Forum: Wissenschaft
Geplante deutsch-französische Produktion: Was hinter dem Kampfjet-Deal steckt
REUTERS

Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam einen Nachfolger für den Eurofighter bauen. Das ist auch eine Ansage an die USA. Deren Flugzeugbauer bemühen sich deshalb um einen anderen Großauftrag.

Seite 1 von 6
sardor99 25.04.2018, 20:39
1. F-35

"Dabei hatte sich im vergangenen Jahr sogar der Inspekteur der Luftwaffe, Karl Müllner, für den Jet ausgesprochen " - Diese Aussage hat mich auch verwundert! Seit dem Starfighter-Desaster beschafft die Luftwaffe keine einstrahligen Muster! Zudem ist die F-35 ein bissel zu klein. In vielen europäischen Staaten wird sie die F-16 ersetzten, und das ist ein Luftüberlegenheitsjäger und kein "Bomber" wie der Tornado.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willgence 25.04.2018, 20:45
2. Vielleicht sollte man . . .

erst einmal die bestehenden Eurofighter einsatzfähig machen? Die Ersatzteilversorgung so organisieren, dass keine Flugzeuge wegen fehlender Kleinteile stehen bleiben müssen? Die Macken beseitigen, die einen Klarstand unter 90% hervorrufen? Was soll denn ein Nachfolger auf Basis des Eurofighter unbedingt können? FLIEGEN(!) und Atombomben einsetzen . . . vielleicht sollte die Bundesrepublik international so agieren, dass solch ein Flugzeug überhaupt nicht notwendig ist, denn spätestens seit dem Kalten Krieg ist bekannt: Ein Einsatz von Atomwaffen von deutschem oder französischem oder britischem Boden wir Mitteleuropa in eine atomare Wüsten verwandeln . . . ich werde panisch, wenn ich sehe, dass die Jungspunde in der Politik das vergessen haben und die alten Granden der Parteien still bleiben . . .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Offiziersanwärter 25.04.2018, 20:46
3. Warum wieder Experimente?

Die F35 ist bis zur möglichen Lieferung an Deutschland ein erprobtes Flugzeug mit mehreren zehntausend Flugstunden. Gebaut von der einzigen Nation die wirklich Erfahrung im Bau von 5th Generation Kampfjets hat... Und gebaut im Hinblick auf die digital vernetzte Kriegsführung die vor allem durch die extreme Weiterentwicklung neuer Flugabwehrsysteme (Anti-Access Area Denial / A2AD ), wie dem russischen S400-System, notwendig wird! Aber nein, anstatt wie alle anderen NATO-Partner dieses System zu verwenden wird wieder versucht einen eigenen Kuchen zu backen, dessen Auslieferung sich wieder so lange hinziehen wird, dass dieses System bis dahin wieder veraltet ist...
PS: Das Flugzeug auf dem ersten Bild ist eine Rafale, kein Eurofighter wie in der Unterschrift benannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hsc71@gmx.de 25.04.2018, 20:54
4. Lachnummer

Die Franzosen wollen uns schon wieder über den Tisch ziehen und sich alle unter den Nagel reißen und hier wird dies auch noch als Erfolg verkauft. Airbus hat im Kampfjet Geschäft keine Erfahrungen und die letzten militärischen Aufträge wurden ein Fiasko (A400M, Tiger Heli, NH90, etc.). Man sollte Aibus, den die Franzosen sowieso als französischen Staatskonzern betrachten aus dem Geschäft raushalten und lieber aus den Resten der Panavia Tornado und Eurofighter Gesellschaften eine neu deutsche Jet Gesellschaft gründen. Hier ist noch Expertise und know how vorhanden. Abgesehen davon würde es neben einer eigenen Flugzeugindustrie auch gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-1311138649643 25.04.2018, 21:03
5. Bitte nicht noch einmal...

Nach Eurofighter, Tiger und A400M noch ein Projekt aus deutsch-französischer Gemeinschaftsproduktion? Ich hoffe, dass Frau von der Leyen nicht noch mal Steuergelder in desaströse Technologie investiert - europäische Arbeitsplätze hin oder her. Vor dem Hintergrund, dass der Eurofighter (vormals Jäger 90) rund 20 Jahre Entwicklung brauchte, müssten wir sicherlich auch noch schon fliegende Flugzeuge als Überbrückungstechnologie für die Zwischenzeit nach 2025 investieren, warum nicht direkt F35. America first.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keine Zensur nötig 25.04.2018, 21:07
6. Ich hau mich in die Ecke -

was bitte soll denn das? Hier wird eine ABM für dahinsiechende Flugzeugbauer a la USA geschaffen.


