Forum: Wissenschaft
Gehirnschäden durch Fußball: Mediziner warnen vor zu vielen Kopfbällen

Kopfbälle machen doof. Oder nicht? Seit Jahren streiten Forscher um die Folgen der Ballannahme mit dem Haupt. Eine neue US-Studie offenbart Hirnschäden bei Amateurfußballern - und ab welcher Menge*Kopfbälle zu Matschbirnen führen.

Seite 2 von 2
qwer 29.11.2011, 17:23
10. .

Sollte das stimmen, hätte Oliver Bierhoff wohl locker mehrere Nobelpreise in seinem leben gewinnen können. Ist ja trotzdem bei ihm noch einiges an Grips übriggeblieben

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stelzi 29.11.2011, 17:25
11. Hohler gehts wohl

Zitat von Bundeskanzler20XX
Jaja, und das treten des Balles mit dem Fuß beschädigt auf dauer die Knochenstruktur im Fuß. Also bitte auch die Zahl der Tritte im Spiel begrenzen. Und laufen überansprucht Knie Hüft und ........
Sag mal, was bewegt eigentlich Leute wie dich, solchen zusammenhanglosen Unsinn abzusondern? Die Tatsache alleine, dass du den Artikel gar nicht gelesen hast, kanns ja nicht sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lalito 29.11.2011, 19:04
12. Unfall und Opfer

Zitat von Bundeskanzler20XX
. . . Alles was wir tun ist irgendwo gensundheitsschädlich, deswegen habe ich meine Todeswunsch schon beim "Tod" angemeldet: Verkehrsunfall! . . .
Nun, für sich selbst dürfen Sie so geschmacklos sein wie nur was. Nur, was wenn's nicht klappt und Sie dem "Tod" in letzter Sekunde doch lieber von der Schippe springen?

Benutzen Sie dann doch gelegentlich einfach das, was in Ihrem Kopf noch übrig sein mag, bevor Sie Ihren Sermon in die Tasten fließen lassen, sorry, nichts für ungut . . .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
x-beliebig-und-anonym 29.11.2011, 19:47
13. He?

Zitat von BouvardPecuchet
Wenn ich manchmal sehe, dass ein Spieler einen Abschlag, der über gut 60m mit viel Schmackes herangeflogen kommt, mit dem Kopf zurückspielt, dann frage ich mich, ob man nicht schon etwas plemplem sein muss, um da überhaupt den Kopf hinzuhalten. Hier geht der Hirnschaden dem Kopfball eher voran, als das er aus ihm entsteht.
Wohl nie selbst Fußball gespielt? Nach 60m Flug hat der Ball doch fast keine kinetische Energie mehr. Da steckt hinter Arm und Ellenbogen des Gegners, der mit zum Kopfball hochspringt, schon erheblich mehr Schmackes. Das Problem beim Kopfball nach einem Abschlag ist eher dann gegeben, wenn man ihn mit dem Kopfdeckel (Scheitelbein?) nach vorn weiterzuleiten versucht. Nicht nur, dass man damit nicht zielen kann, da ist man auch schon etwas empfindlicher. Deshalb nimmt man auch wenn immer es geht die Stirn zum Kopfball.

Besonders arg müßte es nach dem Artikel ja Uwe Seeler erwischt haben, zumal damals, zumindest in den End-50ern, die Bälle aus Leder noch schlecht imprägniert waren und sich bei Regen mit Wasser vollsogen, sowie es kleine Risse in der äußeren Hülle gab. Sodass die Bälle am Ende eines Regenspiels schließlich fast das doppelte ihres ursprünglichen Gewichtes hatten. Anderseits wurden damals die Bälle im Regen aber auch weicher und schlaffer. Na ja, vielleicht hat sich das ja bzgl. Wirkung von Kopfbällen ausgeglichen. Ich persönlich - in Jugend und Kreisklasse sogen sich die Bälle auch in den 60er und 70er Jahren noch voll Wasser, zumal man immer mit dem gleichen, bereits abgewetzten Ball gespielt hat - fand Kopfbälle mit einem schweren nassen Ball jedenfalls nicht so prickelnd.

Also heute, das mit den leichte-Gehirnerschütterungs-Kopfbällen kann ich höchstens gelten lassen in der Abwehrmauer - einen Ball von Naldo möchte ich z.B. nicht an den Kopf bekommen. Bei wirklich hart geschlagenen Ecken läge ungefähr die Grenze des noch erträglichen. Wenn man den Ball von hinten oder von der Seite ohne Vorwarnung an den Kopf bekommt, tut's natürlich auch gescheit weh. So etwas würde ich aber nicht als Kopfball bezeichnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sappelkopp 29.11.2011, 20:21
14. Will mir der Artikel sagen...

