Forum: Wissenschaft
Gestörter Ruhezustand: Schlafmangel kann dick und zuckerkrank machen
dapd

Nachtschichtarbeiter und Vielflieger haben möglicherweise ein erhöhtes Diabetes-Risiko. Der Grund: Herrscht Schlafmangel, verbraucht der Körper im Ruhezustand weniger Kalorien als gewöhnlich. Auch die Bauchspeicheldrüse schaltet einen Gang zurück.

fatherted98 12.04.2012, 10:16
1. Jetzt weiß...

Zitat von sysop
Nachtschichtarbeiter und Vielflieger haben möglicherweise ein erhöhtes Diabetes-Risiko. Der Grund: Herrscht Schlafmangel, verbraucht der Körper im Ruhezustand weniger Kalorien als gewöhnlich. Auch die Bauchspeicheldrüse schaltet einen Gang zurück.
...ich endlich warum ich so fett bin...liegt nicht an den Tonnen von Fast Food und Süssigkeiten sondern nur weil nicht richtig ausschlafe....habe gleich den Wecker weggeworfen...vor dem dritten Frühstück...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SpitzensteuersatzZahler 12.04.2012, 10:34
2.

Schade nur, dass das Schlafen so viel Zeit benötigt, die einem dann wo anders fehlt. Aber wie man sieht, muss man sie sich einfach nehmen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berndasbrot 12.04.2012, 12:01
3. Tja, das ist halt ein Luxus

Während heutzutage Tertiärbedürfnisse (Smartphone, Flatscreen, .......) fast überall berfriedigt sind, sind die Primärbedürfnisse fast immer unerfüllt und purer Luxus.
Wer hat denn heutzutage noch
- gesundes Essen
- ausreichend Bewegung
- ausreichend Licht
- ausreichend frische Luft
- ausreichend Zeit mit Familie, Freunden, Bekannten
- eine voll befriedigendes Liebesleben
und zu guter letzt,
- ausreichend Schlaf???

Als Arbeitnehmer kaum noch vorstellbar.......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vater von w 12.04.2012, 13:27
4. Wohl eher...

... nicht?
Ich mache jetzt im 39. Jahr Schichtdienst. Davon meistens 12 Stunden. Ich habe zwar etwas Übergewicht, aber dass liegt wohl an der geänderten Form und dem dadurch bewegungsaermeren Inhalt der Arbeit, auch ist das Auto vorm Haus statt dem Fussmarsch zur Haltestelle mit Schuld. Die Zuckerkranken die ich kenne und kannte sind keine Schichtarbeiter gewesen. Wenn man man diszipliniert lebt kommt es nicht zu Schlafmangel, ich kann nach der Nachtschicht mit 3,5 Stunden klarkommen, schlafe auch mal 10 Stunden. Und beim Essen habe ich mich nie mit Fastfood und viel Schwein angefreundet. Ich denke an die vielen amerikanischen Gestalten, die auch in D zu sehen sind ( Bus- und LKW- Lenker z.B.), da treiben deren Arbeitgeber Schindluder mit ihrem Kapital. Auch Frau Aigner sollte sichhauptsaechlich darum kuemmern, was man in Lebensmittel reinruehrt und damit schon Kinder an die Angel nimmt . Verbraucherschutz ist Gesundheitsschutz- das geht vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bbr1960 12.04.2012, 16:29
5. Schlafapnoe-Syndrom

Die Ergebnisse überraschen mich nicht. Es ist ja bekannt, dass auch das Schlafapnoe zu Übergewicht führt. Das gemeine daran: Übergewicht verschlimmert wiederum das Schlafapnoe-Syndrom, und man gerät in einen Teufelskreis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
emovis 12.04.2012, 18:20
6. Schlafmangel -> Diabetes?

Die Ergebnisse sind leider in der Tat auch für uns nicht verwunderlich und untermauern, wie bereits erwähnt, vergangene Studien. Aber bitte nicht verrückt machen lassen..nicht dass diese Nachricht Ihnen noch den Schlaf raubt!

Auch wir führen Studien durch für Patienten mit Schlafstörungen und auch Diabetes Patienten (Studie: Diabetes mellitus Typ II und Übergewicht). Hierbei geht’s aber eher darum für Betroffene neue und bestehende Medikamente weiter zu entwickeln..Würden alle Patienten, die an Schlafmangel leiden erhöhtes Diabetes-Risiko bedeuten..unvorstellbar. Außerdem sollte hier auch ganz klar zwischen Diabetes mellitus Typ I und II (Diabetes - Krankheitsbild / Klinische Studien in Berlin für Patienten) unterschieden werden.

Lieben Gruß und einen schönen Feierabend sowie erholsamen Schlaf!
Bettina

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 13.04.2012, 23:28
7. Zeit

Zitat von SpitzensteuersatzZahler
Schade nur, dass das Schlafen so viel Zeit benötigt, die einem dann wo anders fehlt. Aber wie man sieht, muss man sie sich einfach nehmen...
In dem Artikal steht ohne weitere Erläuterung, dass die Ernährung der Teilnehmer der Studie kontrolliert wurde.
Meine davon unabhängige Erfahrung ist: Je weniger ich schlafe, desto mehr Zeit habe ich zum "fressen".
Ich wache zum Beispiel NIE mit Hunger auf. Appetit oder Hunger setzt frühestens 3 Stunden nach dem Aufwachen ein. Wenn ich die Zeit habe, noch zusätzliche Schlafphasen einzubauen, brauche ich extrem wenig Nahrung.

Wenn ich Heißhungerattacken habe, gebe ich ihnen gerne nach. Ich habe jahrelang Nachtschicht gearbeitet. Mein Körpergewicht hat sich in den letzen 30 Jahren nie um mehr als +- 5 Kilo verändert.

Meine Kinder essen wie neunköpfige Raupen und bewegen sich ständig am Rande des Untergewichts. Ein Nachbarskind, das öfters bei uns übernachtet und isst, wird von Woche zu Woche dicker.

Ich denke, dass die meisten Menschen ihr Gewicht durch ihre genetisch vorgegebene Stoffwechselrate mehr oder weniger vorgegeben haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren