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Gute Algenverwerter: Japaner haben Darmbakterien mit Sushi-Gen

Eigentlich sind Meeresalgen nicht besonders leicht verdaulich. Doch Japaner sind mit dem passenden Werkzeug gerüstet: Im Darm leben Keime, die dasselbe Stärke spaltende Enzym wie ein Meeresbakterium produzieren. Offenbar haben die japanischen Bakterien das Gen im Laufe der Zeit übernommen.

af1755 09.04.2010, 12:00
1. Na und?

Zitat von sysop
Eigentlich sind Meeresalgen nicht besonders leicht verdaulich. Doch Japaner sind mit dem passenden Werkzeug gerüstet: Im Darm leben Keime, die dasselbe Stärke spaltende Enzym wie ein Meeresbakterium produzieren. Offenbar haben die japanischen Bakterien das Gen im Laufe der Zeit übernommen.
Tja...und Europäer verdauen eben Milch und Alkohol besser, also?

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AKI CHIBA 09.04.2010, 12:11
2. Sag mir, wer in deinem Darm lebt

Zitat von sysop
Eigentlich sind Meeresalgen nicht besonders leicht verdaulich. Doch Japaner sind mit dem passenden Werkzeug gerüstet: Im Darm leben Keime, die dasselbe Stärke spaltende Enzym wie ein Meeresbakterium produzieren. Offenbar haben die japanischen Bakterien das Gen im Laufe der Zeit übernommen.

und ich sage dir, wie lange du lebst! Auf den Sushi-Inseln lebt man -so geht die Mär- besonders lange. Man muss halt lernen mit den Meeresalgen fertig zu werden. Lernen wir von den lernbeflissenen Japanern. Sie sind enzymmäßig nicht gerade vorteilhaft ausgestattet, was den Alkohol betrifft.
Zu nicht wenigen muss man schon nach einem Krug Bier oder zwei Schälchen Sake sagen: ....hoho ga akai! (Der ehrenwerte Mittrinker möge aufpassen, er hat schon rote Backen).
Es gibt aber eine zunehmende Anzahl wacker trinkender Japaner, die diesen Enzymmangel offensichtlich durch unermüdliches Trainieren überwinden.
Essen wir Sushi und Seealgen!

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Daniel28 09.04.2010, 12:11
3. Interessant aber

Interessant aber nicht überraschend. Die Evolutionstheorie lässt so einen Befund erwarten.

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GAPDH 09.04.2010, 14:14
4. Gvo

Falls sich diese Theorie bewahrheiten sollte, wirft sie eine überaus interessante und wichtige Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft auf. Wenn es die Coli-Bakterien im Darm geschafft haben fremde DNA funktionsfähig in ihr eigenes Genom zu übernehmen, dann besteht durchaus auch die Möglichkeit, dass künstliche Gene aus Pflanzen, die zB ihre eigenen Insektizide herstellen, in absehbarer Zeit auch von denen in Futtertieren und letztlich damit auch wieder von denen im Menschen aufgenommen werden können. Es stellt sich natürlich die Frage nach dem Selektionsdruck, der diese Entwicklung unterstützt und damit möglich macht. Nichtsdestotrotz wäre das den Bekundungen der Konzerne entgegen beunruhigend.

Besonders verwunderlich ist es allerdings nicht, bedenkt man die vielen evolutionären Veränderungen. Die Endosymbiontenhypothese behauptet ja sogar, dass komplette Organismen symbiotisch von einem anderen Lebewesen aufgenommen wurden. Und von nichts hat der Mensch auch nicht "gelernt" Fleisch und Pflanzen zu verdauen.

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albert schulz 09.04.2010, 19:11
5. Irgendwie schon saumäßig informativ.

Aber es wird nicht erklärt, wie man so etwas Geschmackloses wie Sushi überhaupt essen kann oder mag, oder warum ausgerechnet Japaner dieses dröge Zeug in sich hineinwürgen.

Interessant aber wieder mal gar nicht beleuchtet wurde die Frage, ob wir Deutschen Schweinegene haben. Einfach um Vergleiche abstellen zu können, und um diese ungeheure Neuigkeit in einem allgemeinen Kontext zu begreifen.

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