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Fortschritt: Die Welt wird besser - es will nur kaum jemand glauben
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Alles wird schlimmer, mit dieser These stößt man meist auf Zustimmung, bei Rechten wie Linken. Wer das Gegenteil behauptet, gilt als Schönfärber. Warum nur?

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sonnemond 15.04.2018, 22:37
100. Sorry, Herr Stöcker, dieses Mal bin ich nicht auf Ihrer Seite

Unendlich viele Beispiele, Statistiken und eigene Feldbeobachtungen über Jahrzehnte lassen mich zu dem gegenteiligen Schluss kommen. Nur ein Blick auf das Artensterben genügt.

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hildesheimer2 15.04.2018, 22:53
101. Text lesen.....

Zitat von Koana
.... des Neoliberalismus, reiht sich brav ein in die Riege der Gläubigen. Möge er seinem Glauben frönen, er ist genauso krude und von simpler Subjektivität geprägt, wie jene die er gerne kritisiert, als da sind Sektierer jeglicher Couleur. Wann war noch der Tag, an dem die Zeit begann, da mehr Menschen an Fettsucht und Drecksnahrung starben, als an Hunger? Aber das ist ja doch ein Fortschritt, es ist besser sich mit Burgern todzufressen, als elend zu verhungern. Ja, nur ein Beispiel, mit dem man die schönen Statistiken die hier aufgeführt werden wieder mies machen könnte. Aber gemach, die Bedeutungslosigkeit ist immanent, ob nun ein Professor Stöcker hier Gedanken äußert, oder ein weniger bekannter Forist, ob ein Kind in Somalia verhungert, oder ein Teenager in New York dem Magerwahn zum Opfer fällt, ein frustrierter junger Mensch von seinem Herz im Stich gelassen wird, da es den 200 kg Fettkörper nicht mehr bewältigt..... - der Fortschritt ist da, keine Frage. Man könnte den Fortschritt allerdings durchaus kritisch sehen, würde aber dann eben vom Jünger Stöcker ins Lager der Sektierer verbannt - der selber nicht erkennt, wie verblendet er doch ist. Ein lächerliches Durcheinander, lächerlicher Gestalten, die wir alle sind!
Es geht nicht darum, dass es in vielen elementaren Bereichen wie Welternährung, Medizinische Versorgung, Bildung etc in den letzten Jahrzehnten besser geworden ist. Das heißt nicht, dass kein Kind mehr verhungert es keine Krege mehr gibt etc. Es gibt noch viel zu tun, aber mit welchen Erkenntnissen und auf welcher Basis wir das angehen und weiter verbessern, das wird hier zurechtgerückt !. .

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CobCom 15.04.2018, 22:55
102.

Zitat von messtechnik
Wenn Jan Fleischhauer seine - sicherlich tollen - Beiträge veröffentlicht, sind ruck zuck über 200 Diskussionsbeiträge nachlesbar. Aber bei Christian Stöckers Thema: Die Welt wird besser - hüllt sich alles in Schweigen, weil die Schwarzseher, sonstigen Pessimisten und Wichtigtuer vor lauter Ratlosigkeit lieber die Klappe halten. Vielleicht ist das auch gut so, aber der SPIEGEL und Andere sollten diesem Thema mehr Raum bieten als die Kolumne: Früher war alles Schlechter. Danke Herr Stöcker
Na denn: Ich sehe tatsächlich, dass sich seit den frühen 2000-ern vieles verschlechtert hat.
Und zwar in der geistigen Reife. (Radikale) Islamisten, Kreationisten und ähnliches Fundamentalistenvolk erleben eine Renaissance. Sie verbreiten ihr Gift unter dem Deckmäntelchen der Religionsfreiheit und statt dieser Idiotie entgegenzutreten, macht die Politik mit, bis sie auf die Nase fällt. Feigheit gegenüber Freiheitsfeinden auf ganzer Linie.
Siehe z.B. die Förderung eines Osama Bin Laden, die fehlende Gegenwehr gegen den Versuch der Türkei und Saudi Arabiens, deutsche Moscheen mit radikalen Botschaften zu stiften bzw. zu unterwandern, die Krokodilstränen in Syrien, die Reaktion auf die Spionageskandale der USA und GB, das merkwürdig unterschiedliche Maß bei Leuten wie Orban und Rajoy, die Duckmäuserei beim Neukalifen Erdogan, die massive Rückführung bürgerlicher Rechte und Geheimhaltung in Deutschland (gläserner Bürger).
Gerade die USA und die Türkei als wichtige Leitnationen erster bzw. zweiter Klasse sind auf einem unguten Weg. Evolution raus aus den Lehrbüchern ... in einem gesunden Umfeld kommen Leute, die so etwas fordern, in die Klapsmühle und werden nicht hofiert!

