Forum: Wissenschaft
Fünf Jahre Reaktorunglück: Die Vergessenen von Fukushima
Wieland Wagner

Das Atomunglück von Fukushima entwurzelte Zehntausende. Fünf Jahre danach fühlen sich viele der Heimatlosen von ihrer Regierung im Stich gelassen.

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SIBBESIBBE 12.03.2016, 14:33
1. der Tsunami hatt die meisten Japaner entwurzelt,

nicht ein kleiner Industrieunfall. Auch wenn er Nuklear war, so kann man ihn nicht mit der wirklichen grossen Erdbeben-katastrophe vergleichen.
Der Tsunami von Japan entwurzelte Hunderttausende. Fünf Jahre danach fühlen sich die meisten Heimatlosen von ihrer Regierung im Stich gelassen. So würde ein Reporter schreiben, wenn er die Wahrheit über den Tsunami schreiben würde. Denn an grossen Teile der Ostküste werden die meisten noch nicht einmal in ihre zerstörten Häuser am selben Platz wieder aufbauen können. Viele Häuserbesitzer haben wohl die Klausel Force Majeure in ihrer Versicherungspolice. Bei Katastrophe zahlt nämlich keine Versicherung. Wenn die Regierung nicht hilft so hilft keiner. Kein Geld, kein Haus. Doch was kümmert es die Journalisten aus Deutschland. Die wollen gegen Atomkraftwerke polemisieren.
Das Atomunglück von Fukushima entwurzelte Zehntausende. Aber die Strahlung ist inzwischen so niedrig dass man teilweise schon zurückkehren kann. Wenn man will. Doch das interessiert unsere Reporter nicht.

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Beat Adler 12.03.2016, 14:50
2. Die Schaeden nach einem Erdbeben und Tsunami werden aufgeraeumt.

Zitat von SIBBESIBBE
nicht ein kleiner Industrieunfall. Auch wenn er Nuklear war, so kann man ihn nicht mit der wirklichen grossen Erdbeben-katastrophe vergleichen. Der Tsunami von Japan entwurzelte Hunderttausende. Fünf Jahre danach fühlen sich die meisten Heimatlosen von ihrer Regierung im Stich gelassen. So würde ein Reporter schreiben, wenn er die Wahrheit über den Tsunami schreiben würde. Denn an grossen Teile der Ostküste werden die meisten noch nicht einmal in ihre zerstörten Häuser am selben Platz wieder aufbauen können. Viele Häuserbesitzer haben wohl die Klausel Force Majeure in ihrer Versicherungspolice. Bei Katastrophe zahlt nämlich keine Versicherung. Wenn die Regierung nicht hilft so hilft keiner. Kein Geld, kein Haus. Doch was kümmert es die Journalisten aus Deutschland. Die wollen gegen Atomkraftwerke polemisieren. Das Atomunglück von Fukushima entwurzelte Zehntausende. Aber die Strahlung ist inzwischen so niedrig dass man teilweise schon zurückkehren kann. Wenn man will. Doch das interessiert unsere Reporter nicht.
Die Schaeden nach einem Erdbeben und Tsunami werden aufgeraeumt. Wenige Jahre spaeter ist Alles wie vorher. Die Schaeden um die Atomruine in Fukushima bleiben fuer Jahrhunderte bestehen. Das ist leicht nachzuvollziehen.

Bis heute, 5 Jahre spaeter, weiss noch niemand, wo die geschmolzenen Atomreaktorkerne sind und auch nicht in welchem Zustand sie sind. Bis sie entfernt und entsorgt sind, vergehen viele Jahrzehnte. In dieser Zeit koennen die Entwurzelten der Region nicht zurueck, ganz im gegensat zu einem Erdbeben und Tsunami.

Warum in den 60iger Jahren, voller Optimismus, in dem Erdbebenland Japan, das damals am allerbesten ueber Radioaktivitaet Bescheid wusste, Atomkraftwerke, die Dinosaurier der Technologiegeschichte, gleich massenhaft an Kuesten gebaut wurden, ist nur schwer zu verstehen. Sowohl damals, wie heute.

Was heutzutage gar nicht verstanden werden kann, ist, dass die Atomruinen-Reaktoren in Fukushima immer noch nicht gegen einen erneuten Tsunami geschuetzt sind. Wenn der in den kommenden Jahrzehnten eintrifft, spuelt er alles, was dort an radioaktivem Zeugs herumliegt und aufbewahrt wird, zuerueck ins Meer.

