Forum: Wissenschaft
Forschungsflug über Deutschland: Wissenschaftler fliegen erstmals in die Aschewolke

Es war der erste Forschungsflug durch die Vulkanaschewolke über Deutschland: Knapp vier Stunden untersuchten Wissenschaftler das Phänomen aus nächster Nähe. Im Mittelpunkt stand die Frage - wie gefährlich sind die Ascheteilchen wirklich für die Luftfahrt?

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gfh9889d3de 20.04.2010, 10:13
10. Umweltbundesamt

http://www.env-it.de/umweltbundesamt...100409&x=9&y=9

Komischerweise waren die Daten am 9.4. in ähnlichen Regionen auch "drastisch erhöht". Solange das Umweltbundesamt also nicht darlegt, wie es dazu kommt, den jetzigen Anstieg genau dem Vulkanausbruch zuzuordnen, ist das eine Nicht-Meldung.

Nachtigal, ick hör Dir nach der nächsten Planstelle rufen.

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e.schw 20.04.2010, 10:28
11. Keine Belastungen bemerkt...

Zitat von immediator
Für den ganz normalen Wetterbeobachter - falls er denn über Jahre seine Landschaft im Blick hat - war der Aerosol oder Feinstaub am Oberrhein seit gestern erkennbar. Wer mal in Peking erlebt hat, wie die Wüstenstäube buchstäblich in der Luft liegen, sich auch auf Nasenschleimhäuten bemerkbar machen, der wundert sich über solche Phänomene nicht: der menschliche Organismus kommt damit seit Jahrhunderttausenden mehr oder weniger zurecht. Flugzeuge weniger.
Ich wohne am Oberrhein, habe gestern intensiv gen Himmel geschaut und tief eingeatmet. Und habe nichts bemerkt.
Zur Gefährdung des Flugverkehrs: Wie bereits andere Foristen anmerkten, ist ein wirkliche Gefahr für Flugzeuge bisher nur in Nähe von Vulkanausbrüchen festgestellt worden. Die jetzt veröffentlichten Beobachtungen, z.B. des Bundeswehrflugzeugs, sind nichts anderes als Versuche, das Flugverbot im Nachhinein zu rechtfertigen. Selbstverständlich folgt in Kürze die Veröffentlichung des Ergebnisses einer streng wissenschaftlichen Untersuchung, das die Gefahr für den Luftverkehr durch die Vulkanasche eindeutig bestätigt. Es geht immerhin um hohe Schadenersatzforderungen.

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check2010 20.04.2010, 11:16
12. Zu Ende gedacht?

Zitat von perpendicle
eine wirkliche kompetente europäische Flugsicherung scheint es im Moment nicht zu geben, schon gar nicht eine Autorität die dann auch in der Lage ist , ihre Entscheidung punkto Sicherheit dann auch durchzustehen....
Wieso wird in den meisten Kommentaren immer nur von den finanziellen Interessen der Fluggesellschaften gesprochen und so gut wie nie von den betroffenen Personen. Würde mich interessieren, wie diese Kommentare aussehen würden, befänden die Schreiber sich seit Tagen innerhalb einer Transitzone, auf einem Flughafen oder müssen auch nur an ihrem jeweiligen Ort im Ausland deutlich länger als erwartet verbleiben. Vielleicht gehen wichtige Termine flöten o.ä.
Kommentare schreiben und dabei gemütlich zu Hause sitzen ist leicht getan, insbesondere wenn die geistigen Kapazitäten nicht ausreichen, um die gesamte Problematik beurteilen zu können.

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rkinfo 20.04.2010, 11:35
13. VT-Fuzzis ...

Zitat von check2010
Wieso wird in den meisten Kommentaren immer nur von den finanziellen Interessen der Fluggesellschaften gesprochen und so gut wie nie von den betroffenen Personen. Würde mich interessieren, wie diese Kommentare aussehen würden, ......
Für konfuse Verschwörungstheorien reicht es bei Heim-Analysten aber immer noch.

Die simple Sache Vulkanasche - Luft - Flugzeug ist eben für denkschwache Verschwörungs-Fuzzis zu lasch.
Und die jetzt umgesetzten Lösungen einfach zu komplex für diese Fuzzis. Bei Wissenschaft sind sie dann eh noch geistig moralisch völlig überfordert.
Ob Passagiere, ob Firmen, ob Air Lines, alles doch egal ?
Nur, müßte der SPIEGEL sein Forum schließen weil ein Server-Ersatzteil nicht mehr geliefert werden kann wären wohl CIA und Area 51 die Schuldigen ... oder Elvis aus Bielefeld.

