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Galaxien: Astronomen erspähen bisher älteste Sterne

Rekordentdeckung im All: Astronomen meinen, die ältesten Sterne aufgespürt zu haben. Ihr Licht durchbrach einst*die Finsternis im Kosmos - bereits kurz nach dem Urknall.

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Gerdtrader50 07.09.2011, 18:02
30. Objekte älter als das Universum ?

Zitat von Bell
Nun, der wurde schon vor langer Zeit entdeckt. Nach aller Theorie ist wesentlich (bis zu einer Milliarde Jahre) älter als das Universum.
Da liegt aber ein Definitions-Irrtum vor.
Das sichtbare Universum beträgt ca. 13,5 Milliarden Lichtjahre. Die Gesamtausdehnung wird jedoch geschätzt auf die 3 - 4 fache Entfernung.

Weiter als die 13,5 Milliarden Lichtjahre ist bislang durch die Teleskope mit Gravitationslinseneffekten Licht nicht zu sehen. Das mag entweder an den Teleskopen liegen oder an der überlichtschnellen Expansion der Raumzeit an diesen Stellen.



Das Universum expandiert nach den Messungen mit Rotlichtverschiebung nach dieser Entfernung mit sichtbarem Licht mit Überlichtgeschwindigkeit, weil die Grenze der Relativitätstheorien nur für beschleunigte Objekte mit Rückstossprinzip innerhalb der Raumzeit gilt, für die Raumzeit selbst aber nicht.

Also mit Objekten, die älter als das Universum sind, sollte man vorsichtig argumentieren. Nach heutigem Wissen gibt es nur dieses Universum und alle Objekte befinden sich darin, in dessen Raumzeiten.

Alles andere sind Spekulationen mit angeblichen nicht stattgefundenem Urknall, etc, ist aber noch weniger wahrscheinlich als die vorgestellte Urknalltheorie, die ja wenigstens mit dem Echo des Urknalls, der ca. 3 Grad Kelvin "warmen" Hintergrundstrahlung bis in die heutige Zeit nachvollziehbar ist.

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günter1934 07.09.2011, 22:18
31. *

Zitat von Alderamin
.... Er beweist jedoch ebenso wie die früheren Alterskrisen des Urknallmodells nicht, dass dieses von Grund auf falsch ist. Dafür gibt es viel zu viele Beobachtungen, die die Urknalltheorie stützen.
Zunächst wieder einmal vielen Dank für Ihre fundierten und sehr verständlichen Beiträge!
Was aber den Urknall angeht, - letzendlich beruht er auf der Annahme, dass das Licht sich über Jahrmilliarden hin mit gleicher Geschwindigkeit fortbewegt, also nicht "altert".
Soetwas lässt sich natürlich experimentell schlecht verifizieren.

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glaubblosnix 07.09.2011, 22:26
32. Nach meiner...

Zitat von unifersahlscheni
...nach meiner persönlichen Theorie gab es überhaupt keinen Urknall. Aber das habe ich noch nicht bis zum letzten durchgerechnet.
.. Theorie gab es undendlich viele Urknälle, aber wer weiss das schon angesicht dass die Zeit nie oder immer existierte und Raum und Zeit undendlich ist, auch in anderen Dimensionen.

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kickaha74 24.09.2011, 10:03
33. Widerspruch aufgelöst (leicht)

Zitat von meisterraro
Die 'Urknall'-Theoretiker gehen davon aus, dass sich mit einem Schlag Raum, Zeit und Materie aus einer Singularität entwickelt hätten. Laut dieser Theorie soll sich der Raum seither ausdehnen. Aber das kann nicht stimmen, denn: Würde sich der Raum selbst ausdehnen, müsste sich auch die Materie im Raum mit ihm ausdehnen. Denn sonst wäre der Satz: 'Die Materie steht im Raum' falsch.
Warum müßte sich die Materie mit ausdehnen? Die Materie wird von Kräften zusammengehalten, die wesentlich größer sind als die Expansion.

Zitat von meisterraro
Man kann sich das mit einem Stück Stoff vorstellen, in das ein Muster eingenäht ist. Zieht man den Stoff auseinander, dehnt sich notwendig auch das Muster im Stoff mit aus.
Das setzt voraus, daß das Muster fest mit dem Stoff verknüpft ist. Das ist nicht so.
Man stelle sich eher Centstücke auf einer Gummihaut vor: dehnt man diese Gummihaut, bleiben die Centstücke gleich groß.

Zitat von meisterraro
Nur wer diesen Widerspruch auflösen kann (er ist nicht auflösbar), kann weiter an der 'Urknalltheorie' festhalten.
Widerspruch wurde aufgelöst, man kann weiter an der Urknalltheorie festhalten. Puuh!