Diese Katastrophe ist potentiell gleich gross, wie Diejenige am 11.3.11.
mfG Beat

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Palmstroem 12.03.2016, 15:02
3. Die Opfer vergessen

Auch fünf Jahre nach der Katastrophe schreibt der Spiegel nicht über fast 20.000 Opfer, die der Tsunami gefordert hat. Er schreibt auch nicht über die Folgen für die Angehörigen dieser Opfer, sondern er schreibt über die Angst-Psychosen, die die Medien mit verursacht haben. Da wurde von hunderttausenden Krebstoten geschrieben, die der Reaktorunfall verursachen werde. Da wurde von Todeszonen für tausende von Jahren berichtet. Alles falsch und trotzdem immer wieder geschrieben.
So falsch wie die Schlagzeilen, die man auch fünf Jahre nach der Katastrophe immer wieder sieht: "Tsunami und Atomkatastrophe forderten 19.000 Opfer. - Nein, der Tsunami forderte 19.000 Tote, der Atomunfall keinen einzigen!

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Beat Adler 12.03.2016, 15:19
4. Bis Ende 2014: 1232 Todesfaelle

Zitat von Palmstroem
Auch fünf Jahre nach der Katastrophe schreibt der Spiegel nicht über fast 20.000 Opfer, die der Tsunami gefordert hat. Er schreibt auch nicht über die Folgen für die Angehörigen dieser Opfer, sondern er schreibt über die Angst-Psychosen, die die Medien mit verursacht haben. Da wurde von hunderttausenden Krebstoten geschrieben, die der Reaktorunfall verursachen werde. Da wurde von Todeszonen für tausende von Jahren berichtet. Alles falsch und trotzdem immer wieder geschrieben. So falsch wie die Schlagzeilen, die man auch fünf Jahre nach der Katastrophe immer wieder sieht: "Tsunami und Atomkatastrophe forderten 19.000 Opfer. - Nein, der Tsunami forderte 19.000 Tote, der Atomunfall keinen einzigen!
Bis Ende 2014: 1232 Todesfaelle, Opfer der Atomreaktorkatastrophe.

http://www.globalresearch.ca/fukushima-disaster-caused-at-least-1232-fatalities-in-2014-as-radiation-death-rate-accelerates/5441390

Die Zahl wird noch steigen.
mfG Beat

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dexter_douglas 12.03.2016, 15:58
5. Wie eine Regierung so versagen kann ist unbeschreiblich

Zitat von SIBBESIBBE
Der Tsunami von Japan entwurzelte Hunderttausende. Fünf Jahre danach fühlen sich die meisten Heimatlosen von ihrer Regierung im Stich gelassen. So würde ein Reporter schreiben, wenn er die Wahrheit über den Tsunami schreiben würde. Denn an grossen Teile der Ostküste werden die meisten noch nicht einmal in ihre zerstörten Häuser am selben Platz wieder aufbauen können. Viele Häuserbesitzer haben wohl die Klausel Force Majeure in ihrer Versicherungspolice. Bei Katastrophe zahlt nämlich keine Versicherung. Wenn die Regierung nicht hilft so hilft keiner. Kein Geld, kein Haus.
Falls das, was laut einer Rundfunkreportage bei einer Schulbegehung mit den Familien aus Fukushima und dem Umfeld, zwecks eines Resettlement stimmt, dann ist ab naechstem Jahr die Unterstuetzung der Auffanglager zu Ende.
Wer bis dahin noch nicht umgezogen ist, wird finanziell nicht mehr weiter unterstuetzt - selten soviel Ignoranz gegenueber der eigenen Bevoelkerung erlebt.

Das erinnert stark an die Aechtung der eigenen Landsleute nach Hiroshima.

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spiegelleser987 12.03.2016, 16:44
6.

Ein Atomunglück? Ich dachte es war ein Tsunami.

Warum wird denn niemals über Naoto Matsumura berichtet. Der lebt noch immer in der Nähe des Kernkraftwerks. Der Staat hatte es ihm 2012 sogar erlaubt. Weil alle weggezogen waren, wären die Hunde, Katzen und andere Haustiere verhungert. Das wollte er verhindern und zog nicht weg. Krebs hat er auch nicht. Die Ärzte vermuten, dass er erst in 30 bis 40 Jahren kriegt. Da wird er aber schon 80 bis 90 Jahre alt.

http://www.vice.com/de/read/diesem-japaner-ist-die-strahlung-ganz-egal-fukushima-japan

Der Junge, der dort auch noch immer lebt, hat einen gewaltigen Vorteil. Er ist der einzige Schüler der dort geblieben ist und wird durch mehrere Lehrer unterrichtet. Die haben ja sonst nichts zu tun. Alle anderen Schüler sind weggezogen. Das ZDF-Video liegt nun bei Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=MZYWC4hCEWs

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spiegelleser987 12.03.2016, 16:48
7. Ich warte auch noch immer ...

