Forum: Wissenschaft
Gillette-Werbespot: Männer sind an allem schuld
Gillette / YouTube

Der Social-Media-Aufreger der Woche war eine Rasiererwerbung. Es gab Wutausbrüche und Boykottaufrufe, ein "Krieg gegen die Männlichkeit" sei im Gange. In Wahrheit bedrohen Männer vor allem sich selbst.

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michlauslöneberga 21.01.2019, 11:07
270. Ich kann es nicht glauben!

Die sich hier entfaltende Diskussion ist derartig daneben, das ist schon Fremdschämen auf neuem Niveau. Passt aber dann doch recht gut zum Kommentar...

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enivid 21.01.2019, 11:08
271. Ich gebe Ihnen Recht, Männer sind an allem schuld!

Demokratie, moderne Medizin, Industrialisierung (Schaffung massenhafter Arbeitsplätze und Wohlstand für die breite Masse, bevor jemand schreit „Umweltzerstörung“), Schulpflicht, moderne Wissenschaft, selbst Nächstenliebe durch das Christentum (vorwiegend durch Päpste und der Interpretation von Jesus Worten), Kunst (Römische Kunst, Griechische Kunst, Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, Romantik, Realismus, Jungendstil usw.), Musik (Klassik, Rock, Hip Hop, Jazz, Metal, usw.), die europäische Union, soziale Marktwirtschaft und vieles, vieles mehr!

„Mit alledem ist übrigens nicht gesagt, dass Frauen nicht zu Kunst, Musik, Wissenschaft, Demokratie in der Lage seien. Aber de facto waren bei den größten Errungenschaften der Geschichte eben in aller Regel Männer am Ruder.“

Um es mit Ihren Worten zu sagen, Herr Stöcker.

Dieser Werbespot stellt einfach alle Männer unter Generalverdacht. Eine gewisse Aufregung kann ich da nachvollziehen, wenn auch viele Reaktionen übertrieben und unsachlich sind.

Die eindimensionale Betrachtungsweise der heutigen feministischen Bewegung ist für eine wirkliche Gleichberechtigung nicht förderlich. Gleichberechtigung wird fälschlicherweise oft mit Gleichstellung verwechselt. Gleichberechtigung finde ich persönlich sehr wichtig, dass bedeutet aber auch eine Gleichbehandlung und keine Rosinenpickerei. Zum Glück gibt es genügend Frauen die so stark und kompetent sind, dass sie keine Quoten und gesetzliche Bevorteilung brauchen um sich ihren Weg im Leben und im Beruf zu bahnen (Männer müssen hierfür ebenfalls stark und kompetent sein). Aber genau diese Frauen werden durch solche Gegebenheiten kompromittiert (das ist ja nur eine Quoten-Frau).

Der Vorwurf von vernachlässigten Untergruppen von Männern ist überheblich, herablassend und unangebracht. In der Tat gibt es Männer, welche durch die Bevorzugung von Frauen offensichtlich und öffentlich Diskriminiert werden. Das beste Beispiel ist eine Quote, welche jetzt auch im Bundestag Einzug halten soll. Es wird damit relativiert, dass der weiße Mann stets privilegiert war und seine Stellung nur geerbt hat oder diese vor ihm ausgebreitet wurde und im Prinzip nichts dafür leisten musste. Männern wie mir geht dieses ständige Männer-Bashing einfach nur auf die Nerven. Ich musste mir meine Stellung hart erarbeiten und bin alles andere als privilegiert aufgewachsen.

Interessant ist auch der Absatz in dem Sie beschreiben, dass der Mann häufiger Alkohol- und Drogenmissbraucht, da dieser nicht weinerlich sein darf. Ein durchaus gefährliches Selbstbild für den Mann, da haben Sie recht. Gleichzeitig stellen Sie die Männer als lächerlich da, welche sich über den Werbespot so sehr aufregen. Die sollten diesen doch mit einem „Achselzucken“ hinnehmen, es sind ja schließlich Männer.

Ich kritisiere weniger den Werbespot als viel mehr den Umgang mit dem allgemeinen und fast Allgegenwarten Männer-Bashing.

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florafauna 21.01.2019, 11:23
272. Nicht, dass ...

Zitat von Henry Jones Jr.
Ich selbst habe nie in meinem Leben jemandem ein Haar gekrümmt, nie eine Frau belästigt, nie gemordet, war nie Diktator etc. Gleichzeitig höre ich mir ein Leben lang an, wie schlecht ich angeblich von Geburt wegen bin. Sorry, diese Männerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft, hat dieselbe Dynamik wie Rassismus. Es ist wahr: gewisse Bevölkerungsgruppen bestimmter Herkunft verüben weitaus mehr Verbrechen, als der Durchschnitt, sprengen sich weitaus häufiger in die Luft etc. Schauen Sie nur, wer bei uns vorallem in den....
... ich das gut heiße, und Menschen nach gewissen Merkmalen zu diffamieren (Hautfarbe, Geschlecht, Rasse etc) nennt man Rassisimus. Aber ich gehöre noch zu der Generation Frauen, die als Frau diffamiert wurden (Mädchen können kein Mathe, Physik etc, Frauen können kein Autofahren usw. usf.) Jetzt seht uns die Welt offen, jedenfalls hier in Deutschland und wir Frauen greifen nicht nur teilweise zu. Fordern zu wenig ein usw.
Frauen und Männer in Kategorien einzuteilen, halte ich für vollkommen falsch. Es sind alles Menschen in vielfaltigen Facetten.
Und vorhin las ich einen Kommentar von einer Frau: sie möchte keinen weichgespülten Softie und ich sage: ich stehe auf Harmonie und Miteinander, anstatt auf Macho-Allüren.

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