Forum: Wissenschaft
Gescheiterte Klima-PR: "Das laaaaangweiligste Thema der Menschheit"
AP

Das Interesse am Klima lässt nach. "Für das Versagen bei der Kommunikation des Themas gibt es keine Entschuldigung", sagt der zum Filmemacher gewandelte Biologeim Interview. Umwelt-Geschichten seien so langweilig, dass sie selbst Roboter in den Selbstmord trieben. Die "Marke" sei ruiniert.

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pallmall78 20.12.2013, 10:25
80. Ideologisierung

Meiner Wahrnehmung nach ist das größte Problem des Themas nicht, dass es langweilig präsentiert würde, sondern dass es im Laufe der letzten jahre komplett ideologisiert wurde. Haben wir einen vom Menschen gemachten Klimawandel und falls ja, wie umfänglich ist er? Ich weiß es nicht, aber eines fällt auf: In der öffentlichen Diskussion des Themas kommt die Gegenmeinung (es gibt keinen menschengemachten Klimawandel), die ja offenbar existiert, nicht vor. Das macht die Menschen (zu Recht!) mißtrauisch. Das Thema sollte also ergebnisoffener diskutiert werden. Kommt man dann aber tatsächlich zu einem Ergebnis und trifft seine Handlungsableitungen (sehr unwahrscheinlich, aber wer weiß), dann sollte man sich auch im Klaren darüber sein, dass diese recht unangenehm ausfallen könnten (Schwenk zurück zur Kernkraft, Reduktion der Erdbevölkerung über Geburtenlimitierung, Entindustrialisierung, Entmobilisierung) bis es effiziente Alternativen zur Energiegewinnung über das Verbrennen fossiler Brennstoffe gibt. Hier in Deutschland ein paar Windräder aufzustellen reicht leider nicht aus.

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rotkaeppchen_online 20.12.2013, 10:43
81. Der Drop ist gelutscht

Zitat von sysop
Das Interesse am Klima lässt nach. Die "Marke" sei ruiniert.
Der Mensch ist nicht zu langfristigen Betrachtungen und Entscheidungen fähig. Die meisten schaffen es nicht einmal, ein Stück Kuchen auf zwei Tage aufzuteilen. Was über ein Vierteljahr hinaus geht ist sehr weit weg. Wir beschäftigen extra Zukunftsforscher, die den Menschen erklären, was passieren wird. Darauf hören tut trotzdem niemand und der Homo Öonomicus stolpert von einer absehbarer Krise in die nächste. Er sollte mit dem Denken anfangen, das würde helfen.

Der Klimawandel wird in der Summe keine erfreulichen Veränderungen bringen, trifft aber die Verursacher weniger als verarmte Nichtverursacher. Die heutigen Verschwender können nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, wenn es in mehreren Generationen zu erheblichen Kosten kommt.

Jeder Waldbauer hat gelernt, dass heute gepflanzte Bäume den Urenkeln in 100 Jahren nutzen werden. Diese besondere Gattung Menschen schafft es, langfristig zu denken, auch wenn die Verlockung mit schnell wachsenden Kiefern und Fichten Monokulturen zur Gewinnmaximierung groß war und viele einknickten. Zuerst die Waldbesitzer und dann die Bäume...

Beim Thema Klimawandel haben es leider die Produzenten von fossiler Primärenergie geschafft, durch hinreichend viele Kampagnen, bewusst verfälschende Studien und unter einem wunderbaren Multiplikator von bequemen und dummen Nachrednern mit falschen Thesen die fundierten wissenschaftlichen Ergebnisse zu untergraben. Dazu kam ein Presse, die sich von Sensationsbild zu Sensationsbild hangelte und der Wissenschaft einen Bärendienst erwies. Und der Michel steht heute dümmer denn je da und glaubt denen, die die eigenen Meinung predigt, anstatt wissenschaftliche Ergebnisse zu verstehen und richtig einzuordnen.

Wie man auch an diesem Artikel bemerkt, kritisiert der Journlist vor allem seine reduzierten Gewinnmöglichkeiten. Als wenn das unser Problem wäre.

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tombel 20.12.2013, 10:56
82. Überbevölkerung !

Es ist einfach nur erschütternd, wie gnadenlos seit Jahren am Thema vorbeigeredet wird.
Der Kern ist und bleibt die Überbevölkerung.
Mittlerweile beträgt der Steigerungszeitraum in ca. 12 Jahren eine Milliarde. Das sind von 6 auf 7 ca. 17 %. Das sind aber ganz andere Zahlen als die Steigerungsraten von 3 ppm pro Jahr für Co2.
Aber das Kardinalthema mag keiner diskutieren: Wieviel Menschen erträgt die Erde?? Das ist die Substanz der Diskussion, die letztlich unsere Rede retten könnte. Wenn dann, wie in China und Indien die Menschen es sich auch noch anmaßen, so zu leben wie in Europa oder Nordamerika, ja da wird es eng.
Wie wäre es denn mal mit einer Diskussion, die den Bevölkerungszuwachs in den Mittelpunkt stellt.
Aber das geht ja nicht, da muss man sich ja mit den mächtigen Weltreligionen anlegen und den Ideen von Frauenrechten und Geburtenregulierung. Das wäre doch mal was, wenn mit Christentum, Islam und Hinduismus diskutiert werden könnte, wie die Vertreter und Meinungsmacher dieser Religionen sich die Zukunft des Planeten vorstellen, in dem der Zuwachs von Menschen offenbar nicht diskutiert werden darf. Da macht man lieber die Chinesen madig, die mit ihrer Ein-Kind-Ehe schon viel gutes leisteten.
Zu solch einer Diskussion gehört eben Mut, den hat ja auch der Spiegel nicht; man ist offenbar nicht bereit sich mit den großen Weltreligionen anzulegen ( siehe Karikaturenstreit). Also, Gutmensch dieser Erde auch hier in diesem Forum. Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren hilft gar nicht, wenn die Bevölkerungsexplosion nicht eingedämmt wird.

