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Gesellschaft der Zukunft: Lesen Sie Science-Fiction!
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Science-Fiction hat einen miesen Ruf. Sie gilt als minderwertig, als Literatur für Eskapisten. Doch die wahren Eskapisten sind diejenigen, die sich vor dem Gedanken an die Zukunft drücken.

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Vex 05.11.2017, 14:45
100.

Der Hauptunterschied meiner Meinung ist das sich SF Literatur sehr oft mit (Natur-) Wissenschaft beschäftig während der Aspekt bei den Realisten meist völlig ausgeblendet wird.
Bei beidem geht es um Menschen aber eben aus einem anderen Blickwinkel.

Ursula K LeGuin hat eine wunderbare Dankesrede gehalten und sie wäre übigens auch eine bessere Nobelpreigewinnerin dieses Jahr gewesen.
https://www.youtube.com/watch?v=Et9Nf-rsALk

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MilderWilderBaer 05.11.2017, 14:49
101. Adam-Troy Castro

Seine Trilogie (die übrigens nur in deutsch übersetzt komplett erhältlich ist, im englischen gibt es den dritten Band schlicht nicht) ist IMHO eines der am meisten unterschätzten SF Zyklen.
Der Schreibstil ist, gerade im ersten Band, etwas steif, aber die Story um Ich-Erzählerin Andrea Cort, die für die Erde auf menschlichen Kolonien Straftaten untersucht (Krimi a la Agatha Cristie), ist sehr gelungen.
Ein schön kantiger Charakter, die Alien-Rassen sind nicht super-originell, aber weit weg von Einheitsbrei. Nebenbei ist die Erde auch nur ein Planet unter vielen und dank unserer Heldin nicht mal besonders hoch angesehen (will hier nicht spoilern , warum das so ist).
Gut durchdacht, düster (Arbeiter verkaufen z.B. ihre eigene Arbeitskraft und die der folgenden Generationen an eine Firma, um sich ein Haus leisten zu können), manchmal etwas holprig, aber sehr erfrischend.
Für E-Books gibt es auch noch eine Kurzgeschichte, ein Prequel (With Unclean Hands), beim südamerikanischen Fluss zu bestellen. Nur auf Englisch, aber zum Test, ob es einem gefällt, gut geeignet.
Oh! Und danke für den Artikel :)

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Grünenberg Berlin 05.11.2017, 14:50
102. Laws of Singularity & Berlin Sci-fi Filmfest 2017

Ich habe kürzlich ein Traktat, ein scientific paper, unter dem Titel 'Laws of Singularity' veröffentlicht, das zum Teil aus Science Fiction Literatur gespeist ist und die Rahmenbedingungen für zukünftige Superintelligenzen setzt: https://www.academia.edu/34857590/Laws_of_Singularity. Außerdem möchte ich noch auf das erste deutsche Science Fiction Filmfestival hinweisen, das unter dem Titel '1. Berlin Sci-fi Filmfest' am 17. und 18. November 2017 in Berlin im Festivalkino Babylon stattfindet (Festivalsprache Englisch). Gezeigt werden 66 neue Kurz- und Langfilme aus aller Welt - und die Qualität der Einreichungen war unglaublich hoch (ich bin Jurymitglied): www.berlinscifi.com

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doc_jeep 05.11.2017, 14:51
103. Kim Stanley Robinson!

