Forum: Wissenschaft
Fotoprojekt zur Lithium-Förderung in Argentinien: Wir stromern auf ihre Kosten

Felix M. Dorn Bisher haben die Menschen im Nordwesten Argentiniens von Viehzucht, Tourismus und Salzherstellung gelebt. Nun soll dort Lithium gefördert werden, es brandet Protest auf. Fotograf Felix Dorn hat den Zwist dokumentiert.

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claus7447 19.06.2019, 14:48
1. Am Ende gewinnt das Kapital ...

... der Spruch wird richtig sein. Leider kann man die Ausbeutung von Rohstoffen nicht unter UN Mandat stellen.

Meine Hoffnung ist eher, dass das reine E-Auto nur eine vorrübergehende Technologie ist - die Brennstoffzelle kommt langsam in Fahrt. Ich hoffe auf Fortschritt, Kostenreduzierung, Stabilisierung. "Nichts ist unmöglich!" macht es vor.

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matbhmx 19.06.2019, 14:49
2. Man kann es nicht oft genug sagen: Die CO2-Emissionen ...

... können nur heruntergefahren werden, wenn jeder persönlich erheblichen Verzicht übt. Das E-Auto ist keine Lösung. Es kann einen Beitrag zur Verbesserung der Luft in Städten und im Stau auf der Autobahn bieten, in der Gesamtbilanz wird es kaum günstiger dastehen als die Autos mit Verbrennungsmotoren. Es heißt also: Deutlich weniger fahren! Es heißt, überhaupt häufiger zu Hause bleiben (und dort im Winter die Heizung herunterdrehen und im Sommer keine Klimaanlage. Es heißt, Urlaub vor der Tür machen. Es heißt, nur die notwendigen Lebensmittel kaufen - und zwar regional. Was allein durch ganz Europa, ja gar rund um die Welt an Lebensmitteln gekarrt wird ...! Nur: In meinem Umfeld sind alle eher linksliberal bis heftig grün und alle der Pflicht zur CO2-Reduzierung unglaublich aufgeschlossen. Wenn ich dann einzelne Lebensweisen anspreche und feststelle, dass man auf dies oder das verzichten könne, gar müssen, ist plötzlich keiner mehr dabei. Kein einziger will auch nur ein Jota Abstriche vom eigenen Lebensstandard machen. Es muss auch weiterhin drei- bis viermal im Jahr um die Welt gejettet werden, die Kinder müssen zu den diversen Veranstaltungen und Verpflichtungen möglichst mit dem Auto gefahren werden und man selbst fährt bevorzugt mit dem Auto zur Arbeit. Usw. usf. Das Deutschland die CO2-Ziele, die man sich in den 90ern bis zum Jahr 2020 gesteckt hatte, reißt, liegt ja vor allem daran, dass der Individualverkehr massiv zugenommen hat.

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Olaf 19.06.2019, 15:09
3. Sündenstolz

Bis auf deutsche Schuldgefühle sind alle Ressourcen endlich.

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StefanXX 19.06.2019, 15:13
4. Traurige Realität, und Schuld ist natürlich die Politik

