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Globales Klima: CO2-Ausstoß legt 2017 wieder zu
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Drei Jahre lang stagnierten die globalen CO2-Emissionen - doch 2017 geht es laut einer neuen Schätzung wieder nach oben. Schuld daran ist unter anderem China.

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christian-h 13.11.2017, 15:37
100. Angabe

Zitat von tatsache2011
Laut dem Netzbetreiber Tennet TSO sind 2014 die Börsen-Strompreise in Deutschland um 12 % gesunken; die deutsche Industrie bezahle die niedrigsten Strompreise in Europa."
Das ist so falsch.
Zum einen kommt es auf die Strommenge an, da gibt es Staffelungen bei den Jahresverbräuchen.
Weiterhin kommen nach die ganzen Steuern und Abgaben hinzu.

https://www.bdew.de/internet.nsf/res/ACB6766AE4CA66E0C1258132004BC873/$file/170531_BDEW_Strompreisanalyse_Mai2017.pdf

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knuty 13.11.2017, 15:50
101.

Die Industrie ist von Steuern und Abgaben auf Strom weitgehend befreit.

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knuty 13.11.2017, 15:51
102.

Zitat von christian-h
1)Am 24.01.2017 hat die gesamte EE Stromerzeugungsfraktion nur rund 10GW an Leistung bereitgestellt bei einem Bedarf von 75GW, davon zum Großteil Biomasse und Wasserkraft.
Ja, und weiter? Meinen Sie, es soll bei dem Stand bleiben?

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jupp78 13.11.2017, 15:58
103.

Zitat von knuty
Ja, und weiter? Meinen Sie, es soll bei dem Stand bleiben?
Wenn der Wind nicht weht, dann bleibt es bei dem Stand ... da kann man noch so viele Mühlen aufstellen ... scheint schwer zu verstehen zu sein.

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misterknowitall2 13.11.2017, 16:02
104. @flari

Naja, die Kapazitäten müssen noch ausgebaut werden, die energiewende ist ja noch nicht umgesetzt. Sie denken in viel zu grossen Bahnen. Fangen sie erstmal an, ein Einfamilienhaus co2_neutral zu machen. Wenn das für eins klappt, überträgt man das Konzept auf andere einheiten und mir nichts dir nichts braucht niemand mehr ihre 55 GW. Ihre Wind und Sonne aversion ist unverständlich. Ist nur eine Frage des Speichers und das Problem ist leicht und schnell lösbar durch eine Vielzahl kleiner zwischenpuffer. Das Fraunhofer hat auch eine passende Batterie in der testphase, wenn ihnen das System lieber ist. Neue gaskraftwerke sollte der Staat selbst bauen. Der ganze Energiesektor sollte verstaatlicht werden. Diese Versorgung gehört schlicht nicht in private Hände. Die wollen damit ausschließlich Geld verdienen. Da wird es eben teuer. Ach, und mit kwk meine ich nicht die lösung grosskraftwerk mit warmenutzung, sondern ein bhkw an jede Heizung. So bekommt man so einige Gebäude zumindest im Winter stromautark. Ideen brauchen wir, keine ständig negativen Kommentare. Ändern Sie die Sichtweise.

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theodtiger 13.11.2017, 16:03
105. Energietransition ist möglich

Zitat von christian-h
1) Das wäre im Prinzip richtig, wenn auch die Lebensdauer von Gaskraftwerken um die 35 Jahre liegt also so viel kürzer auch nicht sind. Das Problem ist eher wirtschaftlicher Natur. Damit ein Investor ein Gaskraftwerk baut, will dieser im Anschluss natürlich Gewinn damit erwirtschaften. Aufgrund der Markt- und Preislage ist dieses aber so nicht möglich (Spotmarktpreis um die 3ct/kWh). 2) Die EE Anlagen werden abgeschaltet wenn es zu Problemen im Übertragungsnetz führt. Sie können die EE weiterhin ausbauen nur führt das Ganze nicht zu einer Erhöhung der gesicherten Leistung da der Großteil der Neubauten aus PV und WK besteht und diese Sonne bzw. Wind abhängig sind.
Wie in meinem vorherigen Beitrag erwähnt hat das mit Fehlanreizen durch kaum internalisierte Kosten des CO2 Austosses - wegen zu vieler Emissionszertifikate - zu tun. Es handelt sich um eine Fehlallokation knapper Ressourcen (auch die Aufnahmekapazität der Atmosphäre gehört dazu), zu der insbesondere auch die Kohle Ideologen in Polen und anderen EU Mitgliedstaaten beigetragen haben.
Die wirtschaftliche Lebensdauer von Gaskraftwerken liegt deutlich unter 35 Jahren. Ohne die de-fakto Subventionierung von Kohlestrom würden Gaskraftwerke mit Erneuerbaren eine perfekte Kombination für die Energietransition bieten, denn Gaskraftwerke sind viel flexibler als Kohlekraftwerke.
Dezentraler Ausbau der EE plus ausreichende Netzkapazitäten sind natürlich für eine nachhaltige Energiewirtschaft maßgeblich, ähnlich wie effizienter Verwendung von Energie.
Schließlich ist das Stromnetz in ganz Europa verbunden und wenn es auch keine Garantie gibt, dass jedes Windrad zum gewünschten Zeitpunkt genug Wind zur Verfügung hat, so bläst der Wind immer irgendwo in Europa (jetzt mal vereinfachend gesprochen). Der Ausbau des europäischen Energiebinnenmarkts ist also auch wichtig.
Alles zusammen macht Sinn - nicht das Festhalten an der Kohle, die weder ökonomisch noch ökologisch zukunftsfähig ist.

