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Geologie: Forscher entdecken zehn Billiarden Tonnen Diamanten
imago/ puchinger

Sie gehören zu den wertvollsten Mineralen der Welt und könnten deutlich häufiger vorkommen, als bisher gedacht: Wissenschaftler haben im Inneren der Erde einen riesigen Vorrat an Diamanten gefunden.

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permissiveactionlink 17.07.2018, 17:12
20. #15, myonium

Da haben Sie zweifellos recht, die Temperatur bezog sich auf den rein physikalischen Wert (z.B. im Vakuum oder unter Stickstoff oder Argon). Befinden sich reaktive Elemente in der umgebenden Atmosphäre (Sauerstoff, Fluor, Wasserstoff), dann setzt die Reaktion mit dem Bindungspartner schon bei bedeutend kühleren Temperaturen ein. Erstaunlich, ein gelbglühender Diamant reagiert in flüssigem Sauerstoff (!) zu Kohlendioxid, das dabei als Trockeneis ausfällt. Und Diamanten, in eine Stahlschmelze geworfen, lösen sich darin bei ca. 1200°C vollständig auf. Aber wer macht schon sowas Dummes ?

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benmartin70 17.07.2018, 17:18
21.

Zitat von Sumerer
Das Film-Trio jedenfalls gelangte nur durch einen herabfallenden Diamanten zum Mittelpunkt der Erde und dann in einer Saurierschüssel, via Ätna, wieder zurück. Mit den verbliebenen Diamanten wurde ein Forschungsinstitut in den USA finanziert, nachdem der Ätnaausbruch heil überstanden war. Also: In Island geht es - dort gibt es die Edelsteine - zum Mittelpunkt der Erde. Und über den Ätna wird man wieder ausgespuckt.
Es ist der Stromboli.....

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permissiveactionlink 17.07.2018, 17:47
22. #16, Jaguarcat

Das Problem : Industriediamanten werden zwar in Mengen weit über 1000 t jährlich produziert (die Zahlen differieren), aber dabei handelt es sich vorwiegend um Staub, der zur Beschichtung für Werkzeuge aller Art verwendet wird, für deren Oberflächenhärte WC (Wolfrkarbid, in Widia(mant) mit Kobalt als Bindesubstanz) nicht ausreicht. Wirklich große Schmuckdiamanten über 4 Karat sind bis heute nicht synthetisch herstellbar, jedenfalls nicht in größeren Stückzahlen. Meines Wissens erlaubt die Schicht-Abscheidung von Diamant aus einem Plasma (aus Methan) bisher auch nicht eine individuelle Farbgebung der Steine (z.B.blau durch Bor, gelb durch Stickstoff). Auch die kostbarsten roten Diamanten (nur in Australien zu finden) sind damit nicht zugänglich. Die Produktion bei hohen Drücken in Metallkernen lässt dahingehend größere Spielräume. Man sollte aber bei der Diskussion um künstliche Diamanten immer auch erwähnen, dass es bei der Forschung zur Synthese von Diamanten primär weder um Werkzeugbeschichtungen, noch um Schmuck geht : Diamanten sind Halbleiter, lassen sich dotieren, und reiner Diamant besitzt zwei Parameter, die ihn unwiderstehlich machen : Er ist fast (!) ein idealer Nichtleiter, leitet aber Wärme konkurrenzlos gut, zumindest für ein Nichtmetall. Für zukünftige Computer bietet das Material erhebliches Potential, da die in Prozessoren anfallende Wärme hervorragend abgeführt werden kann.

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TS_Alien 17.07.2018, 17:50
23. Diamantenpreise sind künstlich

Oftmals kaufen Diamantenverkäufer selbst die bei ihnen gekauften Steine gar nicht an. Und falls doch, dann zu sehr hohen Abschlägen. D.h. der Verkaufspreis für den Endkunden ist ein Fantasiepreis, der weit über dem Einkaufspreis liegt.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen sollte niemand Diamanten als Anlage in Betracht ziehen. Diamanten sind nicht selten und werden nie selten werden.

