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Globale Ernährung: "Wir glauben nicht an den Untergang"
REUTERS

Sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde, bald werden es neun sein. Kann der Planet sie alle ernähren? Marion Guillou, Chefin von Frankreichs Nationalem Instituts für Agrarforschung, glaubt an eine pragmatische Lösung zur Vermeidung der Ernährungskatastrophe.

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spiegelleser987 20.06.2012, 18:41
1. Endlich ...

Zitat von sysop
Sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde, bald werden es neun sein. Kann der Planet sie alle ernähren? Marion Guillou, Chefin von Frankreichs Nationalem Instituts für Agrarforschung, glaubt an eine pragmatische Lösung zur Vermeidung der Ernährungskatastrophe.
... endlich findet mal jemand mit einer vernünftigen Meinung und ohne Weltuntergangsszenarien den Weg in die Medien.

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az75 20.06.2012, 19:55
2. Da geht noch was...

Ach, sicherlich sind auch locker 15... 20... 25 Milliarden Menschen machbar. Die Frage ist eher, wie lebenswert ist eine Welt, in der dann jeder einzelne Quadratzentimeter bewohnt ist oder für Ackerbau/Viehzucht genutzt wird?

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7eggert 20.06.2012, 20:27
3.

Die Dame hat Recht, nur werden wir leider nicht aufhören, der hungernden Bevölkerung das Essen wegzukaufen, um damit an der Börse zu spekulieren oder um unser Vieh zu füttern.

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collapsar 20.06.2012, 20:28
4. falsche frage

Zitat von sysop
Sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde, bald werden es neun sein. Kann der Planet sie alle ernähren? Marion Guillou, Chefin von Frankreichs Nationalem Instituts für Agrarforschung, glaubt an eine pragmatische Lösung zur Vermeidung der Ernährungskatastrophe.
die interessante frage lautet nicht, wie kann die erde 9 oder 12 mrd menschen ernähren.

die interessante frage lautet, wie verhindert man, daß sich bei einer sagen wir unter dem verteilungsmodell von heute leidlich ernährten weltbevölkerung von 9 oder 12 mrd die frage von neuem stellt, wie ein weiterer zuwachs von dann 2,25 oder 3 mrd ernährt werden kann.

inhaltlich frage ich mich, weshalb viehwirtschaft, bei der das rind auch erstmal mit pflanzennahrung schlachtreif werden muß, gegenüber direkter erzeugung von pflanzlicher nahrung von vorteil sein soll.

und den optimismus verstehe ich erst recht nicht - eine weit weniger egoistische und anspruchslosere welt hat es im letzten halben jahrhundert nicht frtiggebracht, so etwas wie verteilungsgerechtigkeit herzustellen. daß man die menschheit inkl. (moderatem!) zuwachs ernähren *könnte*, war schon in den 80er jahren gemeinplatz.

mfg, carsten

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thiede11 20.06.2012, 20:35
5. 50% der weltweiten Getreideernte für Tierfutter

Tierhalter die wg karger Böden nur Vieh züchten können werden auch nicht in der Lage sein Getreidefutter zu kaufen.
Aber schon in Südamerika wird doch fast nur Soja verfüttert, dort läuft kaum noch ein Rind frei auf der Weide weil die nicht genug Fett ansetzen.
Würde man auf zu 95% auf Tierprodukte verzichten könnte man anstatt 9 Mrd sogar 45 Mrd Menschen ernähren. Ob das sinnvoll ist ist natürlich wieder eine andere Frage.

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neanderspezi 20.06.2012, 21:31
6. Was bedeutet schon eine Lebensspanne Uneinsichtigkeit

Es hat schon immer Menschen gegeben, die komplizierte Zusammenhänge monokausal zu erklären versuchten. Hier gilt, links vom Gleichheitszeichen steht die zu erklärende Unbekannte, nämlich weltweite Sättigung von Homo sapiens und rechts alle zu erzeugenden Nahrungsmittel die auf diesem Globus zu erwirtschaften sind und daneben noch ein paar unbekannte Störgrößen wie politische Ungeschicklichkeiten, Verteilungs- und Transportprobleme, Schädlinge und im schlimmsten Fall Dürren oder andere Katastrophen.

