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Globale Umweltverschmutzung: Plastik aus der Schneewolke
Mario Tama / Getty Images

Winzige Kunststoffteilchen schaden Menschen und Tieren weltweit. Eine neue Studie zeigt, dass die feinen Partikel sogar vom Himmel schneien - nach oft Tausenden Kilometern Reise, in unerwartet hoher Konzentration.

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dw_63 15.08.2019, 23:25
50. Wie Sie selber schreiben

Zitat von om108
denen die Mikroplastikteilchen schon so dermaßen in den Kopf gestiegen sind, sonst könnten sie nicht behaupten, dass der Artikel bzw. die Forschung keinerlei Hinweise auf die negativen Auswirkungen der M.p. auf die Umwelt bzw. Lebewesen hat. Benannt wurden: mindetens geringere Fruchtbarkeit bei Fischen und Veränderung der Verhaltensweisen. Da der Mensch in den Städten und überhaupt dicht besiedelten, wie auch verkehrstechnisch intensiv genutzten Gebieten deutlich höheren Mikroplastikemissionen ausgesetzt ist, werden sich hier auch die negativen Belastungen deutlich stärker auswirken - nur lassen sie sich nicht mehr unter der Fülle der weiteren stofflich-, chemisch-, strahlen- und konsumbedingten Belastungen herauskristallisieren. Es werden unendlich viele synergistische Effekte entstehen. Am Ende steht der Totalkollaps unseres körperlichen, psyischen, physischen Systems - jetzt schon weithin erkenn- und diagnostzierbar.
Hinweise, Hinweise sind keine Beweise noch empirisch ermittelte Risiken, zum Rest ihrer Post spare ich mir daher meinen weiteren Kommentar.

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markx01 16.08.2019, 11:15
51. @markus333

Zitat von markus333
Man könnte schon erwarten, dass Journalisten mit Sprache umgehen können. So müsste es heißen "Winzige Kunststoffteilchen kommen weltweit vor." statt "Winzige Kunststoffteilchen schaden Menschen und Tieren weltweit." Letzteres ist noch in keinem Fall nachgewiesen worden. Effekte sieht man nur im Labor, wenn man Versuchstiere mit Mikroplastik regelrecht "abfüllt", was aber in der freien Natur so nie passiert. Auch fehlt es in solchen Artikeln auch meist an Vergleichsmöglichkeiten, um einschätzen zu können, ob eine bestimmte Anzahl an (Mikroplastik-)Partikeln nur viel oder wenig sind. So schätzt man, dass in einem Gramm Boden, bis zu 100 Millionen (100.000.000) Bakterien leben. Da sind 14 (!) Mikroplastik-Partikel pro Gramm Schmelzwasser wahrlich nicht viel.
Sie haben zwar nicht Unrecht mit Ihrem Hinweis, allerdings ist die aufgestellte These "schaden Mensch und Tierwelt" auch nicht völlig abwegig, weil künstlich in den Kreislauf gebracht.

Zumal es ja nicht nur bei der Mikroplasitk bleibt. Da gibt es ja noch einige andere Faktoren, die zusätzlich für Stress von Flora und Fauna sorgen. Lichtpolution, weniger natürliche Rückzugsgebiete, gebietsweise Zunahme an Schadstoffen aller Art.

Es gibt sogar hin und wieder Studien, die Zusammenhänge zwischen Walstrandungen und Schifffahrt (Sonareinsatz, Lärmbelastung die Schiffsschrauben) untersuchen.

Wir wissen in dem Sinne schon recht wenig über den komplexen Gesamtorganismus Erde. Mag hin und wieder auch zu esoterisch daherkommen, wenn man das auf so eine Ebene hebt.

Es kann auch eine Verbindung zwischen der Netzabdeckung (künstlich erzeugte magnetische Felder) und gewissen Erschöpfungssyndromen geben. (Biochemie)

Klar, auch im Zusammenspiel mit der modernen Ernährung und Lebensweise.

Um Gleichgewichte zu stören oder zum kippen zu bringen, brauchts im Zweifel nicht viel. Das ist keine Frage größtmöglicher Konzentration oder Masse. Mit dem richtigen Gift reichen ein paar Mikrogramm, um einen Menschen umzubrigen.