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Antiautor 20.12.2013, 11:10
83. Schöne Aussichten

Zitat von LouisWu
Ich hoffe, bei ca. 1000 ppm. Das ist der ideale Wert für C3-Pflanzen, bei dem die Photosynthese optimal funktioniert......
Aber das ist nicht der Wert bei dem die Lunge optimal funktioniert. Als die Atmosphäre noch 1000 ppm hatte, gab es keine Lebewesen mit großen, leistungsfähigen Gehirnen. Die bildeten sich erst nach Unterschreitung von 300 ppm CO2. Ein großes Hirn ist ein evolutionärer Luxus, der auf eine gute Lungenfunktion angewiesen ist.

1000 ppm ist eine gerade noch akzeptable INNENraumluft. Googeln Sie mal Pettenkofer. Wenn die CO2 Konzentration außen auf 1000 ppm steigt, hat es keine Wirkung mehr zu lüften. Die Folge wird sein, dass der Mensch wieder im Freien leben muss.

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nervmann 20.12.2013, 11:57
84. @pallmall78

Kleiner Denkfehler, Kollege. Was nicht existiert, kann man nicht beweisen. Ich kenne keine Arbeiten von Klima-Ignoranten, die deren Behauptungen beweisen. Wo ist denn der Anti-IPCC-Report? Die Ignoranz erinnert an den Witz mit dem Geisterfahrer: "Ein Geisterfahrer? Hunderte sind hier unterwegs." Das Problem der gemeinen Öffentlichkeit ist, dass in der Wahrnehmung und Behandlung Klimawandel sich zum Einen ausschließlich auf die globale Mitteltemperatur der Erde kapriziert und zum Anderen, dass sie sich immer auf den eigenen Erfahrungsraum beschränkt, der extrem eng ist. Beides ist wirklich eine weit unzureichende Datenbasis.

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pallmall78 20.12.2013, 12:05
85. Ich sage es ja

Zitat von nervmann
Kleiner Denkfehler, Kollege. Was nicht existiert, kann man nicht beweisen. Ich kenne keine Arbeiten von Klima-Ignoranten, die deren Behauptungen beweisen. Wo ist denn der Anti-IPCC-Report? Die Ignoranz erinnert an den Witz mit dem .....
Lesen Sie meinen Beitrag erneut und Sie werden feststellen, dass Ihre Antwort ihn mehr als nur untermauert, lieber Kollege.

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Questionator 20.12.2013, 12:18
86. Doppelt geposted

Zitat von pallmall78
Meiner Wahrnehmung nach ist das größte Problem des Themas nicht, dass es langweilig präsentiert würde, sondern dass es im Laufe der letzten jahre komplett ideologisiert wurde. Haben wir einen vom Menschen gemachten Klimawandel und falls ja, wie umfänglich ist er? Ich.....
Aber ausnahmsweise mal zu Recht! Der erste wirklich rationale Umgang mit dem Thema seit langem!

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Olaf 20.12.2013, 12:33
87.

Zitat von sysop
Das Interesse am Klima lässt nach. "Für das Versagen bei der Kommunikation des Themas gibt es keine Entschuldigung", sagt der zum Filmemacher gewandelte Biologe Randy Olson im Interview. Umwelt-Geschichten seien so langweilig, dass sie selbst Roboter in den Selbstmord trieben. Die "Marke" sei ruiniert.
Klima ist langsam ausgequetscht. Wird langsam Zeit für ein neues Weltuntergangsszenario.

Aber ein schönes! Nicht mit Kometen oder so, wo keiner was für kann. Sondern eines bei dem das sündige Verhalten der Menschen durch die Natur bestraft wird und für dessen Abwendung man ordentlich Geld kassieren kann.

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quark@mailinator.com 20.12.2013, 12:38
88. Augenroll

Zitat von Antiautor
... Wer jetzt davon redet dass man dann eben CO2 Absorber in die Häuser baut zeigt damit nur, dass er rein gar nichts verstanden hat. Ab 1000 ppm ist nicht mehr behaglich. Wollen Sie jeden Aufenthaltsraum vom Bundestag bis zur Gartenlaube mit Lüftung inkl Wärmerückgewinnung und CO2 Absorbern ausrüsten? Aber dann über die Kosten der Energiewende nörgeln...
Herrje, ich war mir sicher, daß hierbei die Ironie offensichtlich war. Offenbar nicht ... Also: Das war ironisch gemeint !

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AllesnureinWitz 20.12.2013, 12:52
89. Bitte schön!

Zitat von UlliK
Diese 'Medienleute' wären heute alle schon 40 Jahre älter: leben sie überhaupt noch? Und, wichtiger: Bitte Belege für Ihre Behauptung! Nennen Sie Roß und Reiter, BITTE!
Es war die gleiche Agentur. Dieser umfangreiche Artikel aus der Zeit legt alles chronisch und sauber recherchiert dar.
http://www.zeit.de/2012/48/Klimawand...Klimaskeptiker
Wäre schön, wenn man im Spiegel auch einmal von solchen "Details" erfahren würde. Jeder Klimaskeptiker sollte sich einmal damit auseinandersetzen, wenn ihm wirklich an einer sachlichen und unideologisch geführten Debatte gelegen ist.

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