Forum: Wissenschaft
Gillette-Werbespot: Männer sind an allem schuld
Gillette / YouTube

Der Social-Media-Aufreger der Woche war eine Rasiererwerbung. Es gab Wutausbrüche und Boykottaufrufe, ein "Krieg gegen die Männlichkeit" sei im Gange. In Wahrheit bedrohen Männer vor allem sich selbst.

Seite 18 von 28
jeze 20.01.2019, 19:00
170. Fast

Nur noch ein Schritt weiter zurück und schon wird’s sinnvoll: Menschen sind an allem schuld.

Beitrag melden
7131972445694 20.01.2019, 19:08
171.

Zitat von quacochicherichi
20 Mio clicks, 1 Mio Dislike, das sind 5%. Nicht gerade viel. Abgesehen davon das mir das, worüber sich das Netz empört, am Allerwertesten vorbeigeht, ist die Botschaft im Prinzip richtig. 5% Männer die Idioten sind? Ich hätte mehr erwartet. Gillette kauf ich trotzdem nicht, viel zu teuer. Irgendwoher muss ja das Geld kommen um die teuren Spots mit berühmten Sportler zu finanzieren. Nonname Rasierer tuns für einen normalen Mann wie mich auch.
Sie verstehen offensichtlich nicht, wie das Votesystem funktioniert. Erstens sind über 1 Million Downvotes ein sehr selten dagewesenes negatives Feedback und zweitens müssen sie die Downvotes ins Verhältnis zu den Upvotes setzen, da ohnehin nur die wenigsten Nutzer voten. Und da gibt es nahezu doppelt so viele Downvotes wie Upvotes.

Beitrag melden
matteo51 20.01.2019, 19:18
172.

Der Brand Manager, der das durchbekommen hat, dem gebührt echt ein Orden:) - super!

Beitrag melden
margo. 20.01.2019, 19:25
173. Frauen müssen. .

Jahrelang für reizdarmwerbung herhalten oder blasenschwäche oder tütensuppenmuttiklischee... locker bleiben. Versprochen, Mann überlebt es :-)

Beitrag melden
solynieve 20.01.2019, 19:32
174. Es sind die anderen

Wenn es die anderen sind, „die da oben“, die Einwanderer, die „Linken“, die „Rechten“, fällt bei mir ohnehin die Klappe. Ich bewerte unter anderem eine Präsidentschaft auch an dieser Attitüde, ob man aufwiegelt oder vereinen will. Donald Trump ist der größte Aufwiegler. Er heizt Krawalle von Rechts gegen Links auf, wiegelt gegen Einwanderer auf. Alles Strategie. Der wahre Feind sitzt ganz woanders. Wenn seine Anhänger nur einmal in sich gehen würden und sich nicht in Ständigem von außen befeuerten emotionalen Notstand befinden würden, hätte der Mann keine Chance.

Beitrag melden
martin_schiller 20.01.2019, 19:33
175. Auf einem Auge blind

Dank jahrhundertelangem Patriarchat sind Männer für viele Dinge im Positivem, wie im Negativem verantwortlich.
Stellen wir uns mal vor, es hätte hier folgenden Artikel gegeben:
Eine lange Aufzählung der von Männern erforschten und erfundenen Dinge mit dem Fazit, dass die Männer für das meiste Gute in der Welt verantwortlich sind.
Hier hätte (zu Recht) ein Shitstorm stattgefunden.
Wieso ist es dann korrekt, einen Artikel zu schreiben, in dem man alles schlechte der Welt den Männern zuschreibt?
Einfach mal über bitte über diese einseitige Sichtweise nachdenken!

Beitrag melden
descartes 20.01.2019, 19:41
176. Ich wurde provoziert, anstatt ich habe mich provozieren lassen?

