscher zu CCS-Technologie: "Wir brauchen CO2-Speicher in Deutschland"
Trish Badger/ REUTERS

Um die Klimaziele zu schaffen, wollen Kanzlerin und Umweltministerin Treibhausgase unterirdisch speichern. Die erneute Debatte um die CCS-Technologie dürfte Verteilungskämpfe befeuern und neue Ängste schüren.

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knuty 24.05.2019, 10:28
130.

Zitat von ardbeg17
"Bisher gibt es noch keinen überschüssigen Windstrom" Das tut ja weh. Sie haben noch nicht gehört, dass Windräder teils abgedreht werden, weil die Netze den Strom nicht aufnehmen können? Die drei großen neuen Nord-Süd-Trassen wären also eigentlich auch nicht nötig? Wir haben bereits über 60GW Kapazität an Windstromproduktion installiert, bei ca. 40-70GW Gesamt-Einspeisung aus allen Quellen. Und da soll es lokal nicht bereits jetzt immer wieder zu Überschüssen kommen? Die bisher möglichst nicht abgerufen werden und bei Speichermöglichkeiten prima genutzt werden könnten?
Sie sagen es doch selbst: Es werden lokal Windräder abgestellt, weil die Leitungen fehlen.
Wen Leitungen fehlen, kann man den Strom dieser Windräder auch nicht zu den Speichern leiten.
Sind die Leitungen gebaut, gibt es keinen überschüssigen Strom zum speichern.

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knuty 24.05.2019, 10:38
131.

Zitat von touri
Das witzige an der Diskussion mit CO2 Lagern ist, das wir da in die selbe Problematik wie bei der Endlagerung von Atommüll laufen. Nur das Atommüll zumindest irgendwann mal ungefährlich wird, das CO2 seine klimaverändernde Wirkung aber nie verliert, sprich die Lagerung müsste tatsächlich bis ans Ende aller Tage erfolgen und man braucht wesentlich größere Flächen. Wer bezahlt das eigentlich?
Atommüll wird nie ungefährlich. Die instabilen Atome zerfallen zwar, aber sie lösen sich dabei nicht in Nichts auf, sondern werden zu hochgiftigen Schwermetallen wie Blei.

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knuty 24.05.2019, 10:43
132.

Zitat von mantrid
Das CO2 sollte man in seine Bestandteile Kohlenstoff und Sauerstoff zerlegen. Aus dem Kohlenstoff lässt sich Kohlefaser produzieren, mit der im grßen Maßstab Stahl ersetzt werden könnte. Gebrauchte Kohlefaser lässt sich geschrededert völlig prolemos deponieren. Unterirdische Gaslagerstätten sind niemals völlig dicht. Gleiches gilt für Leute, die CO2-Einlagerung als Lösung ansehen. Damit werden Probleme nur in die Zukunft verschoben. wir müssen weg, von fossilen Energiequellen. So ist auch das E-Mobil keine Lösung, wenn der Strom dafür nicht regenerativ erzeugt wird. Dann lieber einen Diesel Euro 4, der mit Biodiesel fährt.
Das kann man machen, bloß benötigt das sehr viel Energie und die kommt, wenn auch nur zum Teil, bis jetzt von Kohlekraftwerken.
So lange es noch keine Vollversorgung mit EE gibt, macht es keinen Sinn, denn dann würden die CO2-Emissionen weiter ansteigen.

Gibt es ausreichend EE, dann gibt es keine Kohlekraftwerke mehr, deren CO2 man substituieren müsste oder könnte.

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Ökofred 24.05.2019, 10:46
133. Quellen lesen!

