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Gescheiterte Klima-PR: "Das laaaaangweiligste Thema der Menschheit"
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Das Interesse am Klima lässt nach. "Für das Versagen bei der Kommunikation des Themas gibt es keine Entschuldigung", sagt der zum Filmemacher gewandelte Biologeim Interview. Umwelt-Geschichten seien so langweilig, dass sie selbst Roboter in den Selbstmord trieben. Die "Marke" sei ruiniert.

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danido 19.12.2013, 17:33
1.

Zitat von sysop
Das Interesse am Klima lässt nach. "Für das Versagen bei der Kommunikation des Themas gibt es keine Entschuldigung", sagt der zum Filmemacher gewandelte Biologe Randy Olson im Interview. Umwelt-Geschichten seien so langweilig, dass sie selbst Roboter in den Selbstmord trieben. Die "Marke" sei ruiniert.
Liest sich wie die Totenmesse der Klimabewegung. Schön wärs! Olson hat mit Gore natürlich Recht, ein ehemaliger Vizepräsident als Filmemacher war interessant und die Leute wollten ihn sehen, der Film selbst war uninteressant.

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volker_morales 19.12.2013, 17:52
2. Weltuntergangsszenarien

sind irgendwann nicht mehr allzu spektakulär, wenn die drohende Katasstrophe zum xten Mal ausgeblieben ist. Das Publikum stumpft eben ab. Wenn dann noch hinzu kommt, dass das Thema speziell in Deutschland für Preistreibereien aller Art genutzt wird, und der Klimaschutz immer dann keine Rolle mehr spielt, wenn es um deutsche Wirtschaftsinteressen geht, wird es irgendwann einfach nur lächerlich.

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bbr1960 19.12.2013, 18:11
3. Katastrophen in Zeitlupe sind nun mal langweilig.

Daran kann auch das beste Marketing nichts ändern. Wen interessiert es denn wirklich, ob in 50 Jahren die Halligen noch da sind? Oder ob man dann im Harz noch Ski fahren kann? Außerdem sind wird doch sowieso in einer privilegierten Lage, da es uns in Deutschland meist zu kalt und nicht zu warm ist.

Das einzige, was die "Marke" wieder interessant machen könnte, wären ein paar richtige Katastrophen, die sich eindeutig auf den Klimawandel zurückführen lassen. Aber darauf zu hoffen wäre nun arg zynisch.

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Antiautor 19.12.2013, 19:06
4. Defizitär

Den Schreibern der Kommentare 1 bis 4 scheint völlig entgangen zu sein, dass der Herr Olson mit keinem Wort die Ergebnisse der Klimaforschung in Zweifel gezogen hat. Er spricht ausschließlich über die mangelnde Kommunikation.

Man halte sich vor Augen, dass alles was hier kreucht, fleucht und wächst auf 270 ppm CO2 optimiert ist, denn da lag der Pegel die letzten 2 Millionen Jahre.
Wie man auf die Idee kommen kann dieses Verhältnis binnen weniger Jahrhunderte unumkehrbar verändern zu können, ohne damit ein Risiko einzugehen, erschließt sich mir nicht. Ich find sowas dumm.

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Mario V. 19.12.2013, 19:22
5. Aber darauf zu hoffen wäre nun arg zynisch?

Das ist nicht zynisch, sondern Quatsch. Ein paar richtige Katastrophen, die sich eindeutig auf den Klimawandel zurückführen lassen, wird es so nämlich nicht geben, weil es Katastrophen bei jedem Klima geben kann und gegeben hat - Stürme, Überschwemmungen, Dürren etc.
Wenn's zu kalt ist, gibt es Schneestürme bis runter nach Afrika, wenn's zu warm ist gibt es Dürren in Mitteleuropa.
Und was heißt überhaupt zu warm und zu kalt? Welches Klima soll man denn auf der Welt als normal ansehen? Alles redet von der Erwärmung seit Achtzehnhundertweißnichtwann, aber ist diese Zeit wirklich die Referenz? Wollen wir wirklich dahin zurück, was man die kleine Eiszeit nennt?

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**Kiki** 19.12.2013, 19:30
6.

Zitat von sysop
Das Interesse am Klima lässt nach. "Für das Versagen bei der Kommunikation des Themas gibt es keine Entschuldigung", sagt der zum Filmemacher gewandelte Biologe Randy Olson im Interview. Umwelt-Geschichten seien so langweilig, dass sie selbst Roboter in den Selbstmord trieben. Die "Marke" sei ruiniert.
Auf welchem Planeten lebt denn Herr Olson? Was mich betrifft, ich habe in den letzten Jahren eine Horrorgeschichte nach der anderen gelesen (seltener im Fernsehen gesehen, aber das liegt daran, daß ich wenig fernsehe). Langweilig? Wer das behauptet, muß verrückt oder schon total abgestumpft sein. Freilich wirken diese Geschichten im Lauf der Zeit abstumpfend - und sie müssen sich gegen die Konkurrenz anderer Horrorgeschichten behaupten, die im selben Marktschreier-Ton verkauft werden. Die Kämpfer gegen den Passivrauch finden ihr Thema nicht etwa weniger wichtig, sondern noch vordringlicher. Dasselbe gilt für das Thema Armut, das Thema Bildung und überhaupt jedes Thema, das von einer Pressure Group auserkoren wurde.

