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Fortpflanzung: Warum Männer keinen Penisknochen haben
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Viele Säugetiere haben einen Knochen im Penis, der Mensch aber nicht. Forscher berichten nun, dass Männer irgendwann auch ohne die merkwürdige Stütze ausgekommen sind.

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hadriani 14.12.2016, 19:48
20. Penisknochen

ich dachte dieses Phänomen sei schon lange geklärt ... einfach in jenen Tierspezies dies sich während anhaltender Bewegung kopulierend fortbewegen. Um damit einfach den Penis stabiler im Empfangsorgan zu halten. Um dies auf das Säugetier Mensch zu übertragen ... ich habe bislang noch niemand gesehen, der z.B. während des Joggens, Schwimmens usw. sich kopulierend verhält.

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7eggert 14.12.2016, 20:15
21.

Zitat von ackergold
Es geht nicht darum, ob es stört, sondern darum ob es ein evolutionärer Vorteil ist, keinen Penisknochen zu haben. Das setzt sich nur durch, wenn sich Menschen mit Penisknochen nur schlechter vermehren.
Theoretisch kann es auch so sein, daß ein Evolutionsmerkmal nicht auf die Vermehrung selbst, sondern auf das Überleben davor oder auf das Überleben der Kinder wirkt. Ein die Gruppe beschützender Pascha mag weniger Nachkommen haben, als ein Casanova, aber seine Kinder werden nicht aufgefressen.

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7eggert 14.12.2016, 20:18
22.

Zitat von permissiveactionlink
Die Existenz eines solchen Knochens in den Schwellkörpern mancher weiblicher Säugetiere ist nicht wirklich bemerkenswert, wenn man die Embryonalentwicklung berücksichtigt. Von den äußeren Geschlechtsorganen des Mannes ist keines einzigartig männlich : zuerst werden immer die Organe der Frau angelegt, die sich dann unter Einfluss des Testosterons sekundär in männliche Geschlechtsorgane wandeln : Aus den inneren Schamlippen wird durch Zusammenwachsen der Harn/Samenleiter gebildet, aus den äußeren Schamlippen der Hodensack und aus der Clitoris der Penis, den der den Harnsamenleiter noch umwächst. Nur die Vagina ist unverwechselbar weiblich ! Der Mann ist nichts anderes als eine Sekundärerscheinung, eine geringfügig abgewandelte, vorangelegte Frau. Zumindest was die Sexualorgane betrifft.
Nicht ganz, viele der beteiligten Organe und Gewebe sind aber in der Grundstruktur deutlich näher am weiblichen Endziel.

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PolitBarometer 14.12.2016, 20:28
23.

Da bin ich aber froh dass dieses Teil der Evolution zum Opfer gefallen ist. Wer will schliesslich heute schon einen Stock in der Hose haben?
Unpraktisch sowas, und zudem für die viagraproduzierende Industrie extrem geschäftsschädigend.

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franxinatra 14.12.2016, 20:56
24. Und nach dem Knochen steht auch die Vorhaut zur Disposition...

Das Forum macht den Artikel erst eigentlich rund. Wie so oft.

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hans_uwe2@yahoo.de 14.12.2016, 21:25
25.

"Das Forum macht den Artikel erst eigentlich rund."
Das wollen wir doch nicht hoffen. ;)

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allegro_assai 14.12.2016, 21:51
26.

Zitat von permissiveactionlink
... Der Mann ist nichts anderes als eine Sekundärerscheinung, eine geringfügig abgewandelte, vorangelegte Frau. Zumindest was die Sexualorgane betrifft.
Sorry, verstehe Ihre Ausführungen so, als handele es sich bei Frauen geschlechtlich lediglich um zurückgebliebene Männer ;-)

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Pride & Joy 14.12.2016, 22:02
27. Exakt

Zitat von ackergold
Es geht nicht darum, ob es stört, sondern darum ob es ein evolutionärer Vorteil ist, keinen Penisknochen zu haben. Das setzt sich nur durch, wenn sich Menschen mit Penisknochen nur schlechter vermehren.
und welcher wäre dies gewesen?

Bei Hunden bspw. (mit Os penis) kommt es vor der Penetration nur zu einer leichten Erektion. Die vollständige Erektion wird erst in der Vagina erreicht.

