Forum: Wissenschaft
Gentechnik-Papier des Bundesvorstands: Wie die Grünen Monsanto ärgern könnten
imago/Gerhard Leber

Die Grünen diskutieren, ob sie offener gegenüber Gentechnik in der Landwirtschaft werden sollten. Die Skepsis in der Partei ist groß, dabei könnte sie das Thema für ihre Zwecke nutzen.

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Goldwin 18.04.2018, 12:47
40.

Zitat von rooonbeau
In einer Welt die den Profit an oberste Stelle setzt, von der Beschaffenheit der Natur biologisch und physikalisch nur partiell Verständniss besitzt und nun durch das crisp9 Verfahren fast jeder Dödel dran rumspielen kann, sollte man die Finger davon lassen.. ich habe nichts grundsätzlich dagegen doch sollte man ultra vorsichtig vorgehen. Das gegenteil ist jedoch der Fall. Und die Auswirkungen können katastrophal sein und nie wieder zurück zu drehen... Genauso die Nanotechnologie.. es ist einfach nur erschreckend wie naiv die befürwortende Wissenschaft argumentiert und längst schon agiert..
Ich finde es eher naiv wie man einzelne Aspekte unserer Gesellschaft als Übel ausmacht, während andere Dinge selbstverständlich sind. Ich persönlioch e sehe zum Beispiel die Massenmenschenhaltung in den (Groß)Städten als zutiefst unnatürlich und massiv umweltbelastend an. Das wird aber als gottgegeben hin genommen.

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johnny_b 18.04.2018, 13:03
41.

Zitat von der.tommy
Da machen sie grad einen Fehler: Hybrid-Züchtung basiert immer noch darauf, dass man kreuzbare Pflanzen miteinander kreuzt. Damit bekommen sie aber keine Gene von Fröschen in Pflanzen oder von der Erdbeere ins Schwein. Crispr cas ermöglicht das sehr wohl. Es gibt natürliche Grenzen für die Züchtung, bei crispr cas gibt es diese nicht. Insbesondere können Sie Mutationen erreichen, die in der freien Wildbahn nicht funktionieren würden, weil die Zwischenschritte sämtlich nicht lebensfähig wären.
Das habe auch nie behauptet, lediglich, dass auch über Züchtungen Gene in Pflanzen (oder Tiere) gelangen können, die dort normalerweise (im Wildtyp) nicht vorhanden sind.

Die Grenzen über die dies möglich sind sind bei Kreuzung natürlich sehr begrenzt, bei Gentechnik dagegen fast gar nicht. Kreuzung findet meinst nur zwischen verschiedenen Arten innerhalb einer Gattung statt, es gibt aber auch Beispiele über verschiedene Gattungen. Natürlich wird man auf diesem Weg kein Quallengen in eine Maus bekommen. Aber das bedeutet ja nicht das das eine gut und das andere böse ist.

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Zuversicht7 18.04.2018, 13:38
42. Warum

Zitat von Goldwin
Na, da haben SIE sich aber einen Bären aufbinden lassen. Das Kartoffelkraut wird zwar in vielen Fällen chemisch abgetötet, aber dafür werden andere Mittel eingesetzt als Glyphosat! Vielelicht sollten Sie sich mal mit der Materie beschäftigen statt Halbwissen raus zu hauen! Glyphosat wird in vielen Fällen VOR der Aussaat eingesetzt. Es wurde aber auch in Getreide kurz vor der Ernte zur Druscherleichterung verwendet. Dieser einsatz ist aber in Deutschland (richtiogerweise) m assiv eingeschränkt worden und ist nur noch in absoluetn Ausnahmen statthaft. Es schaut so aus als handhaben Sie es wie die Grünen: "Die Faktentreue reicht immer nur so weit, wie sie zum eigenen Idealismus passt."
Zitat Goldwin Gestern, 15:18

Glyphosat wird in vielen Fällen VOR der Aussaat eingesetzt. Es wurde aber auch in Getreide kurz vor der Ernte zur Druscherleichterung verwendet. Dieser einsatz ist aber in Deutschland (richtiogerweise) m assiv eingeschränkt worden und ist nur noch in absoluetn Ausnahmen statthaft.

