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Globalisierung: Warum die Anti-Internationalisten gefährlich sind
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Da scheinen sich Donald Trump und Sarah Wagenknecht einig: Das Globale ist ein Problem, wir brauchen nationale Lösungen. Alexander Gauland will sogar lieber deutsch als "Mensch" sein. Das ist kurzsichtig - und entlarvend.

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charlybird 01.10.2018, 14:04
130. Das ist ein

Zitat von ernst_reimitz
Seit der Jungsteinzeit wird gehandelt und Waren ausgetauscht. Reich wurden stets die Regionen, die an dem Austausch von Waren teilnahmen. Verlierer waren Regionen, die nicht an dem Handel teilnahmen. Diese Regionen blieben meist Rückständig und wurden mit der Zeit sogar versklavt. Stets wanderten Menschen von Ländern, die nicht an dem Handel teilnahmen in Länder, die am Handel mit anderen Länder teilnahmen. Wer nicht an der ......
ziemlich unausgegorenes Sammelsurium von Allgemeinheiten, die sie da loslassen.
Aber das kann ich auch.
Natürlich ist Handel und Wandel unter ''Regionen'' ein permanenter Wirtschaftsfaktor gewesen, früher war er auch schon mal ganz wenig freiwillig, aber auch heutzutage sind die Händler und Wändler nicht zimperlich.
Die Gewinner und Verliererseiten haben sich aktuell unter den Nationen, die das miteinander tun, leider nicht immer so vorteilhaft entwickelt, wie uns die Ökonomie gerne weis machen will und um das zu erkennen, braucht man nicht einmal mehr ein Wirtschaftsstudium, sondern u.U. nur zu nahe am Wasser wohnen.
Aber man kann es auch daran erkennen: Die Fähigen und Starken beuten die Unfähigen und Schwachen in ihren Ländern aus, die dann wiederum ins Land der Starken und Fähigen möchten. :-)

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marty_gi 01.10.2018, 14:09
131. Doch

Zitat von tinus226
Und das Einsetzen für die eigene Gesellschaft bedeutet nicht automatisch des Erheben über andere.
Was macht die Menschen in Ihrer Umgebung wichtiger als die andernorts? Duerfen andernorts also Kinderarbeit, Sklaverei und was sonst noch herrschen, damit Sie billig einkaufen koennen? Oder wie verstehen Sie, dass man sich nicht fuer Menschen im allgemeinen, sondern nur fuer die direkt in der Naehe einsetzt, was daran ist kein "sich ueber andere erheben"?
Oder laeuft das so wie "wenn jeder an sich denkt ist an jeden gedacht"?

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ThomasGB 01.10.2018, 14:14
132. Einspruch!

Zitat von moistvonlipwik
... 1. was einer gelernt hat, können alle lernen; 2. kann man umlernen; 3. lässt sich von anderen Lerninhalten nicht unterscheiden ...
Punkt 1 ist nachweisbar falsch. Da gibt es in Amerika eine Indianersorte, die den lieben langen Tag durch die Gegend zieht und die Steilsten Wände hochkraxelt. Das ist genetische Disposition, das können Sie nicht erlernen. Die können Sie beim Hochhausbau einsetzen. Integrieren Sie diese allerdings in die Westliche Kultur, dann bekommen die erheblich Gewichtsprobleme und zwar vom feinsten. Nicht jeder kann alles und ist für alles geeignet. Kultur ist eben auch Genetik.
Punkt 2 ist nachweisbar falsch. Auch unter günstigsten Bedingungen ist die Disposition eines Menschen so ca. ab dem 20en Lebensjahr festgelegt. Sie werden aus einem guten Klemptner niemals einen guten Mathematiker machen und vice versa. Die Gesamtheit einer Kultur beinhaltet immer eine Menge an Subkulturen, die arbeitsteilig zusammen an einem Strang ziehen. Wenn Sie dieses Gleichgewicht stören, so beantwortet Ihnen bereits die Bibel mit dem Turmbau zu Babel, was dann passiert.
Punkt 3 ist unklar formuliert, ich denke, daß er sich mit dem o.g. erledigt hat.

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Knossos 01.10.2018, 14:32
133.

Zitat von ernst_reimitz
Seit der Jungsteinzeit wird gehandelt und Waren ausgetauscht. Reich wurden stets die Regionen, die an dem Austausch von Waren teilnahmen. Verlierer waren Regionen, die nicht an dem Handel teilnahmen. Diese Regionen blieben meist Rückständig und wurden mit der Zeit sogar versklavt. Stets wanderten......
Wenn Sozialität für Sie kein Faktor ist, dann ist Ihre Darstellung stimmig.

Bei ganzheitlicher Betrachtung werden Sie hingegen feststellen, daß in frühgeschichtlichem Handel sehr wohl Regionen teilnahmen, die Rohstoff oder auch fertiges Produkt beitrugen, während Verteiler und Krämer den Löwenanteil einsteckten, mit denen sie sich dann feudale Oasen oder später Hansen ausbauten.
Ebenso hinkt Ihr Deng-Beispiel Chinas. Dort wurde nicht etwa generiert, was globaler Produktion und Wohlergehen hinzugekommen wäre, sondern schlicht Ausbeutung eigener Arbeitskräfte offeriert, welche zum Abzug anderweitiger Produktion und Verarmung führte.

