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Fotoprojekt zur Lithium-Förderung in Argentinien: Wir stromern auf ihre Kosten

Felix M. Dorn Bisher haben die Menschen im Nordwesten Argentiniens von Viehzucht, Tourismus und Salzherstellung gelebt. Nun soll dort Lithium gefördert werden, es brandet Protest auf. Fotograf Felix Dorn hat den Zwist dokumentiert.

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Referendumm 19.06.2019, 19:57
30.

Zitat von StefanXX
.... Und deshalb ist das, was auf diesen Fridays-for-future-Veranstallungen passiert und was uns die Grünen vorbeten auch so verlogen. Viele dieser jungen Demonstranten haben mit 18 schon einen größeren ökologischen Fussabdruck als ich mit 30 hatte. Da bin ich das erste Mal geflogen ...
Oder fragen Sie mal ein paar junge Leute, wieviel CO2 ihre ständiges Rumgedaddel per Smartphone oder auch per Computer zu Hause so verursacht. Ich wette, die bekommen eher ganz große Augen und fragen dann naiv: Wieso verursacht das CO2?

Dabei ist das ganze Internet die wahrste CO2-Schleuder - frisst Energie ohne Ende, aber Hauptsache wir, und vor allem die jungen Leute können sich massig Katzenvideos etc. angucken.

Die nächste CO2-Rakete wird doch schon gezündet: Wenn facebook die Micropayments auf blockchainbasierter Kryptowährung wirklich realisiert, und die wird garantiert der absolute Renner werden, dann explodieren die CO2-Zahlen aber erst mal so richtig. Gerade die blockchainbasierten Kryptowährungen sind nämlich wahre Energiefresser - richtige Energiefressgiganten.

Doch zurück zum sehr interessanten SPON-Beitrag (vielen Dank dafür):

Dass der Raubbau der Menschheit weiter geht, dürfte eh klar sein - und aufzuhalten ist er definitiv nicht. Die Menschheit lebt nun einmal rein parasitär. Selbst die moderne Agrarwirtschaft zur Massenernährung ist OHNE Raubbau heute gar nicht mehr darstellbar. Leute vergesst das endlich - Bio und so für bald 10 Milliarden Menschen auf diesem (noch) blauen Planeten - ich lach' mich schlapp.

Teil 2 folgt

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Referendumm 19.06.2019, 20:05
31. Teil 2

Halten wir also mal kurz fest, was der Umstieg auf die ach so tolle Elektromobilität als Massenverkehrsmittel uns Menschen einbrocken wird:
1.) Raubbau bei der Lithiumförderung (es gibt noch weitere massive Nachteile, als die hier erwähnten).
2.) Raubbau bei der Kobaltförderung (dringend nötig für die Li-Ion-Akkus); Kinder kratzen im Kongo & Co. das Zeug billigst ausm Boden; deshalb auch die „Bürgerkriege“ im Kongo – siehe Congo-tribunal
3.) Die meisten Stromnetze aller Industriestaaten sind für eine Massen-Elektromobilität überhaupt nicht ausgelegt; und Stromleitungen etc. wachsen auch nicht auf den Bäumen – ergo noch mehr CO2-Ausstoß zu deren Bau.
4.) Wir Deutsche (in anderen Industriestaaten noch mehr) erzeugen unseren Strom überwiegend (immer noch) mittels fossiler Brennstoffe; und ohne zusätzliche Speicher sind Wind- und Sonnenenergie auch recht nutzlos. Und gegen zusätzliche Trassen wg. Offshore-Energietransport zum Süden bestehen massive Widerstände seitens der Bürger.
5.) Eine Ladeinfrastruktur für die Massen-Elektromobilität ist rein gar nicht vorhanden, egal welche diesbezügliche Jubelmeldung man lesen mag; und Ladestationen etc. wachsen auch nicht auf den Bäumen – ergo noch mehr CO2-Ausstoß zu deren Bau.
6.) Und nach dem Verbrauch der millionen E-Autoakkus (Lebensdauerzyklus ! Vor allem rascher Akkutod bei Schnellladungen) schmeißen wir den Elektro-/Elektronikdreck den Ärmsten der Armen in Afrika etc. wieder vor die Füße - siehe Elektroschrott- / Elektromuelldeponie Agbogbloshie in Ghana). Super business.