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TS_Alien 17.07.2018, 17:53
24.

Zitat von vaikl
..die technischen Möglichkeiten der Menschheit entweder in den Billiarden-Kostenbereich schieben oder schlicht an den Umweltparametern dieser Lagerstätten scheitern, werden Diamanten auch weiterhin und langfristig zu den seltesten Mineralvorkommen der Welt gehören.
Diamanten sind nicht selten. Und in einigen Jahren dürfte es technisch kein Problem sein, selbst größere Steine ökonomisch und in bester Qualität künstlich herzustellen.

Mit Gold z.B. geht das nicht!

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troupicl 17.07.2018, 18:16
25. Ganz so unrealistisch ist der Abbau evtl. doch nicht

Bekanntermassen wird die Erde durch Bewegung der tektonischen Platten an den Rändern ja beständig von oben nach unten bzw. von unten nach oben befördert. Evtl. lohnt es sich Diamanten dann an den Rändern der tektonischen Platten zu suchen, dort wo tiefere Erdschichten durch vulkanische Aktivitäten an die Oberfläche befördert werde. Allerdings sollte man dabei wohl besser feuerfeste Unterwäsche tragen.

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Thomas Schröter 17.07.2018, 18:22
26. Karotte guter Ansporn um diamanthaltigen Plumen zu identifizieren

Wäre doch mal ein Ansporn Vertikaltunnelbohrmaschinen zu entwickeln um die in entweig von den Kratonenwurzeln ausgehende erkaltete Lavadome nieder zu bringen.
In Europa sollten nach diesen Karten
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:World_geologic_provinces.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0a/Cratons_IT.svg
in den präkambrischen Kerngebieten Ostschwedens, Finnlands sowie Grönlands entsprechende Vorkommen zu finden sein.
Mit solchen Bohrmaschinen sollten auch andere Rohstoffe erschließbar sein.

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prometheusxl 17.07.2018, 18:33
27. Lesen und verstehen...

Zitat von StefanXX
Na SO offensichtlich scheint es nicht gewesen zu sein. ... Aber schon klar, Sie mit Ihrem Halbwissen aus Fantasyfilmen wussten und wissen es natürlich von Anfang an besser als ein ganzes Team von Wissenschaftlern, die das studiert haben und Vollzeit daran forschen.
... können sind nützlich Voraussetzungen, um zu Wissen und Schlussfolgerungen gelangen zu können. Versuchen Sie es einmal.
Offenbar gibt es hier eine Mehrheit Kommentatoren, die den Kern der vermeintlichen Nachricht ganz ähnlich sehen. Es handelt sich eben nicht um ein Novum oder eine neue Erkenntnis, sondern die Bestätigung eines bereits seit langem vorliegenden Erwartungswertes. Aber das Sommerloch ist tief, da werden gerne Randnotizen unter knalligen Überschriften zu "Nachrichten" hoch geschrieben - auch das ist nichts Neues.

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Oberleerer 17.07.2018, 19:09
28.

Wie hoch wäre der Luftdruck in 100, 150,200 und 250km Tiefe, wenn man einen Schacht bohren würde?

Das tiefste Bohrlock von 12km mußte verschlossen werden, weil man an flüssiges Gestein geriet. Wie aber sieht das über einem Kraton aus? Wenn ich den Text richtig verstehe, handelt es sich um festes Gestein bis zur Grenze zum Erdmantel.

Bei einer Bohrung kann man den Schacht auch mit Wasser kühlen und dabei gleich die Geothermie-Energie verkaufen. Nebenher sollte die Kühlung die Wände verfestigen.

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hileute 17.07.2018, 19:38
29. Ein Glück für die Diamantindustrie,

das die Steine dort kaum zu erreichen sind. Sonst wäre der Wert wohl mit ner Schippe Sand veegleichbar

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