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Gedenktafel und Trauerfeier: Island erklärt Gletscher offiziell für "tot"
Jeremie RICHARD/ AFP

Ein Opfer der Erderwärmung: Der Gletscher Okjokull ist nicht mehr, auf Island wurde ihm mit einer Feier und einer Gedenkplakette gedacht. In rund 120 Jahren hatte er rund 35 Meter an Eisdicke verloren.

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sans_words 19.08.2019, 05:05
1. Bitte präzisere Infos

In der Zusammanfassung heißt es, der Gletscher habe in 130 Jahren 35 Meter Dicke verloren. Daraus könnte man schließen, dass der Rückgang des Gletschers schon seit langem vor sich geht.

Liegen exakte Informationen vor, wie sich das Dickenprofil über diese 130 Jahre verändert hat? Bitte nachliefern, um den Vorgang besser verstehen zu können.

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permissiveactionlink 19.08.2019, 08:19
2. Wir ?

Wer sind "wir", und wenn ja, wie viele ? Die Isländer, die Europäer, die Menschheit ? ""In den nächsten 200 Jahren ist zu erwarten, dass alle unsere wichtigsten Gletscher den gleichen Weg gehen. Diese Gedenktafel dient dazu, anzuerkennen, dass wir wissen, was vor sich geht und was zu tun ist." Bedauerlicherweise gibt es zahllose Exemplare des H. sapiens, die sich konsequent sämtlichen Fakten und naturwissenschaftlichen Belegen des anthropogen verursachten Klimawandels verweigern, darunter beispielsweise der amerikanische und der brasilianische Präsident, und natürlich hierzulande die physikalisch völlig weltfremden und naturwissenschaftlich gänzlich unbeleckten Hofnarren von EIKE e.V. und AfD.

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Andraax 19.08.2019, 08:42
3.

Zitat von sans_words
In der Zusammanfassung heißt es, der Gletscher habe in 130 Jahren 35 Meter Dicke verloren. Daraus könnte man schließen, dass der Rückgang des Gletschers schon seit langem vor sich geht. Liegen exakte Informationen vor, wie sich das Dickenprofil über diese 130 Jahre verändert hat? Bitte nachliefern, um den Vorgang besser verstehen zu können.
Genau Zahlen dazu finde ich nicht, aber Wissenschaftler stellen fest, dass der Schwund vor allem in den letzten 20Jahren stattgefunden hat, also nix mit "geht schon lange vor sich": https://slate.com/technology/2019/07/okjokull-iceland-glacier-death-plaque.html

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geri&freki 19.08.2019, 08:47
4. Nachbessern

Zitat von sans_words
In der Zusammanfassung heißt es, der Gletscher habe in 130 Jahren 35 Meter Dicke verloren. Daraus könnte man schließen, dass der Rückgang des Gletschers schon seit langem vor sich geht. Liegen exakte Informationen vor, wie sich das Dickenprofil über diese 130 Jahre verändert hat? Bitte nachliefern, um den Vorgang besser verstehen zu können.
Wie bei anderen Gletschern dürfte sich das Abschmelzen auch des Okjukull in den letzten Jahren erheblich beschleunigt haben. Insofern haben Sie durchaus recht, dass dieser elementare Aspekt in diesem Bericht nicht fehlen darf.
Denn allzu leicht werden solche Unvollständigkeiten von bestimmten Seiten dazu missbraucht, um falsche Schlussfolgerungen zu ziehen und den Vorgang zu verharmlosen.

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hinterfrager09 19.08.2019, 09:06
5.

Ohne Zweifel ist es wichtig, die Umweltverschmutzung und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Dazu bedarf es keiner Gletscherbeerdigung :):) . Wie man aber frei zugänglichen Informationen entnehmen kann, befinden wir uns im "Permanenten" Wechsel zwischen Warm- und Kaltperioden, die weit vor dem Co2-Ausstoß der Industrialisierung begann. Aktuell ist die Sonne sehr viel aktiver ans üblich - was sich in einigen Jahren wieder ändern wird. Grönland war früher Grünland - und soweit ich weiß weitgehend Eisfrei.
Ich erachte die Vermüllung der Erde und Meere, den hemmungslosen Pestizideinsatz und die Reduzierung der Insekten um 75% als sehr (!!) viel bedrohlicher als der Anstieg vom Co2-Gehalt von 284ppm in 1832 auf 415 ppm in 2019 (ppm sind Anteile pro Million - also 415 Teile Co2 pro 1.000.000 Teile Luft).
Es gibt Länder, in denen die Co2-Konzentration im Tagesverlauf um 60 ppm schwankt. Naja. Da haut mich die Entwicklung vom Co2 in 180 Jahren offen gesagt nicht vom Stuhl. Die aktive Zerstörung unserer Lebensräume ist viel schlimmer. Insbesondere die tägliche Vernichtung von Regenwäldern die nicht mehr zur Bindung von Co2 zur Verfügung stehen sondern zudem Co2 in riesen Mengen freisetzen bei der Brandrodung.

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axlban 19.08.2019, 09:19
6. 700 und ein Jahr

Ich würde mich sehr freuen, wenn man den Beitrag ein ganz klein wenig wissenschaftlicher ausgestalten könnte, gerade um den Leugnern des Klimawandels ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Wenn der Gletscher 700 Jahre alt ist, was war er davor?
Wie war die Schmelzrate in den letzten 130 Jahren?
So was sollte in einem solch wichtigen Artikel einfach mit reingeschrieben werden.

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sans_words 19.08.2019, 09:33
7.

Zitat von Andraax
Genau Zahlen dazu finde ich nicht, aber Wissenschaftler stellen fest, dass der Schwund vor allem in den letzten 20Jahren stattgefunden hat, also nix mit "geht schon lange vor sich": https://slate.com/technology/2019/07/okjokull-iceland-glacier-death-plaque.html
Mit "geht schon lange vor sich" habe ich nur aus dem Wortlaut des Artikels geschlossen. Dies sollte zulässig sein, ohne mir tendenziöses Verhalten vorzuwerfen.

Präzise Angaben sind deswegen hilfreich, weil man sich ein quantitatives Bild der Situation machen kann. Grautöne helfen, Schwarz-Weiß-Denken zu vermeiden.

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pluuto 19.08.2019, 09:42
8. nichts ist Ewig

700 Jahre ist er alt, was war davor, ist er durch menschlichen Einfluss entstanden? Jedenfalls ist ja wieder alles wieder im Ursprünglichen Zustand und somit in Ordnung

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Andraax 19.08.2019, 09:43
9.

Zitat von hinterfrager09
... Wie man aber frei zugänglichen Informationen entnehmen kann, befinden wir uns im "Permanenten" Wechsel zwischen Warm- und Kaltperioden, die weit vor dem Co2-Ausstoß der Industrialisierung begann. Aktuell ist die Sonne sehr viel aktiver ans üblich - was sich in einigen Jahren wieder ändern wird. Grönland war früher Grünland - und soweit ich weiß weitgehend Eisfrei...
Leider sind Ihre "Informationen" großteils falsch:
- Die Sonne befindet sich aktuell an einem Minimum Ihres etwa 11-jährigen Zyklus, also ist de Sonne NICHT aktiver als üblich: https://sonnen-sturm.info/aktuelle-sonnenaktivitaet-und-3-tages-vorhersage-4488
- "Grünland" war eine PR-Aktion um Siedler nach Grönland zu bringen. Zur Zeit der Warmzeit (etwa 1000 n.Chr.) war gerade mal der südlichste Zipfel von Grönland eisfrei, keinesfalls weitgehend eisfrei.

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