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Gefährliche Pflanzenkrankheit: Die Banane ist vom Aussterben bedroht
iStockphoto/ Getty Images

Der Pflanzenschädling TR4 hat Kolumbien erreicht. Weil es kein Gegenmittel gibt, könnte die Banane bald ganz aus dem Obstregal verschwinden. Eine Alternativsorte ist nicht in Sicht.

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MatthiasPetersbach 03.09.2019, 15:52
1. Bananen ....

...sind super, gesund und schmecken gut.
Aber das, was bei uns wächst, eben auch. So gesehen trifft das wohl die Erzeuger (oder deren Ausbeuter) mehr als uns Verbraucher.

Und vielleicht gibts dann irgendwann bei uns auch Bananen aus der unheimlichen Vielfalt dieser Fruchtfamilie, die noch besser schmecken und wg Seltenheit und Preis eben nur alle Vierteljahre auf den Tisch kommen.

Einen Verlust sehe ich darin wirklich nicht.

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specialsymbol 03.09.2019, 15:54
2. So schlimm wird es schon nicht sein

Erstens ist das noch alles weit in der Zukunft. Wer weiß ob es wirklich so kommt, es gibt keine Indizien dass sich der Pilz in Südamerika genauso ausbreitet wie in Australien.
Außerdem findet die Wissenschaft sicher eine Möglichkeit die Katastrophe abzuwenden, auch ohne Gentechnik.

Und wenn nicht können wir doch einfach eine neue Sorte züchten. Oder man baut Gros MIchel wieder an, die schmeckt sowieso besser.

Wäre das wirklich so schlimm hätte die Politik längst wirksame Maßnahmen getroffen um die Verbreitung einzuschränken. Einfach so kommt der Pilz doch nicht nach Südamerika, der kann schließlich nicht fliegen. Und dass die Industrie das Problem als nicht so schlimm ansieht merkt man bereits daran, dass sie ebenfalls keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat. Für alles mögliche muß man die Schuhe, Werkzeug oder Berufskleidung wechseln, dann wäre das in so einem Fall auch möglich gewesen. Schon aus Gründen der Gewinnsicherung. Aber die Industrie hat nichts unternommen, vermutlich weil bereits die nächste Sorte in der Zucht ist. So unverantwortlich würde niemand handeln, erst recht kein gewinnorientiertes Unternehmen mit Interesse an langfristigem Erfolg.

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hw7370 03.09.2019, 15:58
3. Irrefuehrung

Die Banane ist nicht vom Aussterben bedroht. Es gibt etwa 600 essbare Bananensorten, aber die EU-Richtlinien haben sich auf nur eine Sorte eingeschossen. Banana-Creole etwa ist eine der feinsten Sorten, doppelt suess, aber auch doppelt sensibel. Die Unsitte die kaufbare Banane zu entsamen, (damit der Deutsche sie besser zu Bananenmilch puerieren kann?), obwohl sich geschmacklich nichts aendert, ist schuld an dieser Art menschengemachter Naturmanipulation. Darum: Esst mehr Platanos (Kochbanenen die beim backen wahnsinnig suess wird).

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The Restless 03.09.2019, 16:03
4. In Südasien

kann man jede Menge verschiedener Bananensorten finden. Auch wilde Sorten, die sich noch eigenständig fortpflanzen können. Wieso sollen die nicht so gut schmecken? Im Gegenteil!

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HerrPeterlein 03.09.2019, 16:17
5. Grenze der Monokultur, nicht der Banane

Irgendwann kommt jede Monokultur durch Krankheiten an ihre Grenze und (Fast)Ausrottung. Dann muss man auf andere (Wild)Bananen setzen, die haben kein Problem mit dem Erreger, nur ist das Endprodukt dann teuer.

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bluebill 03.09.2019, 16:21
6. Die richtlinienkonforme Standardbanane

...wird vielleicht aussterben. Dann müssen wir andere Bananensorten essen. Blöd für die, die bisher damit ihr Vermögen gemacht haben. Vor allem mit den Lizenzen. Den kleinen Farmern dürfte es egal sein, welche Sorte sie anpflanzen. Sie arbeiten für Hungerlöhne und tun nur, was ihnen die weltweiten Konzerne vorschreiben. Vielleicht wäre es Zeit, dass sie sich davon lossagen und selbst Bananen züchten. Die sie dann auch selbst vermarkten. Die Handelskonzerne werden das schon kaufen müssen, wenn ihre standardisierte Lizenzware ausbleibt. - Wie wärs denn überhaupt mal mit Mischkulturen? Monokulturen sind immer anfällig, das weiß jeder Hobbygärtner. Alte Traditionen haben seit jeher mehrere Pflanzenarten miteinander sinnvoll kombiniert.

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bluesfreak47 03.09.2019, 16:23
7. Früher war alles besser

Als Kind habe ich kanarische Bananen gegessen (70 Jahre her), und bis vor kurzem war auf unserem Wochenmarkt ein Händler vertreten, der Bananen aus "kanarischer Saat" anbot. Leider ist er in Rente gegangen und es gibt diese schmackhafte Sorte hier nicht mehr. Vielleich weiss ein Leser/eine Leserin mehr darüber. Ich warte mal ab, was hier noch so geschrieben wird....

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L_P 03.09.2019, 16:38
8. Kompliment

Kompliment an die exzellente PR von Gert Kema, 100%ig auf Linie mit dem pseudogrünen Zeitgeist. Wieder einmal gelingt es ihm, mit einem Problem, das bei näherer Betrachtung keins ist, Forschungsgelder loszueisen.

Gegen die Gattung des Pilzes helfen Demethylase Hemmstoffe. Die gibt es für ein paar Euro/DM in ausreichender Menge seit den 1970ern zu kaufen. Die Banane wird allein darum nicht aussterben. Es sei denn, wir opfern sie der pseudogrünen Ideologie, daß Pflanzen im Gegensatz zu Tieren und Menschen keine Medikamente bekommen dürfen.

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nikaja 03.09.2019, 16:39
9. Bananen von den Kanarischen Inseln

Ein interessanter Beitrag, der aber nicht wirklich Licht in das Gebaren des B-Marktes bringt.
Die kleinen B. der Kanarischen Inseln werden nicht in die EU importiert, weil die Importeur-Grossisten sich auf eine Sorte eingeschlossen haben. Co2-freundlichen, weil naeher an EU, aber nein, es muss der lange Weg sein.
Der Artikel krazt noch nicht mal an der Oberflaeche dieses Themas. Schade.

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