Zitat von schlob
das ändert allerdings nicht ein Komma an meiner Argumentation. jedes Kohlekw kann doch auch doppelt so groß sein- übrigens baut China welche,die weit mehr CO2 pro KWh ausstoßen als hiesige .- Wo steht das bei Ihnen? Gauß :"Nichts kennzeichnet den kleinen Geist mehr als übertriebene Genauigkeit im Zahlendenken." Und ich fordere ja gerade zum Handeln auf -nämlich alles Begrünen,was noch begrünt werden kann- und dann-ganz wesentlich- das Laub bspw am Verrotten hindern. -Trocknen reicht-haben unsere Frauen früher gern in Poesiealben vorgemacht.-So ein Blümchen überdauert Jahrhunderte. Und in dem Laub von Bäumen etwa sind auch keine wertvollen Stoffe,denn die sichert sich der Baum vorher in seinen Wurzeln.
Lesen Sie doch bitte meine Quellen, da finden Sie die Zahlen auch auf kW gerechnet. Und das ändert nichts an MEINER Argumentation, das Ende der fossilen Kraftwerke ist eingeleitet, weltweit, und wir in DE müssen einfach unsere Hausaufgaben machen, dann sinkt auch unser Anteil. Aber der dt. Kohlelobbyismus hat leider andere Prioritäten.
Ihre Ideen sind ja ganz putzig, aber die Vorforisten haben alles dazu schon gesagt: Kohle besser in der Erde behalten spart uns Ihre Verrenkungen.
Alles weitere machen Sonne und Wind.

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klimalike 24.05.2019, 10:51
134. Regierung, CDU geführt

Was hat Rezo uns aktuell mitgegeben ?
Genau wie hier CCS wird uns unsere CDU Regierung bald von den Vorteile des Fravcking berichten, und wie gut das für uns sein wird !!
Danke.
Wir wählen bald!!! Wir !!

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knuty 24.05.2019, 10:58
135. Zweite Erde im Kofferraum?

Zitat von schlob
Um es in anderen Worten zu sagen: Es geht darum die bisherigen 123 GT CO2 ,die Paflanzen speichern auf 140 Gt zu erhöhen-durch mehr Grünflächen und die beschriebenen Methoden- dann haben sie 17 Gt weniger CO2 in der Luft-der Mensch erzeugt aber nur 9 Gt - wir müssten also eine Eiszeit befürchten - nein ... das würde sich natürlich einpendeln. Den Grünen ist es gelungen,diesen Weg so völlig zu tabuisieren,dass man wirklich an mitelalterlichen Hexenwahn erinnert wird.
Die fossilen CO2-Emissionen betragen zur Zeit 38 GT, etwa 19 GT werden jetzt natürlich aufgenommen, allerdings mit sinkender Tendenz. Um die Hälfte des fossilen CO2 natürlich aufzunehmen wird also die gesamte Erdoberfläche benötigt.
Wo wollen Sie denn die zusätzlich benötigte Fläche hernehmen, um mindestens 19 GT jährlich zusätzlich von Pflanzen und kalkbildenden Lebewesen zu sedimentieren? Haben Sie eine zweite Erde im Kofferraum?

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markx01 24.05.2019, 11:12
136. Hm

Schwieriges Thema. Die Umweltproblematik berührt gesellschaftlich elementare Dinge und geopolitisch, ohne entsprechend weltweite Zusammenarbeit, ist der nationale Erfolg nahezu zu vernbachlässigen bzw. bräuchte schon deutlich tragfähige Konzepte.

Eine simple CO² Speicherung scheint nicht unbedingt dazu geeignet.

Im gewissen Sinne müsste man dramatische Veränderungen in vielen Bereichen ins Leben rufen, wenn man es mit Umwelt oder Klimaschutz ernst nimmt. Das würde aber kaum ohne gesellschaftliche Veränderungen ablaufen und ich glaube, man hat er Angst davor. Alles soll so bleibnen, wie es ist.

Und auch wenn man es nicht gerne hört, die Fahrzeugindustrie in der Gesamtheit, verbraucht eben sehr viel Rohstoffe und Energie. Bei der Rohstoffgewinnung angefangen bis zum Endprodukt und dem reinen Gebrauch. Und das gilt für viiele andere Konsumartikel im gleichen Maße.

Wir wissen das auch, halten aber im festen Glauben der Alternativlosigkeit daran fest. Wenn es in einer Diskussion mit Altmeier oder ähnlich gelagerten Leuten über Klimawandel bzw. andere Gesellschaftskonzepte geht, kann man die Uhr danach stellen, wann der Hinweis auf Wachstum, Globalisierung eine gewisse Alternativlosigkeit und Arbeitsplätze geht, die man nur mit diesen Komponenten im gewissen Maße garantieren könnte.

Man hat noch nicht mal mehr ein Blick für andere Wege. Und ich glaube, dass hat viel mehr mit Verlustangst und Mißtrauen zu tun, als mit dem reinen verweigern etwas zu tun.

