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Glyphosat und Krebs: Vergiftete Debatte
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In einer Gemengelage aus Krebs-Angst, widersprüchlichen Gutachten und erodiertem Vertrauen stimmt die EU darüber ab, ob das Pestizid Glyphosat weiter eingesetzt werden darf. Dabei klammert die Diskussion wichtige Aspekte aus.

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hwdtrier 24.10.2017, 16:50
1. Salami ist als stärker Krebs-

gefährdent eingestuft als Glyphosat.
Wird Glyphosat ordnungsgemäß eingesetzt passiert nichts. Das Mittel wird über das Blattgrün aufgenommen und in die Wurzeln transportiert wo es diese zerstört. Glyphosat im Boden zerfällt in ungefährliche Stoffe die biologisch abbaubar sind.
Und bei den Kosten setzt kein Bauer mehr ein als unbedingt nötig. Da halt ich die Schwermetalle der Biobauern für gefährlicher denn die sammeln sich im Boden und damit überall.

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StefanZ.. 24.10.2017, 16:52
2. Nur Mut zum Gift, Hauptsache billig

Keiner der Gutachter kann mit ruhigem Gewissen einen sicheren Grenzwert behaupten. Den gibt es nämlich nicht. Es verhält sich bei diesem Gift für unseren Körper wie mit der Verstrahlung durch Radioaktivität. Ich kenne eine Studie, die z.B. erschreckend verdeutlicht, daß die Richtwerte zur ordnungsgemäßen und dann frech behaupteten ungefährlichen Mengen-Ausbringung des Giftes in der Praxis völliger Unsinn sind. Der Stoff verteilt sich per Wind in der Umgebung, über angrenzende Gewässer, reichert sich auch auf Nachbargrundstücken an usw. Nennen wir die Dinge doch beim Namen. Schleichende Vergiftung.

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willi_ac 24.10.2017, 16:53
3. Na, ...

... da können wir ja froh sein, dass endlich mal wieder ein völlig unvergifteter Artikel zum Verzehr präsentiert wird. Es ist ja auch "unklar, ob ein Glyphosat-Verbot der Umwelt nutzen oder ihr unterm Strich sogar schaden würde". Genau, darum ordentlich drauf, passt schon.

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irrenderstreiter 24.10.2017, 16:54
4.

Interessant, dass der Artikel zwar das Insektensterben am Rande erwähnt, auf die Bienengiftigkeit des Herbizids aber nicht eingeht. Es geht eben nicht nur um Krebs.

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purple 24.10.2017, 16:56
5. Gesponsored von Monsanto?

Glyphosat ist kein Pflanzenschutzmittel, wie in diesem Artikel bezeichnet, sonden ein Pflanzenvernichtungsmittel - nämlich ein Totalherbizid. Netterweise gibt es von Monsanto genmanipuliertes Saatgut dazu - da gibt es in der EU (noch?) Zulassungsprobleme.

Die einzig akzeptable Unkrautbehandlung ist eine mechanische. Sollen sie doch Roboter zum Jäten entwickeln - wäre mal was sinnvolles.
Ich sehe ein, daß man in schwierigen Jahren - ab einem drohenden Ernteverlust von ~30% Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen tolerieren muss. Das sind dann aber Fungizide gegen Pilze und Insektiziede, wenn Schädlinge überhandnehmen.

Eine vorbeugende "Behandlung ist aber auch hier abzulehnen. Die aktuelle Landwirtschaft führt zu einer Verarmung unserer Natur (Insektensterben) und von den Bauernvertretern höre ich dazu nur unverständliches Geschwurbel anstatt dass sie die Verantwortung für eine naturverträgliche Landwirtschaft übernehmen.
Die Drohung anstatt Glyphosat eine undurchsichtige Mischung anderer Herbizide zu verspritzen wie in den Artikel angedeutet, grenzt an vorsätzliche Körperverletzung

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ichwillauchmal 24.10.2017, 16:58
6. Ja, es geht nicht NUR um Monsanto und Glyphosat

Es geht um die Zukunft der konventionellen Landwirtschaft, die fallende Preise wegen zu hoher Produktion stets nur mit noch höherer Produktion noch billiger Lebensmittel beantwortet, völlig am Markt vorbei ihre Überlebenschance an noch industriellerer, noch effizienterer und noch schnellerer Produktion sieht. Subventioniert mit Milliarden von Steuergeldern, auf Kosten von Umwelt und Natur.

Weideviehhaltung? Zu teuer, zu wenig ertragreich. So hat mittlerweile jeder konventionell produzierende Mittelstandsbauer Laufställe mit hunderten von Viechern, die nie draußen stehen, automatisch gefüttert und gemolken werden, und die den ganzen Tag hintenraus lassen, was auf dem Feld verklappt wird und das Trinkwasser vergiftet. Zusätzlich müssen resistente Monokulturen mit Glyphosat gepäppelt werden, damit das Stallviel genug zu fressen bekommt. Aus dem nicht unerheblichen Rest wird Biosprit gemacht. Das die Bienen verhungern und alle anderen Insekten ausgerottet werden? Kollateralschaden zugunsten der Gier.

Das muss aufhören, solche Betriebe braucht es zur Grundversorgung nicht!

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maikäfer 24.10.2017, 17:06
7.

Viel bedrohlicher als das Krebsrisiko empfinde ich das nun bestätigte Insektensterben. Angesichts eines massiven Artensterbens sollte auch dem letzten Pestizid-Fan klar sein das Glyphosat eine Sackgasse ohne Rückkehr ist. Aber Wachstum, Wohlstand und Preisstabilität hat sich nunmal alles unterzuordnen. Überschüsse hauen wir in die Tonne bis es raucht, anstatt nachhaltiger mit Erträgen und Ressourcen umzugehen. Soviel kurzsichtige Blödheit. Der Mensch machts...

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gelikiel 24.10.2017, 17:06
8. Bauern wohl vor bürgergesundheit

Wenn 5 Gutachten Glyphosat für Krebs auslösend einstufen sollte die Bundesregierung unter Frau Merkel sich für die Gesundheit der Bürger einsetzen.
Leider wird die Bauern -und Chemie Lobby im Kanzleramt obsiegen.
Ich halte es für unverantwortlich jetzt Glyphosat für weitere 10 Jahre zuzulassen.

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Licht aus ! 24.10.2017, 17:07
9. Krebsrisiko ist eine Scheindebatte,

weil der Nachweis des Krebsrisikos nur sehr schwer beweisbar ist, wie die bisherigen Gutachten belegen. Es gibt aber weitere erhebliche Gründe, Glyphosat einzusetzen, die bei der Risikobewertung des Produkts bislang völlig außer Acht lassen werde. Es geht der konventionellen Landwirtschaft um die sog. "Reinhaltung" des Ackers von Fremdkräutern, die das Wachstum der Nutzpflanzen behindern könnten. Dies hat jedoch vielfältige Folgen; u.a. leistet Glyphosat einen erheblichen Beitrag zum Artensterben in der Nahrungskette "Pflanze, Insekt, Vogel, etc." Dieser Effekt von Glyphosat ist bekannt. Darum geht es in Wirklichkeit!

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