Zitat von matbhmx
... können nur heruntergefahren werden, wenn jeder persönlich erheblichen Verzicht übt. Das E-Auto ist keine Lösung. Es kann einen Beitrag zur Verbesserung der Luft in Städten und im Stau auf der Autobahn bieten, in der Gesamtbilanz wird es kaum günstiger dastehen als die Autos mit Verbrennungsmotoren. Es heißt also: Deutlich weniger fahren! Es heißt, überhaupt häufiger zu Hause bleiben (und dort im Winter die Heizung herunterdrehen und im Sommer keine Klimaanlage. Es heißt, Urlaub vor der Tür machen. Es heißt, nur die notwendigen Lebensmittel kaufen - und zwar regional. Was allein durch ganz Europa, ja gar rund um die Welt an Lebensmitteln gekarrt wird ...! Nur: In meinem Umfeld sind alle eher linksliberal bis heftig grün und alle der Pflicht zur CO2-Reduzierung unglaublich aufgeschlossen. Wenn ich dann einzelne Lebensweisen anspreche und feststelle, dass man auf dies oder das verzichten könne, gar müssen, ist plötzlich keiner mehr dabei. Kein einziger will auch nur ein Jota Abstriche vom eigenen Lebensstandard machen. Es muss auch weiterhin drei- bis viermal im Jahr um die Welt gejettet werden, die Kinder müssen zu den diversen Veranstaltungen und Verpflichtungen möglichst mit dem Auto gefahren werden und man selbst fährt bevorzugt mit dem Auto zur Arbeit. Usw. usf. Das Deutschland die CO2-Ziele, die man sich in den 90ern bis zum Jahr 2020 gesteckt hatte, reißt, liegt ja vor allem daran, dass der Individualverkehr massiv zugenommen hat.
Sie bringen es auf den Punkt, das ist die traurige Realität. Jeder ist natürlich für Klimaschutz, aber keiner will die Konsequenzen dafür tragen. Die Mehrheit ist gegen eine CO2-Steuer, nur 10% können sich vorstellen auf Flüge zu verzichten und und und. Und deshalb ist das, was auf diesen Fridays-for-future-Veranstallungen passiert und was uns die Grünen vorbeten auch so verlogen. Viele dieser jungen Demonstranten haben mit 18 schon einen größeren ökologischen Fussabdruck als ich mit 30 hatte. Da bin ich das erste Mal geflogen ... die heutigen jungen Leute hingegen haben oftmals mit 20 schon die halbe Welt bereist. Aber dann meiner Generation und der Politik Vorwürfe machen. Daher nehme ich auch amüsiert den derzeitigen Hype um die Grünen zur Kenntnis. Da werden sich noch einige Wähler wundern was sie bekommen und was nicht. Die Grünen haben nämlich auch kein Konzept gegen den Klimawandel, können sie auch nicht, dann dabei kommt es auf jeden einzelnen an. Und da die Leute selbst zu unvernünftig sind um sich anders zu verhalten wird es ohne Verbote und Regeln nicht gehen und DAS wollen auch die Grünen-Wähler mit Ihren SUVs nicht. Und selbst WENN wir in Deutschland alle aufwachen würden: Wir machen grade mal 2% der Welt aus. Solange man nicht die breite Bevölkerung in den USA, China, Indien etc. gewinnt - und niemand weiß wie das gehen soll, kein Politiker, kein Klimaaktivist und kein Fridays-for-future-Demonstrant - wird es hier keine Besserung geben.

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wassolldasdenn52 19.06.2019, 15:25
5. @ matbhmx heute, 14:49 Uhr

Sie haben völlig recht! Bedacht werden sollte zudem die schwere Schuld der KFZ-Industrie! Statt - wie einst von den Grünen gefordert und wohl längst eingestampft - 3 Liter Fahrzeuge zu entwickeln und zu fördern (gemeint ist der Verbrauch pro 100 km) werden die Autos mit immer grösseren Motoren ausgestattet und mutieren zu reinen PS-Schleudern! Jeder weiss, je mehr PS desto mehr Treibstoffverbrauch! Mit drei Liter Verbrauch, kommt logischerweise auch weniger CO2 in die Umwelt! Aber selbst die Grünen fahren heutzutage die grössten Schleudern im Lande! Und von der einstigen Forderung ist nichts geblieben! Und die Hersteller betreiben untereinander einen für die Umwelt ruinösen Wettbewerb um sich gegenseitig mit den schnellsten Fahrzeugen zu übertreffen, weshalb sie wohl auch viel in die Lobbyarbeit investieren (Bestechung!) damit ein Tempolimit verhindert werden soll, was in vielen Ländern heute Standard ist. Auch das würde zur Reduzierung beitragen! Doch in Deutschland wird die Korruption ja immer noch geduldet!

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Havel Pavel 19.06.2019, 15:40
6. Genauso sieht es in der Praxis doch aus

