Forum: Wissenschaft
Fotoprojekt zur Lithium-Förderung in Argentinien: Wir stromern auf ihre Kosten

Felix M. Dorn Bisher haben die Menschen im Nordwesten Argentiniens von Viehzucht, Tourismus und Salzherstellung gelebt. Nun soll dort Lithium gefördert werden, es brandet Protest auf. Fotograf Felix Dorn hat den Zwist dokumentiert.

Seite 2 von 8
Realist111 19.06.2019, 16:25
10. Ja ja, ...

Zitat von tstorm
Wenn unsere Gesellschaft es klug anstellt, werden wir keinen Komfort einbuessen.
"Wir" werden vielleicht keinen Komfort einbüßen -
wohlgemerkt: vielleicht!

Was aber die indigene Bevölkerung in Südamerika einbüßt, ist uns eh schnuppe, oder? Selbst wenn es ihre Lebensgrundlage ist!

Da rede noch einer von "unseren Werten" ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_meier 19.06.2019, 16:33
11. sooo ein Unsinn ...

Schon die Überschrift ist blanke 'fake news'
Wird Litium irgendwo in der Welt abgebaut wird das zu Weltmarktpreisen bezahlt. Genau so wie Gas aus Norwegen oder Öl aus Saudi-Arabien.'
'Wir' machen also nichts auf 'ihre' Kosten.
Man könnte sogar sagen: die Argentinier kassieren für etwas, was sie nicht geschaffen haben. Sie beuten die Welt aus und profitieren trotz eigener Nicht-Leistung.
Das kann man auch den Saudis und Norwegern vorhalten.
Lassen wir mal lieber ..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steppenwolf81 19.06.2019, 16:38
12. Es ist zum Heulen und Verrücktwerden

Die Menschen scheinen sich der Dummheit hinzugeben, anders lässt sich diese kurzsichtige und verlogene Debatte nicht erklären. Lesen Sie Alle bitte den Beitrag #2, dem ist an sich nichts hinzuzufügen. Zum Thema Silizium-Abbau schauen Sie sich dazu noch die einschlägigen Reportagen an (auf Youtube oder Mediatheken der Öffis), die dessen katastrophale ökologische Verheerung deutlich machen. Weiterhin verursacht die Akku-Produktion eines hochgezüchteten Stomers soviel CO2 wie ein Verbrenner-PKW in 100.000 km Fahrleistung erzeugt. Doch alles Jammern nützt nichts. Das Blatt ist nicht umkehrbar. Freie Fahrt für freie Bürger. Mit 200 über die Autobahn oder nur mit 50 km/h zum Briefkasten um die Ecke - egal. Ehe ALLE nicht massiv Verzicht üben - es geht nicht um Alternativen, sondern Verzicht! - ändert sich nichts. Wer nur auf andere sieht und meint "warum ich, wenn 1 Mrd Chinesen ohnehin nicht mitziehen" - der ändert auch nichts. Dieser Planet hat wirklich die kollektive Selbstentleibung aller Menschen verdient. Kein Tränenmeer kann die Schande wegspülen, mit der wir uns am vielleicht einzigen Träger allen Lebens im Universum versündigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marvel Master 19.06.2019, 16:39
13.

Zitat von tstorm
Bitte keine Fake News verbreiten! Zum Bau eines Lithium-Ionen-Akku benoetigt man etwa 80g bis 150g Lithium pro kWh. In einem 50kWh Akku sind also maximal 7,5kg oder minimal 4kg verbaut. In Zukunft wird sicherlich noch weniger Material benoetigt. Verbraucht wird es nicht, da nach Aufarbeitung der Zellen fast das Gesamte Lithium wieder fuer die naechste Zelle verwendet werden kann. Das Lithium wird in einem endlosen Kreislauf verwendet werden koennen. Das ist sehr effizient und mit keiner anderen Technik zu vergleichen. Wenn unsere Gesellschaft es klug anstellt, werden wir keinen Komfort einbuessen.
Sie haben vergessen, dass es heute kaum E-Autos gibt, die man recyceln kann. Die müssen ja erst alle gebaut werden.

Aktuell haben wir ca 1 Mrd Fahrzeuge auf diesem Planeten. Die müssen jetzt durch E-Autos ersetzt werden.

Laut Schätzungen gibt es aktuell ca 15 Mio Tonnen Lithium auf diesem Planeten.
https://www.gevestor.de/details/lithium-reserven-diese-8-laender-verfuegen-ueber-die-groessten-mengen-780187.html

So lässt sich ausrechnen , wie viele E-Autos wir bauen können.


15.000.000.000 / 6 Kg (pro Batterie) = 2,5 Mrd E-Autos.
Wobei die Teslas mit 6 KG nicht hinkommen. Die brauchen mehr.