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sullo 19.12.2013, 19:41
7.

Langeweile ist bei dem Thema tatsächlich ein ganz gut gewähltes Bild. Dabei ist es aber glaube ich nicht die Langeweile, die ein schlecht gemachter Film verströmt.

Eher die Langeweile die ein halbwüchsiger empfindet der von seinen Eltern darauf aufmerksam gemacht wird, dass ohne Vokabellernen die Englischnote sich unaufhaltsam verschlechtert und in letzter Konsequenz das wiederholen der Klassenstufe ansteht.

Auch der unreife Schüler wird dies nicht wahrhaben wollen und sich an die bequeme Haltung klammern, dass das Faulenzen doch für den Augenblick viel angenehmer ist und die Konsequenz doch viellecht garnie eintreten wird.

Ähnlich unreif und pubertär erscheinen mir all die, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass wir mit unserem Verhalten gegenüber unserer Umwelt auf eine Katastrophe zusteuern.

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Antiautor 19.12.2013, 19:43
8. Mario V. schrieb

Zitat von Mario V.
Quatsch.
Betrachten Sie das Problem doch einfach von einer anderen Seite. Der Mensch ist auf 280 ppm CO2 optimiert. Die Lungenfunktion wird schwächer, wenn der CO2 Gehalt steigt, denn der Gasaustausch funktioniert nur über den Partialdruck. Der Atemantrieb ist die Abatmung von CO2, nicht die Sauerstoffaufnahme. Die läuft mit ihren 210.000 ppm O2 quasi als Kollateralnutzen nebenher.

Wir sind jetzt bei 400 ppm. Jedes Jahr kommen mindestens 3 ppm hinzu. Machen wir noch 100 Jahre so weiter, sind wir bei 700 ppm. In 200 Jahren sind wir bei 1000 ppm CO2 in der Außenluft, plus das was an CO2 aus Permafrostböden und wärmeren Nordmeeren ausgast.

1000 ppm CO2, das ist der Pettenkofer- Wert für gerade noch behagliche Luft in Innenräumen. Bei 1500 ppm reißt der Normalmensch das Fenster auf. Nun stellen Sie sich mal vor, da kommt dann so ein laues Lüftchen rein. Unangenehme Vorstellung das, oder?

Denken Sie daran: jedes ppm das wir emittieren ist auch in 1000 Jahren noch da.
Verstehen Sie nun, warum die Atmosphäre kein Spielzeug ist?

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tedtenhoff 19.12.2013, 20:05
9. Schon wahr ...

Zitat von Antiautor
Betrachten Sie das Problem doch einfach von einer anderen Seite. Der Mensch ist auf 280 ppm CO2 optimiert. Die Lungenfunktion wird schwächer, wenn der CO2 Gehalt steigt, denn der Gasaustausch funktioniert nur über den Partialdruck. Der Atemantrieb ist die Abatmung von CO2, nicht die Sauerstoffaufnahme. Die läuft mit ihren 210.000 ppm O2 quasi als Kollateralnutzen nebenher. Wir sind jetzt bei 400 ppm. Jedes Jahr kommen mindestens 3 ppm hinzu. Machen wir noch 100 Jahre so weiter, sind wir bei 700 ppm. In 200 Jahren sind wir bei 1000 ppm CO2 in der Außenluft, plus das was an CO2 aus Permafrostböden und wärmeren Nordmeeren ausgast. 1000 ppm CO2, das ist der Pettenkofer- Wert für gerade noch behagliche Luft in Innenräumen. Bei 1500 ppm reißt der Normalmensch das Fenster auf. Nun stellen Sie sich mal vor, da kommt dann so ein laues Lüftchen rein. Unangenehme Vorstellung das, oder? Denken Sie daran: jedes ppm das wir emittieren ist auch in 1000 Jahren noch da. Verstehen Sie nun, warum die Atmosphäre kein Spielzeug ist?
... wenn wir weiter abholzen und die Böden versiegeln. Aber vermutlich werden wir den Zeitpunkt, an dem 1500 ppm CO2 erreicht sind, nicht mehr erleben. Weil wir nämlich nur auf CO2 geschielt haben und nicht auf die 1000 anderen schädlichen Substanzen, die die laufend in die Atemluft und ins Grundwasser gelangen. Das einzige tröstliche ist, das alle, die an Herstellung, Vertrieb und Anwendung dieser Substanzen verdienen, ebenfalls betroffen sein werden.

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