...dass die ganzen Hooligans alle zuviel Kopfbälle gemacht haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
greentiger 29.11.2011, 20:27
15. 0 / n == 0

Zitat von Red Herring
Fußballer sollten mit den ohnehin schon knappen Ressourcen wirklich besser haushalten.
Das wurde hier wohl auch nicht in der Studie berücksichtigt Zitat von Artikel
Die Forscher fanden 2005 bei rund 290 Spielern der norwegischen Bundesliga keine neuropsychologischen Defizite, selbst wenn diese auf einer Position mit vielen Kopfbällen spielten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Claude Clistier 29.11.2011, 20:34
16. Wenn Mediziner von Sport keine Ahnung haben...

"Die Studienteilnehmer sollten angeben, wie oft sie im vergangenen Jahr Bälle mit dem Kopf spielten."

Die Validität dieser Datenerhebung ist m.E. äußerst fragwürdig:
1. Es ist fraglich, ob sich jemand an die genaue Anzahl der Kopfbälle eines Spiels - geschweige denn einer Saison oder des gesamten Fußballerlebens - erinnert. Schätzungen von Amateurfußballern halte ich für eine wackelige Datengrundlage.
2. Die Intensität eines jeden Kopfballes ist höchst unterschiedlich. Geschwindigkeiten der Bälle, der Spieler, die Spannung der Muskulatur etc. werden hier nicht betrachtet.
3. Der Treffpunkt des Balles am Kopf ist wohl auch maßgeblich.

"Er schlägt eine Art Kopfballreglement vor. So etwas habe sich bereits im Baseball durchgesetzt. Um Schulterverletzungen vorzubeugen, wurde dort die Zahl der Schläge in der US-Kinderliga begrenzt."

Baseball ist ein (naja, ich nenne das mal so...) rundenbasierter Sport. Wie soll das denn bitte beim Fußball aussehen? Neben dem Schiedsrichter, zwei Assistenten, dem vierten Offiziellen und den unsäglichen Torrichtern werden jetzt noch drei Kopfballrichter eingesetzt, die analog zu den Fouls beim Basketball die persönlichen Kopfbälle und die Mannschaftskopfbälle zählen und gelbe Karten bei inflationärem Kopfballspiel verteilen. Da muss dann aber auch gleich der Videobeweis her, um im Kopfballduell per Superzeitlupe genau den Kopf(ver)stoß zuweisen zu können...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
daskannsosein 29.11.2011, 20:45
17. ansteckend

Zitat von sappelkopp
...dass die ganzen Hooligans alle zuviel Kopfbälle gemacht haben?
Genau, die Hirnschäden sind ebenso bei manchen Fußballfan zu finden. In diesem Fall sind sie sogar ansteckend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
corentin 29.11.2011, 22:46
18. Wie oft hast du den Kopf hingehalten?

"Die Validität dieser Datenerhebung ist m.E. äußerst fragwürdig"

Dem stimme ich zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mähtnix 30.11.2011, 07:06
19. Danke

Zitat von Claude Clistier
...Die Validität dieser Datenerhebung ist m.E. äußerst fragwürdig: 1. Es ist fraglich, ob sich jemand an die genaue Anzahl der Kopfbälle eines Spiels - geschweige denn einer Saison oder des gesamten Fußballerlebens - erinnert. Schätzungen von Amateurfußballern halte ich für eine wackelige Datengrundlage. 2. Die Intensität eines jeden Kopfballes ist höchst unterschiedlich. Geschwindigkeiten der Bälle, der Spieler, die Spannung der Muskulatur etc. werden hier nicht betrachtet. 3. Der Treffpunkt des Balles am Kopf ist wohl auch maßgeblich...
Das sehe ich auch so. Insbesonder Punkt 2. erscheint mir wesentlich. Es geht imo um die Technik beim Kopfball. Wenn der Ball mit der Stirn getroffen wird und der Spieler Druck (Bewegung nach vorne) gibt, dürften sich Beschleunigungswerte im Kopf in Grenzen halten. Wenn aber (bei Kindern und Amateursportlern zu beobachten) der Kopf die Energie des Balls durch eine Bewegung nach hinten aufnimmt, könnte das anders aussehen. Um Missverständnisse oder böswille Interpretationen auszuschließen: Ich weiß nicht, ob das so ist, aber der Gedankengang erscheint mir plausibel und würde auch die Diskrepanz zwischen Profis und Amateuren erklären. Jedenfalls ist die Schlussfolgerung, Kopfbälle führen zu Schäden oberflächlich und die generelle Kausalität zur Anzahl der Kopfbälle nur in Teilen wahr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2