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Genmanipulation: Forscher gewinnen Cannabis-Wirkstoffe aus Bierhefe
Getty Images/iStockphoto

Wissenschaftler haben Gene der Hanfpflanze in Bierhefe eingeschleust. Die Mikroorganismen produzieren nun THC und andere Cannabinoide. Das Experiment hat einen ernsten Hintergrund.

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ManRai 01.03.2019, 08:07
20. so wenig Ahnung in den Kommentaren

- sorry - die meisten Kommentare sind Ahnungslos. Das Verfahren dahinter nennt sich Synthetic Biology und wird in vielen Ländern hoch gefördert. In den USA hat die Gruppe um Jay Keaseling Artemisinin durch Aufbau eines natürlichen Syntheseweges in Hefe (soweit ich mich erinnere) herstellen können. Es gibt viele gute Gründe den Wirkstoff gegen Malaria so herstellen zu lassen, statt Anbauflächen zu verbrauchen. Die Verfahren muessen noch viel mehr gefördert werden.

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sok1950 01.03.2019, 08:43
21. offenbar selbst keine Ahnung oder fehlendes Leseverständnis

Zitat von ManRai
- sorry - die meisten Kommentare sind Ahnungslos. Das Verfahren dahinter nennt sich Synthetic Biology und wird in vielen Ländern hoch gefördert. In den USA hat die Gruppe um Jay Keaseling Artemisinin durch Aufbau eines natürlichen Syntheseweges in Hefe (soweit ich mich erinnere) herstellen können. Es gibt viele gute Gründe den Wirkstoff gegen Malaria so herstellen zu lassen, statt Anbauflächen zu verbrauchen. Die Verfahren muessen noch viel mehr gefördert werden.
1. Was hat ein Wirkstoff gegen Malaria mit Hanf zu tun? und
2. Ist nicht alles was irgend ein Staat irgendwo fördert sinnvoll.

Bestes Beispiel ist die Atombombe, deren Entwicklung wird ja auch von diversen Staaten gefördert.

Synthetic Biology ist fragwürdig, egal von wem und wo gefördert, da dies mit der Patentierung von biologischen Verfahren verbunden ist und rein natürliche Produktionswege verdrängt. Dies insbesondere, da die Konsequenzen dieser Genmanipulation noch immer nicht bekannt ist und Spätwirkungen nicht überblickt werden, insbesondere wenn solch veränderte Lebewesen in die freie Natur kommen.

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permissiveactionlink 01.03.2019, 09:21
22. #20, ManRai

Sie haben völlig Recht, Synthetic Biology eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, nicht nur bei der Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe oder synthetischer Treibstoffe, auch in der Nahrungsmittelversorgung u n d im Umweltschutz. Die üblichen Verdächtigen hier mit ihrer Gentechnik-Hysterie und ihren nebulösen, eingebildeten Ängsten werden die Potentiale dieser Technologie niemals verstehen, Da könnten Sie auch mit Sedimentgestein diskutieren. Der Anbau von Hanf ist nur aus einem Grund sinnvoll : als Faserproduzent. Die pharmakologischen Wirkstoffe lassen sich viel besser, sauberer, und in gleichbleibender Konzentration und Qualität biotechnologisch produzieren. Die Produkte sind dann auch nicht mehr an pflanzliches Material gebunden, und müssen auch nicht mit krebserregenden Substanzen (Tabak !) konsumiert werden. Gentechnisch/biotechnologisch produziertes THC ließe sich vermutlich problemlos in vertretbaren Konzentrationen im Verdampfer konsumieren. Der Zug für die Gentechnik, auch und besonders für den Einsatz von Crispr-Cas ist nach der empörenden Entscheidung des EuGH in Luxembourg für Europa abgefahren, zumindest in der Landwirtschaft. Die Arbeitsplätze und Innovationen entstehen wie immer anderswo. Versponnene Impfgegner gefährden Leben, durchgeknallte Gentechnik-Gegner gefährden Innovationen, Fortschritt und Arbeitsplätze. Allerdings nur bei uns. Da freuen sich Donald Trump und Xi Jinping. Die kriegen sich nicht mehr ein vor Schadenfreude !

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pazyamor 01.03.2019, 10:32
23. @ manicmecanic

"... für den Ersatz des großen Teils des Baumfällens gereicht hätte nur die kahl geschlagenen Berge mit Faserhanf zu bepflanzen..."

Ich verstehe den Sinn in diesem Satz nicht. Können Sie das etwas präziser ausführen?

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copydog 01.03.2019, 10:49
24.

Ja genau! Einfach alles verbieten, super Vorschlag! Mal abgesehen von der Umsetzbarkeit, wie wollen sie das eigentlich rechtfertigen?
Ich finde die hier im Forum geposteten Kommentare sprechen schon ein großes Problem an. Da wird eine Pflanze, die sich im Prinzip jeder auf die Fensterbank stellen kann, verboten und an der Produktion mittels Hefekulturen geforscht. Eine Prise industriefreundliche Politik dazu(bestimmt nicht undenkbar) und wir haben den Salat. Und da ist es auch kein Argument, dass diejenigen, die kiffen wollen, es sowieso machen. Damit bewegen sie sich dennoch in der Illegalität. Nur weil Sie selber nicht betroffen sind bzw. einfach mit bestimmten Themen nichts anfangen können, wäre es Ihnen auch völlig egal mit welchen Ungerechtigkeiten Betroffene zu leben haben. Das trifft man heute viel zu häufig an.

