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Golfstrom: Die rätselhaften Mega-Flüsse im Atlantik

In riesigen Strömen fließt im Nordatlantik 20-mal mehr Wasser in die Tiefe, als alle Flüsse der Erde zusammen ins Meer spülen - davon sind Wissenschaftler überzeugt. Das Problem: Bisher hat niemand die Giganten beobachtet. Und je länger die Suche dauert, desto rätselhafter werden sie.

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JustinSullivan 26.07.2009, 12:44
20. weder noch

Zitat von Vincent_Vega
Das sollte ihm schwer fallen, sagen doch renomierte wissenschaftliche Quellen etwas anderes: (Max-Planck-Institut für Meteorologie) (Deutsche Physikalische Gesellschaft) um nur einige zu nennen.
In beiden Artikeln wird weder behauptet, noch ausgeschlossen, dass der Golfstrom Ursache des milden Klimas in Nordeuropa ist. Es ist lediglich von klimatischer Begünstigung durch den Golfstrom bzw. klimatischen Auswirkungen, wenn es ihn ncht gäbe, die Rede.

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augu 26.07.2009, 19:57
21. Wie funktioniert der Golfstrom nun wirklich?

sehr plausibel ist die Erklärung für das Absinken im Spiegelartikel nicht: "Wenn das aus den Tropen herangeführte warme Wasser schließlich abkühlt, gewinnt es wieder an Dichte, sinkt in die Tiefe......." Durch Abkühlung wird das Wasser des Golfstroms nie kälter als das "einheimische" Meerwasser, wieso dann Absinken ?
Durch eine Strömung herangeführtes Meerwasser sinkt ab, wenn es schwerer ist als das "einheimische " Meerwasser. Die Dichte von Meerwasser steigt mit zunehmender Salzkonzentration und abnehmender Temperatur (letzteres aber nicht bis zum Gefrierpunkt, sondern mit Umkehreffekt kurz davor). Die Meeresströmung "Golfstrom" an der Oberfläche und das Absinken im Gebiet um Grönland wäre für mich physikalisch plausibel, wenn das Meerwasser durch Verdunstung im Karibikbecken zwar eine höhere Salzkonzentration erlangt, die höhere Temperatur es aber leichter macht als als das Anlantikmeerwasser und es deshalb als Oberfächenstrom angetrieben durch Wind u.Corioluskraft in Richtung Nordwest bis an nordeuropäische Gestade kommt, dort Richtungänderung in Richtung Nordwest (Warum?) und später ein Absinken, weil es immer noch eine wesentlich höhere Salzkonzentration als das Antlantikwasser besitzt, die Temperatur aber inzwischen fast auf dessen Niveau abgesunken ist, es also schwerer ist als das "einheimische" Meerwasser. Dies wäre eine plausible Erklärung für den gesamten Mechanismus, ob sie zutreffend ist, weiß ich nicht. Wenn ja, dürfte die zunehmende Verdünnung des Meerwassers vor Grönland durch schmelzende Gletscher den Mechanismus nicht gefährden, denn dadurch wird die Dichte des einheimischen Meerwassers verringert, der Dichteunterschied zu herangeführten Golfstromwasser vergrößert, der Antrieb für das Absinkens müsste also stärker werden. Kann mir jemand den Gesamtmechanismus und sein Beeinflussung durch starken Süßwasserzufluss vor Grönland plausibel erklären. Meine Grundannahme: Absinken eines Oberflächenstroms in die Tiefe findet nur statt, wenn dessen Dichte größer ist als die des "einheimischen" Meerwassers ist doch wohl richtig ?

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