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Gentechnik: China baut weltgrößte Klon-Fabrik
DPA

100.000 Rinder, Hunde, sogar Rennpferde - das alles will China in einer riesigen Fabrik in Tianjin in Serie klonen. Hinter dem Großprojekt steckt ein zweifelhafter Gentechniker und überführter Fälscher.

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brucewillisdoesit 25.11.2015, 12:05
30. Welche Risiken denn bitte konkret ?

Zitat von schumbitrus
ANDERS ist es bei GMO in Form ganzer Pflanzen oder Tiere, das wir nach den Wunsch-Vorstellungen der Gentechnik-Lobbyisten essen sollen! Und das am besten noch, ohne dass diese GMO gekennzeichnet wurden! Hier sind die Risiken für den Verzehr, wie für die Umwelt durch die Freisetzung der GMO alles andere als geklärt! Als marktwirtschaftlichen Beweis dafür, dass der Bürger zum (verdummten) Versuchskaninchen degradiert wird: Welche Versicherung bietet denn eine Haftung für potenzielle GMO-Schäden an?! Wie bei der Atomkraft: KEINE EINZIGE, das Eisen ist denen zu heiß, das Risiko zu unkalkulierbar! Wir sollten es daher halten wie bei der Atomkraft: So lange selbst professionellen Risiko-Managern bei Versicherungen das Risiko für frei gesetzte GMO zu hoch ist, sollten wir GMO kategorisch aus unserer Lebens-Umwelt heraus halten. In isolierten Anlagen, aus denen GMO niemals heraus kommen, kann man sie durchaus nutzbringend einsetzen. Aber in unserer Umwelt haben sie ohne angemessene Risiko-Abschätzung NICHTS zu suchen!
Von welchen nicht abschätzbaren Risiken durch Verzehr reden wir denn hier bitte ganz konkret ? Oder ist das nur ein "Uiuiui . das ist bestimt gefährlich"-Gefühl ? Ein artifiziell genetisch veränderter Organismus besteht nach wie vor aus denselben Bestandteilen wie ein unmodifiziertes derselben Spezies. Ihrem (und meinem) Körper ist die AS- oder Nucleotid-sequenz, was er da verdauen soll i.A. sowas von egal. Jedes Lebewesen ist ein Individuum mit individueller Sequenz. Wenn Ihre Annahme stimmen würde, dann wäre jede Nahrungsaufnahme ein hochgefährliches Experiment, denn dieses Lebewesen wurde noch nie zuvor gegessen und niemand weiß, was passieren kann. Hochgefährlich, nicht wahr ? logischerweise müßte man also jegliche Nahrungszufuhr unterbinden, bis solange nicht zufuhr die Unbedenklichkeit jedes einzelnen Lebewesens als Nahrungsmittel bewiesen wurde. Ich denke daß zeigt sehr gut, was für eine Schwachsinn das ist.
Was sie machen ist schlichtweg nicht-existente Risiken aufgrund irrationaler, emotionaler Risikoeinschätzungen ("natürlich" - also gut, "nicht natürlich" - potentiell gefährlich) zu postulieren, Logik zu ignorieren und den (wissenschaftlichen und logisch nicht möglichen) Nachweis der Nichtexistenz von Risiken zu fordern. Das letzeres wie gesagt logisch und wissenschaftlich unmöglich ist, ist Ihnen entweder nicht bewußt, egal wurde nichtverstanden oder ist möglicherweise sogar bewußt intendiert.
Also von welchen Risiken reden wir bitte EXAKT und wie ist der angenommene Wirkmechanismus im detail ? Aber bitte ganz konkret und nicht nur "alles gefährlich"-Geschwaffel.

