Forum: Wissenschaft
Gekürzte Hilfsprogramme: Finanzkrise begünstigt Ausbreitung von Aids

Die westlichen Länder ächzen unter der Finanzkrise und streichen deshalb Gelder für Anti-Aids-Programme. Mit fatalen Folgen: Immer mehr Afrikaner sterben an der HIV-Infektion - und Pharmaunternehmen weigern sich, den betroffenen Staaten mit verbilligten Medikamenten zu helfen.

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Echt? 21.09.2009, 11:46
1. Medikamente lenken vom eigentlichen Problem ab

In einem Land wie Süafrika, mit einer der höchsten Kriminalitäts- und Vergewaltigungsraten der Welt, in dem 40% aller Schüler unter 18 bereits vergewaltigt wurden und sich rund ein viertel aller Männer offen zu Vergewaltigungen bekenne, sind ein paar Medikamente wohl kaum von Relevanz. Es ist geradezu bezeichnend für den westlichen Gutmenschen, Symptome mit Medizin bekämpfen zu wollen.

Solange die Südafrikaner ihren moralischen Kompass nicht wiederfinden, sind Medizin und die damit verbundenen Programme wirkungslos.

Siehe auch:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...568606,00.html

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PeteLustig 21.09.2009, 11:52
2. AOK Berlin für Tansania?

Die HIV-Behandlungskosten im westeuropäischen Gesundheitssystem pro Patient betragen ca. 600.000 Euro.

Diese Kosten werden zB in Deutschland von den Krankenkassen und somit der sozialversicherten Gemeinschaft gezahlt.

Die nachvollziehbare Frage ist, aus welchem Grund das hiesige Gesundheitssystem die Kosten der afrikanischen HIV-Behandlung zu 99 % subventionieren soll.

Denn die aus mit dem HIV-Pharmabereich erwirtschafteten Gewinne sollen wohl die quasi kostenlose afrikanische HIV-Med-Versorgung ermöglichen.

Wieso sollen Europäer/Amerikaner ein Vermögen bezahlen und Afrikaner es geschenkt bekommen?

Diese Logik leuchtet mir nicht ein.

Wieviele Kondome kann man eigentlich für 600.000 Euro kaufen und in Afrika verteilen?

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dummermensch 21.09.2009, 11:56
3. Falsche Behauptung

Zitat von sysop
Die westlichen Länder ächzen unter der Finanzkrise und streichen deshalb Gelder für Anti-Aids-Programme. Mit fatalen Folgen: Immer mehr Afrikaner sterben an der HIV-Infektion - und Pharmaunternehmen weigern sich, den betroffenen Staaten mit verbilligten Medikamenten zu helfen.
Die Behauptung stimmt doch wohl nicht.

Die Ausbreitung von AIDS wird durch das Sexualverhalten der Menschen begünstigt.

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Takamisakari 21.09.2009, 11:57
4. passt scho

Zitat von sysop
Die westlichen Länder ächzen unter der Finanzkrise und streichen deshalb Gelder für Anti-Aids-Programme. Mit fatalen Folgen: Immer mehr Afrikaner sterben an der HIV-Infektion - und Pharmaunternehmen weigern sich, den betroffenen Staaten mit verbilligten Medikamenten zu helfen.
Was solls, so regelt sich das mit der Überbevölkerung
halt von selbst.

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PeteLustig 21.09.2009, 12:18
5. .

Die HIV-Behandlungskosten im westeuropäischen Gesundheitssystem pro Patient betragen ca. 600.000 Euro.
Diese Kosten werden zB in Deutschland von den Krankenkassen und somit der sozialversicherten Gemeinschaft gezahlt.

Die nachvollziehbare Frage ist, aus welchem Grund das hiesige Gesundheitssystem die Kosten der afrikanischen HIV-Behandlung zu 99 % subventionieren soll.
Denn die aus mit dem HIV-Pharmabereich erwirtschafteten Gewinne sollen wohl die quasi kostenlose afrikanische HIV-Med-Versorgung ermöglichen.
Wieso sollen Europäer/Amerikaner ein Vermögen bezahlen und Afrikaner es geschenkt bekommen?

Diese Logik leuchtet mir nicht ein.

Wieviele Kondome kann man eigentlich für 600.000 Euro kaufen und in Afrika verteilen?

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FastFertig 21.09.2009, 12:28
6. Fass ohne Boden...

Es langweilt schön langsam. Seit 40 Jahren sterben, verhungern, erkranken die Bewohner Afrikas zu Millionen und werden gleichzeitig immer mehr. Vielleicht wäre es sinnvoller, die Leute einfach mal in Ruhe zu lassen.