Zitat von santosilver
Ginge es Gilette "nur" um ihre Produkte, müssten sie wohl den Trend zum Bart angreifen. Bartträger fehlen ja nicht zufällig in dem Spot. Bart ist männlich, punkt. Rasierte Männer sind domestizierte Männer. Das klingt extrem, aber: think about it. Und ein Wort an die Damen: wer Männern und überhaupt der Öffentlichkeit permanent seine sexuellen Reizorgane ins Gesicht drückt, Scham als Fremdwort führt, muss sich nicht wundern, wenn sie darauf reduziert werden. das klingt nach "selber Schuld", aber ganz ehrlich: genau das meine ich auch. Frauen beklagen sich über's reduziert-werden, agieren aber gerade so, als ob sie sich selber darauf reduzieren. In Bezug auf geschlechtliche Reizbarkeit sind wir wohl alle recht schlicht gestrickt - auf beiden Seiten. Geld und Macht z.B. sexy zu finden ist doch kaum zu toppen an sexueller Diskriminierung, oder???? und wer genau hier der Täter???
Das ist ja wohl an Beispiel für "fremdgesteuert" nicht mehr zu toppen. Und wieder mal ein Beitrag aus der Serie "Und die Banken sind Schuld daran, dass es Bankräuber gibt!" Ist das nicht einer der Unterschiede zwischen Mensch und Tier, dass man seinen Instinkt nicht über seine Ratio entscheiden lässt? Da kann man dann "der Öffentlichkeit permanent seine sexuellen Reizorgane ins Gesicht drücken", so lange frau will, ohne hormonelle Amokläufe zu provozieren. Aber wahrscheinlich reagieren richtige Männer so.
Und ja, Bart ist männlich, sonst hätten Frauen auch einen, aber ist er auch ästhetisch? Und was sagt das über das Selbstbewusstsein des Bartträgers aus, wenn er diese Merkmale noch hegt, pflegt und es nötig hat zu unterstreichen?
Was sagt es über die 50% der männlichen Zeitgenossen aus, die mit gegeltem Adolfscheitel und Talibanbart durch die Gegend laufen und sich auch noch als modisch auf der Höhe fühlen? "Schaut her, ich bin ein Mann?"

Beitrag melden
eric111 20.01.2019, 19:42
177. Kann mir mal jemand kurz helfen?

Ich fasse mal zusammen:

Wir haben hier einen Rassierklingenhersteller, der praktisch ein Monopol inne hatte, weil viele Männer Gillette seit ihrem ersten Bartwuchs oft tagtäglich und bis an ihr Lebensende verwenden. Ein Monopol, da Gilette praktisch alle Konkurrenzfirmen aufgekauft hatte. Nur Wilkinson (ähnliche Preisklasse, leicht schlechtere Qualität) und BIC (günstig und schlecht) sind übriggeblieben.

Dieser Rassierklingenhersteller, der dazu noch für sexistische Werbung verantwortlich war und Rassierklingen zum mehr als 100-fachen Preis an den vorwiegend männlichen Endverbraucher verkauft, als ihn das Teil in einem Entwicklungsland unter mutmaßlich arbeitsrechtlich bedenklichen Bedingungen gekostet hat, rät seinen Kunden nun dringend an, sich zu ändern, femininer zu werden. Sowohl die Regie als auch den Firmenvorsitz haben Radikalfeministinnen inne., welche Männlichkeit nun als toxisch ansehen, die man aber mit ihrem Produkt wegrassieren kann.

Nun kommen alle Globalisierungsgegner zusammen, welche ja ihr Herz für die globale Einwanderung entdeckt haben und alles Anti-Neoliberalen und verteidigen diesen Konzern, indem sie sogar Hamsterkäufe von überteuerten Rassierprodukten vornehmen.

