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Gravitationswellen: Was nie ein Mensch zuvor gemessen hat
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Beginn einer neuen Ära in der Astrophysik: Erstmals haben Forscher die von Einstein hergeleiteten Gravitationswellen gemessen. Sie öffnen damit Fenster in Gegenden des Universums, die bislang verschlossen waren.

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ichkannsnichtglauben 12.02.2016, 02:49
30. Immer langsam?

Ich bin erstaunt darüber wie viele Foristen so schnell scharfe Zweifel an der Richtigkeit der Meldung haben?
Fakten werden gefordert, grundlegende Physikalische Annahmen werden dilettantischen Widerlegungsversuchen unterzogen.
Der Ruf nach Fakten ist zu stillen! Hunderte Veröffentlichungen stehen zur Verfügung. In knapp 100 Jahren sogar sehr, sehr viele. Auch sind darunter unzählige die aus heutiger Sicht längst korrigierte Fehler enthalten. Dennoch finde ich es vermessen die aktuelle so haltlos in der Luft zerreißen zu wollen, wohlgemerkt ohne auch nur den Abstract der neuesten Veröffentlichung welche im PHYSICAL REVIEW LETTERS publiziert wurde gelesen zu haben. Zwei grundlegende Dinge sprechen dafür:
Erstens, die SPON-Redakteure sind kein Haufen Physiker, Ingenieure und Techniker, welche die jahrelange Arbeit, in vielen verschiedenen Kernbereichen, die für diese Leistung nötig waren mal eben an einem lauen Nachmittag auf 800 Wörter zusammenstauchen ohne auch nur eine Gleichung einzubauen. Wenn wir eins gelernt haben über das letzte Jahrhundert dann das naturphysikalische Argumentationen nur dann bisher nicht zu widerlegen waren wenn sie in mathematischer Notation festgehalten werden konnten. Damit erhebt diese Form der Argumentation keinen Anspruch auf die Wahrheit sondern nur, dass sie Vorhersagen für immer wieder wiederholbare Versuche zuverlässig beschreiben kann. Aus ihr abzuleiten sind möglicherweise Vorhersagen die wir noch nicht überprüfen können, aber da arbeiten wir dran. Wer dies anzweifelt möge sich die wissenschaftliche und technologische Entwicklung der Neuzeit anschauen, nachvollziehen und dann nur eine einzige Aussage - unabhängig ob bereits überprüft oder nicht - widerlegen. Ich verspreche Ihm, wenn sein Ergebnis der Prüfung durch Dritte nicht wiederlegbar ist werden wir den Ast absägen und eine bessere Theorie entwickeln. Falls man, wie ich auch, bei dieser Publikation nicht fähig ist sie an einem kurzen Nachmittag zu falsifizieren, sollte man sich und den Leuten die das Rüstzeug dafür haben doch bitte etwas mehr Zeit geben. Der Kontrahent hat sich schließlich auch 100 Jahre Zeit gelassen.
Zweitens ist das Physical Review Letters eine vergleichsweise populärwissenschaftliche Zeitschrift und damit als Einstieg wunderbar geeignet.

Ist es nicht erstaunlich wie leichtfüßig man Fremden vorwirft einen schlechten Job zu machen und dabei nicht den leisesten Selbstzweifel hegt?

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The Restless 12.02.2016, 03:46
31. Das

Zitat von Hoffnungsträger
...Das ist aber nur eine Vermutung, die noch einen Beweiss benötigt, denke ich.
Warum Naturgesetze so sind, wie sie sind, kann die Naturwissenschaft nicht klären - sie kann diese Gesetze lediglich finden und beschreiben.

Einen tieferen Einblick in die Ursachen der Gravitation erwartet man von der noch hypothetischen Theorie der Quantengravitation. Man könnte darin vielleicht ein Elementarteilchen (Graviton oder ähnlich) identifizieren, das letztlich die Kraft, die wir als Gravitation bezeichnen, vermittelt. Damit wäre das "Warum" jedoch noch immer nicht geklärt.

