Forum: Wissenschaft
Fusionsreaktor: "Iter"-Kontrollzentrum geht in Betrieb
DPA/ ITER

Unerschöpfliche Energie verspricht der Fusionsreaktor "Iter" - unklar ist, ob er je funktionieren wird. Jetzt wurde das Kontrollzentrum der 16 Milliarden Euro teuren Anlage in Frankreich gestartet.

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makese 19.01.2013, 22:15
130. Jo

Zitat von querulant1892
...... Wenn ich fragen darf; die Zahl von 82%; Von wo haben Sie diese Zahl?
Sie dürfen. Und ich versuche es mal ihnen verständlich zu erklären.
Windkraftanlagen fallen nicht vom Himmel und auch nicht die Bestandteile, die man dafür benötigt. Es gibt also Unternehmen und dort Lohnabhängige, die sich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen. Bei den Unternehmen, speziell bei AGs mit Aktionären gibt es solche, die unbedingt den schnellen Gewinn machen wollen, weil es dann schnell viel Dividende und Boni gibt. Und es gibt ein paar, die sind dafür bekannt, dass sie das nicht tun und am Ende dann doch erfolgreicher wie die meisten anderen sind. Die anderen wollen sich zwar solche Unternehmen gerne einverleiben, aber es klappt nicht, weil eben die Aktien in soliden Händen sind. Und wenn so ein Konzern Milliarden ausgibt (vom eigenen Geld!) um bei einem Produkt Marktführer zu werden, dann können sie Haus und Hof verwetten, dass die Untersuchungen (Marktforschung) so intensiv war, dass bei den Kosten mindestens eine oder zwei Nullen mehr auf der rechten Seite erscheinen als bei der Studie von Dr.X . Man hat es dann auch nicht nötig das großflächig zu publizieren. Mehr kann ich ihnen leider nicht bieten, sie können es glauben oder nicht. Es gibt keinen Link zu dieser Studie.

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makese 19.01.2013, 22:18
131. Jo

Zitat von querulant1892
Gut; Da kann es sein, dass ich vielleicht übertrieben habe. Ich verweise mal auf diese Links: "Ihr Hauptvorteil liegt in einem einfacheren Design, das mit weniger Maschinenkomponenten auskommt. Damit soll der Wartungsaufwand sinken und die Verfügbarkeit steigen. Vor allem auf hoher See ist das ein Vorteil, weil hier Ausfälle der Turbinen sofort hohe Kosten verursachen."
Gibt's das auch in Neu? Speziell was den Wartungsaufwand betrifft.

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laller 20.01.2013, 14:14
132.

Zitat von querulant1892
Eine Förderung für FORSCHUNG würde sich nur lohnen, wenn eine Idee auch einen hohen Gewinn verspricht. Was will man an Pumpspeicherkraftwerken noch forschen? ..
Sie haben Recht, es braucht nichts erforscht zu werden, die Loesungen sind alle schon lange da und praktisch einfach realisierbar.
Eine Energiekrise gibt es gar nicht, es gibt nur eine Physik-,Mathematik- und Kompetenz-Krise.
Naturgesetze werden durch normale Gesetze abgeloest.
Einfache, preiswerte Loesungen sind nicht durchsetzbar.
Der hohe Strompreis muss fuer immer gesichert sein.
Das ist die Vorgabe und nicht das technisch Moegliche.
Es waere so einfach und preiswert, die ganze Republik mit 100% EE-Strom zu versorgen, nur scheitert das an der technischen Unbildung der Bevoelkerung.
Propaganda dominiert das Geschehen.
Es ist unser gesellschaftliches Hauptproblem, dass Technik, Mathematik und Physik keinen Sellenwert mehr haben und bei den Entscheidungen keine Rolle mehr spielen.
Hier im Forum wird z.B. jeder fachliche Beitrag von zig Ahnungslosen verrissen und verhoehnt.
So werden hier auch noch die letzten Foristen mit Fachwissen vergrault.
Was hier ablaeuft ist ein guter Spiegel unserer Gesellschaft.
Ahnungslose geben die Richtung vor und alles trottet hinterher.

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querulant1892 20.01.2013, 18:06
133.

