Forum: Wissenschaft
Gesetzesvorschlag: Minister wollen jeden Deutschen zum Organspender erklären

In Deutschland herrscht*dramatischer Mangel an Spenderorganen. Viele Patienten sterben, während sie auf der Warteliste stehen. Jetzt fordern mehrere Landesgesundheitsminister eine Gesetzesänderung: Jeder, der nicht widerspricht, soll künftig als Organspender in Frage kommen.

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HariboHunter 01.06.2011, 07:21
1. Ohne mich

Sorry,
Das sind meine Organe und ich entscheide was damit nach meinem Ableben passiert. Sobald mir jemand in diese Entscheidung reinredet, werde ich nicht mehr bereit sein zu spenden.

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Rainer Helmbrecht 01.06.2011, 07:25
2. Ohne Titel ist man freier.

Zitat von sysop
In Deutschland herrscht*dramatischer Mangel an Spenderorganen. Viele Patienten sterben, während sie auf der Warteliste stehen. Jetzt fordern mehrere Landesgesundheitsminister eine Gesetzesänderung: Jeder, der nicht widerspricht, soll künftig als Organspender in Frage kommen. ......
Es ist doch nicht zu viel verlangt, dass jeder der das nicht will, das erklärt. Eine gute Gelegenheit wäre auch eine Erklärung, wenn man den Führerschein macht. Ich kann gar nicht verstehen, warum um solche Erklärungen immer so ein Zirkus gemacht wird.

MfG. Rainer

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großwolke 01.06.2011, 07:26
3. .

Eine Verständnisfrage: Wieso würde eine Umstellung auf eine Widerspruchsregelung "die Menschen verunsichern"? Soweit ich das überblicke ist gemäß der größten Religionen in unserem Leid keiner auf den ordnungsgemäßen Zustand seiner leiblichen Hülle angewiesen, damit es nach dem erfolgreichen Ableben auf dieser Seite auf der anderen weitergehen kann. Warum also sollte also jemand Bedenken dagegen haben, dass leidenden Menschen mit etwas geholfen wird, das man selbst leider nicht mehr benötigt?

Aber immerhin hat der Artikel mich dazu gebracht, meinen Spenderausweis zu checken und gleich einen neuen zu basteln. Die Dinger werden schneller unleserlich als man glauben mag...

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eierbär 01.06.2011, 07:29
4. Unerträglich

Ich finde dieses Föderalismus-Gehampel, egal worum es geht, unerträglich. Warum kann das nicht auf Bundesebene entschieden werden? Gerade beim wichtigen Thema Organspende hinken wir in Deutschland wieder hinterher, weil man das Rad (typisch deutsch!) neu erfinden will. Kann man nicht mal andere Länder als gutes Beispiel nehmen? Was ist schlimm daran, von vornherein als Spender zu gelten und dann, falls man es ablehnt, zu widersprechen? Es könnten soviel mehr Leben gerettet werden.

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frubi 01.06.2011, 07:30
5. .

Zitat von Rainer Helmbrecht
Es ist doch nicht zu viel verlangt, dass jeder der das nicht will, das erklärt. Eine gute Gelegenheit wäre auch eine Erklärung, wenn man den Führerschein macht. Ich kann gar nicht verstehen, warum um solche Erklärungen immer so ein Zirkus gemacht wird. MfG. Rainer
Das hat doch oftmals religiöse Gründe. Nicht immer aber ansonsten gibt es wirklich keine Begründung, wieso der eigene Körper nach dem Tod nicht geplündert werden sollte damit es anderen Menschen besser geht und diese Menschen ggf. noch Jahre mit dem Organ leben können. Ich wäre in diesem Fall für eine Volksbefragung. Ich wüsste nämlich auch nicht, wieso Politiker über solche Dinge entscheiden sollen.

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Horstino 01.06.2011, 07:33
6. Alternativen?

Die Alternative wäre, dass nur diejenigen mit Organen versorgt werden, die sich als Spender registriert haben. Es kann doch nicht angehen, dass man zwar gerne ein Organ nimmt, wenn man eines benötigt, aber seine Organe sonst lieber mit ins Grab nimmt.

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weilei 01.06.2011, 07:33
7. Heuchelei pur

Unsere Politiker scheinen gegen jede Form von medizinischem Fortschritt zu sein. Sie lehnen die Präimplantationsdiagnostik ab, Stammzellenforschung ebenso und alles im Namen der Ethik!!! Aufwachen werden sie wohl erst, wenn eigene Angehörige oder sogar die eigene Haut betroffen ist!

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solve13 01.06.2011, 07:33
8. Frankenstein läßt grüßen

wissen wir denn was in den Pathologien dieses Landes wirklich geschient? Um evtl. Enthüllungen vorzubeugen (es gab Fälle in denen bei Kinderleichen Organe - für wissenschaftliche Zwecke - ohne Einwilligung der Eltern entnommen wurden)schafft man die einfachere Lösung... wer denkt in jungen Jahren (diese Organe sind sehr begehrt) schon daran plötzlich zu sterben?

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nassbirnenfausttänzer 01.06.2011, 07:33
9. hmmm...

...ich hätte eine Idee wie man das ganze noch effizienter gestalten könnte. Jeder, der 67 Jahre wird, darf "staatlich entkörpert werden" wenn er nicht rechtzeitig widerspricht. So gibt es mehr Organe und weniger Rentenzahlungen --> zum Wohle der Gemeinschaft. :)

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