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Krischan01 21.09.2009, 12:38
7. Hilfe an der Falschen Stelle?

Zitat von Echt?
In einem Land wie Süafrika, mit einer der höchsten Kriminalitäts- und Vergewaltigungsraten der Welt, in dem 40% aller Schüler unter 18 bereits vergewaltigt wurden und sich rund ein viertel aller Männer offen zu Vergewaltigungen bekenne, sind ein paar Medikamente wohl kaum von Relevanz. Es ist geradezu bezeichnend für den westlichen Gutmenschen, Symptome mit Medizin bekämpfen zu wollen. Solange die Südafrikaner ihren moralischen Kompass nicht wiederfinden, sind Medizin und die damit verbundenen Programme wirkungslos. Siehe auch:
Gilt das auch für andere Staaten wie z.B.Afghanistan?Welchen Moralischen Anspruch versuchen Sie uns eigentlich zu verkaufen? Oder hat das Gründe die ich noch nicht kenne.Ja da müssen wir den armen Frauen doch helfen!
Vieleicht schicken wir gleich die Bundeswehr hin dann können die Farmaunternehmen schon einmal Malaria-Profilaxe produzieren oder?

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bluecaffee 21.09.2009, 12:48
8. Kondome und Aufklärung,

wären bestimmt billiger, aber da steht natürlich wieder eimal wie so oft die katohlische Kirche im Weg!!

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accessnow! 21.09.2009, 13:04
9. Zynismus und Ignoranz sind keine Lösung

HIV kann heutezutage eine chronische Krankheit sein. Bei Zugang zu den entsprechenden Medikamenten, können HIV Infizierte eine normale Lebenserwartung erreichen. Wird die Behandlung jedoch unterbrochen, entstehen Resistenzen, denen nur mit anderen Medikamenten begegnet werden kann.
Und genau daher sterben auch mehr HIV Infizierte wenn die entsprechenden Finanzmittel gekürzt werden. Daher hat "dummermensch" seinem Namen alle Ehre gemacht. Wenn überhaupt, dann entscheidet das Sexualverhalten über die Anzahl der Neuinfektiontionen.

Des Weiteren sind bereits 6 Millionen Menschen in Südafrika infiziert. Die Wiederfindung irgendeines moralischen Kompasses, lieber Echt?, hilft diesen Menschen in keinster Weise. Dieser Kommentar ist mehr als menschverachtend, da er die Rettung von Millionen Menschenleben in Frage stellt, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Dann stellt sich offensichtlich die Frage, wie genau unser Gesundheitssystem die Therapien für afrikanische HIV-Infizierte finanziert, lieber PeteLustig. Der entscheidene Punkt wurde bei diesem Kommentar vollkommen übersehen: entscheidend ist es zu betonen, dass die Pharmafirmen Profite durch viel zu hohe Preise erwirtschaften, die ihnen durch internationales Patentrecht zugestanden werden. Diese liegen jedoch deutlich über den eigentlichen Herstellungskosten. Gleichzeitig verhindern diese Preise, dass Millionen Menschen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten haben. (Das gilt überigens nicht nur für HIV.) Diese Praxis ist ebenso menschenverachtend; vor allem wenn man bedenkt, dass die Fimen weiterhin Profite machen könnten, auch wenn sie die Preise senken würden. Schleierhaft ist mir, an welchem Punkt unser Gesundheitssystem irgendetwas bezahlt.

Würde man den Anteil von Infizierten in Südafrika auf Deutschland umrechnen, so hätten wir hier 9,7 Millionen HIV-Infizierte, von denen ca. 2,5 Millionen sofortigen Zugnag zu Behandlung bräuchten. In einer solchen Situation wäre der Preis für die Behandlung wesentlich wichtiger als es im Moment für Deutschland ist.

Ebenso menschenverachtend ist es, HIV als Lösung für Überbevölkerung zu bezeichnen. Vor allem, weil es die offensichtliche Konsequenz übersieht: Durch HIV geschwächte Länder werden wirtschaftlich immer schlechter dastehen, so dass sich die Bevölkerung einer hoffnungslosen Zukunft gegenüber sieht. (Verstärkt wird das auch noch durch andere Entwicklungen wie dem Klimawandel.) In einer solchen Situation werden sich viele dazu entscheiden, auszuwandern. Und das wird den Migrationsdruck auf Europa noch weiter steigern. Schon aus puren Eigeninteresse, können die Europäer nicht wollen, dass die Migrationsschübe nach Europa noch weiter zunehmen.

Leben ist ein Menschenrecht! Und Millionen Menschen werden jährlich dieses Rechtes beraubt. Zynismus und Ignoranz sind keine Lösung, dieser Entwicklung entgegen zu treten.

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