Zitat von Palmstroem
Auch fünf Jahre nach der Katastrophe schreibt der Spiegel nicht über fast 20.000 Opfer, die der Tsunami gefordert hat. Er schreibt auch nicht über die Folgen für die Angehörigen dieser Opfer, sondern er schreibt über die Angst-Psychosen, die die Medien mit verursacht haben. Da wurde von hunderttausenden Krebstoten geschrieben, die der Reaktorunfall verursachen werde. Da wurde von Todeszonen für tausende von Jahren berichtet. Alles falsch und trotzdem immer wieder geschrieben. So falsch wie die Schlagzeilen, die man auch fünf Jahre nach der Katastrophe immer wieder sieht: "Tsunami und Atomkatastrophe forderten 19.000 Opfer. - Nein, der Tsunami forderte 19.000 Tote, der Atomunfall keinen einzigen!
Ich warte auch noch immer auf die 200.000 Krebstoten jedes Jahr, die es in Deutschland wegen Fukushima geben sollte. Jedes Jahr und dann auch noch in Deutschland? Das hatte damals Foodwatch verkündet. Hat wohl nicht funktioniert. Deshalb haben die das von Ihrer Internetseite gelöscht.

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behemoth1 12.03.2016, 16:51
8. Entwurzelt

Zitat von SIBBESIBBE
nicht ein kleiner Industrieunfall. Auch wenn er Nuklear war, so kann man ihn nicht mit der wirklichen grossen Erdbeben-katastrophe vergleichen. Der Tsunami von Japan entwurzelte Hunderttausende. Fünf Jahre danach fühlen sich die meisten Heimatlosen von ihrer Regierung im Stich gelassen. So würde ein Reporter schreiben, wenn er die Wahrheit über den Tsunami schreiben würde. Denn an grossen Teile der Ostküste werden die meisten noch nicht einmal in ihre zerstörten Häuser am selben Platz wieder aufbauen können. Viele Häuserbesitzer haben wohl die Klausel Force Majeure in ihrer Versicherungspolice. Bei Katastrophe zahlt nämlich keine Versicherung. Wenn die Regierung nicht hilft so hilft keiner. Kein Geld, kein Haus. Doch was kümmert es die Journalisten aus Deutschland. Die wollen gegen Atomkraftwerke polemisieren. Das Atomunglück von Fukushima entwurzelte Zehntausende. Aber die Strahlung ist inzwischen so niedrig dass man teilweise schon zurückkehren kann. Wenn man will. Doch das interessiert unsere Reporter nicht.
Für mich ist es schon mehr als verwunderlich, das heute totz der Katastrophe, Japan nach wie vor an der Atomenergie festhält, auch sie al ein Hochtechnologieland sind wie alle anderen nicht in der Lage es zu beherrschen, man macht einfach weiter, als wäre nichts geschehen.
Auch Japan hat keine echten Entsorgungskonzepte und auch Japan kann nur zuschauen, so wie einst in der Ukraine.
Es wird wie fast überall nur nachz dem schnellen Profit geschaut, Überlegungen, wie man aus dieser Teufelstechnologie herauskommt, wird auch in Japan unterdrückt.
Energie kostet viel Geld, aber ein zerstörtes Land ist für immer unbewohnbr und dass viele Menschen dabei drauf gehen und tödlich erkranken, all das drängst man beiseite, denn die Atomlobby ist auch dort zu stark.

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felisconcolor 12.03.2016, 16:59
9. Es wird

über Nasenbluten und Durchfall geschrieben und nichts hinterfragt. Beide Symptome können auch durch Stress ausgelöst werden. Hier wird es einfach so hingestellt als wäre es durch die Strahlung ausgelöst. Bei Strahlenkrankheit verschwinden diese Symptome aber nicht wieder, es ist eher ein Zeichen hoher Verstrahlung und daran stribt man. Aber Hauptsache wir machen Panik. Nein ich will den Unfall nicht kleinreden. Aber Sachlichkeit kann ich schon verlangen.

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