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hildesheimer2 15.04.2018, 22:58
103. Nicht alles besser....

Zitat von Dr. Kilad
Natürlich wird nicht alles schlimmer. Aber eben auch nicht alles besser. Der Satz "das die Dinge besser werden" ist deshalb Unfug. Es kommt eben auch darauf an, was die Menschen aus besseren Möglichkeiten machen.
........aber die Gründe für die vielen unleugbaren Fortschritte zu analysieren und zu erkennen, hilft weiter die besseren Möglichkeiten zu ergreifen !

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CobCom 16.04.2018, 23:02
104.

Zitat von Dark Agenda
.../ Die Stimmung weltweit ist wie vor dem ersten Weltkrieg und wir warten auf ein Sarajewo. Roboter werden in wenigen Jahren die Hälfte der Bevölkerung arbeitslos machen. In Kürze werden auch autonome Waffensysteme entwickelt die Jagd auf Menschen machen. /...
Willkommen im 21. Jahrhundert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Samsung_SGR-A1

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alfredo24 16.04.2018, 23:03
105. @anna cotty, #99

Zitat von anna cotty
Nicht nur ist der Lebensstandart heutzutage so viel hoeher als frueher: so wie ich als Kind in den 50er Jahren muss heute niemand mehr in Deutschland leben, selbst die aermsten Leute nicht. ( Und uns ging es gut). Unser Fluss war eine gelbe Bruehe, weil alle Fabriken in der Umgebung ihre Abwaesser dort reinleiteten. Mein Vater musste in der Fabrik nicht nur laenger sondern auch koerperlich viel schwerer arbeiten. Und das ist alleine die Verbesserung in den letzten 50 Jahren. Wenn wir unser Leben mit dem Vergleichen, wie das gemeine Volk zur Zeit Goethes lebte? Oder noch ein bisschen zurueck, wie es im Mittelalter aussah? Wuerde man heute noch irgendwo mit der Familie zu einer oeffentlichen Hinrichtung gehen, die wie ein Volksfest organisiert wird? Oder wie bei den alten Roemern, zur allgemeinen Unterhaltung jede Menge Menschen und Tiere sich gegenseitig umbringen lassen? Ich bin schon lange der Meinung, dass die Welt langsam aber sicher besser wird. Menschen werden gesuender, sie leben laenger, mehr Kinder ueberleben die Kindheit, mehr Muetter ueberleben das Kinderkriegen. Mehr Menschen machen sich Gedanken wegen anderer Menschen, auch wenn sie weit weg in anderen Laendern wohnen und machen sich Gedanken um die Umwelt. Nein, ich bin und bleibe optimistisch!
Da bin ich voll bei Ihnen. In der Steinzeit war es eine sehr große Anstrengung, überhaupt ein Feuer zu entfachen, wenn nach Ende des Tages ein Wild erlegt wurde. Nachdem Sie auch aus den 50er Jahren erzählen, gehe ich davon aus, dass Sie eher einer durchgehenden Erwerbstätigkeit nachgegangen sind und heute eine vernünftige hohe Rente oder Pension seit vielen Jahren erhalten. Leider sind die Zeiten aktuell deutlich schlechter geworden. Was heute von der Rente zu erwarten ist, ist teils nur ein Almosen, von dem man nicht leben kann, geschweigen noch auf menschliche Weise eine Pflege zu erwarten hat. Schauen Sie sich mal die Menschen an, die aktuell oder in den nächsten 5 Jahren in Rente gehen. Ein wahres Armutszeugnis für unser Land.

