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Gesundheitsnotstand in Syrien: "Die großen Killer sind nicht die Bomben"
AP

Die fehlende medizinische Versorgung fordert mehr Opfer in Syrien als Kugeln oder Bomben, warnen Mediziner. Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems hat das Feld für Seuchen bereitet. Nach Polio fürchten Ärzte nun den Ausbruch einer Masern-Epidemie.

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stasilaus 01.11.2013, 17:01
1. Beispiel Nordamerika

In Nordamerika haben die Weissen die Indianer auch nicht nur mit Krieg ausgerottet. sondern massenhaft mit eingeschleppten Krankheiten und Mangelernährung

Offenbar versucht die USA dies jetzt auch in Syrien. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst unter der Bevölkerung eine Milzbrand-Epidemie ausbricht. Bei den Indianern war es die Tuberkeln- und Pockenerreger aus den Wolldecken der europäischen Quarantäne-Stationen.

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g.raymond 01.11.2013, 17:38
2. Blutige Torheiten

Barbara Tuchmann spricht von der Torheit der Regierenden in der Geschichte, von Troja bis Vietnam. Genauso interessant wäre eine Geschichte der Torheit von Revolutionären und Rebellen. Die syrischen Rebellen geben exzellente Beispiele dafür: von offensichtlicher Überschätzung ihrer militärischen Möglichkeiten, von selbstzerstörerischem und zerstörendem Fanatismus, von mörderischer Grausamkeit, von chaotischer Politik und Uneinigkeit. Das Resultat ist die Zerstörung einer der ältesten Kulturnationen dieser Welt. Nur auf Assad zu schimpfen, ist intellektuelle Einäugigkeit. Dazu kommt die Torheit des Geldes: die hyperreichen nouveau riche Saudi Arabien und Qatar, ehemalige Nomadenstämme und erst seit Anfang des 20. Jh geschichtslose staatliche Gebilde, verführt vom Westen und den Westen mit gigantischen Investitionen verführend, groteske Familiendiktaturen mit religiöser Sittenpolizei, Sklavenarbeitern und Frauenunterdrückung. Und kein Ende in Sicht.

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sahnekefir 01.11.2013, 17:41
3.

Zitat von stasilaus
In Nordamerika haben die Weissen die Indianer auch nicht nur mit Krieg ausgerottet. sondern massenhaft mit eingeschleppten Krankheiten und Mangelernährung Offenbar versucht die USA dies jetzt auch in Syrien. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst unter der Bevölkerung eine Milzbrand-Epidemie ausbricht. Bei den Indianern war es die Tuberkeln- und Pockenerreger aus den Wolldecken der europäischen Quarantäne-Stationen.
Ich traue den USA ja einiges an Schweinereien zu, besonders in dieser Region, aber dass die USA ein besonderes Interesse am vorzeitigen Tod syrischer Krebspatienten oder einer Masernepidemie haben, glaube ich eigentlich nicht.

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mercadante 01.11.2013, 17:48
4. Nun stehen alle vor einem Trümmerhaufen

Libyen war für Syrien ein schlechtes Beispiel vor allem für die Koalition der Weltverbesserer , Syrien wurde Jahrelang mit Sanktionen behandelt , nach Libyen sollte diese Behandlung eine Steigerung bekommen , nun haben wir den Salat , es müssten soviel Toten geben damit die Welt der Verbesserer verstehen dass der Weg Dialog heißt auch wenn langsam und mühsam ist

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twaddi 01.11.2013, 18:12
5.

Aber die Bomben zerstören die Infrastruktur, die die "großen Killer" in Schach halten können.

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Sharoun 01.11.2013, 18:12
6. Das Ergebnis zählt

Zitat von sahnekefir
Ich traue den USA ja einiges an Schweinereien zu, besonders in dieser Region, aber dass die USA ein besonderes Interesse am vorzeitigen Tod syrischer Krebspatienten oder einer Masernepidemie haben, glaube ich eigentlich nicht.
..es hat sich irgendwann eine Koalition herausgebildet mit dem Ziel, das Assad verschwinden bzw. sein Land als Brückenkopf oder sonstwas herhalten sollte.

Dazu wurde propagandistisch alles mögliche inszeniert und daran hält dieser Pakt immer noch fest, auch wenn die ursprünglichen Anliegen heute vergleichsweise obsolet sind und der zu zahlende Preis viel zu hoch.

Gebetsmühlenartig predigt man weiter etwas vom 'Schlächter von Damaskus' und verschließt die Augen vor dem Lumpenpack, daß man militärisch und logistisch dort hochzüchtet und das heute brutaler und unberechenbarer agiert, als es ein Assad je getan hat (hätte).

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TheCommentator1207 02.11.2013, 01:16
7. Traurig

In Syrien sterben Menschen durch fehlende medizinische Unterstützung und die USA investieren bis zu ihrem eigenen finanziellen Untergang in ihre militärische Stärke, um in Syrien Anschläge zu verhindern, bei welchen es deutlich weniger Opfer gibt, als Kinder oder Erwachsene wegen fehlender medizinischer Unterstützung sterben. Und Deutschland, als eins der reichsten Länder, hält sich natürlich komplett raus...

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Jean P. v. Freyhein 02.11.2013, 04:23
8.

Das ist doch Assads Kalkül, entweder er ist unumstrittener Präsident oder die Syrer sterben in Massen. Ohne Unterstützung Irans und Russlands wäre er doch schon am Ende.
Auch diese Toten gehen auf das Konto von Putin und der Mullahs.

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5michael5 02.11.2013, 08:29
9. Psychische Erkrankungen

Die nicht mehr behandelt werden können, kommen noch dazu. Vieviele Traumaerkrankungen dazu kommen weiss wohl niemand. Mindestens auf drei Generationen hinaus wird die syrische Gesellschaft mit schwersten Schäden auf vielen Gebieten zu kämpfen haben. Da spielt es kaum mehr eine Frage wer Schuldig ist, zu schwer wiegt sie schon lange.

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