Das Gehirn-AIDS Verschwörungstheorien überdeckt eben immer mehr eigene geistige Arbeit bei Vielen. Die komplexe Welt des 21. Jahrhunderts paßt nicht ins Höhlendenken der VT-Fuzzis.

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DonCarlos 20.04.2010, 14:25
14. Sandgestrahlt

Zitat von stanis laus
Kein Triebwerkausfall. Kein Abpolieren der Lackierung. Nüscht. Also nur Hysterie. Von 100 Vorfällen seit 1980 in der gesamten Welt gab es durch eine Vulkanaschewolke nur einen einzigen gravierenden, sicherheitsrelevanten Fall. Darauf wurde eine solche Hype aufgebaut.
Die Dokumentation über einen der schwersten Fälle, http://de.wikipedia.org/wiki/British-Airways-Flug_9, lieft gestern auf einem Nachrichtensender.

Beim Auseinanderbauen der Triebwerke wurden nicht nur geschmolzene Asche gefunden sondern auch komplette Vulkansteine. Das sind keine kleinst Schwebeteilchen (PM-10), die sich längerfristig in der Atmosphäre halten können.

Diese PM-10 Teilchen werden wohl genauso um einen Tragflügel herumgeleitet, wie die restliche Luft. Sandstrahlen funktioniert nur gut, wenn die Trägheit der Teilchen dazu führt dem Luftstrom nicht zu folgen. Genau das machen PM-10 Teilchen aber größten Teils, den sonst fallen sie recht schnell vom Himmel. Das Triebwerk werden diese Teilchen genauso durchfliegen egal ob als Körnchen oder Tropfen.

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Thomas Kossatz 20.04.2010, 14:39
15. Nicht unter Druck setzen lassen

Zitat von e.schw
Ich wohne am Oberrhein, habe gestern intensiv gen Himmel geschaut und tief eingeatmet. Und habe nichts bemerkt. Zur Gefährdung des Flugverkehrs: Wie bereits andere Foristen anmerkten, ist ein wirkliche Gefahr für Flugzeuge bisher nur in Nähe von Vulkanausbrüchen festgestellt worden. Die jetzt veröffentlichten Beobachtungen, z.B. des Bundeswehrflugzeugs, sind nichts .....
Sie können auch nichts riechen, wenn sich die Wolke in 2000 Meter Höhe und darüber befindet. Auch die bisher 100 Flugzeuge, die bisher in Asche-Probleme verwickelt waren, haben nichts gesehen. Aber andere:
Nach Testflügen der DLR
"Es gibt die Wolke wirklich"
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit ihrem Testflug gestern die Existenz einer Vulkanaschewolke über Deutschland nachgewiesen. "Die Piloten erkannten in den Wolkenstrukturen eine deutliche Braunfärbung, das heißt, es gibt die Wolke wirklich", sagte DLR-Sprecher Andreas Schütz im Bayerischen Rundfunk.

(Quelle: Tagesschau)

Auch hier in der Nähe von Hamburg war ohne Probleme am frühen morgen eine deutliche Himmelsverfärbung und der zu erwartende "milchige" Hof um die Sonne zu beobachten.

Ich finde es gut, dass sich die Aufsichtbehörden strikt and den Grundsatz Im Zweifel für die Sicherheit halten und sich nicht unter Druck setzen lassen.

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DonCarlos 20.04.2010, 16:28
16. Schäden an der Falcon?

Zitat von Thomas Kossatz
Nach Testflügen der DLR "Es gibt die Wolke wirklich" Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit ihrem Testflug gestern die Existenz einer Vulkanaschewolke über Deutschland nachgewiesen. "Die Piloten erkannten in den Wolkenstrukturen eine deutliche Braunfärbung, das heißt, es gibt die Wolke wirklich", sagte DLR-Sprecher Andreas Schütz im Bayerischen Rundfunk.
Die Frage ist nicht, ob es "die Wolke" gibt, sondern ob die im Flug gemessenen Konzentrationen die Triebwerke der Falcon in irgendeiner Art beschädigt haben.

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