Zitat von sachgerecht
Wegen des starken Neutronenbeschusses muss der Reaktorbehälter alle 5-8 Jahre ausgewechselt werden, wobei doppelt soviel hochradioaktiver Müll entsorgt werden muss, als bei herkömmlichen Atommeilern
Was meinen Sie damit?
Reden Sie von der Gewichts-Menge an radioaktiv belasteten Strukturmaterial?
Reden sie von der spezifischen Aktivität (In Bequerel oder Curie)?
Reden Sie von der Radiotoxizität?

Ja, durch Neutronenbeschuss wird das Material radioaktiv.
Allerdings dürften Diese eine wesentlich geringere Halbwertszeit haben.
Beim Neutronenbeschuss von Eisen entsteht Cobalt 60. Dieses hat eine Halbwertszeit von 5,3 Jahren.

Zum Vergleich: Plutonium 239 aus AKWs hat eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren.


Zitat von sachgerecht
Die konzentrierte Wärmeentwicklung kann nicht mit Wasser, sondern muss mit Natrium, einem Metall mit einem Schmelzpunkt von 98°C abgeführt werden. ........
Naja; es gibt auch Atomreaktoren mit Bleikühlung.

Zitat von sachgerecht
Fakt ist, Tritium hat eine Halbwertzeit von immerhin 12 Jahren und reichert sich in den menschlichen Organen an, wo es Krebs auslösen kann.
Fakt ist auch, dass Tritium eine biologische Halbwertszeit von nur 10 Tagen hat:
Inkorporationsüberwachung - InternetangebotBayerisches Landesamt für Umwelt


Und wenn dieses Tritium mal in die Umwelt gelangt, wird es zu Tritiumoxid, welches Wasserähnlich ist.

Das Meiste wird ins Meer gespült und noch bevor es jemals wieder in die Nahrungskette kommen sollte, sind die meisten Tritium-Atome längst zerfallen.

Laut
Astrium : Wussten Sie ?
-
verbleibt ein Wassertropfen etwa 4000 Jahre im Ozean, bevor Dieser den Ozean wieder verlässt.
Und bis dahin dürfte die Radioaktivität stark abgeklungen sein.

Und dass Tritium durch Metallröhren diffundieren kann: Gilt das für reines Tritium, oder auch für chemische Tritium-Verbindungen?



Zitat von sachgerecht
Für die zukünftige Energieversorgung macht der Fusionsreaktor keinen Sinn, weil uns die Sonne noch über 4 Milliarden Jahre lang die Energie in unbegrenzter Menge kostenlos frei Haus liefert, die man hier mit großem technischen und finanziellen Aufwand versucht zu erzeugen.
Tja; Dann hoffe ich mal, dass die Solarindustrie in Zukunft ohne giftiges Blei und ohne giftige Fluorverbindungen auskommt.

Die folgenden Beiträge habe ich aus Platzgründen gekürzt, aber die Verlinkungen sind angegeben.

Zitat von querulant1892
Und auch sonst hat Solarenergie Risiken. Um kurzfristige Schwankungen bei Insel-Anlagen abzupuffern, braucht man bei Solaranlagen sogenannte Solarbatterien (Solarakkus). Und Diese enthalten oft leider giftiges Blei. .... Aber man stelle sich mal vor, dass aus einem Fusionsreaktor ein paar Mikrogramm Tritium in die Umwelt gelangen würden....

Zitat von querulant1892
..

Illegale Batteriefabrik in China: Über 200 Kinder durch Blei vergiftet - taz.de
"Illegale Batteriefabrik in China
Über 200 Kinder durch Blei vergiftet"

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querulant1892 20.01.2013, 19:03
134. Ergänzung

Zitat von querulant1892
Fakt ist auch, dass Tritium eine biologische Halbwertszeit von nur 10 Tagen hat:

Zum Vergleich:
Caesium 137 aus AKWs hat eine biologische Halbwertszeit von 110 Tagen; Plutonium sogar 50 Jahre:

Springer Umweltlexikon - M. Bahadir, H. Parlar, Michael Spiteller - Google Books

-> Seite 548.

Die effektive Halbwertszeit von Tritium liegt bei 10 Tagen, die von Plutonium bei 49,9 Jahre.



