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Geplantes Gesetz des Umweltministeriums : Plastiktüten sind nicht das Problem
Nick Dolding/ Getty Images

Bundesumweltministerin Svenja Schulze plant ein Verbot von Plastiktüten. Doch so ein Gesetz hätte weniger Nutzen für die Umwelt, als man annehmen könnte.

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mr.nett 13.08.2019, 10:13
160.

Zitat von herkurius
Jaja, "Eure Armut kotzt mich an". Es gibt Leute, die nicht in einer Stadt wohnen, sondern x-Kilometer vom nächsten Laden entfernt. Aha, ich (autolos) wandere also 30 Kilometer pro Weg zur nächsten Großstadt, um mir Toner für meinen Laserdrucker mit dem Rotkäppchen-Korb zu holen.
Quatsch. Den Toner bestelle ich online und lasse ihn liefern. Wobei das sogar umweltfreundlicher sein dürfte als ihn selbst bei einem Einzelhändler mit dem Auto zu holen.

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g_bec 13.08.2019, 10:37
161. Neuester Stand

Zitat von wilbury
Wir werden die Welt schon retten! Wenn die größten Umweltsünder USA, China, Indien usw. es in den nächsten 10 Jahren schaffen unseren heutigen Standard zu erreichen ist mir um die Zukunft nicht Bange. Leider machen die das nicht und werden es auch in 50Jahren nicht schaffen. Da können wir uns auch verordnen nur noch mit dem Fahrrad zu fahren, unser Essen im Biomarkt oder beim Erzeuger zu kaufen und uns am Ende selbst noch als Dünger zu recyceln. Wir Deutschen werden das Problem nicht lösen. Leider sind wir überzeugt und haben wir den Zwang, dass am deutschen Wesen die Welt genesen möge. Die ganze Panik ist nur noch lächerlich.
Sie sollten sich auf den neuesten Stand bringen, vor allem in Bezug auf China. Ein Großteil unseres "Plastikproblems" resultiert nämlich daraus, dass China (genau, die angeblich große Umweltsau) die Einfuhr deutscher Müllexporte schlicht verboten hat, da das Zeug nämlich nicht vernünftig recycelt werden kann. Und die Chinesen haben ein Haushaltsmüll-Trennsystem eingeführt, dass jeden deutschen Spießbürger und Blockwart als Vorkämpfer für Freiheit und Menschenrechte erscheinen lässt. Die Chinesen haben mehr als nur unsere drei bis vier Mülltonnen vor dem Haus inklusive Medienkampagne und Vor-Ort-Überwachung, selbst eine Verknüpfung mit dem Social-Score-System ist geplant. Offenbar haben die die Mülltrenneritis von uns bereits gelernt und adaptiert.
Zum Artikel selber: Ich finde es ein bisschen schräg, Papiertüten und Plastetüten vergleichen zu wollen und dann die Knackpunkte zu ignorieren: Was bleibt am Ende von der Tüte übrig? Zudem ist es unredlich, in unseren Breiten von "Wasserverbrauch" und "Chemikalieneinsatz" zu fabulieren. Die Zeiten, in denen unsere Flüsse Industriekloaken waren, sind ja deutlich vorbei. Wichtig ist "auf'm Platz", sprich: in der Landschaft. Und da ist eine Papiertüte nun mal besser. Zudem ist "Papier" einer der Rohstoffe, die mit einer guten Recyclingfähigkeit und hohen -quote gesegnet ist.

PS: In den USA ist das Entsorgen von Müll aus dem Autofenster sehr teuer und scheint auch geahndet zu werden. Wäre schön, wenn man das in D, dem angeblichen Umweltmusterland, auch hinbekäme.

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g_bec 13.08.2019, 10:42
162. Irren

Zitat von rheinhäuser
Diejenigen, die sich am meisten für ein Verbot von Plastiktüten einsetzen, sind die Mitmenschen, die mit Autos zum Einkaufen fahren. ...
Irren ist menschlich.
Auch Sie werden zudem nach dem Joggen in verschwitzten Klamotten wohl kaum den Wochenendeinkauf tätigen, der mehrerer Tüten bedarf. Und selbst wenn: Nehmen Sie einen Rucksack mit, der wird beim Joggen kaum stören, da können Sie dann auch ein paar weitere Stoffbeutel mitführen, in denen Sie Ihre Einkäufe verstauen können. Immer diese Ausreden;-)

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darksystem 13.08.2019, 11:08
163.