Wie geschrieben, Sie liegen zwar richtig mit dem Hinweis, aber man kann es auch nicht völlig ausschließen.

Gruß

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Planetenauswanderer 16.08.2019, 12:14
52. Denkansatz - ist da vieleicht auch eine Chance versteckt?

Tja - es ist schon ziemlich viel über diesen Artikel geschrieben worden - überaschend ist die Tatsache freilich nicht. Ob das Mikroplastik in lebendem Gewebe irgendwas anstellt oder nicht, ist freilich unklar. Ich denke, es ist ausreichend wahrscheinlich, dass man den Journalisten diesen Faux-pas, so es einer ist, verzeihen könnte.
Viel interessanter, da stärker "beeinflussbar", fände ich die Frage, ob sich daraus vieleicht auch eine Chance ergibt - und ob irgendjemand etwas erfindet, um diese zu nutzen um das Mikroplastik aus dem Schnee, ergo aus der Luft wieder rauszufiltern.
Es haben ja schon mehrere Leute was erfunden, um das aus dem wasser zu filtern, zuletzt dieser Ire.
(die schon zur Genüge geführte und nicht so unheimlich zielführende Diskussion, Mikroplastik zu vermeiden, lass ich mal außen vor)
Wenn man das jeweils zur Schneeschmelze ansetzen würde, könnte es möglich sein, in großem Maßstab das auf natürliche Weise aus der Luft gefilterte Mikroplastik aus dem Wasser rauszuholen und somit dem Kreislauf zu entziehen - müsste ja bei jeder anderen Form von Niederschlag prinzipiell auch funktionieren - so das Mikroplastik nicht beim Schmelzvorgang selbst schon in der Erde hängenbleibt ...

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markus333 18.08.2019, 14:23
53. @markx01 "... nicht völlig abwegig."

Klar, kann man nie irgendetwas ganz ausschliessen. Aber wir befinden uns hier auf der Webseite eines Nachrichtenmagazins, oder habe ich da was falsch verstanden? Und da haben ungeprüfte, spekulative und nach heutigen Forschungsstand fasche Aussagen nichts zu suchen. Im Zeitalter der "alternativen Fakten" finde ich das enorm wichtig. Auf wen sollte man sich denn sonst verlassen? Das war und ist das Problem mit verschiedenen Medien, dass sie "ist nicht völlig abwegig", ""könnte sein", "wäre schön", "klingt logisch", "entspricht ganz meiner Meinung", "hat ein pensionierter Lungenarzt gesagt" und "ist wissenschaftlich erwiesen" nicht sauber auseinanderhalten können. Das ist aber der Job eines jeden Journalisten. Oder habe ich da wieder was falsch verstanden?

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ThomasGB 18.08.2019, 19:50
54.

Zitat von intercooler61
... wer sagt denn, dass der Ruß nicht auch aus der Energieerzeugung stammt, die für Herstellung, Transport und Reinigung von Mehrweg-Glasflaschen erforderlich war? Die verbreitete 1-bit-Technologie (gut/böse) ist sehr preiswert, vermag aber keine Zielkonflikte zu lösen. Damit konfrontiert, produziert sie undefinierten Output.
Die Frage ist nicht, woher er stammt. Natürlich gibt es dafür die üblichen Verdächtigen. Ich habe nur behauptet, daß die Gletzerschmelze wohl sehr wenig mit dem (nicht bestreitbarem) Klimawandel zu tun hat. Das hat diverse Ursachen, allerdings nicht 1,6 Grad (??) seit dem Beginn der Industrialisierung. Schauen Sie sich doch einmal an, wie of Sharastaub nach Süddeutschland geweht wird. Schauen Sie sich die Strömungsverhältnisse von China Richtung Europa an.
Ich möchte nichts schönreden aber ich bin am Ende ein furchtbarer Technokrat. Und diese Erklärung mit dem Co2 als Ursache für alles ist halt nun einmal zu kurz gegriffen. Das ist in etwa so, wie wenn ein Raucher tot umfällt und Sie sofort wissen – aha, Lungenkrebs! Ein Staatsanwalt würde das genauer hinterfragen. Aber der ist ja kein Mediziner. Was hat der sich da einzumischen?
Verstehen Sie was ich meine?

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