Forum: Wissenschaft
Grüner Wasserstoff als Klimaschützer: Der Sauberstoff
sunfire

Wasserstoff, hergestellt aus Ökostrom, ist für die Industrie nahezu die einzige Möglichkeit, klimaneutral zu wirtschaften. Der Aufwand für Stahlwerke und Raffinerien wäre enorm, und die Hürden sind hoch.

Seite 7 von 19
orakel200 13.07.2019, 18:31
60. Deutsche Solarindustrie

Zitat von Bibs1980
Volle Zustimmung! Solar- und Windwirtschaft sind politisch gewollt kaputt gemacht worden. Und die Politiker, die dafür verantwortlich stehen vor dem Klimaproblem wie das Kaninchen vor der Schlange - bloss nicht bewegen, es könnte Wählerstimmen bei den Alten kosten.
Die deutsche Solarindustrie war nicht konkurrenzfähig gegenüber der Konkurrenz aus China und ihr Niedergang begann schon während der großen Boom-Phase zwischen 2009 und 2012, als als Deutschland noch mit Abstand größter Markt für Solarmodule war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bdroege 13.07.2019, 18:32
61.

Zitat von Bibs1980
Wieso sollen Unternehmen grünen Strom elektrolysieren? Warum verbrauchen die nicht den Strom direkt für ihre Prozesse? Ob man zum Erhitzen von irgendwas nun einen Verbrennungsprozess verwendet oder direkt den Strom ist doch wumpe - heiss werden muss es.
Sehr hohe Temperaturen sind nicht immer mit einer rein elektrischen Heizung möglich. Mit Erdgas/Wasserstoff lassen sich Temperaturen von über 2500°C mit überschaubaren Aufwand erreichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sans_words 13.07.2019, 18:37
62.

Zitat von hausfeen
... der Bedarf zu gering ist. Das sehe ich immer wieder von meiner Terasse aus. Diesen Überschussstrom könnte man heute schon für Wasserstoff oder Methanisierung nutzen.
Elektrolyse kann man nicht einfach an- und ausschalten. Moderne, halbwegs effiziente Elektrolyseverfahren benötigen einen konstanten Strom.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JaIchBinEs 13.07.2019, 18:40
63. Lagerung bei hohen Druck

Zitat von Neapolitaner
nur in flüssiger Form, also bei ultratiefen Temperaturen, in großen Mengen möglich. Stahlwerke würden dann dort gebaut werden, wo der Wasserstoff erzeugt wird. So war es bisher schon: Eisenerz wird zum Energieträger gefahren - nicht umgekehrt. Deswegen stehen Stahlwerke z.B. im Ruhrgebiet und nicht in Nordschweden (Kiruna).
In Druckbehältern (200 bar) kann man Wasserstoff lagern, ohne Energie für Kühlung zu benötigen.
Auch die Explosionsgefahr ist gering, weil es bei Beschädigung des Behälters schnell aufsteigt und in den Weltraum entweicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeroo_ 13.07.2019, 18:49
64. Fahrzeuge müssen auf jeden Fall CO2 frei werden

Fahrzeuge müssen auf jeden Fall CO2 frei werden, deswegen ist es Schwachsinn den Diesel weiter verwenden zu wollen. Durch die Kombination von Kohlendioxid und Wasserstoff ensteht der synthetischen Kraftstoff und da ist halt wieder CO2 im Spiel, was grosser Unfug ist. Es ist kompletter Blödsinn, weil hier als ganz grosse Mogelpackung mit den Begriffen jongliert wird. Was gebraucht wird ist die Brennstoffzelle und Fahrzeuge, die mit dieser angetrieben werden einfach nur mit Wasserstoff. Aber von grünen Wasserstoff zu schreiben und dann CO2 hinzufügen ist Unsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 13.07.2019, 18:50
65. Frag die Wirtschaftsweisen

Allerdings müsse es "Anreize geben, klimafreundlich produzierten Stahl zu verwenden"

Wie wäre es mit dem Vorschlag der Wirtschaftsweisen: Co2-Steuer.

Dass Power to X nicht wettbewerbsfähig ist, ist eine Binse. Dann müssen eben die Randbedingungen geschaffen werden, dass diese Technologie irgendwann mal wettbewerbsfähig wird.

Hochöfen und für lange Zeit auch Flugzeuge, können nun mal nicht allein mit Strom oder Wasserstoff betrieben werden, dafür braucht man Kohlenwasserstoffe. Klimaneutral Power to X.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knuty 13.07.2019, 18:51
66.