Und all das - sowie weitaus mehr - wissen wir heute schon, aber blind und dumm wie die Industrienationen nun einmal sind, wird auf dieses bereits heute absehbare kaputte Pferd gesetzt - wie doof ist das denn?

Und wer glaubt, dass nur wir hier in Deutschland (oder Norwegen oder Island oder ...) unseren Lebensstandard schön hoch halten werden, während die anderen nur Wasser und Brot zum Überleben bekommen, sollte bitte mal nach China gucken, was dort schon heute los ist.

Und ob wir Industriestaaten Länder wie den Kongo mit Raubbau und „Bürgerkriegen“ ewig in Schach halten können, wage ich mal schwer zu bezweifeln. Und falls doch, werden dann eben die Ärmsten der Armen noch verstärkter als heute an die Tore der EU klopfen. Dagegen wird der Flüchlingsstrom von 2015 wohl eher ein Rinnsal gewesen sein.

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Referendumm 19.06.2019, 20:10
32. zu diskutierende Alternative(n)

z.B.: Eine Massenmobilität – egal ob mit Verbrenner oder Elektroantrieb – ist auf Dauer nicht möglich, so die Menschheit weiter wächst. Ergo sind Alternativen wie ein mehr individueller ÖPNV gefragt. Statt eigene Autos ständig für zig Stunden nutzlos zu parken (bei E-Autos aufzuladen), sind sehr viel weniger Autos, Kleinbusse und größere ständig unterwegs und werden individuell geordert. Neudeutsches Schlagwort: ÖPNV on demand (C).

Oder, was gäbe es noch an Alternativen? Bitte friedliche; bin Pazifist!

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Referendumm 19.06.2019, 20:17
33. der_meier #11

Zitat von der_meier
Schon die Überschrift ist blanke 'fake news' Wird Litium irgendwo in der Welt abgebaut wird das zu Weltmarktpreisen bezahlt. Genau so wie Gas aus Norwegen oder Öl aus Saudi-Arabien.' 'Wir' machen also nichts auf 'ihre' Kosten.
Sie haben wirklich absolut keine Ahnung!
Extra für Sie:
TV-Sender arte: "Das Kongo Tribunal"
"Konflikt-Mineralien: Die EU tut alles, damit die – auch Konflikt – Mineralien auf dem Markt außerhalb des Kongos kommen – möglichst viel zu möglichst kleinen Preisen...."

"Bisie-Mine, Mukungwe-Mine …. Fa. BANRO – vollständige Steuerbefreiung ...
"Fa. MPC lässt Menschen, Kongolesen, vertreiben ..."

"BANRO hat beschlossen eine Fabrik zu bauen und mich und meine Kinder vertrieben."
Zilahirwa Chakirwa (Zeuge, Bukavu) ist Priester der Gemeinde Cinjira, die durch das kanadische Bergbauunternehmen BANRO für die Betreibung des Standorts Twangiza umgesiedelt wurde.

"Einer Bevölkerung den Zugang zu Trinkwasser, medizinischer Grundversorgung und Nahrung zu verwehren, ist auch eine Art sie zu vernichten."
Peter Mugisho Matabishi (Zeuge und Experte, Bukavu) ist politischer Aktivist aus Luhwindja. Er hat den Fall um den Twangiza Standort von BANRO bis vor die amerikanische Börsenaufsicht gebracht. Er betrachtet die Konzessionen aus Kinshasa als illegalen Landraub.

"BANRO genießt "Straffreiheit" für die gesamte Dauer des Minenprojektes."
"Die Konzerne waren lange erfolgreich darin, die bestehenden Gesetze zu umgehen."
Saskia Sassen (Mitglied Jury, Berlin) ist Soziologin, Wirtschaftswissenschaftlerin und eine der weltweit führenden Globalisierungskritikerinnen. Sie untersucht die Vernichtung örtlicher Zivilgesellschaften als intrinsische Notwendigkeit der Globalisierung.

Quelle u.a.: http://www.the-congo-tribunal.com/hearings/case/2.html?lang=de

Und das zig Kriege mit Millionen Toten und Vertriebenen wegen des Rohöls weltweit geführt wurden und werden, davon haben Sie ja auch nix gehört, gelle!

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Referendumm 19.06.2019, 20:23
34.

