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Globalisierung: Warum die Anti-Internationalisten gefährlich sind
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Da scheinen sich Donald Trump und Sarah Wagenknecht einig: Das Globale ist ein Problem, wir brauchen nationale Lösungen. Alexander Gauland will sogar lieber deutsch als "Mensch" sein. Das ist kurzsichtig - und entlarvend.

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From7000islands 01.10.2018, 07:46
80. Ziemlich viel Theorie auf beiden Seiten

Womit können sich unsere Intellektuellen füttern, wenn in Europa und grossen Teilen der westlichen Welt Krankheiten und Hunger vertrieben sind? Die Frage, ob wie Golbalismus Internationalismus nennen ist anscheinend wichtiger als das was in der Realität Politiker im Schatten der Diskussionen mit uns machen. Politiker von Merkel bis Gauland freuen sich, wenn Intellektuelle sich zerstreiten über links oder rechts, oben oder unten.
Der Identitätswunsch eines jeden einzelnen Menschen bevor er sich international oder global gibt, ist z.B. zu beobachten beim "Erdogan Fest" in Köln. Warum wollen diese Türken nicht global und geschlechts neutral sein und heiraten? mal heute in die Kirche gehen, morgen in die Moschee, dann mal wieder in den Tempel und nächste Woche sich Atheist fühlen?
Jeder Mensch will Identität und eine Entwicklung in seiner gefühlten und dadurch nach aussen ausgedrückten Identität, die Globalisten bzw Internationalisten mehr als Rechte, weil sie sich im globalen Teich von Millionen ganz anders aussehenden und anders reagierenden Menschen verloren fühlen würden. Die Balance zwischen unsinniger Auflösung in der Suppe aller zusammengewürfelten Arten und der rigiden Trennung der eigenen Gruppe gegen anstürmende Eroberer ist schwer zu halten.
Man möchte an das Gute im Menschen glauben, daher verfangen Merkel-Sprüche bei denen die sich gebildet meinen. Aber die Realität zwingt zur Verteidigung, daher erscheinen vielen die Gauland Sprüche als eine Antwort auf die Realität. Da kann man noch so viel erklären. Wenn selbst der SPIEGEL im Sinne schreibt: Die Auslagerung der deutscher Fabriken nach China wird von vielen Industriellen heute als Fehler empfunden. Also hat in der Industrie der Globalismus schon einen kräftigen Knacks bekommen. Wenn China und demnächst aus Afrika und Asien vertrieben haben wird, werden aus linken Globalisten schnell Wendehälse.

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foreigner99 01.10.2018, 07:52
81. Rationaler Unsinn

ist dieser Beitrag in vieler Hinsicht, speziell wenn man sich klarmacht, was für Nachteile die krampfhafte Globalisierung für uns mit sich bringt. Darüber hinaus, es unserer unbfähigen Politik allein zu überlassen, wie weit wir "globalisiert" werden wollen, ist krank per se.
Auf die Förderung internationaler Einrichtungen zu drängen ist, wenn wir betrachten wie z.B. nur die EU funktioniert, welches Personal dort arbeitet, und wer letztendlich den Nutzen hat, in vielen Bereichen Unsinn.

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fördeanwohner 01.10.2018, 08:01
82. -

Zitat von sonnemond
Kosmopolitisch, innovativ, weltoffen, kreativ. Migrationsquote nahezu Null. Bei fast allen internationalen humanitären Projekten eines der wichtigsten Geberländer. Es geht auch anders, Herr Stöcker, und zwar bestens. Ebenso die Schweiz, Norwegen, Südkorea & Co. Zu Ihrer freundlichen Unterstützung: https://www.fuw.ch/article/japans-verkannte-staerken/
Japan hat aber doch das Problem, dass die Menschen dort immer "älter" werden und es noch krasser als bei uns kaum jüngere Menschen, die sich um sie kümmern. Ach ja, gibt ja inzwischen Roboter. Dann macht das ja nichts.
Norwegen und die Schweiz haben Zuwanderung! Und ich meine auch Südkorea.

