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Geschichte des Apfels: Aus der Steinzeit in den Supermarkt
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Äpfel sind das Lieblingsobst der Deutschen. Ein Forscher hat nun nachgezeichnet, wie die Pflanze wurde, was sie ist. Und wie Mammuts dabei geholfen haben.

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geri&freki 30.05.2019, 18:41
1. Eine Nummer kleiner

Um Apfelkerne zu transportien, bedarf es keiner Mammuts und Riesenhirsche. Zumal die Blütezeiten zumindest der Mammuts vor allem die Glazialzeiten waren. Und das waren nicht unbedingt gute Zeiten für das Gedeihen von Apfelbäumen. Vielmehr bestimmten Zwergbirken, Weiden und hier und dort vielleicht noch eine paar Krüppelkiefern das Bild der damaligen Kaltsteppenlandschaften - auch Mammutsteppen genannt.
Hinzu kommt, dass zwischen dem Aussterben des Steppenmammuts in Europa und Vorderasien und der Entstehung der Seidenstraße eine nicht unerhebliche zeitliche Lücke bestand.
Nein - es dürften vor allem Braunbären, Wildschweine und andere, allerdings kleinere Allesfresser gewesen sein, die zur Ausbreitung der verschiedenen Apfelarten in der Kaukasusregion und darüber hinaus beigetragen haben. Aber diese Arten kommen natürlich weitaus weniger spektakulär rüber als Mammuts und Riesenhirsche.

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pjotrmorgen 30.05.2019, 19:23
2. Man muss den Artikel lesen

Zitat von geri&freki
Um Apfelkerne zu transportien, bedarf es keiner Mammuts und Riesenhirsche. Zumal die Blütezeiten zumindest der Mammuts vor allem die Glazialzeiten waren. Und das waren nicht unbedingt gute Zeiten für das Gedeihen von Apfelbäumen. Vielmehr bestimmten Zwergbirken, Weiden und hier und dort vielleicht noch eine paar Krüppelkiefern das Bild der damaligen Kaltsteppenlandschaften - auch Mammutsteppen genannt. Hinzu kommt, dass zwischen dem Aussterben des Steppenmammuts in Europa und Vorderasien und der Entstehung der Seidenstraße eine nicht unerhebliche zeitliche Lücke bestand. Nein - es dürften vor allem Braunbären, Wildschweine und andere, allerdings kleinere Allesfresser gewesen sein, die zur Ausbreitung der verschiedenen Apfelarten in der Kaukasusregion und darüber hinaus beigetragen haben. Aber diese Arten kommen natürlich weitaus weniger spektakulär rüber als Mammuts und Riesenhirsche.
- zumindest die wichtigsten Passagen, um die gut begründete Argumentation zu verstehen. Es gibt offenbar in diesem Forschungsgebiet genug Beispiele für eine Korrelation von Megafauna (wie Mammuts) und der Verbreitung von großen Früchten ("Megafrüchten"). Der Autor schreibt, dass hier unter Megafauna durchaus Tiere > 40 kg zu verstehen ist, womit ihre Einschätzung mit Wildschweinen, Bären etc. gut zusammen passt.

Dagegen sind Wiederkäuer eher ungeeignet, weil die Samen in deren Verdauungssytem zerstört werden. Kleine Nagetiere sind wohl auch ungeeignet, weil die zwar die Früchte fressen, aber nicht notwendigerweise die Samen verschlucken, wie es geschieht, wenn große Tiere die ganze Frucht einfach verschlucken.

Die ungewöhnliche Dometizierung des Apfels ist ein weitere Hauptthema, das aber keineswegs in einen Zusammenhang zwischen der Blütezeit der Mammuts und der Zeit der Seidenstrasse gebracht wird. Der Mensch sorgte dafür, dass viele isolierte Wildapfelpopulationen in Eurasien mit anderen Arten oder Sorten hybridisiern konnten, was auch die heutzutage enorme Zahl von Apfelsorten erklären mag. Nach meiner Recherche soll es alleine in Europa ca. 20000 geben.

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Kasob 30.05.2019, 19:52
3. Kein Apfel in der Bibel

Nach meiner Erkenntnis steht nichts von einem Apfel in der Bibel, sondern nur von einer Frucht.

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herjemine 31.05.2019, 07:36
4. Waaaa, machen Sie mir meine Welt nicht anders!

Zitat von Kasob
Nach meiner Erkenntnis steht nichts von einem Apfel in der Bibel, sondern nur von einer Frucht.
Das hiesse also auch, das Wilhelm Tell nicht auf einen Apfel sondern u.U. eine Zuckerrübe schoss?
Weia, nichts bleibt wie es war...

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Bala Clava 31.05.2019, 08:38
5. Nach neuer Forschung

trug das Opfer Wilhelm Tells einen Hokkaidokürbis auf der Birne.