Das den noch keiner genannt hat - Kim Stanley Robinsons Mars-Chroniken (Roter Mars, Grüner Mars, Blauer Mars), ergänzt durch Nachfolgewerke im selben (oder ähnlichen) Universum "2312" und "Aurora", sind unbedingt empfehlenswert! Die Bücher sind richtige Hard SciFi (realitätsnahe Science Fiction) und beleuchten eine Fülle an Themen, die auch für die Gegenwart interessant sind. Seien es politische Zusammenhänge, Ökonomie, Terraforming und Geoengineering, Langlebigkeit und ihre Folgen... und selbstverständlich die Folgen des Klimawandels. Abgerundet wird dies durch eine Fülle phantastischer Ideen, welche als Details das Zukunftsbild abrunden - ein Beispiel gefällig? Im späteren Verlauf der Kolonisierung des Sonnensystems, kommen die Siedler der Saturnmonde auf die Idee, Brennlaternen in Saturns Gasatmosphäre zu setzen, um den Lichteinfall auf ihren Monden zu erhöhen. Das wird da mal so eben in zwei Sätzen erwähnt. Als Detail. Nicht umsonst bedient sich Corey's (zurecht) hochgelobte "Expanse" Reihe reichlich an Robinsons Mars-Zyklus, huldigt ihm zugleich aber durch Easter Eggs. Im Vergleich zu "Expanse" sind Robinsons Mars-Bücher "trockener", dafür realitätsnäher. Ebenfalls empfehlenswert sind Arthur C. Clarkes Odyssee Bücher, Stephen Baxters "Proxima" und "Neuromancer" wird natürlich erst mit Gibsons Prequel "Idorukomplex" richtig rund. Ich schließe mit einer deutlichen Warnung vor Andreas Brandhorst "Das Schiff", eine wirklich scheußliche Enttäuschung die man sich ersparen sollte.

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benz driver 05.11.2017, 14:56
104. James S. A. Corey - The Expanse

.. bin durch eine Meldung auf heise.de darauf aufmerksam geworden.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Streaming-Tipp-Warum-man-The-Expanse-gesehen-haben-muss-3822416.html
Es sind sechs Romane und eine TV-Serie mit aktuell zwei Staffeln vetfügbar, die dritte Staffel wird gerade gedreht. Ich habe mir die erste Staffel an den zwei Feiertagen 31.10. / 01.11 angesehen. Ich überlege mir zur Zeit, ob ich mir die Romane kaufen soll. Nun ja, mein Tag hat auch nur 24 Stunden...

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zaldon 05.11.2017, 14:59
105. Anderes literarisches Feld

In Deutschland vielleicht immer noch zu wenig bekannt, ist die SF-Trilogie von Liu Cixin:
The Three-Body Problem (三体) (2007)
The Dark Forest (黑暗森林) (2008)
Death's End (死神永生) (2010)
Die ersten beiden sind auch schon ins Deutsche übersetzt.

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-garcia- 05.11.2017, 15:01
106.

Ich gebe ja gern einen Tip.
Lest von Dan Simmons die Bände "Hyperion" und "Endymion" (in dieser Reihenfolge), und es wird klar, welche Wucht und Kraft und visionäre Gewalt in dieser Art Literatur stecken kann.
Viel Spaß!

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Corona17 05.11.2017, 15:02
107. Eskapismus

Eskapismus ist ein vordergründiges Element jeder Literatur, egal ob SF oder anderweitig. Gute Literatur führt im Wesen wieder zum Kern des Menschseins zurück. Auch hier besteht kein Unterschied zwischen SF und anderen Genres.

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arrifutz 05.11.2017, 15:05
108. Vor 20 Jahren auf dem Gymnasium

11. Klasse Deutsch, meine Idee ware eine Buchvorstellung von William Gibsons Neuromancer. Meine Deutschlehrerin, die sogar mit dem Namen was anfagen konnte, schaute mich an, wie von der Tarantel gestochen. Dies ist 20 Jahre her. Heute wüßte ich gerne, was sie zu ihrer Reaktion damals sagen würde.

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mac4me 05.11.2017, 15:05
109. Stanislaw Lem und die Brüder Strugatzki...

...schrieben mit die beste Literatur, die je vor dem Mauerfall im Osten geschrieben wurde. Lem beschrieb auch eine Gesellschaft, die, durch Drogen gesteuert, in einer Parallelwelt lebte.

Heute haben wir das Ganze ohne Drogen. Man muss nur die richtige politische Überzeugung haben.

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