Forum: Wissenschaft
Globale Fischereistudie: "Immer mehr Schiffe jagen immer weniger Fische"
Pascal Rossignol/ REUTERS

Die Zahl der Schiffe in der Fischerei hat sich seit 1950 weltweit mehr als verdoppelt. Vor allem in Asien sind viele kleine Boote unterwegs. Die Fischbestände könnten dadurch weiter schwinden.

Seite 2 von 3
merapi22 04.06.2019, 16:09
10. Veganer Fisch aus Fischersatz die Lösung?

Zitat von PriseSalz
"Die Zahl der Schiffe in der Fischerei hat sich seit 1950 weltweit mehr als verdoppelt." Die Zahl der Schiffe ist völlig unerheblich. Die Fangkapazität (Größe der Netze etc.) ist ausschlaggebend. Danach hat sich die Effizienz der Fangflotten seit 1950 mehr als verzehnfacht. Noch ne Null dran wäre wahrscheinlicher. "Die Fischbestände könnten dadurch weiter schwinden." könnten"? Keine Möglichkeitsform. Tun sie. Manche Fischarten, 1950 noch reichlich anzutreffen wie der Kabeljau, sind praktisch weg. Tunfisch, Hering, Scholle - Nur noch Delikatessen für die Reichen. Die Armen fressen Masthühner.
Fischen lernen, statt Fische verschenken = was aber wenn alle Fischer werden? Die Lösung wäre, Veganer Fisch aus einfachen Materialien per 3D-Drucker in jeden Haushalt erzeugen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diefreiheitdermeinung 04.06.2019, 21:40
11. Esst weniger Fisch

esst mehr Fleisch! Ist das wirklich die Loesung? Ich weiss schon: entweder zwangsweise Einfuehrung des Veganismus oder Bevoelkerungsreduktion. Wer hat einen besseren Vorschlag?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
user33 05.06.2019, 08:04
12. sieht in der Tat duester aus

Und Fisherei und Fischkonsum allein wird auch nicht ausreichen, schliesslich werden die Meere immer waermer und verschmutzter. Zudem werden tagtaeglich nicht nur die Fische selbst, sondern auch viele andere Tiere durch Fischnetze getoetet (bycatch), laut dem Guardian jaehrlich ueber ne halbe Million Wale, Delphine und Seeloewen, 100.000 Haie und natuerlich viele kleinere Tiere.

@1 Leider kann man sich auf sowas wohl nicht wirklich verlassen, denn oft ist Fisch falsch markiert (bis zu 3/4 sogar)
https://en.wikipedia.org/wiki/Seafood_mislabelling
@11 Ich weiss nicht, wie Bevoelkerungsreduktion in der Praxis aussehen soll...mehr Richtung Veganismus gehen schon eher, mit mehr Steuern auf Tierprodukten, und Subventionenverlagerungen zu pflanzlichen, aber vor allem Erziehung und Information. Regelmaessig Dokus wie "Dominion", "Cowspiracy", "What the health", etc. auch in den Oeffentlichen senden, wuerde sicherlich viele zum Umdenken bewegen. "Seaspiracy" (15 Minuten) bei YT ist auch informativ. Da soll auch ein feature length Film in Arbeit sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Knossos 05.06.2019, 12:56
13.

Inzwischen verhungern die Wale, und Haie greifen vor Hunger zunehmend blind an.

"Immer mehr Schiffe jagen immer weniger Fische"


Und das Prinzip dazu?

"Immer weiter so, solange der Yen, Yuan, Euro und Dollar nur rollt!"

Wenig in der Welt hat den Menschenverstand so zurückgeworfen, wie die Möglichkeit, astronomische Gewinne für Lau einzufahren.

Hört die immunisierte Schwachsinnigkeit endlich auf, oder gilt es erst, endgültigen Zusammenbruch des Lebensraums abzuwarten?

Die Vandale setzt sich unverzagt fort, als sei sie unaufhaltsam, und die Menschheit schaut wie gelähmt zu / "Volksvertreter" stehen Spalier, solange sie an jedwedem Dorado beteiligt werden. Es ist zum Erbrechen absurd und widerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
siryanow 05.06.2019, 14:03
14. Ist es schon zwoelf ?