Auch wenn es sich bei der Plastiktüte klimaschutztechnisch um Peanuts handelt so sendet es doch ein wichtiges Signal.

Plastiktüten eignen sich dafür sehr gut weil sie weitestgehend überflüssig sind. Nächster Schritt sollte sein sämtliche Plastikverpackungen welche nicht zwingend notwendig sind ebenfalls zu untersagen. Z.B. Metalldosen mit Plastikdeckel oben drauf welcher nur als Dekoration dient und keinerlei schließende Funktion hat.

Wir gehören zu den saubereren Nationen, das stimmt. Aber auch wir sind nicht sauber genug. Und Fortschritt, vor allem die Entwicklung von Alternativen Strategien, wird nicht dadurch angetrieben dass man die Alternativen permanent klein redet, sondern sie zwingend erforderlich macht.

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exxilist 13.08.2019, 11:21
164. @ #97 Echt jetzt?

Jetzt mal im Ernst.
Hier jetzt Gretas Klimabilanz durch ihre Reisen ins Feld zu führen ist doch echt lächerlich. Wir reden hier von Millionen Tonnen Plastikmüll, egal wo der herkommt. Und sie führen die Klimabilanz eines Menschen bei seinen sinnvollen und durchaus auch notwendigen Reisen an?
Seit Jahrzehnten treffen sich die Politiker der Welt zu Klimagipfeln. Mit welchem Ergebnis denn? Absichtserklärungen, sonst nichts. Greta tut etwas, sie mobilisiert die Leute. Bringt sie zum nachdenken. Und zwar soweit das jetzt sogar eine CSU auf den grünen Zug aufspringt. (Das die das nicht ernst meinen und es nur tun weil sie auf ein paar grüne Wähler hoffen weiß ich auch, aber immerhin)
Aber nun gut, ich denke das sie durch ihre Reisen viel mehr fürs Klima erreicht hat und erreichen wird. Somit wird ihre Klimabilanz sicher um einiges höher ausfallen als bei so manchem, der hier unreflektiert über Ökoterroristen labbert. Zudem ist sie ja auch mit dem Segelboot unterwegs.
Ich kann mir auch vorstellen, das sie von Ihrer Schule freigestellt wurde. Insofern ist der Begriff "schwänzen" zudem fehl am Platz. Lernen kann man im übrigen überall. Nicht nur im Frontalunterricht eines überalterten Schulsystems. Aber dies können sich merkwürdigerweise gerade die Menschen gar nicht vorstellen, die oft nur rein körperlich auf ihrer Arbeitstelle anwesend sind.

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von_oz 13.08.2019, 11:23
165.

Zitat von herkup
Plastiktüten, Wattestäbchen, Strohhalme abschaffen bringt für die Umwelt und das Klima gar nichts aber die Regierung tut so, als ob das ein grosser Schritt in ein klimaneutrales Deutschland wäre. CO2 Steuer ist die gleiche Luftblase. Das ist doch Volksverarschung !
Sie tönen so, als hätten Sie viel Ahnung. Vermitteln Sie uns dann auch Ihre Ahnung davon, was ein großer Schritt in Richtung klimaneutrales Deutschland wäre? Oder sind auch Sie der Ansicht, das sei Sache des viel größeren Verschmutzers China... also das Land dem wir 2018 rund 760.000 Tonnen unseres Mülls verscherbelt haben, weil wir hier nicht mehr mit ihm klar kamen?
Wenn Sie sich die Karte im Artikel anschauen, stellen Sie fest, dass China offenbar genau jenes Land ist, von dem aus am meisten Müll ins Meer gelangt. IHR Strohhalm, IHR Wattestäbchen, IHRE Plastiktüte. Je nach eigenem Charakter können Sie nun auf die Regierungen schimpfen, die so etwas zulassen, oder Ihr eigenes Verhalten ändern. ODer es geht Ihnen am A... vorbei, aber solch einen Charakter will ich Ihnen nun wirklich nicht unterstellen.

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Analog 13.08.2019, 11:30
166. Die Plastik Tüte ist doch nicht das Problem.