Auf der Erde spielt sich aber ein viel komplizierteres polykausales Geschehen ab, wobei dem Menschen nur im Zusammengehen mit seiner Umwelt ein dauerhaftes und nicht vollständig sinnentleertes Dasein zugeteilt wird, solange er das oberste Gebot nicht missachtet, den Globus mit all seinen Ressourcen nicht zu überanstrengen. Bricht ein größeres Element aus diesem biologischen Erhaltungsprogramm, auch Gleichgewicht genannt, so ist es nach einer gegebenen Frist aus mit den zu erzielenden Veränderungsmöglichkeiten. Da können die beiden Autoren im Auftrag der INRA ein noch so großes Nahrungsangebot für 9 Mrd Menschen in 40 Jahren in ihrer Gleichung einkalkulieren, es wird dann ein Großaufgebot an Hungerleidern geben und die stehen dann links vom Gleichheitszeichen.

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Jochen Binikowski 20.06.2012, 21:32
7.

Zitat von thiede11
Würde man auf zu 95% auf Tierprodukte verzichten könnte man anstatt 9 Mrd sogar 45 Mrd Menschen ernähren.
Ja, aber nur wenn die dann wie die Wiederkäuer auch Gras fressen können.

Im SPON-Artikel kommen erfreulicherweise statt Ideologen richtige Fachleute zu Wort. Demnach gibt keinen Mangel an Anbauflächen sondern wir haben es mit einem Verteilungsproblem zu tun. Auch wurde die Problematik mit den Nachernteverlusten thematisiert. In dieser Beziehung gibt es in vielen Schwellenländern riesige Fortschritte.

Vor allem in Afrika gibt es enorme Agrarflächen die völlig rückständig bewirtschaftet werden, dort liegen die Erntemengen teilweise nur bei 5% von dem was mit sachgerechtem Anbau möglich wäre, ganz ohne Gen-Saatgut usw. Das ist nur eine Frage des mangelnden Startkapitals und Ausbildung der Kleinbauern sowie Defiziten in der Infrastruktur. Also alles Dinge die sich mit Geld regeln lassen.

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shatreng 20.06.2012, 21:45
8. Verteilung

Diejenigen, die von Hunger durch Überbevölkerung reden, wollen nur keine Diskussion über unseren "Wohlstand" auf kosten der anderen führen.
Elend ist und war schon immer eine Verteilungsfrage, mehr nicht!

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Asirdahan 20.06.2012, 22:25
9. ohne

Zitat von sysop
Sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde, bald werden es neun sein. Kann der Planet sie alle ernähren? Marion Guillou, Chefin von Frankreichs Nationalem Instituts für Agrarforschung, glaubt an eine pragmatische Lösung zur Vermeidung der Ernährungskatastrophe.
Die Ernährung ist Voraussetzung für die Existenz von neun Milliarden Menschen. Aber die Probleme durch die Überbevölkerung sind doch Legion und nicht nur auf die Nahrung beschränkt. Die Lebensqualität wird immer schlechter. Wenn ich nur an die enorm schnell gewachsenen Großstädte Chinas denke oder an andere Vorhöllenmetropolen wie Mexiko-City. Selbst wenn alle genug zu essen haben und sauberes Trinkwasser, was noch meilenweit ferne ist, das allein macht noch kein lebenswertes Leben aus. Auch sinkt der Wert des einzelnen menschlichen Lebens. Nicht offiziell natürlich, aber faktisch. Wovon es im Übermaß gibt, das ist nicht viel wert. Die Versklavung und Ausbeutung von Millionen, ja Milliarden sprechen da eine deutliche Sprache.

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