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Cugel 16.04.2018, 23:03
106. Steile These

Zitat von Claes Elfszoon
Nebenbei: Millionäre sind oft genug nicht halb so rücksichtslos, spleenig oder dekadent, wie ihre neidbelasteten Kritiker, zumal es selbst bei einer positiven Entwicklung der Millionärsvermehrung weltweit, immer erheblich weniger geben wird als Spezies Ihrer Fraktion.
Aber ich habe doch nichts gegen Millionäre, da haben Sie mich vollkommen missverstanden.
Sie bezweifeln aber doch nicht, dass in Kulturkreisen, wo das Verzehren bestimmter exotischer Produkte ein Statussymbol ist oder irgendwelchen obskuren Heilmethoden dient, der Konsum dieser Produkte mit zunehmendem Wohlstand ansteigt? Dass der Druck auf Seegurken, Vogelnester, Thunfische, Bären- und Schlangengalle, Hörner etc. ansteigt? Oder doch?
Und, by the way, eine Rangfolge aufzustellen, ob denn nun Millionäre "rücksichtsloser, spleeniger, dekadenter" sind oder ihre "neidbelasteten Kritiker", halte ich für ziemlich schräg.

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urvogel 16.04.2018, 23:05
107. Kann man Fortschritt und Rückschritt so einfac verrechnen?

Es stimmt schon, dass gute Nachrichten einfach nicht wahrgenommen werden und es gibt tatsächlich viele erfreuliche Antwicklungen. Was mich an dem Artikel stört ist aber das gleiche was mich an den "Es wird alles schlechter"-Propheten stört. Irgendwie wird immer alles auf eine Skala bezogen, so als könnte man ganz verschiedene Entwicklungen irgendwie gegeneinander verrechnen. Es gibt sehr viele positive Trends und sie sind wichtig, aber trotzdem nehmen auch die Schatten zu. Obwohl sich einige Umweltprobleme gebessert haben, wiegt das die wachsenden Probleme nicht auf. Autoritäre Regime gewinnen in immer mehr Ländern die Macht und geben sie nichtmehr her. Einen Präsidenten wie Donald Trump hatten die USA wohl noch nie. Die CDU/CSU ist wieder auf dem besten Weg die fremdenfeindliche Partei zu werden, die sie unter H. Kohl war etc. Ich kann einsehen, dass es bedeutender ist, dass die Kindersterblichkeit weltweit sinkt, aber das macht die anderen Probleme nicht wett. Cowohl Pessimismus als auch Optimismus lenken nur davon ab, dass man für eine ein wenig bessere Welt den Hintern hochkrigen muss.

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hildesheimer2 16.04.2018, 23:14
108. Bad News

Vielleicht sind so viele Pessimisten blind für Fortschritte, weil sich schlechte Nachrichten besser verkaufen und leider auch auf Vieles übertragen werden. Es wäre ja eine Enttäuschung, wenn sich auch mal etwas positiv entwickelt und das Untergangs-Weltbild ins wanken geraten würde!

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Hjavnar 16.04.2018, 23:21
109. Hans Rosling

Hans Rosling ist einer meiner grossen Helden gewesen. Ich empfehle sehr, seine Vorträge auf youtube anzugucken. Setzt einiges in Perspektive.
Auch für die, die vor grenzenloser Überbevölkerung Angst haben, hat Rosling etwas zu sagen - auch das schaut nicht so grenzenlos schlimm aus wie man als Deutscher meinen mag: https://www.youtube.com/watch?v=2LyzBoHo5EI

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