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kickaha74 24.09.2011, 10:06
34. Kein Humbug

Zitat von albert schulz
Irgendwie ist das ganz sowieso ein einziger Humbug. Gesetzt den Fall, das Weltall wäre 14 Milliarden Jahre alt, und die Sterne wären mit Lichtgeschwindigkeit weggespratzt, was ziemlich unwahrscheinlich ist, so könnten sie nicht weiter als 14 Milliarden Jahre von dem Urknallpunkt weg sein, und demnach kann das Weltall bestenfalls 28 Milliarden Jahre lang und breit sein, wahrscheinlich weit weniger.
Sie übersehen, daß während das Licht den Raum durchläuft, der Raum expandiert. So kommt man nach einer Lichtlaufzeit t zu größeren Entfernungen als durch c*t gegeben. In klassischen kosmologischen Modellen ist das Maximum 3*c*t für die Sichtweite. Mit einer kosmologischen Konstanten kommt noch etwas hinzu...

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betonklotz 10.02.2014, 17:54
35. Da ist tatsächlich eine Korrektur vonnöten

Zitat von Tom der Dino
Um das mal konkreter zu erklären: (...) Deswegen können wir auch nicht weiter als 13,7 Milliarden Lichtjahre weit schauen, selbst wenn das Universum älter wäre, weil sich das Licht der "älteren" Objekte schneller von uns entfernt als das Licht reisen kann. Sollte ich da etwas falsch verstanden haben, bitte ich um Richtigstellung.
für die von Ihnen beschriebene Unbeobachtbarkeit reicht eine Expansion mit "Überlichtgeschwindigkeit" alleine nicht aus. Vielmehr muss dafür die Expansionsrate im Laufe der Zeit beständig zunehmen. Die heute vorliegenden Daten sprechen dafür, dass genau dies tatsächlich passiert.

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reuanmuc 10.02.2014, 18:38
36.

Zitat von Luna-lucia
aber dann muss es doch auch einen irgendwie übergeordneten Raum, geben. Denn wenn wirklich nix da ist, wohin soll sich dann etwas "Entstehendes" ausdehnen?
Wer die Welt verstehen will, muss sich zuerst radikal von allen Vorurteilen oder gewohnten Vorstellungen lösen. Es ist schwer vorstellbar, dass es irgendwo keinen Raum, also rein gar nichts gibt. Aber der Raum wird erst von Materie bzw. Energie geschaffen. Wo nichts dergleichen ist, macht es keinen Sinn, von Raum zu sprechen. Das trifft analog auf die Zeit zu: wo nichts geschieht, da gibt es keine Zeit. Die ewige und unbeantwortbare Frage bleibt, warum gibt es nicht Nichts?

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reuanmuc 10.02.2014, 18:56
37.

Zitat von günter1934
Was aber den Urknall angeht, - letzendlich beruht er auf der Annahme, dass das Licht sich über Jahrmilliarden hin mit gleicher Geschwindigkeit fortbewegt, also nicht "altert".
Einen Beweis gibt es nicht, aber auch keinen Grund, es zu bezweifeln. Energie verteilt sich, aber sie "altert" nicht. Die elementaren Quanten können zwar ihren Zustand bzw. ihre Relationen zur Welt (zum Beobachter oder Detektor) verändern, aber nicht ihre wesentlichen Eigenschaften, nicht ihre definierende Struktur. Selbstverständlich kann Licht beim Durchgang durch ein Medium gefiltert oder gestreut werden, aber das ist keine "Alterung".

Was genau würden Sie denn als "Alterung" verstehen, wie würde sie sich auswirken? Komplexe Gegenstände können "altern", indem sie ihre Zusammensetzung allmählich verändern, infolge energetischer Prozesse, z.B. durch Abkühlung oder allmählichen Energieverlust.

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gapun 12.02.2014, 15:50
38. Bescheidene Frage...

Das Licht wird ja durch Gravitation beeinfluss/Umgelenkt.
Welchen Einfluss hat die Gravitation noch auf das Licht?
Durch einige mrd Lichtjahre hindurch kommt es ja mit Unmengen von Gravitation in Kontakt.
Hat das Auswirkung auf die Helligkeit, auf die Rotverschiebung z.B.?
Wie werden Entfernungen gemessen, wenn der Strahl ständig eine Umlenkung erfährt?

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cassandros 12.02.2014, 19:19
39. Es werde Gravitation

Zitat von gapun
Das Licht wird ja durch Gravitation beeinfluss/Umgelenkt. Welchen Einfluss hat die Gravitation noch auf das Licht?
Auskunft gibt:
- Einstein, Albert (1911):
On The influence of gravitation on the propagation of light. Annalen Phys. 35: 898-908.

- Gocho Vasilev Sharlanov (2011): The Influence of Gravitation on the Speed of Light and an Explanation of the Pioneer 10&11 Acceleration Anomaly.
Applied Physics Research, Vol 3, No 2.

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