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Glaube an den Weihnachtsmann: Santa Claus oder Papa Klaus?
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Gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Früher oder später werden Kinder skeptisch. Zwar kann der Glaube an den Mythos ihr Sozialverhalten fördern, doch irgendwann müssen sie die Wahrheit akzeptieren. Nur wann?

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io_gbg 24.12.2018, 11:36
30.

Irgendeiner musste den Job halt machen, und da war es der auf den 24. Dez. umgepolte Nikolaus.

Warum man den Weihnachtsmann a priori sympathisch finden sollte, erschließt sich mir nicht. Vermutlich ist man als Kind vor allem dankbar und erfreut, dass er Geschenke bringt - mehr Bedeutung hat er doch kaum für ein Kind, dass ihn gewiss nach einiger Zeit wieder ganz aus den Augen verliert.

Ich sehe z. B. in dem Foto zum Artikel einen unbekannten Mann, der stechend dreinblickt: Man decke das Foto von unten ab, so dass es nur ab den Augen frei bleibt, und man erkennt, dass es kein freundliches oder lächelndes Blinzeln ist.
Obendrein ist er vermummt durch Haare und einen Bart, der das Gesicht einschließlich des kompletten Mundes verdeckt, sowie durch eine tief in die Stirn gezogene Kopfbedeckung. Warum macht er sich so unkenntlich?

Obwohl ich kulturell im Norden groß geworden bin, finde ich das Christkind dann im Vergleich wesentlich sympathischer.

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mronkey 24.12.2018, 11:46
31. Lehnt euch zurück und esst Popcorn!

Wie herrlich! Sobald es um Fragen des Glaubens geht kommen automatisch die Atheisten und Gläubigen hervor und versuchen sich gegenseitig zu überzeugen, dass die Gegenseite schwachsinnig ist.. Sit back and Enjoy. Artikel wie diese lese ich gar nicht wegen des Inhaltes, sondern nur wegen der Diskussion :-)

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Zaunsfeld 24.12.2018, 11:59
32.

Zitat von sraab
Tatsächlich glaube ich, dass nur der Glaube an Gott unsere Werte, Werte wie Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung, Vertrauen etc moralisch korrekt begründen kann.
Mit Intoleranz-Vorwürfen gegenüber anderen sollten Sie sich lieber zurückhalten.
Die einen glauben halt an das Märchen vom Weihnachtsmann und die anderen glauben halt an das Märchen vom lieben Gott und der jungfräulichen Empfängnis.
Real betrachtet besteht da KEINERLEI Unterschied. Das Märchen vom lieben Gott ist halt nur ein bisschen älter und hat in den letzten 2.000 Jahren summiert schon Dutzenden Millionen Menschen den Tod gebracht. Eine solche Bilanz hat das Märchen vom Weihnachtsmann zum Glück noch nicht vorzuweisen.

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Spr. 24.12.2018, 12:41
33.

Zitat von giftzwerg
Wie Pawlows Hund kommen die verbitterten Atheisten hervor, um anderen herablassend zu erzählen, sie seien zurückgebliebene Vollidioten, weil sie an Gott glauben. Unglaublich sympathisch, Ihnen auch ein frohes Weihnachtsfest, ich hoffe, Sie gehen an christlichen Feiertagen brav arbeiten!
Ihnen geht es also bei Ihrem Glauben nur darum, an christlichen Feiertagen nicht arbeiten zu müssen? Einen besseren Beweis für die Unsinnigkeit jeder Religion konnten Sie den "verbitterten Atheisten" gar nicht liefern ...

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ullr 24.12.2018, 13:33
34. Was sie nicht so alles wissen.

Zitat von ge1234
Da versteckt sich wohl mehr Dichtung als Wahrheit. Krampus und Knecht Ruprecht sind eins, je nach Region nur unterschiedlich benannt. Insofern sind die mit Sicherheit nicht zu dritt aufgetaucht, auch nicht in Oberschlesien. Davon abgesehen finde ich es sehr sonderbar, wenn 4jährige Kinder ihre Eltern mit Vornamen anreden, mir wäre so etwas eher peinlich, auch wenn es ich hier offensichtlich um einen unsympathischen kleinen Klugscheißer handelt!
Oho, da dampft aber jemand vor Wut...
Lach...
Genauso hat es sich abgespielt wie ich es geschildert habe.
Und das Anreden der Eltern mit ihren Vornamen finden Sie sonderbar? Natürlich, wenn man zur leitenden Elite wie sie gehört, muß man natürlich mit "Herr Obermeister" angeredet werden.
Wo kommen wir denn hin, wenn vierjährige Kinder ihren Eltern aus Vertrauen gehorchen und nicht wg. einer Machtstruktur.
Lach...
ullr

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mitch72 24.12.2018, 15:21
35. @ Giftzwerg

Ja, ich gehe immer an den Feiertagen arbeiten. Das tut man als atheistischer Selbständiger so.