VG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steppenwolf81 19.06.2019, 16:41
14. Korrektur

Editieren meines vorigen Beitrages ehe die Korrekturleser schreien: Es ist natürlich nicht Silizium, sondern Lithium, dessen Abbau die Natur verödet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heikhen 19.06.2019, 16:52
15. Lebensgrundlage zerstört im Namen des Klimawandels

E-Mobilität ein Irrweg! Einführung einer neuen Technologie ohne ganzheitlichen Ansatz. Der umweltzerstörende Abbau des Lithiums ist nur ein Teil der ungelösten Technologieschritte. Die Verfügbarkeit von Lithium ist begrenzt, ein Recykling der Battereien ist noch nicht in Aussicht. Die Bestandteile einer Batterie wie u.a. Kobalt sind hoch karzinogen, wohin damit? Und schliesslich werden wir auf Jahre den Ladestrom aus konventionellen fossilgefeuerten Kraftwerken nehmen müssen. Wo also liegt der Vorteil dieser neuen Heilbringenden Technologie. Es wir kei Gramm CO2 vermieden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nachtmacher 19.06.2019, 16:53
16. Ich mache die gleichen Feststellungen wie Sie....

Zitat von matbhmx
... können nur heruntergefahren werden, wenn jeder persönlich erheblichen Verzicht übt. Das E-Auto ist keine Lösung. Es kann einen Beitrag zur Verbesserung der Luft in Städten und im Stau auf der Autobahn bieten, in der Gesamtbilanz wird es kaum günstiger dastehen als die Autos mit Verbrennungsmotoren. Es heißt also: Deutlich weniger fahren! Es heißt, überhaupt häufiger zu Hause bleiben (und dort im Winter die Heizung herunterdrehen und im Sommer keine Klimaanlage. Es heißt, Urlaub vor der Tür machen. Es heißt, nur die notwendigen Lebensmittel kaufen - und zwar regional. Was allein durch ganz Europa, ja gar rund um die Welt an Lebensmitteln gekarrt wird ...! Nur: In meinem Umfeld sind alle eher linksliberal bis heftig grün und alle der Pflicht zur CO2-Reduzierung unglaublich aufgeschlossen. Wenn ich dann einzelne Lebensweisen anspreche und feststelle, dass man auf dies oder das verzichten könne, gar müssen, ist plötzlich keiner mehr dabei. Kein einziger will auch nur ein Jota Abstriche vom eigenen Lebensstandard machen. Es muss auch weiterhin drei- bis viermal im Jahr um die Welt gejettet werden, die Kinder müssen zu den diversen Veranstaltungen und Verpflichtungen möglichst mit dem Auto gefahren werden und man selbst fährt bevorzugt mit dem Auto zur Arbeit. Usw. usf. Das Deutschland die CO2-Ziele, die man sich in den 90ern bis zum Jahr 2020 gesteckt hatte, reißt, liegt ja vor allem daran, dass der Individualverkehr massiv zugenommen hat.
persönlicher Verzicht wird durch Sätze mit "die Industrielobby" und "die Hersteller müssen" und "wenn ich mal"... ersetzt.
Am Besten sind die Veganer, die so stolz drauf sind dass sie das Klima schützen. Auf meine Frage, was ein Veganer in Norddeutschland klimaneutral im Winter essen kann kommt dann meist eine hübsche Ausrede....
Die Grünen und Fridays-for-Futures schwimmen auf der Welle, dass man halt alles ein wenig teurer wird aber man weitermachen kann wie bisher. Mal sehen, was passiert, wenn diejenigen, die finanziell nicht so gut ausgestattet sind feststellen dass die Wohlhabenden (ein guter Teil der Grünenwähler) das Klima schützen und ihnen der Verzicht aufgezwungen wird....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horst_müller 19.06.2019, 16:56
17.

Da fahr ich doch lieber guten Gewissens meinen Kleinwagen mit 4,5l/100km.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nachtmacher 19.06.2019, 16:59
18. Tja, gut erkannt....

Zitat von Marvel Master
Sie haben vergessen, dass es heute kaum E-Autos gibt, die man recyceln kann. Die müssen ja erst alle gebaut werden. Aktuell haben wir ca 1 Mrd Fahrzeuge auf diesem Planeten. Die müssen jetzt durch E-Autos ersetzt werden. Laut Schätzungen gibt es aktuell ca 15 Mio Tonnen Lithium auf diesem Planeten. https://www.gevestor.de/details/lithium-reserven-diese-8-laender-verfuegen-ueber-die-groessten-mengen-780187.html So lässt sich ausrechnen , wie viele E-Autos wir bauen können. 15.000.000.000 / 6 Kg (pro Batterie) = 2,5 Mrd E-Autos. Wobei die Teslas mit 6 KG nicht hinkommen. Die brauchen mehr. VG
Je besser die Schnelladefähigkeit und je höher die Leistung (also je näher an der Reichweite der Verbrenner), desto mehr Aufwand geht in die Batterie... ach ja, so diverse Infrastrukturprobleme wie Brandschutz, Ladeinfrastruktur, Stromtrassen etc. sind in der Umweltbilanz der E-Autos noch gar nicht berücksichtigt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taschenmonster 19.06.2019, 18:24
19. Bitte “Ölförderung Nigeria” googlen

Oder Ölförderung Ölsand Kanada.
Oder Saudi-Arabien/Iran/Irak/Russland mal die Umgebungsbedingungen zum Öl anschauen.

Batterieelektrische Fahrzeuge sind nicht perfekt. Aber ein Vielfaches besser, als Fossilbetriebene...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8