Sattt mal anzuhalten und zu schauen, ob und wo man sich verrannt hat, rennt man im blinden Glauben auf technische Lösungen weiter voran, ohne dabei mal nach Links oder Rechts zu schauen. (Nicht politisch gemeint.)

Schade eigentlich.

Gruß

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markx01 24.05.2019, 11:33
137. @Knuty

Zitat:"Haben Sie eine zweite Erde im Kofferraum?"

Naja, das ist ja das Problem. Unsere Lebensweise (die in den Industrteistaaten) verbraucht deutlich mehr als es für den Planeten zuträglich ist. Ob nun Wasser, natürliche Rohstoffe, Luft oder durch Technologie bedingt entsprechende Endprodukte.

Getrieben durch die weltweite Konsum und Wachstumsideologie, die im Profit kein Maß findet. In den Industriestaaten ist ja letztlich fast alles ständig für jeden verfügbar. Alles andere ist ja nur eine Frage des Geldes.

Wenn man sich ein Haus aus Tropenhaus in den schweizer Bergen bauen will, ist das auf legalem Wege absolut möglich.

Auf die Umwelt bezogen leben wir eindeutig über unsere Verhältnisse. Schätzen im Zweifel den Laptop mehr als eine Naherholungsgebiet. Im Privaten weiß das auch jeder. Wir kriegen es nur nicht gesellschaftlich hin.

Und da liegt die Frage offen: Warum?

Gruß

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kezia_BT 24.05.2019, 11:38
138. Typisch!

Wieder wird ein Problem dadurch zu lösen versucht, daß man ein neues schafft - anstatt endlich die Wurzel hinter dem Original-Problem, nämlich den zu hohen CO2 Ausstoß durch unsere Lebensweise, anzugehen.
So kann es nichts werden.

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interessierter Laie 24.05.2019, 11:57
139. An den Haaren herbeigezogen...

Zitat von matt4866
Im Begbau ist CO2 untertage als laut- und geruchlose, tödliche Gefahr bekannt. Berichte von (natürlichen) CO2-Ausbrüchen, die sich dann in Senken an der Tagesoberfläche ergießen (CO2 ist viel schwere als Luft) und alle Tiere / Menschen lautlos töten, sind offensichtlich vergessen, bzw werden bewusst von den Förderern dieser Projekte verdrängt. Ein CO2 Speicher muss so lange halten wie ein Endlager für Atommüll: für immer. Wer so etwas unter bewohnten Gebieten erlaubt, gehört ein- oder weggesperrt. Zudem sind die erforderlichen Energiemengen für Verdichtung/ Pumpen ggü. dem nach Untertage zu verbringendem Gas ganz erheblich - darauf haben auch andere Foristen bereits hingewiesen. Was immer auch die Lösung der Triebhausgasfrage ist, CCS sollte kein Teil davon sein. Ein ganz interessanter Vorschlag kommt in Sachen Atomkraft, ... ein neuer Reaktor der absolut sicher ist, und den alten Atom-Müll verbrennt, das war es wohl was Greta T und auch Bill Gates als sehr fördernswerte Idee sehen.
Das Gas wird in tiefliegenden stillgelegten Stollen oder in ausgepumpten Erdgas- oder Erdgaslagerstädten eingelagert. Und es ist schwerer als Luft - es steigt also sehr sehr langsam nach oben, was kein Problem darstellt. Damit ist auch die Aussage mit der Endlagerung von Atommüll Quatsch. Ein solches Lager speichert Kohlendioxid nicht für immer. Aber man gewinnt dadurch wertvolle Zeit. Man kann Klimagas-Emissionen, die sich Stand heute noch nicht vermeiden lassen, kompensieren. Es geht also nicht darum, KKW sauber zu machen.
Obwohl ich kein Atomkraftgegner bin - einen "absolut" sicheren Atomreaktor gibt es derzeit nicht und vermutlich gibt es ihn nie. Man kann nur Aussagen über bekannte Risiken treffen. Und selbst da gibt es derzeit kein (technisch ausgereiftes) Konzept eines abfallfreien Reaktors. Die Abfallmenge lässt sich stark reduzieren, die Ausbeute des tatsächlich genutzten Ausgangsmaterials stark erhöhen, aber es verbleiben immer strahlende oder zumindest hochgiftige Reststoffe.

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