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brucewillisdoesit 25.11.2015, 12:22
31. economics of cloning

Zitat von chewbakka
Hab' ja durchaus ein Problem damit, mir die Wirtschaftlichkeit des Ganzen vorzustellen. Einem Tier etwas Sperma einzuflössen erscheint mir doch deutlich preiswerter zu sein, als den ganzen Aufwand für einen Klon zu treiben. Mal ganz zu schweigen von dem Aufwand, den erzeugten Embryo bis zur Überlebensfähigkeit zu bringen. Die Kuh macht das ganz automatisch und es funktioniert ....... Wo ist der Nutzen eines solchen Vorgehens? Erhöhter Aufwand zur Erzeugung eines Embryos, erhöhter Aufwand bis man ein überlebensfähiges Tier hat, gleicher Aufwand, bis das dann schlachtreif ist, aber ein erhöhter Aufwand, das Tier vor Krankheiten zu schützen, weil es den vom Muttertier ererbten Schutz nicht hat ..... Kann den Nutzen nicht wirklich erkennen.
Die Klonierung könnte theoretisch bei geeigneten Tieren für die Zucht durchaus wirtschaftlich und sinnvoll sein. Zuchtbullen und Rennpferde etc. können ziemlich teuer werden, so das sich der ganze Aufwand hier theoretisch lohnt. Ähnlich bei der Klonierung von Haustieren, die als Familienmitglied betrachtet wurden. Welcher Hundebesitzer würde, wenn er nur betucht genug ist, nicht versuchen SEINEN Hunde wieder zum Leben zu erwecken, und sei es auch nur als nahezu 100% Kopie ? Natürlich tut er das nicht, denn tot ist tot, aber lebendige Kopie ist besser als gar nichts, oder ?
Das Problem ist hier, das die gegenwärtigen Methoden zur Klonierung von Säugetieren nicht wirklich saubere Methoden sind, sondern eher eine Art Schrottschußtechnik, bei dem man nimmt was hinterher bei herauskommt und überlebt. Das Ergebnis ist gegenwärtig leider eine schlechte Kopie.

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brucewillisdoesit 25.11.2015, 12:24
32. Alter

Zitat von see_baer
war wohl nicht so erfolgreich - man hört nichts mehr davon. Ein Gerücht besagt, die Zelle nehme das Alter des Spenders mit - na denn viel Erfolg
Nicht die Zelle, sondern die DNA in Form der verkürzten Telomerlängen und der (adulten) DNA-Methylierungsmuster.

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brucewillisdoesit 25.11.2015, 12:33
33. Monokulturen

Zitat von mr.andersson
Allerdings besteht hier dann eben wie in anderen Monokulturen das Risiko des Totalaussfalls, wenn die entsprechende Krankheit kommt.
Menschen sind praktisch auch mehr oder weniger sowas wie eine Monokultur. Die genetische Variabilität des Homo sapiens sapiens ist aufgrund seines fast-Austerbens vor ca. 70.000 Jahren, als nur noch ein paar Tausend Exemplare existierten vergeichsweise gering. Und trotzdem gedeiht die Spezies doch vergleichsweise gut. Cheetahs sind noch etwas extremer. Das ist sicherlich nicht unbedingt der Optimalzustand, führt aber nicht zwangsweise zum sofortigen Untergang der Spezies.

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brucewillisdoesit 25.11.2015, 12:41
34. maternale Mitochondrien

Zitat von nachtmacher
Es muss immer noch mit Eizellen und der DNS quasi ein Embryo erzeugt werden, der ganz normal ausgetragen wird. Die Erfahrungen mit dem Klon-Schaf Dolly haben jedoch gezeigt, dass der Mensch das ganze anscheinend noch nicht zur Gänze versteht. Geklonte Tiere sind wesentlich anfälliger für Krankheiten, leben kürzer und sind nicht so vital, wie "Nicht"-geklonte Tiere. Es gibt da Hinweise auf die Wichtigkeit der maternalen Vererbung durch die Eizelle (Mitochondrien werden beispielsweise von der Mutter übernommen).
Mitochondrien werden immer von der Mutter übernommen, sowohl bei der natürlichen Reproduktion, als auch bei der Klonierung. Bei der Klonierung spendiert die Mutter allerdings nicht Zelle + 50% DNA, sondern nur die (entkernte) Zelle (inklusive Mitochondrien).

