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Fusionsreaktor: "Iter"-Kontrollzentrum geht in Betrieb
DPA/ ITER

Unerschöpfliche Energie verspricht der Fusionsreaktor "Iter" - unklar ist, ob er je funktionieren wird. Jetzt wurde das Kontrollzentrum der 16 Milliarden Euro teuren Anlage in Frankreich gestartet.

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_muskote 17.01.2013, 15:16
1. Es wäre fantastisch

Man kannsich die Folgen für die Menschheit gar nicht ausdenken. Ein Impact der Klasse Buchdruck oder Internet.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich dies am Ende nicht privatwirtschaftliche Kartelle unter den Nagel reissen.

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zaphod1965 17.01.2013, 15:30
2. Langsaaam

"Im Erfolgsfall" demonstriert Iter lediglich, dass eine Kernfusion dauerhaft aufrecht erhaltenw erden kann. Von "Energiegewinnung" kann da noch längst keine Rede sein und dafür ist Iter auch nicht gedacht.

Iter ist aber viel zu komplex um wirklich ein Lösungsansatz für Fusionskraftwerke zu sein. Ein funktionierendes und vor allem wirtschaftliches Fusionskraftwerk muss einfach und robust gebaut sein. Dazu fehlt es den Fusionsforschern aber offenbar noch an Phantasie. Und das nur, weil sich eine ganze Generation dieser Forscher auf den Einschluss des gezündeten Plasmas in einem kaum beherrschbaren Magnetfeld konzentriert hat, statt mal darüber nachzudenken, ob es nicht wesentlich einfachere Lösungen gibt.

Ich finde, dass einer denkbaren Kombination von Kavitation und Laser viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und wer sagt eigentlich, dass nur eine dauerhaft aufrecht erhaltene Kernfusion einen Energieüberschuss erbringt und nicht auch viele kleine, kurz andauernde Zündungen in kleinen, gut zu beherrschenden Anlagen?

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Thorongil 17.01.2013, 15:32
3. ITER wird zu keinem Zeitpunkt Energie erzeugen können

Hallo SPON, bitte etwas aufschlauen.
ITER ist konzeptionell überhaupt nicht zur Energieerzeugung fähig. ITER kann im ERfolgsfall Kernfusionen starten, diese werden sich aber nicht selbst erhalten können, die Magnetfelder und die Kühlung brauchen externe Energie.

Für einen Reaktor zur Energieerzeugung existiert ein anderes Aufbauprinzip, ein sogenannter "Stellarator", das zugehörige Experiment zur Erprobung findet in Deutschland, Wendelstein 7-X.

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diefans 17.01.2013, 15:33
4. Wie alle grünen Projekte

wird auch diese Totgeburt in der Herstellung, im Betrieb und der Unterhaltung mehr Energie kosten, als am Ende erzeugt wird.

zum Vergleich: http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/sind-pv-stromanlagen-in-deutschland-energievernichter/

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markus_wienken 17.01.2013, 15:33
5. .

Zitat von sysop
Unerschöpfliche Energie verspricht der Fusionsreaktor "Iter" - unklar ist, ob er je funktionieren wird. Jetzt wurde das Kontrollzentrum der 16 Milliarden Euro teuren Anlage in Frankreich gestartet.
Ob es ein Milliardengrab oder die Energiequelle der Zukunft wird ist natürlich Spekulation.
Allerdings ist es mir lieber Geld für (Gundlagen)Forschung auszugeben anstatt es in den Finanzmärkten zu verbrennen (Banken/Länder) wo eine mittel- bis langfristige Regulierung/Kontrolle und Besserung nicht abzusehen ist.
Da hat man duch Forschung doch eher die Möglichkeit einen Mehrwert für die Menschheit zu erreichen.

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Laubhaeufer 17.01.2013, 15:41
6. Was denn?

Etwa keine "saubere" Atomkraft mehr? Die ist doch so CO2 neutral und so billig! :D

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hirlix 17.01.2013, 15:50
7. optional

Natürlich erzeugt ITER Energie. Nur wird er nicht den eigenen Energiebedarf decken. Aber es ist ja auch ein Forschungsreaktor. Damit soll halt an der Fusion geforscht werden, nur auf dem Papier gehts nicht, man muss son Ding auch mal bauen selbst wenns nicht direkt perfekt ist. Zudem ist das Tokamakprinzip auch auf Energieerzeugung ausgelegt, man weiss nur noch nicht welches am Ende besser ist.

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bernd220383 17.01.2013, 15:51
8. ...

Zitat von Laubhaeufer
Etwa keine "saubere" Atomkraft mehr? Die ist doch so CO2 neutral und so billig! :D
Tja ein Fusionsreaktor ist dann doch wieder Atomkraft, vllt sollten sie sich mal ueber den Unterschied zwischen Fission und Fusion schlau machen.

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FNagel 17.01.2013, 15:52
9. Wieder die gleichen Schlaraffenland-Märchen

Energieprobleme der Welt gelöst? Praktisch unerschöpflich? Keine Umweltschäden?

Wenn man es noch nicht mal gebacken bekommt, den Windstrom von Friesland nach Bayern zu schaffen, wie will man dann aus ein paar zentral gelegenen Reaktorgiganten Mallorca, Mali und die Maoris mit Strom versorgen?

Woher soll das als Brennstoff benötigte Tritium, der Wasserstoff-3, denn realistischerweise kommen? Das ohnehin knappe Lithium dafür umbrüten, das man doch für die Batterien genau der Elektroautos braucht, die mit dem Strom nachher fahren sollen? Einige meinen, man könne ja auf dem Mond danach baggern - Frank Schätzing läßt grüßen.

Daß man das radioaktive Tritium handhaben könnte, ohne daß es Leckagen gibt, kann nur glauben, wer nichts von Wasserstoff weiß. Und wo will man, wenn die Lebensdauer der Anlage um ist, den Reaktorschrott endlagern - durch Neutronenbeschuß hochaktiven Edelstahl, der für kein Recycling mehr zu gebrauchen ist?

Alles Märchen für Leute, die naiv genug sind, sie den Medizinmännern für ein Heidengeld abzukaufen.

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