Außerdem:
Wieviel Tritium würde denn durch einen Unfall in einem Fusionsreaktor denn freigesetzt werden?

1 Miligramm?
1 Gramm?
1000 Tonnen?



In der Biosphäre befinden sich 3,5 kg natürliches Tritium:
Tritium

Insgesamt erzeugt dieses natürliche Tritium eine Strahlenbelastung von 0,01 Mikrosievert pro Jahr.
Durch nuklearmedizinische Untersuchungen bekommt jeder Deutsche pro Jahr durchschnittlich etwa 2 Milisievert pro Jahr ab, also etwa 200.000 Mal mehr.

Quellen:
Umweltradioaktivität und Trinkwasserversorgung - Klaus Haberer - Google Books

-> Seite 100


Bzw.
Strahlenbelastung

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gucky2009 21.01.2013, 08:01
135.

Zitat von laller
Hier im Forum wird z.B. jeder fachliche Beitrag von zig Ahnungslosen verrissen und verhoehnt.
Ein Glück das dir das nicht passieren kann. Dazu müsstest du erstmal einen fachlichen Beitrag verfassen.

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enklave 31.07.2013, 14:32
136. Zu viele Erwartungen

Zitat von sysop
Unerschöpfliche Energie verspricht der Fusionsreaktor "Iter" - unklar ist, ob er je funktionieren wird. Jetzt wurde das Kontrollzentrum der 16 Milliarden Euro teuren Anlage in Frankreich gestartet.


Grenzenlose Energie, das ist auch wieder so ein Wahnsinnshype. ALLES WIRD BESSER ALS BESSER.

Nein. Kernfusion wird nach Berechnungen der Experten, die für die Bundesregierung arbeiten, vielleicht ein drittel oder die Hälfte des Stroms liefern. Bis dahin ist die erneuerbare Energie bereits entwickelt.

Allein die Herstellung eines Reaktors kostet MIlliarden. Und die Entwicklung zu schweigen. Wie teuer soll den diese Technik später werden, und die teuer der Strom? Die stetige Materialerneuerung, die nötig ist, und die Herstellung eines Reaktors, können sich dann nur reichste Länder leisten.

Die Milliarden, die wir hier verschleudern, sollten wir in Solarparks oder Energiespeicher investieren. Ich glaube da nicht dran. Ich wollte es. Dann schaute ich mir die Dokus an, und mir wurde klar, zu viel Aufwand, zu viel Präzision ist nötig. Und die "Flamme des Plasmas" brennt nur Minuten. Das material kostet viel.
Sicher gibt es hin und wieder Sprünge in der Entwicklung, so wie die Erfindung des Topamak oder des Stellaratoren. Die physischen Bedingungen auf Erden gestalten es aber wie den Versuch, einen Engel fangen zu wollen.

Die Erwartungen zielen auf die Formel: Mehr Energie raus bringen, als Energie rein zu stecken. Doch allein die Energiegewinnung, mittels Erwärmung von Wasser zum Beispiel, ist ja ähnlich wie bei der Kernspaltung wieder ein Symptom für nicht durchgedachte Technik.

My 0.1 cents.

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CYA 02.10.2013, 14:05
137. Viel Geld gut angelegt

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich gratulieren, dass die schlausten Köpfe der Welt sich mit diesem Thema befassen und etwas für die ganze Menschheit machen wollen. Nach meiner Meinung hat die Förderung von Forschung und Intelligenz der gesamten Menschheit höchste Priorität. Es wird tagtäglich Unmengen von Geld in so schwachsinnige Dinge investiert, dass ich klar und deutlich sagen muss: Die 16*10^9 € war bisher einer der besten Investitionen überhaupt. Ich hoffe für alle, dass Kernfusion gut genutzt wird. Alles Geld was in Kernfusion investiert wird ist gutes Geld. Selbst wenn kein Gewinn erzielt wird, ist das Wissen viel mehr Wert.

Mit freundlichen Grüßen

CYA

Zitat von sysop
Unerschöpfliche Energie verspricht der Fusionsreaktor "Iter" - unklar ist, ob er je funktionieren wird. Jetzt wurde das Kontrollzentrum der 16 Milliarden Euro teuren Anlage in Frankreich gestartet.

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