Die gleichen moralisch sehr hoch stehenden Personen, die für Umwelt kämpfen, jedes Jahr aber eine Großstadt bauen wollen, die für Tierschutz sind, aber vorwiegend geschächtete Tiere in Dönerbuden kaufen, die für Respekt sind, aber den politischen Gegner körperlich und gesellschaftlich bekämpfen, die für Feminismus sind und das Kopftuch als Freiheitssymbol entdeckt haben, welche der katholischen Kirche Kindesmissbrauch vorwerfen, aber selbst Pädolophie straffrei sehen wollen und auch keine Parallele darin zur Homosexualität sehen. Diejenigen, für die es Leben auf dem Mars gibt, weil man Bakterien entdeckt hatte, aber kein Leben im Mutterleib anerkennen, selbst wenn das Herz schon schlägt.

Und die empören sich nun darüber, dass ein paar Millionen männlicher Kunden ihr Recht als Verbraucher wahrnehmen und keiner Firma Geld zustecken, die sie hinterrücks verhöhnt? In manchen Zeitungen werden sie als Rechte, Nazis oder was auch immer verschrieen. Dass ihnen das Rassiermesser ausrutschen sollte.

Ist das euer Respekt, eure Logik, eure heile Weltanschauung? Ist das nicht spätrömische Dekadenz oder zumindest Weimarer Chaos?

Wird eine Gesellschaft ohne weiße Männer besser sein? Lässt man sich von ein paar verqueeren Typinnen wirklich eine Zivilisation schlechtreden und wirft man alle Erfahrungswerte und Überlebensstrategien über den Haufen. Meint ihr, das Leben ist eine APP? Wie wird das Erwachen sein? Wer hat APPs, Smartphones, das Internet, Strom, Häuser und fließend Wasser erfunden? Wer schützt euch, wenn ihr einsehen werdet, dass ihr im Endeffekt die netten Männer von nebenan dämonisiert habt und niemand mehr da ist, hinter dem ihr euch verstecken könnt? Ein Kopftuch?

Beitrag melden
AufJedenFall 20.01.2019, 19:42
178.

Eins gleich zu Anfang: Ja, Männer sind an (fast) allem schuld. Sorry.

Medizin, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Demokratie, neuste technologischen Entwicklungen, Wohlstand für die Masse, Infrastruktur, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, staatlicher Schutz vor Gewalt, Abschaffung der Sklaverei in der westlichen Welt - das alles sind Männersachen. Das mag man als Frau oder Mann unangenehm finden, es ist aber nicht zu leugnen. Trotzdem wird allein dieser Absatz wütende Reaktionen hervorrufen - aus einer gerade in den sozialen Medien sehr aktiven Untergruppe des männlichen und weiblichen Geschlechts.

Man dürfe ja bei solchen Aufzählungen nicht die tollen Leistungen von Frauen vergessen, die zwar historisch nur einen Anteil von nicht mal 10% ausmachen, aber deswegen sucht man ja verzweifelt die Einzelfälle raus und präsentiert sie auffallend.

Beitrag melden
linksrechtsmitte 20.01.2019, 19:44
179. Welches D meinen Sie?

Zitat von Frietjoff
Volle Zustimmung zum Rest, aber das ^^^^ finde ich merkwürdig. Warum würdest du einen Mann stundenlang auf den ADAC warten lassen, wenn du Kabel im Auto hast und ihm also in 5 Minuten helfen könntest? Dieses Männern-ja-nicht-helfen-wollen scheint mir ein sehr deutsches Phänomen zu sein. Ich bin viel in Amerika und anderen englischsprachigen Ländern unterwegs und dort ist es mittlerweile völlig normal, dass Männer einander die Tür z.B. in Bahnhöfen und Bürogebäuden aufhalten (ich geh durch und halte die Tür solange auf, dass sie dem Nachfolgenden nicht vor der Nase zuknallt). Das muss ich mir in Deutschland dann immer wieder abgewöhnen, weil mich viele Männer dann doof angucken. Deine Lösung ist es anscheinend, jedem und jeder die Tür vor der Nase zufallen zu lassen?
Bin mir jetzt aber nicht sicher, wo sie in Deutschland blöde angeschaut werden, wenn Sie jemandem die Tör aufhalten.

Beitrag melden
Seite 18 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!