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Globalisierung: Warum die Anti-Internationalisten gefährlich sind
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Da scheinen sich Donald Trump und Sarah Wagenknecht einig: Das Globale ist ein Problem, wir brauchen nationale Lösungen. Alexander Gauland will sogar lieber deutsch als "Mensch" sein. Das ist kurzsichtig - und entlarvend.

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Bananenschale 01.10.2018, 23:07
70. Weil ...

Zitat von feld01
Vergleichen mit der UN lassen sich in einem Nationalstaat geradezu effizient Probleme lösen. Wenn Firmen durch agiles Arbeiten in autonomen Teams besser auf Kundenbedürfnisse reagieren können, warum soll das nicht für Bürokratie gelten?
... Behörden als Ganzes konsistent sein sollen / müssen, währedn hingegen autonome Teams in der Wirtschaft durchaus konträre Ansätze verfolgen können. Ihr Vergleich ist m.E. falsch.

In Bezug auf die UN geben ich Ihnen Recht. Ich würde die UN nicht abschaffen wollen, weil es z.Z. nichts Besseres gibt.

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P-Schrauber 01.10.2018, 23:15
71.

Zitat von jowitt
"Internationalismus alleine ist nicht das Ziel, Internationalismus ist nichts weiter als die Diktatur der Mehrheit und des Stärksten." Nein. Es kommt auf die Ausgestaltung der Demokratie auf internationaler Ebene an. Nach Ihren Thersen gäbe es ja auch keine Demokratie in Deutschland: Auch hier gibt es starke und schwache Länder, kleine und große. Die Gewaltenteilung zwischen Bundestag und Bundesrat verhindert hier die "Diktatur des Größten". Das wäre sicher auch eine Blaupause für die EU.
Ihr Gedanke würde nur dann wirklich funktionieren wenn es denn überall also in allen Staaten eine funktionierende Demokratie gäbe und das ist nicht der Fall und das Problem. Bitte lesen Sie andere Beiträge in Gänze und picken Sie bitte nicht etwas heraus und setzen es in einen anderen Kontext.

Ich habe nicht einmal geschrieben es gäbe keine Demokratie, das dichten Sie meinen Beitrag an.

Ich habe geschrieben das wir eine Multilaterismus satt eines Internationalismus benötigen also eine Gemeinschaft die mit einer Stimme handelt und mit anderen Gemeinschaften interagiert und Staatengemeinschaften können sich nun einmal am besten bilden wenn sie in etwa gleich sind.
Das ist derzeit - ich betone das Wort derzeit nochmals - möglich, es ist also nicht ausgeschlossen das der Kreis sich vergrößert nur müssen die Bedingungen dafür vorhanden sein.

Ihr Beispiel mit Bundestag und Bundesrat funktioniert in Deutschland auf Länderebene und Bundesebene im Rahmen des Bundesdeutschen Rechts so.
Unter unterschiedlichen Staaten mit unterschiedlichen Rechtssystemen nicht da muss ein gemeinsames Recht erst ausgehandelt werden und dass funktioniert -ich erläuterte es bereits-erst in belastbarere Form wenn man auf gegenseitiger Augenhöhe ist, sehen sie sich doch die UNO an.

Es wäre schön wenn wir unser Rechtssystem der Länder und des Bundes in die EU als Blaupause übertragen könnten nur stehen da die nationalen Interessen der andern gegenüber. Ich glaube nicht das Frankreich sich unsrer Rechtsystem aneignen wird, niemals … ;)!

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Steini 01.10.2018, 23:15
72.

Zitat von moistvonlipwik
beruht nun einmal auf zwei Lügen: 1. dass die Mitglieder einer "Nation" durch eine besondere Eigenschaft, ein unsichtbares Band miteinander verbunden seien, mithin eine eigene Subspezies "Mensch" darstellen 2. diese Subspezies unabhängig von (=ohne Rücksicht auf) alle anderen handeln könne.
Für sie scheint Nationalismus immer mit Rücksichtslosigkeit und Rassismus immer einher zu gehen.
Das mag teilweise stimmen aber nicht immer.

Wir alle versichern uns in Gemeinschaften, treten Vereinen und Parteien bei um Gemeinsam etwas zu erreichen, wir legen Geld in A.G oder Wohnungsgemeinschften an und wir leben in Staaten mit Gemeinsamen Werten und Sprachen.
All das kann man erweitern und zusammenscließen wenn es Allen passt.

Aber die totale Freiheit und Gleichheit, ist ein Traum der nur den Rücksichtslosesten und Erfolgreichsten Vorteile bringt.

Mir reicht der alte Traum von Demokratischen Staaten und Ihren geeint verbundenen Bürgern völlig und das Abseits eines Rassistischen Hintergrundes.
Passt auch besser zur deutschen Verfassung und Nationalhymde

Aber ja einzelne Staaten mit einem Rassistischen Grundgedanken gibt es.
Auch im Demokratischen Westen und selbst Religionen sind teilweise erblich.vorgegeben, wenn man Ihnen folgt.