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The Mgt. 25.11.2015, 12:49
35. Der Chinese und der Klon

Es würde einer Zeitung wie dem Spiegel besser anstehen, mal etwas zu recherchieren, als unreflektiert (oder gar gezielt?) Ängste zu schüren.
Klonen unter der Rubrik „Gentechnik“? Kein Journalist mehr da, der versteht, was er schreibt?
Ein „knapp 30 Mio Riesen-Projekt“ bedeutet etwa 3% der Kosten für die Elbphilharmonie - so klein bauen die Chinesen?
Klontiere werden für die Züchtung verwendet und landen nicht auf dem Teller.
Es werden keine 100.000 Rinder geklont - es werden ein paar Klontiere gemacht, der Rest wird mehr oder weniger natürlich gezüchtet (wie bei uns)
Der deutsche Zuchtbulle Hippo war Vater von etwa 200.000 Kühen - keine Klone, aber „natürlich“?
Erdbeeren, Bananen sind Klone – da sollten wir uns wirklich mal Gedanken über die Ethik und die möglichen Gesundheitsgefahren aus Klonobst machen!
Aber „Klonfabrik“ hört sich wunderbar furchterregend an. Und ja, dem Chinesen traut man alles zu – man kennt ja den Chinesen! So ist er eben!
Was soll das? Was ist damit beabsichtigt?
Wann begreift der Verbraucher endlich mal, das es Urgroßmutters Bauernhof nicht mehr gibt und dass Steaks und Putenschnitzel nicht in Plastikschalen wachsen?
Ich lebe in einem Land, wo die Kühe glücklich (klein und mager) auf der Wiese rumstehen (und Rindfleisch schweine-teuer ist!). Das „gesunde Landhuhn“ wohnt auf der Müllhalde und ist zäh wie eine Schuhsohle. Obst und Gemüse wird auf dem Markt von regionalen Bauern angeboten – in Deutschland würde das keiner kaufen denn es ist noch fleckiger, noch mehr mit Viren infiziert als die trendigen Bioprodukte in Deutschland (Pflanzenviren sind für den Menschen ungefährlich – aber das Obst sieht pfui aus).
Die Menschen hier wollen Erträge und Qualität verbessern – wir versuchen das Gegenteil und finden uns dabei so toll, dass wir diese verrückten Ideen auch noch exportieren – da sollte man sich Gedanken über die Ethik machen.

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cajunman 25.11.2015, 14:39
36. Quatsch

Selten solch einen Quatsch gelesen. Die Firma will Kaelber klonen weil chinesische Bauern nicht genuegend Rinder produzieren ? Um ein geklontes Kalb zu produzieren bedarf es einer Mutterkuh die es austraegt. Man koennte aber genauso gut dieselbe Kuh kuenstlich (oder von einem Bullen) befruchten lassen und damit auch ein Kalb produzieren. Und mit weitaus weniger technischem Aufwand. Und hinsichtlich des Klonens von Hunden und anderen Haustieren: einige amerikanische Firmen die versucht haben das zu vermarkten sind bankrott gegangen (zB Genetic Savings and Clone) weil die Besitzer merkten, dass ein geklonter Hund eben oft vom Aussehen und Verhalten her ganz anders ist als das Original. Ich glaube schlicht und einfach, dass hier jemand bei Investoren absahnen will.

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Goldwin 25.11.2015, 18:54
37.

Zitat von cajunman
Selten solch einen Quatsch gelesen. Die Firma will Kaelber klonen weil chinesische Bauern nicht genuegend Rinder produzieren ? Um ein geklontes Kalb zu produzieren bedarf es einer Mutterkuh die es austraegt. Man koennte aber genauso gut dieselbe Kuh kuenstlich (oder von einem Bullen) befruchten lassen und damit auch ein Kalb produzieren. Und mit weitaus weniger technischem Aufwand. Und hinsichtlich des Klonens von Hunden und anderen Haustieren: einige amerikanische Firmen die versucht haben das zu vermarkten sind bankrott gegangen (zB Genetic Savings and Clone) weil die Besitzer merkten, dass ein geklonter Hund eben oft vom Aussehen und Verhalten her ganz anders ist als das Original. Ich glaube schlicht und einfach, dass hier jemand bei Investoren absahnen will.
wieso Quatsch? Rein ökonomisch betrachtet macht es sicher mehr Sinn die BESTE Kuh zig-mal zu klonen als jede 0815 Durchschnittskuh weiter zu züchten. Dass diese 0815 Kühe dann die Klonkälber austragen ist natürlich klar. MEHR Tiere bekommt man so erstmal nicht, aber sehr schnell deutlich bessere

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