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Grubenunglück in Thüringen: Gewaltige Druckwelle verbreitete tödliches Gas
K+S

Beim Grubenunglück in Thüringen mit drei Toten ist eine enorme Menge Kohlendioxid ausgetreten. Nun rätseln Experten: Hatten die Männer nicht mehr genug Zeit, ihre Gasmasken aufzusetzen?

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spiritof81 02.10.2013, 15:13
1.

Zitat von sysop
Beim Grubenunglück in Thüringen mit drei Toten ist eine enorme Menge Kohlendioxid ausgetreten. Nun rätseln Experten: Hatten die Männer nicht mehr genug Zeit, ihre Gasmasken aufzusetzen?
Zunächt einmal Beileid den Angehörigen der Bergleute.

Bin mal gespannt, wann (und ob) hier die ersten Kommentare kommen und diesen Vorfall mit CCS in Verbindung bringen

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Lebostein 02.10.2013, 15:19
2.

Warum versucht man eigentlich krampfhaft, irgendwo ein paar kg CO2 in die Erde zu pressen und dort zu speichern, wenn an anderer Stelle täglich Unmengen davon freigesetzt werden?

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Crom 02.10.2013, 15:34
3.

Zitat: "Eine solche Druckwelle hatten wir zuletzt in den 1950er Jahren".

Da hat er wohl das große Grubenunglück von 1960 in Zwickau vergessen. Da war die Explosion so schwer, dass es noch tagelang gebrannt hat.

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_christoporus_ 02.10.2013, 15:44
4. CO2? Gasmasken?

Wenn es sich hier um CO2 und nicht um CO handelt, was nützen dann Gasmasken? Wo kein Sauerstoff ist, ist zum Atmen nichts mehr zu holen. Allenfalls könnten
Sauerstoffmasken helfen. Oder ist SPON nicht richtig informiert?

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augu1941 02.10.2013, 16:03
5.

Zitat von _christoporus_
Wenn es sich hier um CO2 und nicht um CO handelt, was nützen dann Gasmasken? Wo kein Sauerstoff ist, ist zum Atmen nichts mehr zu holen. Allenfalls könnten Sauerstoffmasken helfen. Oder ist SPON nicht richtig informiert?
Selbstretter versorger den Träger für ca. 1 Std mit dem nötigen Sauerstoff in der eingeatmeten Luft (wahrscheinlich wird CO2 aus der ausgeatmeten Luft gebunden u. O2 zugesetzt).
Das im Salzgestein eingeschlossene CO2 stammt nicht aus CO2 Verpressung(gibt es dort überhaupt nicht) und auch nicht aus Endlaugenverpressung, sondern ist vulkanischen Ursprungs (als im Tertiär, 200 Millionen Jahre nach der Bildung der salzlagerstätten im Zechstein, Magma durch die Salzlagerstätte an die Erdoberfläche drang), deshalb auch das Basaltgestein in der Rhön.

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curiosus_ 02.10.2013, 16:03
6. Die Qualität der Kommentare

lässt auch stark zu wünschen übrig:

Zitat von Crom
Zitat: "Eine solche Druckwelle hatten wir zuletzt in den 1950er Jahren". Da hat er wohl das große Grubenunglück von 1960 in Zwickau vergessen. Da war die Explosion so schwer, dass es noch tagelang gebrannt hat.
CO2 brennt nicht. Sie spielen wahrscheinlich auf eine Methangasexplosion an.

Zitat von Lebostein
Warum versucht man eigentlich krampfhaft, irgendwo ein paar kg CO2 in die Erde zu pressen und dort zu speichern, wenn an anderer Stelle täglich Unmengen davon freigesetzt werden?
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Weg ist weg, egal wieviel woanders frei wird.

Zitat von _christoporus_
Wenn es sich hier um CO2 und nicht um CO handelt, was nützen dann Gasmasken? Wo kein Sauerstoff ist, ist zum Atmen nichts mehr zu holen. Allenfalls könnten Sauerstoffmasken helfen. Oder ist SPON nicht richtig informiert?
Einfach mal den Text lesen:

Zitat von sysop
Die Arbeiter tragen sogenannte Sauerstoffselbstretter bei sich. Die kleinen Geräte werden übergezogen, wenn der Sauerstoffgehalt in der Luft zu gering ist. "Wenn die Bergleute ein solches Gerät tragen, haben sie für 50 Minuten Atemluft und können entweder zum Wetterschacht laufen, wo es Frischluft gibt, oder in eine Schutzkammer"

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schwester arno 02.10.2013, 16:07
7.

Zitat von _christoporus_
Wenn es sich hier um CO2 und nicht um CO handelt, was nützen dann Gasmasken? Wo kein Sauerstoff ist, ist zum Atmen nichts mehr zu holen. Allenfalls könnten Sauerstoffmasken helfen. Oder ist SPON nicht richtig informiert?
Ist ein bisschen missverständlich ausgedrückt. Ich vermute, er bezieht sich auf die Sauerstoffselbstretter (die haben aber eher ein Mundstück als eine Maske).

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spon-facebook-10000191703 02.10.2013, 16:07
8. Co2 Filter?

Zitat von _christoporus_
Wenn es sich hier um CO2 und nicht um CO handelt, was nützen dann Gasmasken? Wo kein Sauerstoff ist, ist zum Atmen nichts mehr zu holen. Allenfalls könnten Sauerstoffmasken helfen. Oder ist SPON nicht richtig informiert?
Ich kenne den Kalibergbau nicht aus eigener Erfahrung.
Ich selbst habe aber in den 1980ern noch im Steinkohlebergbau gearbeitet.
Dort hatten wir CO-Filter am (Berg-)Mann.
Ich könnte mir vorstellen, dass es ähnliche Systeme auch für den Einsatz im Kali-Bergbau gibt.

Ansonsten mein Beileid an die Hinterbliebenen und den verstorbenen Kumpel ein letztes Glück auf.

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Tiananmen 02.10.2013, 16:11
9.

Mich würde interessieren, in welcher Form das CO2 dort im Berg eingeschlossen ist. Für einen Laien ist die Vorstellung, dass ein Gas(!) in anscheinend hochkomprimierter Form im Berg liegt schwer begreifbar. Auch scheint es keine Ortungsverfahren zu geben oder das Vorkommen ist so unwahrscheinlich, dass sich systematische Proben nicht lohnen.

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