Zuversicht7
Warum dann diese Einschränkung, wenn Glyphosat so harmlos ist? Wenn ich Ihre Beiträge richtig verstanden habe, dann erreicht Glyphosat fast die Qualität von Trinkwasser!

Oder doch kein Trinkwasser?

Siehe:
http://www.i-sis.org.uk/Declaration_of_Physicians_Argentina.php

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weltverkehrt 18.04.2018, 13:56
43.

"Letztlich basiert das Geschäftsmodell von Monsanto darauf, den Landwirten jede Saison aufs Neue das sterile, glyphosatresistente Saatgut mit dem dazu passenden Unkrautvernichter zu verkaufen. Das kann man mit gutem Recht kritisieren. "

Wieso eigentlich mit gutem Recht? Von "glyphosatresistent" mal abgesehen (lassen wir mal kurz beiseite): Saatgut wird von Landwirten in aller Regel selbstverständlich eingekauft und das aus gutem Grund. Wer sein eigenes Saatgut herstellt, der kann nicht von Neuzüchtungen profitieren und ist absolut gar nicht flexibel bei der Sortenwahl, kann nicht auf äußere Einflüsse dadurch reagieren. Dass das Saatgut behandelt kommt als weiterer Vorteil noch hinzu. Wenn die Landwirte kein Problem mit Saatgutherstellern haben, warum sollten dann eigentlich Verbraucher ein Problem damit haben? Dem Häuslebauer schreibt ja auch keiner vor, dass er sich die Steine für den Bau selbst aus Lehm formen und brennen muss.

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mecker_messi 18.04.2018, 14:39
44. Das heißt

Zitat von der.tommy
Insbesondere können Sie Mutationen erreichen, die in der freien Wildbahn nicht funktionieren würden, weil die Zwischenschritte sämtlich nicht lebensfähig wären.
Europäer gehören in Amerika verboten, weil sie ohne Technik den Weg nicht überlebt hätten?

Oder gehört Pils verboten, weil es Gene einer südamerikanischen Hefe enthält, die ohne menschliche Technik nicht nach Pilsen gekommen wäre?

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Goldwin 19.04.2018, 07:48
45.

Zitat von Zuversicht7
Zitat Goldwin Gestern, 15:18 Glyphosat wird in vielen Fällen VOR der Aussaat eingesetzt. Es wurde aber auch in Getreide kurz vor der Ernte zur Druscherleichterung verwendet. Dieser einsatz ist aber in Deutschland (richtiogerweise) m assiv eingeschränkt worden und ist nur noch in absoluetn Ausnahmen statthaft. Zuversicht7 Warum dann diese Einschränkung, wenn Glyphosat so harmlos ist? Wenn ich Ihre Beiträge richtig verstanden habe, dann erreicht Glyphosat fast die Qualität von Trinkwasser! Oder doch kein Trinkwasser? Siehe: http://www.i-sis.org.uk/Declaration_of_Physicians_Argentina.php
Vorweg: Bitte hören Sie auf anderen USer Worte in den Mund zu legen die diese nachweislich nicht gesagt haben. Das ist Verleumdung! Oder habe ich orgendwo geschrieben, dass "Glyphosat fast die Qualität von trinkwasser hat"? Ich würde mich nfreuen wenn Sie das richtig stellen würden.

Zu Ihrer Frage: Warum die Einschränkung bei Glyphosat beid er Vor-Ernte Anwendung? Ganz einfach: Weil es dafür in den allermeißten Fällen keine pflanzenbauliche Notwendigkeit gibt. Die Vorerntebehandlung wurde überwiegend gemacht um das Getreidestroh etwas mürber zu machen und so höhere Mähdrescherleistungen zu generieren. Und das ist nicht der Sinn von Pflanzenschutzmitteln.