Welch eine Welt ? Wenn wir die letzten Arten ins Jenseits befördert haben und uns nur noch von “Menschenkeksen”’ ernähren , spaetestens dann das Grauen beginnt.
Es sieht so aus dass nachdem
der Fruehling still wurde der homo sapiens selber zwitschern, brummen, summen, bellen, miauen ect ect ect muss. apropoo: Ich bin Optimist und hasse es “schwarz zu malen “

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 05.06.2019, 14:12
15.

Zitat von PriseSalz
Tun sie. Manche Fischarten, 1950 noch reichlich anzutreffen wie der Kabeljau, sind praktisch weg. Tunfisch, Hering, Scholle - Nur noch Delikatessen für die Reichen. Die Armen fressen Masthühner.
Das ist schlicht falsch. Gerade die Bestände im Nordatlantik, die sie hier ansprechen, haben sich massiv erholt und sind grösstenteils in passablem bis gutem Zustand. Kabeljau gibt es etwa aus der Barentssee reichlich, wo der Bestand durchaus auch auf dem Niveau der 50er-Jahre liegt, von natürlichen Schwankungen mal abgesehen. Ähnlich etwa viele Heringbestände. Selbst der Atlantische Blauflossen-Thun, von Greenpeace schon voreilig zum Nashorn der Meer verklärt, ist so zahlreich wie schon lange nicht mehr und wandert darum wieder bis nach Nordnorwegen, was - ganz genau - seit den 50er-Jahren nicht mehr vorkam.

Das Fazit ist darum: zumindest in (Nord-)Europa und Nordamerika liegt der Tiefpunkt längst 20-30 Jahre zurück, das Überfischungsproblem ist mittlerweile unter Kontrolle und viele Bestände werden nachhaltig bewirtschaftet. Natürlich gibt es Ausnahmen wie die Ostsee, aber das liegt oft (auch) an anderen Faktoren, etwa Eutrophierung und Habitatzerstörung.

Anderswo, gerade im asiatischen Raum, mag das anders aussehen, aber das liegt v.a. daran, dass diese nun durch die gleiche Phase von unkontrolliertem Wachstum, Überkapazität und Überfischung gehen wie hier zwischen den 60er- und 90er-Jahren. Das lässt sich aber durchaus unter Kontrolle bekommen, die Rezepte dafür sind bekannt und wurden wie gesagt im Westen längst erfolgreich getestet. Die Apokalypse ist also abgesagt, auch wenn das nicht in Ihr Weltbild passen mag..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 05.06.2019, 14:18
16.

Zitat von Knossos
Inzwischen verhungern die Wale, und Haie greifen vor Hunger zunehmend blind an.
Die meisten Walbestände sind über die letzten Jahrzehnte stark gewachsen und in einem ausgezeichneten Zustand wenn man diese mit der Entwicklung des letzten Jahrhunderts vergleicht. Dass diese "verhungern" würden, ist darum ziemlicher Schwachsinn. Wenn so etwas vorkommt dann sind das Einzelfälle, die primär andere Gründe haben, Stichwort Plastikmüll. Wobei es richtig ist, dass bei manchen Meeressäugern in Zukunft der Kampf ums Futter härter werden könnte, das liegt aber eben schlicht daran, dass viele Robben- und mittlerweile auch Walpopulationen an ihre Kapazitätsgrenze kommen und damit die Konkurrenz stärker wird. Banale Ökologie also.

Dass Haie von Hunger getrieben würden, ist auch ziemlicher Unfug. Vermehrte Angriffe geschehen da, wenn überhaupt, durch die stark zunehmende Präsenz des Menschen in deren Lebensraum, Stichwort Tourismus und Wassersport. Dass fehlende Nahrung eine Rolle dabei spielen würde, ist wissenschaftlich schlicht unhaltbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 05.06.2019, 14:22
17.