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copydog 01.03.2019, 10:57
25.

Zitat von pauleschnueter
Wir haben schon viel zu viele legale Drogen Anstelle nun zu jammern, dass eine Droge zum durchindustrialisieren Arzneimittel wird, sollten wir endlich Alkohol, Nikotin und Koffein verschreibunspflichtig machen. Für Alkohol braucht man die Hefen ja nicht mal modifizieren. Ganz abgesehen davon ist es eine gute Sache, den Wirkstoff jetzt in höchster Reinheit und einfach gewinnen zu können, und wen juckt es, ob die Patente drauf haben. Wer kiffen will, der wird dies auch weiterhin tun können, Schwarzmarkt sei dank.
Ja genau! Einfach alles verbieten, super Vorschlag! Mal abgesehen von der Umsetzbarkeit, wie wollen sie das eigentlich rechtfertigen?
Ich finde die hier im Forum geposteten Kommentare sprechen schon ein großes Problem an. Da wird eine Pflanze, die sich im Prinzip jeder auf die Fensterbank stellen kann, verboten und an der Produktion mittels Hefekulturen geforscht. Eine Prise industriefreundliche Politik dazu(bestimmt nicht undenkbar) und wir haben den Salat. Und da ist es auch kein Argument, dass diejenigen, die kiffen wollen, es sowieso machen. Damit bewegen sie sich dennoch in der Illegalität. Nur weil Sie selber nicht betroffen sind bzw. einfach mit bestimmten Themen nichts anfangen können, wäre es Ihnen auch völlig egal mit welchen Ungerechtigkeiten Betroffene zu leben haben. Das trifft man heute viel zu häufig an.

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manicmecanic 01.03.2019, 12:37
26. @23 pazyamor

Ich bezog mich auf eine alte US Studie in der kalkuliert wurde daß man mindestens auf einen großen Teil der normalen Holzfällerei verzichten könnte,indem man statt weiter die Wälder abzuholzen die schon kahlgeschlagenen Stellen mit ordinärem Hanf bepflanzt.Alle Produkte für die Bäume gefällt werden lassen sich mit Hanf herstellen.Der Ersatz hat aber die angesprochenen Nachteile,es wird kaum Dünger oder Pestizid nötig und die Holzfäller werden arbeitslos.

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cem_iker 01.03.2019, 13:25
27. Die Forscher in Californien

Zitat von HolmWolln
Ist es Ausdruck von völliger Realitätsfremde, das sich die Forscher nicht für eine Freigabe von Cannabis einsetzen
brauchen sich nicht für die Freigabe einsetzen. In Californien ist der Anbau legal.
Der Anbau einer Pflanze verbraucht Land, großflächiger Anbau von Hanf ist auch Monokultur und dann schädlingsempfindlich.
Hefe vermehren ist nicht kompliziert, das kann jeder Bäcker und Bierbrauer.
Es geht hier um reine Substanzen für die Medikamentenentwicklung, dafür nimmt man auch reineren Alkohol als für den nächsten Rausch.
Und bei Schmerzen ziehen die meisten Menschen acetylierte Salicylsäure (ASS) der reinen, natürlichen Salicylsäure aus Weidenrinde vor. Ist besser für den Magen und die Bäume.

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multiknife 01.03.2019, 14:47
28. danke fur nichts spiegel online

Ich wollte eigentlich zu dem Artikel unter diesem hier einen Kommentar abgeben. Aber natürlich: sobald es minimal kontrovers werden könnte wird sofort die Kommentarsektion deaktiviert. Ein Armutszeugnis. Haltet ihr eure Leser wirklich für komplett unfähig sachlich einen Kommentar (der eventuell sogar einen gewissen Wert hat) abzugeben.

Wenn nicht da dann halt hier.
Das Gegenbeispiel gibt es in Startrek. diese Führerin der Menschen aus dem Spiegeluniversum hat einen Kleidungsstil der hier so angeprangert wird, und ich hatte dennoch das Empfinden, dass sie sehr viel Autorität besitzt.

Und bei Star Wars sollte man mit solchen Analysen beachten, dass der Film schon etwas älter ist und daher evtl nicht mehr ganz den aktuellen Stand in der Gesellschaft wiederspiegelt. (bezogen auf ep 4-6)

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pauleschnueter 02.03.2019, 13:08
29. Von verbieten war hier keine Rede.

Zitat von copydog
Ja genau! Einfach alles verbieten, super Vorschlag! Mal abgesehen von der Umsetzbarkeit, wie wollen sie das eigentlich rechtfertigen? Ich finde die hier im Forum geposteten Kommentare sprechen schon ein großes Problem an. Da wird eine Pflanze, die sich im Prinzip jeder auf die Fensterbank stellen kann, verboten und an der Produktion mittels Hefekulturen geforscht. Eine Prise industriefreundliche Politik dazu(bestimmt nicht undenkbar) und wir haben den Salat. Und da ist es auch kein Argument, dass diejenigen, die kiffen wollen, es sowieso machen. Damit bewegen sie sich dennoch in der Illegalität. Nur weil Sie selber nicht betroffen sind bzw. einfach mit bestimmten Themen nichts anfangen können, wäre es Ihnen auch völlig egal mit welchen Ungerechtigkeiten Betroffene zu leben haben. Das trifft man heute viel zu häufig an.
Nur eben nur noch von entsprechend ausgebildeten Menschen nach Abwägung der Vor- und Nachteile zur Behandlung einer Krankheit oder zur Linderung von Krankheitssymptomen verschreiben lassen.

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