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Friedhöfe in Deutschland: Das Tabu der nicht verwesenden Toten
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Kaum ein deutscher Friedhof bleibt verschont: Leichen verwesen nicht, selbst Gesichtszüge bleiben erhalten. Das Problem bleibt ein Tabu - aus Sorge um psychische Folgen.

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Pless1 13.11.2017, 15:07
50.

Zitat von max-mustermann
Natürlich gibt es keine absolute Gewissheit aber wenn mann sich die ganze Geschichte der Menschenlichen Existenz mal nüchtern und sachlich ansieht dann ist es jedenfalls am wahrscheinlichsten das nach dem Tod alles vorbei ist. Aber es steht selbstverständlich jedem frei zu glauben oder sich einzureden was er will.
Nach dem Tod ist schon deshalb nicht alles vorbei, wie die meisten Menschen nun einmal Angehörige hinterlassen.

Für viele - wenn auch sicher nicht für alle - ist ein wie auch immer gestaltetes Grab ein wichtiger Beitrag zur Trauerarbeit und zur Bewältigung eines oft immensen Verlustes, und dies unabhängig von einer etwaigen Religiosität.

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Analog 13.11.2017, 15:29
51. Wer sollte dir vorschreiben,

Zitat von olletolle
Ich habe jetzt 20 Jahre Grabpflege für meine Stiefmutter am Hals, die mir die Ehre eine 100%igen Komplett-Enterbung gegeben hat. Zum Pflichtteil erben war ich nicht verwandt genug mit ihr, um jetzt 20 Jahre lang grabpflegepflichtig zu sein dann aber schon. Meine Anregung an das Friedhofsamt, das Grab doch einfach frei zu machen, und es jemand anderem zu geben wurde abgelehnt, und mit Totenruhe begründet.
das Grab der Stiefmutter zu pflegen? Verstehe ich nicht.

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lisa_k._marx 13.11.2017, 17:27
52. Verbrennen

Zitat von Lord Menial
Sehr geehrter Professor Boerne, wie verfährt man mit den formalingetränkten Präparations"objekten" des anatomischen Praktikums? Aufgrund des Schadstoffgehaltes verbietet sich eine Verbrennung eigentlich ebenso wie eine Beerdigung.
Formaldehyd ist brennbar und kann mit Luft sogar explosionsföhige Gemische bilden.

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jebeb 14.11.2017, 14:54
53. Einbalsamiert

Wie sieht das eigentlich bei Leichen aus, die zu Forschungszwecken einbalsamiert wurden? Verwesen die überhaupt?

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helisara 14.11.2017, 21:37
54.

Zitat von olletolle
Auch wenn man das selber nicht will. Wer einen Friedhof besuchen möchte, um der Verstorbenen zu gedenken, bitte, dem soll das möglich sein. Leider heißt es in Deutschland aber Grabnutzungs-Recht. Und dieses Recht kann man erst nach 9 Jahren überhaupt loswerden, indem man das Grab nämlich nicht pflegt. Ich habe jetzt 20 Jahre Grabpflege für meine Stiefmutter am Hals, die mir die Ehre eine 100%igen Komplett-Enterbung gegeben hat. Zum Pflichtteil erben war ich nicht verwandt genug mit ihr, um jetzt 20 Jahre lang grabpflegepflichtig zu sein dann aber schon. Meine Anregung an das Friedhofsamt, das Grab doch einfach frei zu machen, und es jemand anderem zu geben wurde abgelehnt, und mit Totenruhe begründet.
Kann es sein, daß Sie sich über den Tisch haben ziehen lassen? Sie wären nur dann verpflichtet, das Grab Ihrer Stiefmutter zu pflegen, wenn Sie von ihr geerbt hätten.

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Spiegelleserin57 23.11.2017, 18:59
55. wo ist das Problem?

wenn man den toten ihre Ruhe läßt gibt es keine Probleme. Es gibt mittlerweile so viele freie Flächen auf Friedhöfen dass es da auf ein paar Jahre mehr oder weniger nicht ankommt. Es scheint der Bevölkerung nur wichtig zu sein nicht mit den Tod konfrontiert zu werden. Er erinnert an ihr eigenes Ende und da wird verdrängt!

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Rutituti 11.05.2019, 12:52
56. Späte Rache

Zitat von olletolle
Auch wenn man das selber nicht will. Wer einen Friedhof besuchen möchte, um der Verstorbenen zu gedenken, bitte, dem soll das möglich sein. Leider heißt es in Deutschland aber Grabnutzungs-Recht. Und dieses Recht kann man erst nach 9 Jahren überhaupt loswerden, indem man das Grab nämlich nicht pflegt. Ich habe jetzt 20 Jahre Grabpflege für meine Stiefmutter am Hals, die mir die Ehre eine 100%igen Komplett-Enterbung gegeben hat. Zum Pflichtteil erben war ich nicht verwandt genug mit ihr, um jetzt 20 Jahre lang grabpflegepflichtig zu sein dann aber schon. Meine Anregung an das Friedhofsamt, das Grab doch einfach frei zu machen, und es jemand anderem zu geben wurde abgelehnt, und mit Totenruhe begründet.
Da soll die liebe Stiefmutter froh sein, dass ich nicht die Grabpflege an der Backe habe. Da kann man auch sehr schön seine Gefühle zur Verblichenen ausdrücken. Es gibt doch so Gartenzwerge mit obszönen Gesten oder Gartenzwerginnen mit üppigen Oberweiten, Dominas etc. Ich wäre mit dem Grab jeden Tag in der Zeitung. Soll ich das für sie übernehmen?

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