Zitat von siryanow
Welch eine Welt ? Wenn wir die letzten Arten ins Jenseits befördert haben und uns nur noch von “Menschenkeksen”’ ernähren ,
Keine Sorge, die untersten Bereiche des Nahrungsnetzes sind die produktivsten. Selbst wenn wir also alle "höheren" Tiere ausrotten würden - was per se ziemlich unrealistisch ist in anbetracht dessen wie produktiv gerade die meisten Fischarten sind - bliebe immer noch alles, das bisher von diesen Fischen gefressen wurde und sich über deren Abwesenheit enorm freuen würde. Krill- und Zooplankton-Kekse wären da also die logische und realistische Konsequenz. Das wäre einem auch klar, wenn man beim Thema Ökologie ein wenig aufpasst hätte..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mayazi 05.06.2019, 14:29
18. So:

Dann muss es jetzt heißen: Fischer Fritzes Schiffe fischten alle frische Fische, alle frischen Fische fischten Fischer Fritzes Schiffe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Knossos 05.06.2019, 15:37
19.

Zitat von Celegorm
Die meisten Walbestände sind über die letzten Jahrzehnte stark gewachsen und in einem ausgezeichneten Zustand wenn man diese mit der Entwicklung des letzten Jahrhunderts vergleicht. Dass diese "verhungern" würden, ist darum ziemlicher Schwachsinn. Wenn so etwas vorkommt dann sind das Einzelfälle, die primär andere Gründe haben, Stichwort Plastikmüll. Wobei es richtig ist, dass bei manchen Meeressäugern in Zukunft der Kampf ums Futter härter werden könnte, das liegt aber eben schlicht daran, dass viele Robben- und mittlerweile auch Walpopulationen an ihre Kapazitätsgrenze kommen und damit die Konkurrenz stärker wird. Banale Ökologie also. Dass Haie von Hunger getrieben würden, ist auch ziemlicher Unfug. Vermehrte Angriffe geschehen da, wenn überhaupt, durch die stark zunehmende Präsenz des Menschen in deren Lebensraum, Stichwort Tourismus und Wassersport. Dass fehlende Nahrung eine Rolle dabei spielen würde, ist wissenschaftlich schlicht unhaltbar.
Gut, daß wenigstens Sie in Ökologie aufgepaßt haben.
Dazu gehört offenbar, daß man spezifische Erholung von Walpopulation nach industrieller Ära internationaler Verwertung von Tran und "Fischbein" heranzieht, um eine rosige Gegenwart darstellen zu können.

Die Präsenz des Menschen im Meer dürfte heute nicht signifikant höher liegen, als vor 30 Jahren. Dennoch mehren sich Haiangriffe, obwohl zugleich zwischen 100 bis 200 Mio. Haie jährlich dem Finning zum Opfer fallen, Beifang nicht eingeschlossen.

Hier liegt die Diskrepanz zwischen Bestand und Angriffen unverhältnismäßig höher, als evtl. Zuwachs an Badenden und Tauchenden.

Einer der Gründe, der Ihnen offenbar nicht geläufig zu sein scheint, ist angewachsener Schiffsverkehr, dessen Müllentsorgung in Hafennähe Haie an die Küsten lockt.

Der andere, von mir angeführte Grund, ist insofern 'nicht wissenschaftlich', daß auf diesen Aspekt bislang weder untersucht noch festgestellt worden ist. Nichtsdestoweniger dürfte auf der Hand liegen, daß gigantische Flotten mit über 50 km langen Netzen Folgen zeitigen.

Z.B. die, daß 90% weltweiten Fischbestands längst weggefischt sind. (Weswegen Kutter- und Boots-Mannschaften vieler Küstenregionen entweder immer länger hinausfahren müssen, oder gezwungen sind, das Fischen komplett einzustellen.) Ganz besonders, wenn etwa Chinesen im Golf von Persien regionales Fangrecht kaufen und das Meer bis auf den dann zerstörten Grund abseihen.

Dennoch gibt es zu sämtlich katastrophalen Begebenheiten stets Solche wie Sie, von denen unklar ist, ob sie für stoische Abwiegelung bezahlt werden bzw. selbst zu den Profiteuren der Verheerung gehören, oder lediglich zu labil sind, um Ungemach psychisch hinnehmen zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3