Zitat von taschenmonster
Oder Ölförderung Ölsand Kanada. Oder Saudi-Arabien/Iran/Irak/Russland mal die Umgebungsbedingungen zum Öl anschauen. Batterieelektrische Fahrzeuge sind nicht perfekt. Aber ein Vielfaches besser, als Fossilbetriebene...
Ach so, Sie meinen, dass wir einfach das eine große Übel durch ein anderes ersetzen könnten. Völlig lächerlich!

Und was glauben Sie denn, was erst auf diesem Planeten los ist, wenn statt Rohöl plötzlich Millionen Tonnen an Lithium und Kobalt nötig, diese Rohstoffe aber bereits heute sehr knapp sind. Der Kampf um Rohstoffe wird definitiv zunehmen.

Und schlussendlich für eine Technologie, die sehr fragwürdig - angeblich - CO2 reduzieren soll.
Das ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Entweder, wir wenden uns wirklichen Alternativen zu, oder wir können hier auf unserem (noch) blauen Planeten bald die Lichter ganz aus machen.

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Hamberliner 19.06.2019, 20:30
35. BEV ist ja nicht die einzige Alternative zu Raffinerie-Kraftstoffen.

Man kann als Laie solche Berichte nicht auf ihre wissenschaftliche oder sachliche Stichhaltigkeit prüfen, und man kann sich nicht drauf verlassen dass Politiker - ebenfalls Laien - das hinbekommen, aber solche Berichte verdeutlichen eines: Je mehr Technologien zur Energieversorgung und Mobilität man erlaubt und in der Forschungsförderung berücksichtigt, desto wahrscheinlicher gelingt die umweltschonende Klimarettung. In anderen Worten: wer Verbrenner statt Kraftstoffen aus der Raffinerie verbietet, wer für den Straßenverkehr alles außer BEV verbietet, verringert die Chancen, dass die Klimarettung gelingt und vergrößert das Risiko, dass wir bei der Abschaffung von Benzin und Diesel scheitern. Niemand wird CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe (weiter)entwickeln, wenn sie nicht mehr genutzt werden dürfen. Jüngstes Beispiel für diesen Fehler ist Irland. Und jüngstes Beispiel für ein eventuelles Umdenken weg von diesem Fehler könnte vielleicht Annalena Baerbock von den Grünen sein, denn ich habe unlängst aus ihrem Mund "fossile Verbrenner" statt "Verbrenner" gehört.

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Referendumm 19.06.2019, 20:32
36.

Zitat von tstorm
Bitte keine Fake News verbreiten! Zum Bau eines Lithium-Ionen-Akku benoetigt man etwa 80g bis 150g Lithium pro kWh. In einem 50kWh Akku sind also maximal 7,5kg oder minimal 4kg verbaut. ...
Und Sie haben außerdem vergessen, dass die Lithium-Reinheit zum Bau von Li-Ion-Akkus für E-Autos extrem hoch, nämlich 99,99% sein muss; und Sie werden solche Reinheiten nirgendwo auf der Welt finden. Ergo muss man zig tausende Tonnen Lithium abbauen um ein paar Kilogramm für die Li-Ion-Akkus für E-Autos herstellen zu können.

Tja, die meisten E-Auto-Fans haben weder von der Technologie noch von den zu fördernden Rohstoffen auch nur halbwegs eine Ahnung; und deshalb werden auch ständig politische Fehlentscheidungen getroffen, weil die Politiker teils noch weniger Ahnung haben, weil es seitens der Massenmedien auch seltenst erwähnt wird - ist halt auch zu spezifisch. Da sollten Interessenten was anderes lesen als die Tageszeitung oder irgend ein politisches Magazin.

Fachzeitschriften helfen weiter! Kleine Tip am Rande.

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martin58 19.06.2019, 21:35
37. So ein schwacher artikel

Die Fotos zeigen nichts von der Lithium Produktion, der Artikel erzählt uns nicht wie es gewonnen wird, wo es herkommt, nichts. Nut rührselige Geschichten on sich ändernden Zeiten.
So was schwaches. Wie kommt das durch die Redaktion nur?

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hansglück 19.06.2019, 21:43
38.