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ludwigraible 13.11.2017, 16:08
106. Ich frage mich

schon lange, wie man glauben kann, dass sich der CO2-Ausstoß, zumindest in den nächsten 20 Jahren, vermindern lasse. Man braucht nur mal recherchieren nach "new coal-fired power plant projects in asia", dann ist diese Illusion schnell weg. Die Staaten in Südostasien sowie Indien und China haben einen enormen Bedarf an Stromerzeugungskapazität, der sich nicht ansatzweise mit EE realisieren lässt. Und zu Deutschland: Unsere dreckigen Braunkohle-KW neuester Generation erreichen einen Wirkungsgrad von 43%. Der globale Durchschnitt der Kohle-KW liegt vielleicht bei 31-33%. Und unsere Kernkraftwerke, CO2-freie, grundlastfähige Stromerzeugungsmöglichkeit, schalten wir ab. Speichertechnologien, die eine Versorgung Deutschlands bei Dunkelflaute sicherstellen könnten gibt es nicht. Also wie machen wir das dann? Gut, wenn es ein europäisches Verbundnetz gibt, können wir dann in den Nachbarländern erzeugten Kohle- und Atomstrom beziehen. Fazit: wir verbrennen keine Kohle mehr, wir verbrennen Geld. xx

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premstar_pill 13.11.2017, 16:10
107.

Zitat von knuty
Ja, und weiter? Meinen Sie, es soll bei dem Stand bleiben?
Ist diesen Leuten doch egal. Dann werden halt fúr 150 Milliarden Euro Gaskraftwerke als Backup gebaut. Diese Beamtentypen die sowas fordern und die Grünen wählen sind von dem ganzen Desaster doch nicht betroffen.
Es tut mir leid dass ich so sarkastisch werden muss, aber was bleibt einem übrig. Die Diskussion mit vollkommen Technik- und Faktenbefreiten Ideologen ist einfach fruchtlos.
Sieht man doch z. B. im mittlerweile geschlossenen Parallelthread wo jemand behauptet hat dass die Menge an verbrauchtem Warmwasser egal wäre; die Brauchwassererwärmung mit Gas ist immer billiger als die mit Strom weil Gas billiger ist als Strom. Anlagen-, Wartungs- und Installationskosten sind anscheinend egal. Was soll man da noch herumdiskutieren. Hopfen und Malz verloren.

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theodtiger 13.11.2017, 16:21
108. weiteren Kontext sehen

Zitat von Flari
Bitte machen Sie sich kundig, statt so etwas nachzuplappern. Bezogen auf die gesamte EE-Stromerzeugung in DE sind die Abregelungen aufgrund Netzüberlastung sehr gering. Der grösste Teil hat dabei NICHTS damit zu tun, dass Kraftwerksstrom die Leitungen blockiert. Wo es dennoch passiert, sind oft die Heizkraftwerke beteiligt, insb. in in SH. Auf die schon heute extrem hohen deutschen Strompreise hat Sie bereits ein anderer Forist aufmerksam gemacht.
Als Dipl. Volkswirt, der jahrzehntelang als Energieökonom gearbeitet hat, halte ich mich für ausreichend sachkündig, um nicht auf dem Niveau von "nachplappern" zu argumentieren.
Es kommt nicht darauf an, wie groß der Anteil des abgeriegelten EE Stroms ist, sondern dass es ein flexibeleres Netzmanagement gibt, das solche Abriegelungen verhindert. Denn Abriegelungen sind neben fehlenden Netzen ein erhebliches Hindernis für den Ausbau der Erneuerbaren. Es macht keinen Sinn für nicht genutzten Erneuerbaren Strom zu bezahlen. Darum wird weniger als sinnvoll ist ausgebaut. Zur Flexibilität der Stromversorgung können Gaskraftwerke besser beitragen als Kohlekraftwerke, die schwerer an die Stromnachfrage anzupassen sind.
Heizkraftwerke haben in der Tat Besonderheiten, da das Heizen vorrangig ist. Aber es muss bei diesen Kraftwerken keineswegs Kohle verwendet, sondern Gas und Biomasse sind ebenso gut geeignet. Außerdem können solche Kraftwerke in Grenzen auch variabel gefahren werden und damit weniger Strom und mehr Wärme erzeugen.
Gemessen am Nutzen des Stroms und der Wettbewerbsstärke der deutschen Industrie stellt das Strompreisniveau in Deutschland kein erstes Problem dar. Ob allerdings Aluminium oder ähnlich stromintensive Produktion unbedingt in Deutschland erfolgen sollte, kann man ernsthaft in Zweifel ziehen - zumindest wenn man der von der deutschen Politik so nachdrücklich vertretenen These vom Nutzen des internationalen Austausch und dem Ausspielen der Wettbewerbsvorteile der Exportnationen Glauben schenkt. Wasserkraftstrom ist anderenorts nahezu umsonst und ein so stark auf Exporte ausgerichtetes Land wie Deutschland (mit den anhaltend höchsten Nettoexporten in der Welt) kann durchaus auch mehr sehr stromintensive Produkte einführen. Auch so kann das Exportniveau auf ein eher nachhaltiges Maß zurückführt werden.

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günter1934 13.11.2017, 16:27
109.

Zitat von knuty
Ja, und weiter? Meinen Sie, es soll bei dem Stand bleiben?
Wenn nur Biomasse und Wasserkraft EE-Strom liefern, dann können Sie die Leistung von Wind und Sonne verzehnfachen und dann gilt immer noch 10 mal Null ist Null.
Wasserkraft kann in D nicht gesteigert werden und die Faulgasproduktion will eigentlich auch keiner erhöhen.

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