Diese Tüten landen doch in der Regel nicht in der Umwelt (anders als in vielen Afrikanischen Ländern) sondern im GELBEN SACK.

Was ich erwarte ist, das Verbot, dass diese Säcke in Containern in Asiatische Länder verschifft werden und dann dort ev. in der Umwelt landen.
Habe einen Bericht gelesen, in dem wurde geschildert, dass es vollkommen normal ist, das ein Containerschiff 1-2 Container auf hoher See verliert, bei rauem Wetter.

So ist es dann auch möglich, dass ein Delfin an meinem Danone Jogurt Becher verendet, den ich vorher schön ausgespült in dem GELBEN SACK entsorgt habe.
DAS erwarte ich von unserer Umweltministerin und nicht täglich neue Geschichten.

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howetzel 13.08.2019, 12:01
167. Splitter im Auge

Purer Aktionismus, der von den eigentlich wichtigen Probleme unserer Gesellschaft durch Angstschüren ablenkt!
Ja und noch schlimmer ist, dass durch den sog. Brandenburger Weg, der Kompostierung von Müll vor das Verbrennen setzt, erst die Plaste-artikel in der Umwelt. Die „ Reine Lehre“ dieser Grünen Ideologen ist eben nur eins: Realitätsfern!
Mitverbrennung von Müll in Kohle-Großkraftwerken ist durch die hohen Umwelt auflagen an Temperaturführung im Rauchgas und Rauchgasreinigung eigentlich die vernünftige und wirtschaftlichste Lösung, auch problematische Schadstoffe wie Halogene ( wie Dioxine und Furane) , Hg ... dem Stoffkreislauf wieder zu entziehen.

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StefanSass 13.08.2019, 12:26
168.

Zitat von reminder99
@159
Ja, nein.
Ja: Richtig, recycling kommt vor "ins Meer schmeissen".
Nein: Recycling kommt eben NACH produzieren.
Sprich, da das mit diesen Plastiktüten (bleiben wir einfach bei dem Beispiel) ja keine Gottgegebene Sache ist, sondern wir das frei entscheiden können, obs sowas jetzt gibt oder nicht, müsste man eben für "gar nicht erst damit anfangen" stimmen. Alles was nach der Produktion einer (einmal-)Plastiktüte kommt ist nur herumdoktorn am bereits gemachten Fehler. Verstehen Sie bitte: Nicht Ihr Wunsch nach gutem Recycling ist der Fehler. Der Fehler ist, dass wir überhaupt etwas recyceln müssen.

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exxilist 13.08.2019, 16:13
169. Ich war auf Kreta

Dort bin ich häufiger in einen ganz normalen Supermarkt um u.a. Melonen zu kaufen.
Es ist dort üblich, das ein freundlicher Mitarbeiter das Obst abwiegt und den Zettel auf das Produkt klebt.
Das ich z.B. Weintrauben in ein Behältnis tun muss ist ja ok. Aber Melone?
Ich bin immer mit meiner nackten Melone zu dem freundlichen Mitarbeiter, der sie dann erst in eine Plastiktüte tat und dann abwog. Ich habe jedesmal mit Händen und Füssen versucht ihm zu erklären, er möchte den Zettel doch bitte direkt auf die Melone kleben. Keine Chance.
Dort trinkt auch jeder seinen Kaffe, Frappee, etc. aus Plastikbecher mit Deckel und Strohalm.
Natürlich empfindet man in Deutschrecyclingland dann die Diskussion um ein paar Plastiktüten etwas komisch. Aber nochmal, man muss als Vorbild voran gehen und für Nachbarländer, die ja der EU angehören, dann auch eine gewisse Umwelt-Entwicklungshilfe geben, bzw. auf EU Ebene für entsprechende Gesetze sorgen.
Ausserdem haben wir hier wirklich zu viel Plastik. Tausendfach verpackte Artikel und dann beim Versand diese unsägliche Airbags als Lückenfüller oder diese geschäumten Chips. Fragen Sie mal bei einem Logistiker nach was die im Zweifelsfall im Paket bewirken? Garnichts. Die Airbags platzen und die Ware schwimmt in den Chips weil kaum jemand die Pakete richtig damit verpackt. Pappe und zerknüllte Zeitung ist wesentlich besser und dazu umweltverträglicher.

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