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Sissy.Voss 31.05.2019, 09:54
6. Ein Artikel wie ein Wackelpudding

Ein Artikel wie ein Wackelpudding: vollgestopft mit glasharten Aussagen wie "sollten", "könnten" und "wird vermutet". Oder Sätzem wie: Zweitausend Jahre alte antike Darstellungen aus Südeuropa zeigen rote Früchte, bei denen es sich wohl um Äpfel handelt, schreibt Spengler... Ihm ist entgangen. dass es sich bei seinen roten Früchten um Granatäpfel handeln wird, die dort heimisch und verbreitet sind und in der Kunst vor 3.000 Jahren dargestellt wurden, nicht nur bildlich, sondern auch Form von Glasgefäßen. Dass das europäische Mammut und übrigens auch Pferde um das Ende der letzten Eiszeit (12.000-10.000) ausstarben, lassen sie als Verbreitungsvektoren ziemlich unwahrscheinlich erscheinen. Eine Korrelation (siehe oben, pjotrmorgan) von Megafauna (wie Mammuts) und der Verbreitung von großen Früchten ("Megafrüchten") nachzuweisen, wäre äußerst interessant, zumal noch im Neolithikum die Megafrucht „Apfel“ einen Durchmesser von ca. 2-3 cm hatte und leider die gesamt Megafauna ausgestorben war.

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Sissy.Voss 31.05.2019, 10:03
7. Nein!

Zitat von herjemine
Das hiesse also auch, das Wilhelm Tell nicht auf einen Apfel sondern u.U. eine Zuckerrübe schoss? Weia, nichts bleibt wie es war...
Das ist die einzige Story, die der schwäbische Historiker Fritz Schiller nicht sauber recherchiert hat. Tell schoss natürlich auf Gessler, aber als bekannt lausiger Schütze traf er den Lolly des Jungen, der am Hang hinter dem verhassten Unterdrücker stand. Nichtsdestotrotz war es für Tell´s Verhältnisse ein ausgezeichneter Schuss und ging deshalb berechtigt in die Histörchen ein. Das gibt den historischen Grund, warum die Schweizer heute noch ein Schießgewehr zuhause verwahren, auch wenn sie einen Hut nicht von einem Landvogt unterscheiden können.

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pjotrmorgen 31.05.2019, 10:46
8. Unwissenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr

Zitat von Sissy.Voss
Ein Artikel wie ein Wackelpudding: vollgestopft mit glasharten Aussagen wie "sollten", "könnten" und "wird vermutet". Oder Sätzem wie: Zweitausend Jahre alte antike Darstellungen aus Südeuropa zeigen rote Früchte, bei denen es sich wohl um Äpfel handelt, schreibt Spengler... Ihm ist entgangen. dass es sich bei seinen roten Früchten um Granatäpfel handeln wird, die dort heimisch und verbreitet sind und in der Kunst vor 3.000 Jahren dargestellt wurden, nicht nur bildlich, sondern auch Form von Glasgefäßen. Dass das europäische Mammut und übrigens auch Pferde um das Ende der letzten Eiszeit (12.000-10.000) ausstarben, lassen sie als Verbreitungsvektoren ziemlich unwahrscheinlich erscheinen. Eine Korrelation (siehe oben, pjotrmorgan) von Megafauna (wie Mammuts) und der Verbreitung von großen Früchten ("Megafrüchten") nachzuweisen, wäre äußerst interessant, zumal noch im Neolithikum die Megafrucht „Apfel“ einen Durchmesser von ca. 2-3 cm hatte und leider die gesamt Megafauna ausgestorben war.
Lesen Sie erstmal den Originalartikel und recherchieren Sie die Fakten zu Wildäpfeln, dann würden Sie nicht solch herumblödelnde Beitäge schreiben.

Es wurde schon erwähnt, dass die in Frage kommenden Tiere als Verbreiter der Apfelsamen > 40 kg sind. Niemand hat behauptet, dass die Verbreitung der Wildäpfel erst nach dem Jahr 10 000 stattgefunden haben kann. Da geht es um Zeiträume die viel weiter zurückliegen. Entsprechend schreibt Spengler auch über Prozesse, die seit dem Miozän (23 Millionen Jahre) abgelaufen sind. Bären und Schweine konnten es dennoch bis zum heutigen Tage, was Sie aber wohl gerne ignorieren.

Im übrigen hat der Asiatische Wildapfeleine eine Größe von 7 cm: https://de.wikipedia.org/wiki/Asiatischer_Wildapfel Diese und andere Wildarten sind Millionen von Jahren alt, weshalb das Aussterben der Mammuts vor 10 000 Jahren hier völlig bedeutungslos ist.

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Augustusrex 31.05.2019, 11:50
9. Na ja,

Zitat von Sissy.Voss
Das ist die einzige Story, die der schwäbische Historiker Fritz Schiller nicht sauber recherchiert hat. Tell schoss natürlich auf Gessler, aber als bekannt lausiger Schütze traf er den Lolly des Jungen, der am Hang hinter dem verhassten Unterdrücker stand. Nichtsdestotrotz war es für Tell´s Verhältnisse ein ausgezeichneter Schuss und ging deshalb berechtigt in die Histörchen ein. Das gibt den historischen Grund, warum die Schweizer heute noch ein Schießgewehr zuhause verwahren, auch wenn sie einen Hut nicht von einem Landvogt unterscheiden können.
beim zweiten Versuch in der hohlen Gasse hat er den Gessler aber sauber erwischt, auch ohne einen Apfel dabei zu haben. In einem volkstümlichen Gedicht klingt das so:
Da ist er schon und losgedrückt ist schnell der stramme Bogen,
der Pfeil ist dem Tyrann geschickt durch seinen Bauch geflogen.
"Herrjemmers, das war Tells Geschoß", so sprach der Landvogt leise,
"Der Flegel schießt ja ganz famos, jetzt geht es auf die Reise." usw.

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