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sonnemond 01.10.2018, 00:31
73. Checken Sie doch mal Japan, Herr Stöcker

Kosmopolitisch, innovativ, weltoffen, kreativ. Migrationsquote nahezu Null. Bei fast allen internationalen humanitären Projekten eines der wichtigsten Geberländer. Es geht auch anders, Herr Stöcker, und zwar bestens. Ebenso die Schweiz, Norwegen, Südkorea & Co. Zu Ihrer freundlichen Unterstützung: https://www.fuw.ch/article/japans-verkannte-staerken/

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Sensør 01.10.2018, 01:04
74. Bei der Globalisierung und Trump zählen Sieger, bei Wagenknecht nicht

Man kann von der Globalisierung kein Rezept gegen die lokalen Massenarmutsherde erwarten. Bei der Globalisierung zählen nur Sieger, andererseits brauchen wir die Globalisierung, um wirtschaftlich nicht abgehängt zu werden. Hier geht es meiner Meinung nach auch darum, die Argumente von Wagenknecht mit denen von Trump zu vergleichen, Ziele und Lösungsvorschläge können nicht unterschiedlicher sein.

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fami.wagner 01.10.2018, 01:56
75. FAZ nochmal lesen!

Bitte lesen Sie den Artikel in der FAZ nochmal! Sarah Wagenknecht befürwortet darin ausdrücklich den Internationalismus. Er funktioniert bloß nicht in manchen Aspekten, wie sie sagt. Damit ist sie also nicht auf der Linie von Gauland, wie der Kommentator meint. Die weiteren Schlussfolgerungen des Kommentars sehen nach diesem Fehler ebenfalls fehlerhaft aus.

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willibaldus 01.10.2018, 02:52
76.

Zurückdrehen lässt sich das sehr schwer mit der Globalisierung, dem Internet und all dem. Nicht ganz so schwer, wie wenn man Kaffee und Sahne wieder zu entmischen versucht, indem man andersherum rührt aber doch kaum möglich. Wenn man es übers Knie bricht, werden viele leiden die damit nicht rechnen. Ich finde die Idee besser, die Bedingungen gestalten zu wollen unter der die Welt zusammenwächst. Das kostet mal wieder jede Menge Gehirnschmalz, Energie und Durchhaltevermögen. Ist wahrscheinlich zu anstrengend.

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shotaro_kaneda 01.10.2018, 05:47
77.

Die globalisierte Welt existiert leider nur für den einzigen Grund Namens Gewinnmaximierung. Es wurde vorher versäumt, globale Verbraucherstandarts, globale Umweltstandarts, sowie ein globales Steuersystem zu etablieren. Die Folgen: Produziert wird dort, wo es am billigsten ist. Gepaart mit einer enormen Steuervermeidungsindustrie. Dies wiederum nutzt man, um Löhne, Verbraucher- und Umweltstandarts in den "Hochlohnländern" zu drücken. Und ob man nun global mit Diktaturen Handel betreibt ist ja auch egal, solange diese auf Linie sind und das Spiel mitspielen. Insofern hat Frau Wagenknecht schon Recht. Der Wille diese einheitlichen Standarts zu schaffen ist eher gering, und wenn, dann kommen Sie auf Druck des Verbrauchers (z.B. einheitliche Biostandarts im Lebensmittelhandel).

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freeclimber 01.10.2018, 06:40
78. Das Problem

Das Problem der Globalisierung ist, dass niemand sagen kann, welche Zustände wir ohne sie hätten. Die Globalisierung als Bürger einer Nation abzulehnen, die über Dekaden hinweg ihren zunehmenden Wohlstand dem Export verdankt, kann sicher dazu dienen, den Begriff Dummheit zu definieren.

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fördeanwohner 01.10.2018, 07:32
79. -

Zitat von Johann Meyer
Gerade die Nationalisten waren die ersten Demokraten der Neuzeit in Deutschland. Vielleicht sollte der Autor sich mal mehr Gedanken machen, wie Freiheit, Recht und Demokratie funktionieren. Karl Popper hilft.
Nichts für ungut, aber bei diesem Nationalismus ging es um den Zusammenschluss einzelner Staatseinheiten. Schauen Sie sich mal die Karte Deutschlands von 1848 an. Sie werden feststellen, dass es kein Deutschland als Nationalstaat gab, sondern lauter kleinere oder größere Einzelstaaten, die zwar locker verbunden waren, aber nicht wie eine größere Einheit. Den damaligen Nationalisten ging es ja nicht um die Beibehaltung dieses Flickenteppichs, was dann der Definition von Nationalismus, wie er heutzutage gesehen, entsprochen hätte, sondern um den Verbund zu etwas Größerem. Damals war das Ziel, etwas Großes zu erschaffen, in dem für alle Bewohner die gleichen Rechte und Gesetze gelten sollten. Das ist das Gegenteil von kleinkariertem Nationalismus.

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