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Little_Nemo 01.10.2018, 08:18
83. Ein wirkliches Problem

Zitat von klaus.schumacher
Der Autor beschreibt hier seine Sicht der Dinge (besser Sachverhalte), die aber nicht die einzige und richtige ist. Es gibt immer Argumente dafür und dagegen, und sehr viele Menschen im Lande sehen dies zunehmend anders als die schreibenden Journalisten. Vielleicht .....
Natürlich beschreibt der Journalist hier seine Sicht der Dinge. Wessen sonst? Warum sollte er sich in den Kopf von irgend jemandem versetzen, um dessen Sicht der Dinge hier niederzuschreiben, von der er aber gar nicht überzeugt ist und nicht überzeugt sein kann. Zumal er, der Journalist, gewohnt ist seine Sicht der Dinge anhand von Fakten zu bilden und darzustellen, während bei jenen besagten Anderen nur wirre Fantasien, Bequemlichkeiten, Ängste und Aversionen ausschlaggebend sind. So verlangen sie auch ständig, dass man ihre Sorgen ernst nehmen soll, dass man mit ihnen spricht. Und wenn man es dann tut brüllen sie einen an - "Lügenpresse", "Volksverräter" und ähnliches - und versuchen ihre Hirngespinste als "alternative Fakten" zu emanzipieren, um nicht zu sagen, über alle Wahrheit zu stellen, weil ihnen die fundierten Argumente fehlen. Was Sie hier auch gerade mal wieder versucht haben. Ansonsten hatten Sie uns offenbar nichts zu sagen. Nur, dass wir den Blödsinn ernst nehmen müssen, damit die Lage nicht weiter eskaliert. Und damit wollen Sie irgend jemanden überzeugen? Haben Sie noch irgendwas anzubieten, außer einer diffusen Drohung?

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Little_Nemo 01.10.2018, 08:32
84. Das herbei fantasierte Verschweigen

Zitat von Leser161
Natürlich kann man internationale Probleme nicht wegignorieren. Und die Globalisierung hat auch Vorteile, aber eben auch Nachteile (Günstige Arbeitnehmer aus XY). Und solange diese Nachteile nicht thematisiert sondern wegignoriert werden, solange werden Anti-Internationalisten Aufwind haben.
Werden diese Probleme denn "weg ignoriert"? Nach meiner Wahrnehmung sind die Nachrichten voll davon. Man muss sie halt lesen oder wenigstens im TV ansehen. Der Themenkomplex gerät bloß immer wieder, und besonders aktuell, in den Hintergrund, nicht zuletzt, weil das Gepöbel einer rückwärtsgewandten Minderheit, die aus der Geschichte nichts gelernt hat, nur schlicht gedachte Lösungen akzeptiert und ihre gesamte Energie darauf konzentriert die Ursache aller Übel dieser Welt auf die Migration zu schieben, lauter ist.

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pepe83 01.10.2018, 08:33
85. Immer diese vermeintliche Alternativlosigkeit

Internationalismus und Globalisierung sind vielleicht gerade nicht die optimale und letztgültige Entwicklungsstufe der Menschheit. Globalisierung führt zu undurchsichtigen Institutionen, die der einzelne Mensch mich mehr überblicken und schon gar nicht beeinflussen kann. Sie sind antidemokratisch. Im Übrigen gibt es eindeutige Gegenbewegungen. Zum Beispiel die Tendenz, die Region zu stärken, in der man lebt. Das fängt bei bürgerschaftlichen Engagement an und geht beim Einkauf regionaler Lebensmittel weiter. Die Alternative von Internationalismus ist nicht zwingend Nationalismus.

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zeisig 01.10.2018, 08:41
86. Schon klar.

Aber wenn man mir den letzten Rest von Patriotismus als morlisch-thisch verwerflich aberziehen will, dann reagiere ich eben auch mal unsachlich und überzogen, so wie das Trump und Gauland mit diesen Beispielen tun.