Ergo dient hier der Os penis nur dazu, den Penis einführen zu können. Eine ander Funktion hat er nicht.

Diese Funktion müsste durch etwas ersetzt worden sein, was im Artikel aber nicht näher beschrieben wird.

Die Begründung: Monogamie ist eine reine Spekulation, denn noch heute existieren polygame Lebensgemeinschaften. Länder mit legaler Polygamie: https://upload.wikimedia.org/wikiped...my_map.svg.png

Zitat von
Polyandrie (Gruppenehe) ist besonders in Ackerbaukulturen auf niederer Stufe (Hackbau) verbreitet, während Polygynie eher Kulturen mit viehzüchterischem Hintergrund kennzeichnet. Entscheidend ist bzw. war ursprünglich, dass ein Geschlecht mehrere Ehepartner haben kann, wenn es die Rolle des Familienernährers einnimmt.
Referenz: Wikipedia

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hartwig7 14.12.2016, 22:40
28. selten albern

Ich mein, der Spiegel Online ist ja schon ein bemerkenswertes Organ, jedenfalls im Verhältnis zu seiner eigenen Vergangenheit, also evolutionär betrachtet, sozusagen. Der Artikel beginnt mit der Eröffnung, dass die Männer keinen Penisknochen haben. So weich, so gut. Aber dann als neue Erkenntnis der Forscher zu verkaufen, dass die Männer irgendwann ohne ausgekommen seien, das erscheint mir schon äußerst kühn.

Viele Schuhträger haben einen Schnürsenkel im Schuh, der Slipperträger aber nicht. Forscher berichten nun, dass Slipperträger irgendwann auch ohne die merkwürdige Schnur ausgekommen sind.

Wahnsinn.

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stanislaw 15.12.2016, 00:12
29. Evolution mißverstanden

Zitat von ackergold
Evolution ist kein Kommen und Gehen. Deshalb muss zwingend angenommen werden, dass ein fehlender Penisknochen beim Menschen einen höheren Fortpflanzungserfolg hat, als ein vorhandener. Primaten mit Penisknochen pflanzen sich also in einer bestimmten Umwelt schlechter fort, als solche ohne. Mehr steckt nicht dahinter. Mit "monogamer Lebensweise" hat das nun wirklich nichts zu tun.
Sorry, aber offensichtlich haben Sie die Evolution ein wenig mißverstanden. Eine zwingende direkte Verbindung zu einem höheren Fortpflanzungserfolg ist nicht immer richtig, schon gar nicht bei der "Rückbildung" von bestimmten Merkmalen. Man schaue sich nur einige flugunfähige Vogelarten an. Fliegen ist eine recht komplexe Angelegenheit, die durch viele Gene gesteuert wird. Wenn nur eines dieser Gene mal weg fällt, kann es schon zur Flugunfähigkeit führen. Wenn der Flug als solches nicht überlebensnotwendig ist, bildet sich so sehr schnell eine Unterart heraus, wo diese Gene fehlen. Natürlich ist das auch manchmal von "Vorteil", denn die Fliegerei ist mit hohem Energieaufwand verbunden und somit haben einige Flugunfähige Vögel tatsächlich einen besseren Fortpflanzungserfolg, aber eben indirekt.
Beim hier angesprochenen Knochen ist es durchaus möglich, dass es weder einen direkten, noch einen indirekten Fortpflangzungserfolg gegeben hat, aber eben auch keinerlei Nachteile und durch Zufall eben jene Population überlebt hat. Es ist jedoch auch möglich, dass die Bildung eines weiteren Knochens eine energetisch kostspielige Angelegenheit ist, deren Fehlen einen Vorteil bildet. Oder es ist einfach eine Folge der monogamen Lebensweise, indem die holde Weiblichkeit eben jene Partner bevorzugt hat, die ohne Knochen daher kommen. Das wäre dann zwar auch ein höherer Fortpflanzungserfolg aber eben rein bedingt durch monogame Lebensweise.
Allerdings ist Monogamie evolutionstechnisch nun keine sonderlich alte Eigenschaft. Ob der Zeitraum dann für die herausbildung eines Merkmales reicht? Allerdings scheint das manchmal zu genügen. Ein Beispiel dafür ist die Zunahme der "zu großen" menschlichen Babies seit vermehrter Anwendung des Kaiserschnittes.

MfG Stefan Fröhlich
42 ;-)

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