Das Besondere an der gestern publizierten Entdeckung ist nicht etwa die Gravitationswelle an sich - kein ernsthafter Physiker, den ich kenne, hat an deren Existenz gezweifelt; es gab ja bereits 1993 einen Nobelpreis für den indirekten Nachweis. Entscheidend ist, dass wir jetzt in der Lage sind, in neue Phänomene (wie in diesem Fall das Verschmelzen zweier schwarzer Löcher) hinein zu lauschen. Das erlaubt es uns, theoretische Modelle dieser Vorgänge, die auf unseren Computern laufen, zu überprüfen und zu verfeinern bzw. zu korrigieren. Wenn die Detektoren in den kommenden Jahrzehnten dann empfindlicher werden (eLISA), dann werden wir hoffentlich noch ganz andere Dinge hören: Das Nachhallen des Urknalls, das es uns erlauben dürfte, die Mechanismen besser zu verstehen, die dieses Universum entstehen ließen.

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tororosoba 12.02.2016, 06:22
32. Keine Vermutung

Zitat von Hoffnungsträger
...Das ist aber nur eine Vermutung, die noch einen Beweiss benötigt, denke ich.
In der Physik gibt es keine Beweise wie in der Mathematik. Allerdings sind Gravitationswellen auch nicht nur eine Vermutung: Die Theorie sagt schon seit langem (100 Jahre, wie im Artikel beschrieben), dass sie es geben muss. Bisher gab es allerdings keine praktische Bestätigung der Theorie, und genau die haben wir jetzt.

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pi42 12.02.2016, 06:55
33. 14. september 2015

Das Signal wurde am 14. September 2015 gemessen, nicht 2014.

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karlheinzheinz 12.02.2016, 06:59
34.

Alles was wir bisher über das Universum wissen beruht auf der Beobachtung EINER der vier Grundkräfte. Der elektromagnetischen Wechselwirkung. Hier bietet sich jetzt die Möglichkeit über eine Zweite Beobachtungen vorzunehmen. Der Gravitation. Darum die Aufregung.

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arhimedes07 12.02.2016, 07:34
35.

Der Beweiss ist eigentlich die Messung der Gravitationswelle.

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EmmaDiel 12.02.2016, 08:05
36. ...jaja...

...neue Erkenntnisse über den Ursprung des Universums, neue Forschungsgelder, Mechanismen des Lebens verstehen, verstehen wie Merkel und Schräuble ticken... blablabla... Gott, wir kommen!

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kloppskalli 12.02.2016, 08:05
37. schoen

schoen, dass es eine Elite menschlicher Wesen gibt, die sich mit solcherlei Problemen auseinander zu setzen vermag. Das zeigt das Potenzial. Wenn jetzt noch alle kapieren, wie man gewissenhaft Auto faehrt und zB auf dem Weg zur Arbeit vermeidet Staus zu verursachen, wenn sich viel mehr leute vegan / vegetarisch ernaehren wuerden, dann waere allen gedient :-) Das waere toll fuer unsere gesellschaftliche Weiterentwicklung - fuer den planeten an sich und fuer die Milliarden Tiere denen wir taeglich unermessliches Leid zufuegen..

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Kurpfalz 12.02.2016, 08:11
38. Sheldon Cooper vom California Institute of Technology

ist kurz davor, die Gravitationswellen in die vereinheitlichende Stringtherie einzupassen.

Er, der theoretische Physiker, ist ein Kollege von David Reitze, dem Experimentalphysiker, der jetzt den experimentellen Nachweis erbracht hat.

Es scheint der Durchbruch kurz bevor zu stehen, dass das Phänomen in die einheitliche Theorie eingepasst wird.

Cooper und Reitze sind die vorrangigen Aspiranten für den Physik-Nobelpreis.

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Kurpfalz 12.02.2016, 08:13
39. Reitzes Kollege Sheldon Cooper am California Institute of Technology

ist kurz davor, die Gravitationswellen in die vereinheitlichende Stringtheorie einzupassen.

Der theoretische Physiker Cooper und David Reitze, dem Experimentalphysiker, der jetzt den experimentellen Nachweis erbracht hat, sind die vorrangigen Aspiranten für den Physik-Nobelpreis.

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