Der Eurofighter - ex Jäger 90 - kann KEINE Atomwaffen tragen. Deshalb gibt es ja noch die Tornados, auch wenn die in Deutschland mal BIO tanken und dann flugunfähig rumstehen.

Unbekannt ist den Autoren offenbar, dass auch andere Nationen an Kampfjets der 5.Generation basteln:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_strahlgetriebener_Kampfflugzeuge#Fünfte_Gene ration_(ab_2005)

Um wieviel sinnvoller wäre es nach der A400M-Pleite erstmal das vorhandene Fluggerät instand zuhalten und anschliessend zu zukaufen, wie es der Kauf von C-130J bei den A400M schon erforderlich machte.

Neuer Panzer? - Darüber lacht die Welt!

https://www.stern.de/digital/technik/130-mm-glattrohr-kanone-leopard-armata-6901620.html

Der fliegt erst Ende des Jahrhunderts, hat dann aber WLAN und ist KITA-tauglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vobe 25.04.2018, 21:13
7. Bleibt die Frage...

Es bleibt die Frage, weshalb immer ein eigenes System entwickelt werden muss, statt auf bereits bestehende zurückzugreifen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vulcan 25.04.2018, 21:20
8. oh je

...ich sehe das Debakel schon wieder kommen. Das 'neue Kampfflugzeug' - ein Lippenbekenntis, eine Idee, eine Ansage, aber kein Konzept, was es denn nun genau werden soll. Eine Drohne, ein Flugzeug mit Pilot(en), ein was?
Mit so einer vagen Idee kann man mit der F-35 die nächsten 20 oder 30 Jahre nicht konkurrieren.
Die Eurofighter-Variante ist eine Möglichkeit, aber erfahrungsgemäß bekommen sie es nicht wirklich gebacken und außerdem ist das dann immer noch 4. Generation Kampfflugzeug. Die F-35 ist bereits 5. Generation Realität. Und es sind keinesfalls nur Großbritannien, Italien und Norwegen, die sich für die Lightning II entschieden haben - da hätten wir auch noch die Niederlande, Israel, Japan, Südkorea, Australien, Dänemark und die Türkei. Kanada evtl. auch noch.
Aber hier weiß man es wieder besser und bastelt sich lieber mehr oder weniger kompetent etwas Eigenes zusammen. Anstatt sich aktiv in dieses Programm einzubringen, was durchaus möglich gewesen wäre (Israel, Norwegen, Australien z. B.) hat man es wieder verbaselt und steht irgendwann mit einer dramatisch schrumpfenden Tornado-Flotte da, die dann durch bedingt oder gar nicht einsatzbereite Typhoonvarianten 'ersetzt' werden soll.
Ich sehe es schon kommen, dass man in 10 Jahren dann doch bei Lockheed-Martin nochmal anfragt. Immerhin wäre dieser Jet dann komplett ausgereift und wahrscheinlich billiger als heute - angesichts der zu erwartenden Produktionszahlen. Die Piloten können ja dann in NL oder DK zur Schule gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vulcan 25.04.2018, 21:25
9.

Zitat von sardor99
"Dabei hatte sich im vergangenen Jahr sogar der Inspekteur der Luftwaffe, Karl Müllner, für den Jet ausgesprochen " - Diese Aussage hat mich auch verwundert! Seit dem Starfighter-Desaster beschafft die Luftwaffe keine einstrahligen Muster! Zudem ist die F-35 ein bissel zu klein. In vielen europäischen Staaten wird sie die F-16 ersetzten, und das ist ein Luftüberlegenheitsjäger und kein "Bomber" wie der Tornado.
Von so einer Doktrin kann man sich auch trennen. Außerdem hatte das Starfighter-Desaster nichts mit der einstrahligen Maschine zu tun.
Die F-35 ersetzt die F-16 auf alle Fälle in der Jabo-Rolle (F-16 ist schon lange kein reiner Luftüberlegenheitsjäger mehr) und kann das mit Sicherheit weitaus besser als F-16 und Tornado zusammen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6