Forum: Wissenschaft
Fossilienfund in Japan: 50 Millionen Jahre alter Fischschwarm entdeckt
Mizumoto et al./ The Royal Society

In einem Museum in Japan hat ein Forscher eine Kalksteinplatte entdeckt, deren Bedeutung bisher übersehen wurde: Sie zeigt einen Schwarm Fische - und beantwortet eine interessante Frage.

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vitalii_anufriiev 04.06.2019, 17:03
1.

Ich habe kürzlich das Sapience-Buch Yuval Noah Harari gelesen und habe immer noch den Eindruck, wie viel Zeit in Geschichte und Wissenschaft verbracht wird. Es ist nicht verwunderlich, dass Wissenschaftler die Struktur des Tierlebens mit dem menschlichen Leben vergleichen. Aber ich selbst habe jetzt unter https://writingmetier.com/article-writing-service/ einen großen Artikel bestellt, in dem ich meine Eindrücke über die neuesten Entdeckungen von Wissenschaftlern teile.

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bafibo 04.06.2019, 17:42
2. Fast alles daran ist nicht zwingend

Die Fische sind annähernd gleichzeitig zu Tode gekommen - okay. Aber am Boden kann durchaus eine Strömung dafür sorgen, daß sie sich in gleicher Richtung ausrichten, und die Abstände sind durch die Dimensionen der Fischleiber vorgegeben (als modernes Beispiel stelle man sich eine Orangenpyramide vor). Und daß ein Fischschwarm (oder mindestens ein Teil davon) von einer zusammenbrechenden Sanddüne (genauer von einer Unterwasserlawine [Turbidit]) verschüttet werden kann, ist schwer zu glauben. Ablagerungen solcher Ereignisse enthalten üblicherweile keine Fossilien schwimmfähiger Organismen.

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syracusa 04.06.2019, 17:46
3.

Was für ein Ereignis könnte denn einen Fischschwarm beim Schwimmen dreidimensional "einfrieren"? Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass die schwarmähnliche Ausrichtung der Fischkörper nur eine zufällige Folge von Strömung und Fischform ist. Alleine die große Zahl gleichartiger Fische weist auf einen Schwarm hin, aber auch das kann Zufall sein.

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pickup9 04.06.2019, 18:12
4. "Angelandet"

Es kann durchaus sein dass der ganze Schwarm durch eine Welle auf das Ufer gespült wurde und dann dort zappelnd verendete. Das ist natürlich nichts "eingefroren" worden. Das erklärt aber immerhin die Gleichartigkeit der Fische, die noch kurz vorher beieinander gewesen sind. Eine solche Welle kann durch alles mögliche ausgelöst worden sein. Mir drängte sich sogleich das Verhalten von einigen Delphinen auf, die durch koordinierte Schwimmbewegungen eine Welle erzeugen, durch die Fische an Land gespült werden und die sie dort dann vom Strand pflücken, Wie gesagt, nur der Auslöser für die Entstehung der Ablagerung, nicht sine Erklärung.

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Karla Winterstein 04.06.2019, 19:25
5. Das halte ich eher für unwahrscheinlich

Zitat von pickup9
Es kann durchaus sein dass der ganze Schwarm durch eine Welle auf das Ufer gespült wurde und dann dort zappelnd verendete.
Dieses Szenario würde voraussetzen, dass es damals am Ufer keine Räuber gab, so dass sich niemand um die gestrandeten Fische "kümmerte".

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neanderspezi 04.06.2019, 19:43
6.

Wenn man die versteinerten Fischleiber genauer betrachtet, findet man durchaus auch einige, die sich der synchronen Ausrichtung widersetzt haben müssen, was allerdings auch durch ein jeglicher Kontrolle entglittenes Verhalten im Todeskampf erklärt werden könnte.

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hps 04.06.2019, 19:57
7. Über das, was einer sieht, über Zweifel und über das Universum

Die Aufregung könnte sich schnell legen. Schaut man ohne Vorurteile auf die Steinplatte. Da ist es denn doch eher, als der angenommene Fischschwarm, ein Bündel von Spermien im Wasser treibend.

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Bastian__ 04.06.2019, 21:37
8. Godzilla gab es doch

Zitat von hps
Die Aufregung könnte sich schnell legen. Schaut man ohne Vorurteile auf die Steinplatte. Da ist es denn doch eher, als der angenommene Fischschwarm, ein Bündel von Spermien im Wasser treibend.
Wenn ich mir die große der "Spermien" anschaue, könnt es Godzilla doch gegeben haben.

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der_rookie 05.06.2019, 06:22
9. Hm

Wie der Artikel sagt: Schwarmverhalten kann man durch einfachste Verhaltensmuster der Individuen erzeugen. Gegeben welchen Schutz vor Raubtieren im Meer so ein Schwarm bietet und gegeben, wie lange es schon Raubtiere im Meer gibt (mehrere hundert Millionen Jahre) finde ich es absolut plausibel, dass es vor 50 Millionen Jahren schon Fischschwärme gegeben haben sollte. Interessanter ist eher die Frage was für ein Ereignis ein Massensterben eines Schwarms auslösen kann. Ich glaube da an keine mechanischen Prozesse (Lawine), sondern eher an eine chemische Ursache: Fäulnisprozesse mögen auch damals bereits Sauerstoffarme Wasserschichten erzeugt haben, oder Methanquellen übersäuerte Wasserschichten. Wenn nun ein Schwarm in so eine lebensfeindliche Schicht hineinscheint, dann können natürlich viele Individuen gleichzeitig sterben.

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