Zitat von orakel200
Die deutsche Solarindustrie war nicht konkurrenzfähig gegenüber der Konkurrenz aus China und ihr Niedergang begann schon während der großen Boom-Phase zwischen 2009 und 2012, als als Deutschland noch mit Abstand größter Markt für Solarmodule war.
Das mag sein, aber trotzdem ist der Zubau von PV und Windkraftwerken seit 2012 gedeckelt worden und die Bedingungen sind zudem erschwert worden.
Der Zuwachs von EE-Strom in den letzten beiden Jahren liegt weniger am Zubau, sondern mehr an der günstigen Wetterlage und am Rückgang der Stromexporte, wodurch sich der Anteil des EE-Stroms am Stromverbrauch erhöht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OlafMuster 13.07.2019, 18:53
67. Falsch

Zitat von orakel200
Die deutsche Solarindustrie war nicht konkurrenzfähig gegenüber der Konkurrenz aus China und ihr Niedergang begann schon während der großen Boom-Phase zwischen 2009 und 2012, als als Deutschland noch mit Abstand größter Markt für Solarmodule war.
Qualitätsmäßig waren die deutschen Solaranlagen den chinesischen meilenweit überlegen. Ich habe eine 4,1 kw Anlage 2004 gebaut , die heute noch dieselbe Leistung hat wie anfänglich. Da hätte man die chinesischen schon wegwerfen können.
Aber keiner weiß, welche Steuerärger man damit hat. Ich habe mein Haus verkauft und würde mir NIE wieder eine Photovoltaikanlagen kaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bertholdgross 13.07.2019, 18:56
68.

Zitat von Johann Dumont
wir haben alles für die Reduzierung des CO2 Ausstoßes um mindesten 50% - warum warten auf Wasserstofflösungen und Tankstellen - vergeudete Zeit. verpasste Chancen - Herr Gabriel und Frau Merkel haben es sabotiert - in ganz Europa hätten wir einen Boom ganz ohne arbeits- und perspektivlose Jugendliche. Aus sich selbst heraus finanziert mit vielen neuen Ausbildungsplätzen - mehr Privateigentum - viel besserer Infrastruktur und viele zufriedene junge Familien. Mit viel Geld haben wir die Grundsteine gelegt für sehr gute Photovoltaik, die besten Windräder, Wärmepumpen, preiswerte beliebig skalierbare Stromspeicher, revolutionäre elektronische Bausteine für die Leistungselektronik und vieles mehr. Durch das Abwürgen der Energiewende (viele Pleiten in der Photovoltaik und jetzt gerade beginnend in Windbranche) zugunsten weniger Oligopolisten hat Frau Merkel mit ihrem hilfswilligen Herrn Gabriel ein die Welt veränderndes Model der Energieversorgung verhindert. Alles kann durch das eingesparte Gas, Öl und Kohle finanziert werden. Es ist nicht nur der Verkehr - allein die Heizungen verschlingen bei uns weit mehr Energie. Wir haben auch solar betriebene Klimaanlagen - über Röhrenkollektoren mit heißem Wasser ab 80 Grad betrieben Absorptionskälteanlagen - ohne Kompressor. Wir haben Redox Flow Batterien und andere chemische Batterien wie etwa Natronlaugenspeicher etc. etc. Solaranlagen und Hausbatterien statt Notstromaggregate ein weltweiter Markt. Schon Schremp und Piech haben vor vielen Jahren die damals fortschrittlichste Batteriefabrik der Welt geschlossen - möglicherweise weil Katar und andere Ölverkäufer maßgeblich sowohl an Daimler als auch an VW beteiligt waren. Eine Welt die innerhalb von zwei Jahren nur noch die Hälfte des jetzigen Verbrauchs von Gas, Öl und Kohle hätte wäre eine andere. Wir hätte als Beispiel dafür dienen können - jetzt macht es China unter wesentlich schlechteren Bedingungen. Nicht nur unsere Automanager - die ja nur Erfüllungsgehilfen sind - auch unsere Politiker haben durch mangelnde Weitsicht die Welt schlechter gemacht als sie sein müsste
Die Energiedichte dieser Batteri-Zellen ist viel zu niedrig. Deshalb ist die Technologie unbrauchbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OlafMuster 13.07.2019, 18:58
69. Dennoch

Zitat von JaIchBinEs
In Druckbehältern (200 bar) kann man Wasserstoff lagern, ohne Energie für Kühlung zu benötigen. Auch die Explosionsgefahr ist gering, weil es bei Beschädigung des Behälters schnell aufsteigt und in den Weltraum entweicht.
Die Lagerung ist technisch gesehen das größte Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 19