Eine ebenso fragmentarische Wahrnehmung wie der Aufschwung des Westens durch angebliche Meriten des Kapitalismus, der in Wahrheit auf fabelhaftem Abfluß von Grundstoffen und Arbeitskraft aus Dritter Welt beruhte.
Wenn Sie Demokrat sind und von der Gleichberechtigung der Menschen ausgehen, stehen noch wirtschaftliche Hausaufgaben unter systemischer Betrachtung bevor.

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Little_Nemo 01.10.2018, 14:32
134. Globale Urteile über die Globalisierung

Zitat von Beat Adler
Wer kennt einen Globalisierungs-Verlierer? Bitte melden und erklaeren! Bitte Beispiele anfuehren! "Dass die Globalisierung Verlierer produziert ist wahr und auch keine neue Erkenntnis. " Diese Erkenntnis ist schlicht falsch. Nicht "nur" in der sogenannten 1. Welt, den modernen Industriestaaten, den modernen Dienstleistungsstaaten profitiert die grosse Mehrheit der Einwohner von der Globalisierung, auch hier in der sogenannten 3. Welt, wo ich mich aufhalte, in der D.R.Kongo, profitieren Viele von der Globalisierung. Wer haette das gedacht?
Ich verstehe was Sie meinen und gebe Ihnen tendenziell recht. Es ist natürlich eine Definitionsfrage. Aber wenn z.B. jemand seinen Job verliert, weil seine Arbeitsstelle in ein fernes Land verlegt wird, wo billiger produziert werden kann, weil die Arbeitskräfte billiger sind - was nicht selten auch mit der fragwürdigen Menschen- und Arbeitsrechtssituation dort zu tun hat - den kann man schon auch als Verlierer der Globalisierung bezeichnen. Und jemanden, der in einem Land der sog. 3. Welt seine Lebensgrundlage verliert, weil z.B. die EU ihre Schlachtabfälle oder Altkleider dorthin entsorgt und billig vertickt, sicherlich auch. Aber wie gesagt, es zählt, was unter dem Strich dabei heraus kommt. Und es ist natürlich auch eine Entwicklung, die ihr Ende noch lange nicht erreicht hat. Wer allen Ernstes im Worldwide Web behauptet man könne die Globalisierung zurückdrehen, sich in seiner nationalen vermeintlichen Muckeligkeit abschotten und einigeln und dabei seine gesellschaftlichen Standards, Freiheiten, Frieden und seinen Wohlstand behalten oder gar steigern, der ist entweder hoffnungslos weltfremd oder er lügt.

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Forist2 01.10.2018, 14:43
135. Panikmache

Die Schweiz beweis schon lange, dass es national bestens funktioniert.
England ist gerade wieder dabei eine eigenständige Nation zu werden.
In den USA brummt die Wirtschaft noch stärker, seit der Nationalstolz wieder mehr Gewicht erhalten hat.
Europa hat den Fehler gemacht, dass es den Bürgern viel versprochen hat und Hoffnungen geweckt, die nicht eingehalten wurden.
Resultat, überall sollen die Menschen immer länger arbeiten, die europäische Wirtschaft gönnt es ihnen einfach nicht, auch mal ohne für Andere zu buckeln leben zu dürfen.
Ständig droht uns allen, irgend ein anders Land retten zu müssen, z.B. den armen italienischen Staat, der aber aus in Durchschnitt wesentlich reicheren Bürgern besteht als wir Deutsche.
Sein Geld kann man nirgends mehr sicher anlegen, das man ja heute für die Rente braucht, weil durch die Politik der EU überall Blasen entstanden sind.
Was bringt uns Normalbürgern eigentlich das vereinte Europa, außer eklatante Probleme und Gefahren ?
Mit Grenzen hatte ich nie Probleme, musste man halt warten und tauschen, wo war das Problem ?
Es war viel sicherer und heute brauchen wir mehr Beamte als früher um uns zu schützen.
Wer zahlt das ? Klar, wir natürlich.

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Otto von Bismarck 01.10.2018, 14:50
136. der Autor vermischt hier vorsaetzlich 2 Dinge

naemlich die Globalisierung, die man nicht stoppen kann, weil Internet, Containerschifffahrt und viele andere Faktoren sie naturgegeben unaufhaltsam machen ( was viel Nutzen und auch Schaden bringt) und Internationalismus, womit eine ideologisch bedingte und keinesfalls naturgegebene Tendenz gemeint ist. Letztere hat 2 Nachteile, emotional, denn Menschen werden ihrer Identitaet beraubt, und wirtscjaftlich, zumindest fuer uns, den wir sollen unseren erarbeiteten Wohlstand teilen, was wir nicht wollen, es schadet uns, den Aermeren duch Sozialabbau und den Reicheren durch absurde Steuern, wir wollen die Feuecjte unserer Arbeit geniessen und nicht weggeben, um irgendwelche Ideologen zu befriedigen. Deutschland hat es durch harte Arbeit geschafft, viele asiat. Laender auch, und das in wenigen Kajrzehnten. Wer keine Disziplin hat, bleibt eben arm, das ist auch richtig so, sonst wird die ganze Welt ein Umverteilungsprojekt, daher werden wir die Linke immer und ueberall bekaempfen.

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