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Fund in der Sahara: Meteorit verrät frühe Entwicklung des Mars
DPA

In der Sahara haben Beduinen einen Meteoriten vom Mars gefunden. Er stammt aus der Kindheit des Roten Planeten und zeigt, wie dieser sich in jungen Jahren entwickelt hat.

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nomorejokes 21.11.2013, 09:41
1. Wie kommt das Stück auf die Erde?

Wieso ist man sicher, dass das Stück vom Mars kommt? Und dann noch genau aus der Region? Wer hat's zur Erde rauf (oder runter, wie man will) geworfen? War da noch ein Etikett dran?
Fragen über Fragen...

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Entropie 21.11.2013, 10:19
2.

Zitat von nomorejokes
Wieso ist man sicher, dass das Stück vom Mars kommt? Und dann noch genau aus der Region? Wer hat's zur Erde rauf (oder runter, wie man will) geworfen? War da noch ein Etikett dran? Fragen über Fragen...
Schau mal hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Marsmeteorit

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Layer_8 21.11.2013, 10:23
3. Großer...

Zitat von nomorejokes
Wieso ist man sicher, dass das Stück vom Mars kommt? Und dann noch genau aus der Region? Wer hat's zur Erde rauf (oder runter, wie man will) geworfen? War da noch ein Etikett dran? Fragen über Fragen...
...Asteroid trifft Mars vor 4 Mrd. Jahren und schlägt viele viele kleine Meteroiten in fast alle Richtungen ins Sonnensystem. Einer davon trifft 4 Mrd. Jahre später auf die Erde, welche sich zufällig zur gleichen Zeit am gleichen Ort befindet. Kleiner Meteorit macht ein Riesenkrach in der Erdatmosphäre und bleibt in der Sahara liegen.

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westenmax 21.11.2013, 10:28
4. Etiketten

Es ist wahr. Meteoriten, die nicht aus Asterioiden stammen, tragen ein Etikett. Asteroiden sind alle zumselben Zeitpunkt entstanden und besitzen den Fingerabdruck an Isotopen, die in ihrer Entfernung zur Sonne entstehen. Die Steine, die aus Magma und anderen Gesteinbildungsprozessen auf die Erde fallen stammen also von den Gesteinsplaneten und Monden im Sonnensystem. Da auch die Zusammensetzung der Marsatmosphäre und Gesteine in ihrem Elemente und der Isotopenfingerabdruck bekannt ist, lassen sich Trümmerstücke dieses Planeten schon seit den 80er Jahren identifizieren. Wie wurde es vom Mars weggesprengt? Das ist ein heikles Thema. Es bedeutet, dass vor 4,4 Milliarden Jahren eine gewaltige Katastrophe auf dem Planeten stattgefunden hat, wobei soviele große Stücke der Planetenkruste in den Weltraum gesprengt wurden, dass viele davon noch nach Milliarden von Jahren auf die Erde fallen. Gruselige Vorstellungen. Falls uns soetwas mal passiert, hätten wir wahrscheinlich ein Loch so groß wie der Kontinent Australien.

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nachdenklicherbürger 21.11.2013, 11:03
5. Meteor?

Hab eventuell einen zuhaus. Opa meinte es wäre einer (hat ihn in den 70ern gefunden) so groß wie 2 Fäuste, leicht magnetisch, 1-2 kg schwer, rötlich, Kruste sieht außen aus wie zerlaufen... Hat da jemand Ahnung ob soetwas was wert ist, bzw. An wen man sich da wenden kann/ sollte? MfG

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hr_schmeiss 21.11.2013, 11:21
6. ...ähem...

Zitat von sysop
Dank des Meteoritenfundes können die Forscher erstmals das frühe Wachstum der Marskruste untersuchen.
...die Forscher untersuchen mitnichten das frühe Wachstum der Marskruste. Was sie untersuchen ist ein Stück Stein, das irgendwo im Sand rumlag. Der Rest ist sehr, sehr viel Theorie.

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westenmax 21.11.2013, 11:29
7. Finderlohn

Hallo nachdenklicherbürger. Mit 1-2kg ist es wohl der Eisenkern eines Asteroiden. Wenn Du nachweisen kannst, dass es ein Erbstück ist, passiert Dir nichts. Es ist Dein Eigentum, egal wie neidische Beamte zetern und schreien sollten. Wenn Du den Stein in diesen Tagen findest, zählt er als Schatz und damit gehört er dem Bundesland. Man bekäme also nur noch einen Finderlohn. Also kannst Du ihn einfach mal einem Gutachter an Geowissenschaftlichen Universitäten zeigen und schätzen lassen. Gut möglich, dass das Objekt einen höheren Wert hat.

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e.schw 21.11.2013, 14:25
8. Warum gerade vom Mars?

Zitat von sysop
In der Sahara haben Beduinen einen Meteoriten vom Mars gefunden. Er stammt aus der Kindheit des Roten Planeten und zeigt, wie dieser sich in jungen Jahren entwickelt hat.
Ob der Vergleich mit Marsgestein die vermutete Herkunft des gefundenen Meteoriten ausreichend belegt, muss im Hinblick auf die angeblich vielen erd-ähnlichen Planeten der Milchstraße doch bezweifelt werden. Entfernungen von 500 Lichtjahren sind von mit einer Geschwindigkeit von ca. 50.000 km/ h anfliegende Meteoriten in ca. 12 Millionen Jahren zu überwinden. Wohl keine große Zeitspanne im Hinblick auf das angebliche Alter des Kosmos von 13,8 Milliarden Jahren...

Müssten die Datier-Experten bzw. Astrophysiker Für und Wider ihrer Annahmen öffentlich erörtern, würde der Disput Jahre dauern...Jedenfalls würde dem Publikum die gewaltigen Unsicherheiten in der Kosmologie etwas bewusster werden...

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nachdenklicherbürger 21.11.2013, 14:31
9. Hallo westenmax

Danke für den Tipp! :-) allerdings wäre der Nachweis tatsächlich ein Problem, der Klumpen ist halt da, der Finder schon lang gestorben und so etwas wie ein Testament gibt es nicht. Na mal sehen. Das Ding sieht in der Vitrine hübsch aus. MfG und nochmal danke.

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