Zitat von matbhmx
... können nur heruntergefahren werden, wenn jeder persönlich erheblichen Verzicht übt. Das E-Auto ist keine Lösung. Es kann einen Beitrag zur Verbesserung der Luft in Städten und im Stau auf der Autobahn bieten, in der Gesamtbilanz wird es kaum günstiger dastehen als die Autos mit Verbrennungsmotoren. Es heißt also: Deutlich weniger fahren! Es heißt, überhaupt häufiger zu Hause bleiben (und dort im Winter die Heizung herunterdrehen und im Sommer keine Klimaanlage. Es heißt, Urlaub vor der Tür machen. Es heißt, nur die notwendigen Lebensmittel kaufen - und zwar regional. Was allein durch ganz Europa, ja gar rund um die Welt an Lebensmitteln gekarrt wird ...! Nur: In meinem Umfeld sind alle eher linksliberal bis heftig grün und alle der Pflicht zur CO2-Reduzierung unglaublich aufgeschlossen. Wenn ich dann einzelne Lebensweisen anspreche und feststelle, dass man auf dies oder das verzichten könne, gar müssen, ist plötzlich keiner mehr dabei. Kein einziger will auch nur ein Jota Abstriche vom eigenen Lebensstandard machen. Es muss auch weiterhin drei- bis viermal im Jahr um die Welt gejettet werden, die Kinder müssen zu den diversen Veranstaltungen und Verpflichtungen möglichst mit dem Auto gefahren werden und man selbst fährt bevorzugt mit dem Auto zur Arbeit. Usw. usf. Das Deutschland die CO2-Ziele, die man sich in den 90ern bis zum Jahr 2020 gesteckt hatte, reißt, liegt ja vor allem daran, dass der Individualverkehr massiv zugenommen hat.
Wer zu Ende denkt muss Ihnen gewiss in allen Punkten recht geben, nur ist dies wohl eher eine Minderheit und dies wissen die Parteien nur allzu gut und warten mit Scheinlösungen auf oder stellen die Problematik gar zum Teil in Abrede. Lustig ist es da schon mit anzusehen, wenn anerkannte Wissenschaftler wie etwa Prof. Lesch, den sogar die Grünen als Gallionsfigur für Vorträge anheuern, viele markante Punkte anspricht die dringend verändert werden müssten. wenn man den Klimawandel ernst nimmt. Er versteht es dabei hervorragend alles auf eine doch lockere amüsante Weise vorzutragen und sich nicht nur auf trockene wissenschaftliche Daten zu beschränken. Dabei geht oftmals ein Lachen durch das Publikum, wobei man sich dann insgeheim denkt, die merken wohl gar nicht, dass sie über ihre eigene Beschränktheit und Unwissenheit lachen, denn die sind es ja die dabei gemeint sind! Ich denke mal wenn man nur die von Ihnen erwähnten Kriterien konsequent umsetzt könnten sich so leicht gut 50% an CO 2 und anderen umweltschädlichen Stoffen vermeiden lassen. Aber ob die Wirtschaft dies tolerieren würde darf wohl ernsthaft bezweifelt werden. Und welche Partei würde sich schon durchsetzen, die abgekoppelt von der Wirtschaft dies alles konsequent umsetzt? Der Grünenhyp die als Heilsbringer sich verkaufen ist mal ganz schnell vorbei sollten sie tatsächlich in Regierungsverantwortung gelangen. Oder glauben die Grünenwähler die Einschränkungen gelten immer nur für die anderen und nicht für sie da sie ja ohnehin schon so "umweltbewusst" leben?

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tstorm 19.06.2019, 15:45
7. Bitte keine Fake News

Bitte keine Fake News verbreiten! Zum Bau eines Lithium-Ionen-Akku benoetigt man etwa 80g bis 150g Lithium pro kWh. In einem 50kWh Akku sind also maximal 7,5kg oder minimal 4kg verbaut. In Zukunft wird sicherlich noch weniger Material benoetigt. Verbraucht wird es nicht, da nach Aufarbeitung der Zellen fast das Gesamte Lithium wieder fuer die naechste Zelle verwendet werden kann. Das Lithium wird in einem endlosen Kreislauf verwendet werden koennen. Das ist sehr effizient und mit keiner anderen Technik zu vergleichen. Wenn unsere Gesellschaft es klug anstellt, werden wir keinen Komfort einbuessen.

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Bibe 19.06.2019, 16:24
8. Vielleicht rüttelt der Artikel...

... mal alle diejenigen auf, die seit Jahren und tagtäglich die E-Fahrzeug-Technologie hypen. Die ist - Tesla hin, Tesla her - nämlich eine Sackgasse.

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cougar60 19.06.2019, 16:25
9. und wieder wird Lebensraum

von ärmeren Menschen und zerstört Nur damit die Konzerne der reichen Industrieländer einen satten Reibach machen können. Von Nachhaltigkeit ist heutzutage oftmals die Rede. Was ist daran nachhaltig, wenn man Lebensraum einzig wegen eines kurzzeitigen Wachstums, unwiederbringlich zerstört ?

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