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Fukushima-Folgen: Forscher weisen radioaktive Substanz vor Alaska nach
Ann Johansson / Getty Images

Acht Jahre nach dem Reaktorunglück von Fukushima finden Forscher noch immer radioaktive Stoffe in der Umwelt. Nun haben sie Cäsium 137 im Wasser vor einer Insel in Alaska entdeckt.

oalos 03.04.2019, 14:32
1. Ach.

Es wurde nur Cäsium 137 mit der Halbwertzeit von 30 Jahren gefunden ? Es sind doch aber radioaktive S t o f f e (Plural) ausgetreten in Fukushima ?!
Und was 'US-Behörden' für sicher halten, wird im Artikel unkritisch übernommen ?

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permissiveactionlink 03.04.2019, 14:50
2. 2,4 Bq,

hört sich nach wenig an, etwas über zwei Cs137-Zerfälle pro Sekunde. Aber dafür müssen in dem untersuchten Wasservolumen dann insgesamt 3,28 Milliarden Cs137 Kationen gelöst sein, bzw pro Liter 3,28 Millionen. Die Verdünnung ändert daran nichts. Handelte es sich um Süßwasser, so wären in einem Kubikmeter 55.600 Mol Wasser enthalten mit 3,35*10^28 Wassermolekülen. Dann läge die Verdünnung bei 1 zu 10^19. Also eine eher homöopatische Dosis. Tatsächlich enthält Meerwasser aber ca. 35g Salze pro 1000g Lösung, und die Dichte ist auch höher als 1000g pro Liter. Das Problem : Cs137 wird nicht nur vom menschlichen Körper aufgenommen, sondern auch gespeichert. Und dann bleibt es eben nicht unbedingt bei 2,4 Zerfällen.

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D D D 03.04.2019, 15:28
3. relativ

Hier schrillen ja gleich wieder die Alarmglocken. Nur zum Vergleich: ein menschlicher Koerper hat viel weniger Masse als ein Kubikmeter Meerwasser (der es mit so 1020kg auf 2.8 Bq aus Caesium bringt), strahlt aber "ganz natuerlich" mit etwa 7000 Bq (wohl hauptsaechlich wegen Kalium). Ein Kilo Kaffee kann schonmal auf auf 1000 Bq kommen (also 1 Million Bq pro Tonne). Hochachtung allerdings vor unseren Moeglichkeiten, auch kleinste Mengen aller moeglichen Stoffe zu finden!

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christoph_schlobies 03.04.2019, 16:29
4.

Zitat von D D D
Hier schrillen ja gleich wieder die Alarmglocken. Nur zum Vergleich: ein menschlicher Koerper hat viel weniger Masse als ein Kubikmeter Meerwasser (der es mit so 1020kg auf 2.8 Bq aus Caesium bringt), strahlt aber "ganz natuerlich" mit etwa 7000 Bq (wohl hauptsaechlich wegen Kalium). Ein Kilo Kaffee kann schonmal auf auf 1000 Bq kommen (also 1 Million Bq pro Tonne). Hochachtung allerdings vor unseren Moeglichkeiten, auch kleinste Mengen aller moeglichen Stoffe zu finden!
Leider dringt das nicht in die Hirne der AKW -Gegner ,die selbst solche absurd unwichtigen Strahlungen als Beweis für das tödliche Risiko der Kernkraft sehen.Jede Diskussion ist sinnlos.

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motzbrocken 03.04.2019, 16:32
5. Ach,

das ist jetzt aber eine Ueberraschung! Da strahlt doch tatsächlich das Cäsium noch! Wer hätte das gedacht! Aber egal, hauptsache Atomstrom ist billig. 3 Generationen haben einen Nutzen davon, 30'000 Generationen tragen die Folgen. Toll. Weiter so. Ist nämlich sowieso egal ob da was verstrahlt ist oder nicht. Nebst all dem Plastik, CO2, Glyphosat und andere Gifte ist das nebst Tchernobyl, versunkenen Atom U Booten, Harrisburg, Sellafield ist das doch nur ein Klacks mehr. Ich schätze noch 15 vielleicht 20 Jahre und der Mensch hats geschafft: komplette Zerstörung unserer Lebensgrundlage, der Erde. Und die Doofen fliegen immer noch billig nach Mallorca. Geht, solange diese Insel noch nicht geflutet ist, durch das steigende, plastikvermüllte Ding genannt Meer.

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permissiveactionlink 04.04.2019, 14:25
6. #3, d d d

Meerwasser enthält aber auch Kalium, und natürlich auch Kalium-40 : 0,0117 Prozent. In einem Kubikmeter ca 410g bzw. 48mg 40-K oder 7,22*10^20 Kalium-40-kationen. Und daraus lässt sich die radiologische Aktivität von 1 m^3 Meerwasser durch 40-K genau berechnen : 12.711 Bq. Im menschlichen Körper (70 kg) treten nicht nur 40-K Zerfälle auf (4500 Bq), sondern auch 14-C-Zerfälle und deutlich weniger 87-Rb- Zerfälle (900 Bq). Damit strahlt ein Kubikmeter Meerwasser deutlich mehr als ein Mensch mit 70 kg, für 70 kg Meerwasser trifft das dann aber nicht zu.

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rrv.vogt 04.04.2019, 16:01
7. Strahlung ist nicht gleich Strahlung

Und es gibt verschieden harte (energiereiche) Gammastrahlungen.
Würde mich freunen, wenn das mal jemand etwas genauer erklären könnte.
Besonders der Zusammenhang zwischen Halbwertszeit und Strahlungsintensität ist interessant.

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Björn L 08.04.2019, 09:22
8. @4 Gerne nehm ich sie mal mit nach...

...Russland, Ukraine und Weißrussland, dann zeige ich ihnen die von ihnen unterstellten harmlosen Effekte der Kernkraft am Beispiel kranker Kinder. Falls das zu weit weg für sie ist können wir gerne bei La Hague tauchen gehen, um Muscheln vor dem Einleitungsrohr der Wiederaufbereitungsanlage sammeln.(die sicherlich in ihren Augen ein Klärwerk oder Recyclinghof ist). Falls tauchen nichts für sie ist lade ich sie zum Steak ein. Alles glückliche und gesunde Kühe, die neben der Anlage weiden. Zur Einstimmung an unseren Ausflug können Sie ja mit dem Film "Friedlich in die Katastrophe" ihren Appetit anregen.

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