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Zuversicht7 19.04.2018, 09:11
46. Natürlich

Zitat von Goldwin
Vorweg: Bitte hören Sie auf anderen USer Worte in den Mund zu legen die diese nachweislich nicht gesagt haben. Das ist Verleumdung! Oder habe ich orgendwo geschrieben, dass "Glyphosat fast die Qualität von trinkwasser hat"? Ich würde mich nfreuen wenn Sie das richtig stellen würden. Zu Ihrer Frage: Warum die Einschränkung bei Glyphosat beid er Vor-Ernte Anwendung? Ganz einfach: Weil es dafür in den allermeißten Fällen keine pflanzenbauliche Notwendigkeit gibt. Die Vorerntebehandlung wurde überwiegend gemacht um das Getreidestroh etwas mürber zu machen und so höhere Mähdrescherleistungen zu generieren. Und das ist nicht der Sinn von Pflanzenschutzmitteln.
Natürlich haben Sie NIE wörtlich behauptet, daß Glyphosat trinkbar wäre, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden, aber Ihre Anmerkungen gehen in diese Richtung, für MEIN Empfinden!
Vorerntemäßig wird Glyphosat noch immer bei der Linsenernte und anderen Getreidearten (Lagerkorn) eingesetzt, daher ist es nicht verwunderlich, daß Glyphosat im Urin von etwa 70% der Erwachsenen Bevölkerung nachgewiesen werden kann!

Siehe:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/glyphosat-gehalt_in_urinproben_der_umweltprobenbank_im_zeitl ichen_verlauf_2001_bis_2015.pdf

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Goldwin 19.04.2018, 11:32
47.

Zitat von Zuversicht7
Natürlich haben Sie NIE wörtlich behauptet, daß Glyphosat trinkbar wäre, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden, aber Ihre Anmerkungen gehen in diese Richtung, für MEIN Empfinden! Vorerntemäßig wird Glyphosat noch immer bei der Linsenernte und anderen Getreidearten (Lagerkorn) eingesetzt, daher ist es nicht verwunderlich, daß Glyphosat im Urin von etwa 70% der Erwachsenen Bevölkerung nachgewiesen werden kann! Siehe: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/glyphosat-gehalt_in_urinproben_der_umweltprobenbank_im_zeitl ichen_verlauf_2001_bis_2015.pdf
Ich kann leider mit dem Begriff Lagerkorn nichts anfangen. Aber der Linsenanbau (im konventionellen LAndbau) beträgt in Deutschland weniger als 100 Hektar. Bei kanpp 12 Mio hektar Ackerfläche werden sopmita uf etwa 0,0008 % Linsen angebaut.

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Goldwin 19.04.2018, 11:33
48.

Zitat von Zuversicht7
Natürlich haben Sie NIE wörtlich behauptet, daß Glyphosat trinkbar wäre, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden, aber Ihre Anmerkungen gehen in diese Richtung, für MEIN Empfinden!
Dann wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie "Ihr Empfinden" hier im Forum nicht als MEINE Aussage hinstellen würden. Danke!

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Zuversicht7 19.04.2018, 13:38
49. Lagergetreide

Zitat von Goldwin
Ich kann leider mit dem Begriff Lagerkorn nichts anfangen. Aber der Linsenanbau (im konventionellen LAndbau) beträgt in Deutschland weniger als 100 Hektar. Bei kanpp 12 Mio hektar Ackerfläche werden sopmita uf etwa 0,0008 % Linsen angebaut.
Mein Fehler, nicht Lagerkorn, sondern Lagergetreide!

.Wenn dazu der Boden völlig durchweicht ist und ein kräftiger Wind weht, gerät die Statik der Halme endgültig in Schieflage. ... Lagergetreide ist ein No-Go.
Anwendungsgebiete sind vorwiegend Stoppelbehandlung mit 23 % der Ackerfläche, Vorsaatbehandlung mit sieben Prozent und Sikkation mit 3,8 % Anteil.
Aus:
https://www.agrarheute.com/pflanze/7-fakten-glyphosat-446077
7. Beistoffe erhöhen Toxizität
Die Auswertung des BfR ergab auch, dass die Toxizität bestimmter glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel aufgrund der darin enthaltenen Beistoffe, zum Beispiel Tallowamine als Netzmittel, höher sein könne als die des Wirkstoffes. Netzmittel wie z.B. Tenside oder Tallowamine können in vitro Zellen schädigen.


Zur Info
Lagerkorn ist im Münsterland ein Begriff!
http://www.sassekorn.de/de/lagerkorn/lagerkorn/

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