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panzerknacker 51 01.10.2018, 09:00
87. Super!

Zitat von Ezechiel
In vielen deutschen Städten und Dörfern wir zur Zeit der Anti-Internationalismus hoch leben lassen. Ich meine damit, die unsäglich volkstümelnden bayrisch-nationalen Oktoberfeste. Plätze auf denen das ursprüngliche Deutschtum wieder .....
Ich habe herzhaft gelacht bei diesem Beitrag. Nur hat mir - für die eher schlichteren Gemüter - der Satire-Hinweis gefehlt.

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Little_Nemo 01.10.2018, 09:09
88. Ihr Glaube an das Gute im Menschen

Das ist doch mal ein ambitionierter Beitrag. Da bemühen Sie sich in Ihrer Überschrift uns vorzumachen, Sie würden ausgewogen argumentieren, und dann schwingen Sie sich gleich im ersten Satz dazu auf süffisant auf die Intellektuellen herabzublicken und beenden Ihr Pamphlet konsequenterweise mit der Titulierung linker Globalisten als Wendehälse. Die guten alten Feindschablonen müssen gepflegt werden, gell? Auch wenn die "Rechts-Links-Schablonen" doch gelegentlich für überholt gehalten werden wollen, wenn es opportun erscheint, nicht wahr? Besonders schön bringt folgender Satz Ihre Weltsicht auf den Punkt: "Die Balance zwischen unsinniger Auflösung in der Suppe aller zusammengewürfelten Arten und der rigiden Trennung der eigenen Gruppe gegen anstürmende Eroberer ist schwer zu halten." Ist diese "Suppe", mal wissenschaftlich betrachtet, nicht eigentlich der Urzustand, und es geht Ihnen eher um eine krampfhafte Herauslösung aus dieser? Sehen Sie die Deutschen sogar schon als eigene Art, nicht mehr nur als Rasse? Was verstehen Sie unter der "eigenen Gruppe"? Oder anders ausgedrückt: Hat der gröhlende und prügelnde Nazi-Proll aus NRW oder Thüringen mehr mit mir gemein als der friedvolle, gesetzestreue Familienvater aus dem Irak oder Syrien? Vor diesem Hintergrund drängt sich doch die Frage auf, woher die "anstürmenden Horden der Eroberer" wirklich kommen, die unsere westliche Kultur bedrohen. Von außen oder vielleicht weit mehr noch von innen? Schöner als in diesem einen Satz hätten Sie kaum aufzeigen können, dass Rassismus im Kern vor allem Realitäts- verdrängung und -verweigerung ist.

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ofelas 01.10.2018, 09:21
89. 16 Jahre Ausland, auch Asien

Ich bin international, arbeite seit Jahrzehnten international, habe Freunde aus vier und Verwandte aus drei Kontinenten.
Dazu aber:
1. Man kann einen Sozialstaat haben oder offene Grenzen, man nicht nicht beides haben!

2. Solidarität bezieht sich immer auf die Gruppe mit dem engsten Soziokulterellen Hintergrund. Hier täuschen sich die Internationalisten (Globalisten wissen es), in einer krisenzeit sind Monokulturen weniger anfällig und erholen sich schneller. Nachteile: diese sind weniger flexibel neue Ideen und Wege zu gehen
3. Die Fähigkeit einer gesellschaft neuen Bürger aufzunehmen ist begrenzt, sie ist in erster Linie eine Frage der kulturellen nähe, dann der finanziellen Fähigkeit. Diese Fähigkeit ist skalierbar aber eben über einen Zeitraum hinweg und nicht über Nacht!

4. In einer Gesellschaft die auf rechtstaatlich aufgebaut wurde, und sich über die Arbeit definiert muss beides eingehalten werden um eine erfolgreiche Internationalisierung zu ermöglichen
Scheint einigen nicht zu passen, aber mit Druck wird es eben nur mehr Gegendruck geben

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