1: Raubbau bei der Lithiumförderung ist DEUTLICH weniger schädlich als Raubbau für Ölföderung mit Fracking, Bohrinseln, Tankern, Pipelines, Raffinerien usw. Also ein großes Plus für Elektro Autos.

2: Raubbau bei der Kobaltförderung: Es gibt tatsächlich etliche Kobalt Produzente, die ohne Kinderarbeit auskommen und geordnet abbauen. Und die kommende Tesla Batterien werden gar kein Kobalt mehr benötigen. Insbesondere, weil Kobalt starke Verwendung findet im Bau von Katalysatoren, beim Härten von Verbrenner Motorblöcken und Zylindern und für einen Verbrenner heute schon mehr Kobalt verwendet wird als für ein Model 3 mit lediglich 2,7 Prozent in der Batterie. Also ein großes Plus für Elektro Autos.

3: Die Stromnetze sind sehr wohl für viel ausgelegt, zumal man Elektro Autos im Alltag NICHT am Starkstrom laden muss, sondern eine normale Schuko Dose ausreicht. Auch laden Elektroautos gegenüber Panik machenden Meldungen nicht alle Gleichzeitig, genauso wenig wie dies Verbrenner tun. Sonst könnte man auch behaupten, das Tankstellen Netz mit 13.000 Tankstellen reicht für 46 Millionen Autos nicht, denn wenn jeder 10 Minuten tankt und alle gleichzeitig tanken wollen, dauerte das mehrere Tage, bis alle dran sind.

4: Letztes Jahr 38 Prozent regenerative Energie in Deutschland, Tendenz steigend und das ist gut so. Und die Elektro Autos könnten genau dafür, als dezentraler Speicher mit herhalten, wenn man sie vernünftig nutzt.

5: Fragen Sie mal einen Tesla Fahrer, der wird Ihne etwas anderes erzählen mit persönlicher Erfahrung, die sie nicht haben. Und was denken Sie, wieviel C= 2 wir in den Aufbau von Tankstellen, Pipelines, tausende Tanklastzüge, Tanker auf den Weltmehren und die Erzeugung von Benzin aus Rohöl in den Raffinerien erzeugen ? Genau, deutlich mehr als wenn alle Autos Elektro Autos wären. Allein 1 Liter Benzin benötigt in der Raffinerie allein 1,5 kW/h Energie, eine normale Tankfüllung deutlich mehr als ein Elektro Auto laden kann.

6: Die ältesten Tesla Akkus haben nach 10 Jahren kaum Verluste. Und wenn sie das einmal haben sollten, kann man diese im Gegensatz zum kaputten Verbrenner Motor einfach aufbereiten und dann kommen diese Batterien ein Hausspeicher zum Einsatz.

Und nein, die Ärmsten der Armen klopfen an unsere Tore, weil wir mit Verbrennern Ihre Lebensgrundlage zerstören, Meere mit Öl verseuchen, dank CO2 Ausstoß der Autos Ihre Wasserspiegel anheben und Ihre Natur kaputt machen. Und das werden noch viel mehr in den kommenden Jahren, daran sind wir selber schuld.

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hansglück 19.06.2019, 21:46
39.

Zitat von Referendumm
Ach so, Sie meinen, dass wir einfach das eine große Übel durch ein anderes ersetzen könnten. Völlig lächerlich! Und was glauben Sie denn, was erst auf diesem Planeten los ist, wenn statt Rohöl plötzlich Millionen Tonnen an Lithium und Kobalt nötig, diese Rohstoffe aber bereits heute sehr knapp sind. Der Kampf um Rohstoffe wird definitiv zunehmen. Und schlussendlich für eine Technologie, die sehr fragwürdig - angeblich - CO2 reduzieren soll. Das ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Entweder, wir wenden uns wirklichen Alternativen zu, oder wir können hier auf unserem (noch) blauen Planeten bald die Lichter ganz aus machen.
"Ach so, Sie meinen, dass wir einfach das eine große Übel durch ein anderes ersetzen könnten. Völlig lächerlich!"

Genau so funktioniert Fortschritt, man verbessert sich ständig und ersetzt große Übel durch deutlich kleinere Übel. Wenn wir erst warten müssen, bis eine Technik zu 100 Prozent alle Probleme löst, ist der Planet vorher zerstört. Arbeiten wir uns aber in großen Schritten voran wie bei der Elektromobilität, haben wir eine Chance.

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