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philosophus 24.12.2018, 17:39
36. Ja, den gibt es !...

Glaube ist etwas was nicht unbedingt bewiesen werden muss. So, wer an den Weihnachtsmann glaubt, dann gibt es den auch... für alle anderen, eben nicht. Beide haben recht...nun zwischen uns gesagt: was wäre unser Leben ohne ein bisschen Märchen. Illusionen machen den grössten Teil unseres Lebens aus. Frohe Weihnacht an alle...

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remedias.cortes 25.12.2018, 23:08
37. meine Kinder haben

immer irgendwie verstanden, dass der Nikolaus und das Christkind - den Weihnachtsmann kennen sie nicht -
auf eine andere Ebene gehören, die der Magie, der Poesie, des Als-ob . Daher ist die Diskussion um Wahrheit oder Nicht- Wahrheit müßig.

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egonv 26.12.2018, 21:16
38.

Nein, es ist nicht so wie einige hier beschreiben: Es gibt nicht für einige einen Weihnachtsmann, weil sie dran glauben. Glaube, egal an was verändert glücklicherweise nicht die Realität.
Das entscheidende Problem unserer heutigen Zeit ist doch, dass nahezu alle Erzählungen religiöser Art widerlegt werden können. Der Rest, der zum Glauben bleibt, ist auf ein Minimum geschrumpft. Das kann man gut oder schlecht finde, ich persönlich ziehe Wissen dem Nicht-wissen vor, aber ja, es hat zumindest für einige Leute auch Nachteile. Wer allerdings an offensichtlich Widerlegtes glaubt, der glaubt nicht, sondern der ignoriert die Realität und möchte sich eine eigene Realität schaffen. Man kann nur an Dinge glauben, die man nicht wissen kann und Kinder wissen i.d.R. weniger als Erwachsene. Das macht den Glauben von Kindern an den Weihnachtsmann verständlich und harmlos. Menschen, die an Gott glauben, sind grenzwertig, man kann dessen Existenz nicht widerlegen (hierannglaube ich übrigens). Allerdings kann man viele Inhalte der christlichen Glaubenlehre widerlegen. Die jungfräuliche Empfängnis gehört z.B. dazu. Von daher finde ich Menschen, die an diese Inhalte, über den bloßen Glauben an eine göttliche Macht hinaus, glauben, einfach nur gefährlich (weil sie andere bewusst täuschen wollen) oder...Naja, nicht so klug (weil sie an etwas glauben, dass offensichtlich widerlegt werden kann).
Achso: Noch ein Satz zur Moral und Ethik: Wer seine ethischen Grundsätze nur aufgrund eines Glaubens an einen Gott begründet und einhält, der hat tatsächlich keinerlei Moral aus sich heraus. Auf die Spitze getrieben: Ich bin gut zu anderen, weil ich sonst bestraft werde. Das ist eine Haltung auf einer psychologisch-moralischen Entwicklungsstufe, die im Kindesalter überwunden werden sollte (man beachte hierzu die wissenschaftliche Arbeit von Kohlberg).

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der Gauner 27.12.2018, 00:54
39. Die Kommentare sind mal wieder Weltklasse :D

Bei uns kam das Christkind, und ich erinnere mich sehr gerne an die Zeit zurück, als ich daran geglaubt habe (Und fast noch lieber an die Zeit, als ich die Wahrheit begriffen habe, allerdings weiter so getan hab, als käme das Christkind, einfach weil ich gemerkt habe, dass es meiner Mutter so eine Freude bereitet hat). Das hier jetzt in der Kommentarspalte als erstes ein gläubiger Christ gegen Atheisten ledert, nur um sich später zu mokieren, dass diese zurückledern ist einfach typisch. Lasst doch einfach jeden Glauben was er will, solange dieser Glauben nicht das "Missionieren" beinhaltet, ist es mir persönlich echt wurscht. Die Kirche (besonders die Katholische) muss sich allerdings tatsächlich mal um ihr Weltbild kümmern, das allerdings nur am Rande, gehört hier nämlich eigentlich nicht hin.
Um wieder aufs Thema zurückzukommen: Lasst doch einfach die Eltern entscheiden, ob nun der Weihnachtsmann, das Christkind, oder das geflügelte Spaghettimonster kommt, ist doch im Grunde egal, es ist einfach ein schönes Spiel zwischen Eltern/Verwandten und kleinen Kinder ;)

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